Unsachgemäße Verpackung von Markenporzellan

Aufrufe 21 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war


In den letzten 4 Wochen habe ich mir nach und nach ein Kaffee- und Speiseservice von Villeroy&Boch "Rusticana rot" für je 12 Personen aus Einzelteilen zu einem Preis von insgesamt ca. EUR 400,00 zusammengesteigert. Diese Porzellanserie ist auf dem Markt nicht mehr erhältlich. Die Verkäufer waren zum Teil Privatpersonen und zum Teil gewerbliche Anbieter.

Vorherige Anfragen, ob man über mehrere Tage ansammeln könne, wurden immer schnell und sehr höflich beantwortet. Leider habe ich es versäumt nachzufragen, wie die einzelnen Teile verpackt werden. Ich ging davon aus, daß man dieses Markenporzellan bruchsicher in Luftpolsterfolie verpacken würde. Typischer Fall von Erwartungshaltung!!

Nachdem nun nacheinander die verschiedenen Pakete ankamen musste ich leider feststellen, daß die privaten Verkäufer zwar teilweise das Paket außen mit "Vorsicht Glas" oder "Vorsicht zerbrechlich" gekennzeichnet hatten aber leider innen die einzelnen Geschirrteile nur mit Zeitungspapier oder Küchenrolle verpackt hatten. Die gewerblichen Verkäufer hatten alle das Paket außen gekennzeichnet und innen die einzelnen Geschirrteile mit Luftpolsterfolie bruchsicher verpackt.

Bei drei Paketen von privaten Verkäufern waren Teile des Inhalts zerbrochen. Ich setzte mich mit ihnen in Verbindung, gab die zu Bruch gegangenen Stücke bekannt, bot von den zerbrochenen Teilen Fotos per email an, berichtete von der unsachgemäßen Verpackung und machte einen Schadenersatz geltend. Von zwei Verkäufern erhielt ich sofort Antwort mit der Bitte um meine Bankverbindung, damit sie den von mir verlangten Schadenersatz rücküberweisen könnten. Ihre Pakete waren mit Hermes versandt worden - also versicherter Versand -, waren außerdem außen gekennzeichnet, sodaß sie den Schaden bei Hermes melden können.

Die dritte Verkäuferin, bei der ich für EUR 63,90 Einzelteile ersteigert und nun einen Schaden von EUR 19,00 hatte, lehnte jedoch meinen Schadenersatz in Höhe von EUR 25,00 bis EUR 30,00 ab. Es waren insgesamt 4 Teile kaputt, die ich nun wiederum woanders einsteigern mußte und natürlich zusätzlich auch ein- bis zweimal neues Porto dazukam.
Die Verkäuferin teilte mir mit, daß sie schon öfter wegen Ihrer guten Verpackung gelobt wurde, daß sie sich keiner Schuld bewußt sei da sie genügend Zeitungspapier verwendet hätte, daß die von mir angebotenen Fotos ja evtl. gar nicht von ihren Tellern stammten und sie nicht bereit sei, mir einen Schadenersatz zu gewähren. Ihr Paket war mit DHL versandt worden - also nicht versicherter Versand - und war außen auch nicht gekennzeichnet.
Die schweren Teller waren nur einmal mit Zeitungspapier umwickelt und aufeinandergestapelt, sodaß durch das Gewicht von oben die mittleren 4 Teller zerbrochen sind.

Fazit:
Ich kann nur allen Käufern raten, beim Ersteigern von teurem Markenporzellan vorher generell anzufragen, wie die einzelnen Teile bruchsicher versandt werden. Es lohnt sich, und im Endeffekt kommt man billiger weg wenn man Verkäufer bevorzugt, die evtl. für ein Teil etwas mehr verlangen wie Andere. Außerdem erspart man sich viel Zeit und Ärger!




Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden