Unsere Väter haben noch damit trainiert: kultige Sportswear von adidas Originals

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Unsere Väter haben noch damit trainiert: Kultige Sportswear von Adidas Originals

Wenn Sie jemanden sehen, der eine kultige adidas-Sportjacke trägt, dann muss das Oberteil nicht ein Produkt aus der neuen Kollektion sein. Denn adidas ist eine Marke mit Tradition, die schon seit den 1920er-Jahren Sportprodukte herstellt. Einige beliebte Produkte wurden unter dem Namen adidas Originals neu aufgelegt und sind nun begehrt wie nie zuvor. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über adidas Originals und die kultigen Produkte.

Adolf und Rudolf Dassler entwickeln adidas - zwei Brüder als schärfste Konkurrenten

In den 1920er-Jahren nimmt die Geschichte von adidas ihren Lauf. Die Brüder Rudolf und Adolf Dassler fertigen in der Waschküche ihrer Mutter Turnschuhe an. Die Schuhe werden an die Füße der Sportler angepasst und so dauert es nicht lange, bis sie erstmals bei den Olympischen Spielen in Amsterdam zum Einsatz kommen: 1928 in der Leichtathletik. Die Brüder arbeiten weiter an ihren Schuhen, sodass sie in den 1930er-Jahren bereits Modelle für unterschiedliche Sportarten herstellen.

Doch zwischen den Brüdern kriselte es und schließlich gingen sie getrennte Wege. Rudolf Dassler gründete eine weitere bekannte Sportmarke: Puma. Sie war lange Zeit einer der schärfsten Konkurrenten von adidas. Die heutige adidas AG wurde 1949 durch Adolf Dassler gegründet. Der Markenname adidas setzt sich aus „Adi, dem Spitznamen von Adolf, und „das", was für den Nachnamen Dassler steht, zusammen. Auch die berühmte drei Streifen lässt sich Adi Dassler als Markenzeichen schützen. Noch heute liegt der Unternehmenssitz in Herzogenaurach in Deutschland.

adidas stellte in den 1940er-Jahren vermehrt Fußballschuhe her. Die deutsche Fußballnationalmannschaft spielte 1954 in adidas-Schuhen – und gewann die Weltmeisterschaft. Es war die beste Werbung, die sich Dassler wünschen konnte. Seine Marke wurde daraufhin weltbekannt.

Nachdem die Marke immer bekannter wurde, begann Adolf Dassler 1952 mit der Produktion von Sporttaschen. 1963 folgten adidas-Bälle, 1967 die ersten Sporttextilien. Trainingsjacken und Co. waren damals schon beliebt – und sind es noch heute. Auch wenn adidas nicht mehr nur Sportkleidung herstellt, ist das Unternehmen eng mit diesem Bereich verbunden. Um diese Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen, entstand adidas Originals.

Was ist adidas Originals?

Unter dem Namen werden immer wieder Neuauflagen erfolgreicher adidas-Produkte herausgebracht. adidas Originals ist das kultige Sportswear-Label für den Street-Look. Die Philosophie, die hinter dem Produktbereich steckt, lautet „Celebrate Originality". Die durch und durch globale Marke mit deutschen Wurzeln hat adidas Originals zu einem Schwerpunktbereich des Unternehmens gemacht.

Mit der Kleidung schafft adidas den Sprung zwischen Sport- und Lifestyle-Bereich. Denn die Produkte können in beiden Sparten eingesetzt werden. Daher lässt sich adidas auch als Sport-Lifestyle-Marke beschreiben. Mit dem Angebot möchte der Hersteller vor allem die 16- bis 24-Jährigen ansprechen.

Dreiblatt als Erkennungszeichen für adidas

Das Dreiblatt, auch Trefoil genannt, gehört als Logo für alle adidas Originals-Produkte dazu. Im August 1971 wurde es von Käthe und Adi Dassler als Erkennungszeichen der Marke ausgewählt. In dem Logo kommen die typischen drei Streifen vor, die zusammen eine geometrische Figur bilden. Sie sollen für die Vielfältigkeit der Marke stehen. 1972 wurde das Dreiblatt erstmals auf Produkten verwendet und im Laufe der Jahre entwickelte es sich zum Unternehmenslogo. Zwar entstand 1997 ein neues adidas-Logo, doch das ursprüngliche Dreiblatt spielt bei den Originals-Produkten eine große Rolle und wird dort verstärkt eingesetzt.

Der adidas LA Trainer

Speziell für die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles wurde der Sportschuh LA Trainer entwickelt. Daher taucht in seinem Namen auch das Kürzel LA für Los Angeles auf. Der LA Trainer war der erste Schuh mit individuell anpassbarer Polsterung. Für das Produkt gab es austauschbare Elemente in verschiedenen Härtegraden. Der LA Trainer markierte somit den Beginn im Bereich maßgeschneiderte Sportschuhe.

In der adidas Originals-Serie wurde das Modell neu aufgelegt und kam in drei frischen Farbkombinationen auf den Markt. Natürlich finden Sie auf diesen Schuhen auch das typische Markenzeichen und das dreifarbige Dämpfungssystem im Fersenbereich. Dank ihres authentischen Designs versprühen sie Retro-Charme. Ihre Gummi-Sohle ist mit Noppen versehen und somit besonders griffig. Den LA Trainer gibt es für Frauen und Männer.

Eine Jacke mit Geschichte: die Trainingsjacke Firebird

Zur adidas Originals-Serie gehört neben einigen anderen Jacken auch die Trainingsjacke Firebird. Schon so mancher Sportler trug das Oberteil auf olympischen Siegertreppchen und auch bekannte Musiker glänzen mit der Firebird in ihrer Freizeit oder auf der Bühne. Der klassische Schnitt überzeugt zusammen mit den drei typischen adidas-Streifen, die sich auf den Ärmeln befinden. Das Dreiblatt-Logo prangt auf der Brust. Breite Bündchen an Ärmeln und Saum zeichnen diese Trainingsjacke aus. Neben dem langen Front-Reißverschluss können auch die Taschen auf diese Weise verschlossen werden.

Die klassische Trainingsjacke gibt es in zahlreichen Farben für Frauen, Männer sowie Kinder. Um den Street-Look perfekt zu machen, gibt es für jede Firebird auch die passende Trainingshose. Das Outfit aus Jacke und Hose sieht nicht nur beim Sport gut aus, sondern eignet sich auch hervorragend für einen entspannten Tag auf der Couch.

Verschrien, stylish, beliebt: die Adilette

Die Adilette ist ein Kultschuh – und entstand eigentlich aus der Not heraus. 1963 suchten einige Athleten Adi Dassler auf und fragten, ob dieser nicht einen Schuh entwickeln könnte, der beim Duschen in den Umkleiden getragen werden könne. 1972 kamen die Schlappen schließlich auf den Markt und entwickelten sich zu einem der weltweit beliebtesten adidas-Slipper.

Die wohl berühmteste Badeschlappe der Welt wird längst nicht mehr nur in Umkleiden, sondern auch am Strand oder einfach im Alltag getragen. Sie hat einen strapazierfähigen und schnell trocknenden Bandagenverschluss aus Synthetik und ein Textil-Innenfutter. Damit Sie auch in nassen Duschkabinen Halt haben, ist die Laufsohle gemustert.

Adidas bietet mittlerweile sogar an, dass sich die Adilette individuell anfertigen zu lassen. Neben der Auswahl der Farbe können Sie eine Landesflagge aussuchen, die auf der Ferse abgedruckt wird.

Der Klassiker - adidas Superstar

Seine Zehenkappen sind aus Gummi, an den Seiten befinden sich die drei adidas-Streifen und das Trefoil (Dreiblatt) prangt auf der Fersen-Lasche. Der adidas Superstar entstand in den 1970er-Jahren und wurde zu einem Klassiker des Unternehmens.

Zu Beginn seiner Karriere wurde der Superstar ohne Gummikappe an NBA-Spieler ausgeliefert, denn diese klagten über schmerzende Zehen. Von diesen Exemplaren gibt es nur noch sehr wenige, die bei Sammlern sehr begehrt sind.

Seinen Siegeszug verdankt der Superstar vor allem seiner Verbreitung in der Hip-Hop-Szene. Die Rapgruppe Run DMC widmete dem Schuh sogar das Lied „My adidas", das 1986 herauskam. So wurden die Superstars zu einem Mode-Statement.

Immer wieder gab es Neuauflagen des Superstars. Verschiedene Farbkombination und Materialzusammenstellung begeisterten die Kunden. Auch viele Sondereditionen wurden verkauft. Einige sind so selten, dass Sammler viel Geld für die Modelle bezahlen. Damit ist der Superstar einer der erfolgreichsten adidas-Schuhe aller Zeiten.

Alles gut verstaut in adidas Airlinern

Neben Schuhen und Kleidung stellt adidas auch Accessoires wie Taschen her. Die Airline ist ein Exemplar, dass unter adidas Originals neu aufgelegt wurde. Auf der Front der Schultertasche prangt das Trefoil, das Hauptfach wird mit einem Reißverschluss verschlossen. Dank strapazierfähiger Beschichtung des Bodens ist die Retro-Tasche für den Einsatz im Alltag bestens gerüstet. Auch modisch liegt die Airline ganz weit vorn, denn es gibt sie in den verschiedensten Farben. Dank des verstellbaren Schultergurtes können Sie die Tasche quer oder längs tragen.

Bis heute im Einsatz: TORSION®

TORSION® ist ein Sohlensystem, das 1988 eingeführt wurde und bis heute in verschiedensten Laufschuhen eingesetzt wird. Speziell für verschiedene Laufstile und Läufer wurde das Sohlensystem in Sportschuhe integriert. Der ZX 8000 stand für Dämpfung, der ZX 7000 für Führung der ZX 9000 für Stabilität. Bei Läufern ist das Sohlensystem noch immer beliebt und wird von adidas stetig weiterentwickelt.

Seit über 50 Jahren ein Trendschuh: der adidas Samba

Der Hallenschuh Samba hat eine lange Geschichte. 1950 kam er als Fußball-Allroundschuh auf den Markt und gilt heute noch als klassischer Trainingsschuh mit Kultstatus. Er ist mehr als ein Hallenschuh und wird auch von vielen Fans in der Freizeit getragen.

Konzipiert wurde der Samba aber eigentlich als Hallenschuh für Indoor-Fußball, weshalb er eine weiche Dämpfung mit EVA-Zwischensohle hat, um einen möglichst hohen Komfort zu bieten. Das Material besteht aus synthetischem Kunstleder. Auch nach Jahrzehnten wirkt das flache und schlanke Design noch immer modern. Sein Aussehen ist schlicht, denn als gestalterische Elemente sind lediglich die drei adidas-Streifen zu sehen. Mittlerweile gibt es das Obermaterial und die Streifen in verschiedenen Farben. Mit dem Schuh ist adidas ein Allzeit-Kassenschlager gelungen.

Der Tennisschuh Stan Smith

Ebenfalls ein Klassiker unter den adidas-Modellen ist der Stan Smith. Er wurde 1971 zusammen mit dem Modell „Nastase" für die Tennisspieler Stan Smith und Ilie Năstase entwickelt. Die beiden Spieler standen sich 1972 im Finale in Wimbledon gegenüber und gewannen im selben Jahr ein Doppel zusammen.

Der Schuh gleicht dem bereits vorgestellten adidas Superstar, doch er hat vorne keine Gummikappe, sondern ein Lederteil. Auch die drei Steifen fehlen, denn sie sind in das Obermaterial in Form von drei Reihen kleiner Löcher eingestanzt. Der Stan Smith war für adidas ein Marktöffner in den Vereinigten Staaten. Bereits in den 1990ern wurde der Schuhe in dem Unternehmensbereich adidas Originals neu aufgelegt und bis 2005 40 Millionen Mal verkauft.

Auch der Stan Smith gehört zu den Modellen von Adidas, die nie aus der Mode kommen. Im Gegenteil:  Besonders im Zuge der Retro-Welle sind die alten Kollektionen wieder brandaktuell.

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