Unnötige Aufregung wg hoher/ungleicher Portokosten

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Ich lese hier ganz oft naive Beiträge, in denen sich Leute bei 1 Euro Startpreis Artikeln über hohe Frachtkosten, Verpackung bzw. Versandkosten aufregen und sich dann auch noch schmollend verabschieden mit "dann kaufe ich halt woanders". Sie die so blöd/naiv oder fehlt ganz einfach Grips? Es muss doch jedem klar sein, dass neue, original verpackte Produkte, zum Teil sogar recht aufwändig herzustellende für den Verkäufer ein riesen Verlustgeschäft sind, wenn diese dann nur zu einem sehr niedrigen Preis weggehen. Dass ein Verkäufer dann versucht, wenigsten seine Handlingskosten (Rechnung, Versand, Verpackung, Qualitätskontrolle, Prüfung, Neuverpackung, Gutschrift, usw.) und nicht zu vergessen die eBay Gebühren (vor allem für Anzeigen, also Top-Artikel), die schnell mal 20 und mehr Euro erreichen können wieder hereinbekommen will ..

Ich mache mal eine Rechnung am Beispiel einer "Tante", die sich hier über 90 Euro Fracht für einen Massagesessel aufregt:

Händler verkauft für 246,21 Euro, abzüglich MwSt 19% verbleiben: 206,89 Euro; sein Einkaufspreis war 199 Euro (hoffentlich brutto), Einstellgebühren bei ebay plus Hervorhebung als Top-Artikel der Kategorie: 21,20 Euro netto, Provision auf den Verkaufspreis 246,21 = 9 Euro, Verlust: riesig.

Wer jetzt noch erwartet, nur die reinen Versandkosten des Subunternehmers, also z.B. der Spedition oder DHL bezahlen zu müssen, bürdet dem Verkäufer auch noch einen zusätzlichen Verlust für Handling, Verpackungsmaterial, Buchhaltung, Warenausgang,  eBay, usw. auf.

Also ich find's absolut legitim, wenn ein Verkäufer die Drittkosten, die er für den Verkauf und Versand ausgeben muss, an den Käufer weitergibt. Soll doch derjenige, der sich darüber aufregt, in die Stadt fahren, von Pontius bis Pilatus laufen, den 10-fachen Preis bezahlen und  dann den Artikel auch noch selbst transportieren .. Ich bin sicher, im o.g. Fall macht es dem Verkäufer gar nichts aus, auf die "Tante" als Bieter zu verzichten!
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