Und was schiebst du so? Kinderwagen-Marken und ihre Hintergründe

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Was hinter den Herstellern steckt:

~~Wie in den meisten Bereichen unseres Lebens gibt es auch bei den Kinderwägen Marken mit unterschiedlichem Ruf. In Foren werden diese teils wie Automarken diskutiert, verglichen, gelobt oder verteufelt. Sicherlich gibt es sowohl preisliche, als auch qualitative Unterschiede und jeder macht seine Erfahrungen, die ihn von einer Marke überzeugen oder abbringen. Interessant finde ich dabei, dass es auch bei den Kinderwägen Modephänomene gibt, Trends die aufgegriffen werden, deren Sinn und Praxistauglichkeit aber stark in Frage stehen. Ganz abgesehen von horrenden Preisen, die dafür z.T. verlangt werden. Wenn man sich einmal die Mühe macht und die Markenhintergründe recherchiert, kristallisieren sich manchmal interessante Verflechtungen heraus. Tochterfirmen, Aufkäufe, Lizenzen - so entpuppen sich manch vermeintliche Konkurrenten als ein Unternehmen, das den halben Markt dominiert. Ich habe mich einmal auf die Suche begeben, da ich diese Markenursprünge und Firmenhistorien sehr interessant fand. Hier könnt ihr nachlesen, was ich so herausgefunden habe:

Hartan: ein deutsches Familienunternehmen mit langer Tradition
Die Firma Hartan besteht seit 1892 und begann mit der Fertigung von Korbwaren. Später stellten sie um auf Kinderwagenproduktion. Von der Konstruktion über das Design bis zur Fertigung wird alles in Deutschland ausgeführt. Zertifizierungen für die Erfüllung von DIN-Normen, Schadstofffreiheit und TÜV-Beständigkeit schreibt die Firma groß. Die Preise für die Wägen sind nichts für den kleinen Geldbeutel, doch die Qualität überzeugt meiner Meinung nach und die Investition rentiert sich auf lange Sicht. 

TFK - Trends for Kids: eine Marke, die für Sportlichkeit steht
Gegründet 1997 mit der Idee, sporttaugliche Kinderwägen zu konstruieren. Der Fokus der Firma liegt auch heute noch auf den 3-rädrigen Joggern, wobei das Design und die Funktionen auch weniger sportliche Eltern begeistern. Deshalb sind auch stadttaugliche Buggies im Angebot und nicht zuletzt einer der wohl gefragtesten Zwillingswagen. Die Firma ist im Gewerbeverzeichnis Düsseldorf (NRW) eingetragen und besitzt mittlerweile ein Ladengeschäft mit eigener Werkstatt in Ergolding (Bayern). Auch TFK legt Wert auf Qualitätsmanagement und -kontrolle, Funktionalität und Komfort. Auch das hat natürlich seinen Preis, wobei auch hier die Qualität stimmt.

DOREL: der Riese hinter vielen Marken
Die Firma mit Ursprung in Kanada hat inzwischen viele Marken unter seinen Fittichen und operiert weltweit. Vorwiegend in Kanada und den USA, aber gerade die "Juvenile Brands" (Marken mit Waren für Kinder), sind auch in Deutschland bzw. Europa sehr bekannt. So hat Dorel 1994 die niederländische Firma Maxi Cosi aufgekauft, die vorwiegend Babyschalen und Kindersitze produziert und auch Travelsystem-Kinderwägen anbietet. 2000 folgte die amerikanische Firma Safety 1st, die ein breites Spektrum an Kinderprodukten und auch günstige Kinderwägen im Angebot hat. 2001 wurde die ebenfalls niederländische Firma Quint B.V. übernommen, die die Kinderwägen der Marke Quinny vertreibt. Quinny begann mit 3- und 4-rädrigen Kinderwägen, die Platz und Komfort boten (wie dem Freestyle), konzentriert sich aber mittlerweile fast ausschließlich auf City-Buggies, unter denen vor allem das Modell "Zapp" sehr beliebt ist (auch wenn ich persönlich ihn ziemlich hässlich finde, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache ;-). Seit 2014 ist auch die israelische Firma Tiny Love Ltd, die Babyprodukte und Spielzeug herstellt, unter dem Schirm von Dorel. Neben den auf Produkte für Kinder spezialisierten Firmen vereint Dorel übrigens auch Möbelhersteller und Fahrradfirmen unter sich.

Teutonia: Individualismus und Qualität
Vor über 65 Jahren im nordrhein-westfälischen Teutoburger Wald (daher der Name) gegründet, schreibt Teutonia Qualität, Komfort und Design auf seine Flaggen. Eine Besonderheit bei dieser Marke ist die Möglichkeit für jeden Endkunden, seinen Wunsch-Kinderwagen individuell zusammenzustellen. So kann man sich ein Unikat bauen lassen, das den eigenen Wünschen voll entspricht. Seit 2007 ist Teutonia allerdings eine Marke der Newell Brands aus Georgia, USA. Diese vereint unter anderem auch die bei uns bekannten Marken Baby Jogger, Graco und NUK in sich. 

Gesslein: eine deutsche Familiengeschichte
Auch die Firma Gesslein mit Standort in Bayern besteht seit über 60 Jahren und befindet sich wie Hartan in Familienbesitz. Auch sie setzt auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und legt Wert auf Praxistests durch die eigenen Mitarbeiter. Neben Kinderwagen produziert sie auch Möbel, Accessoires und Textilien rund ums Kind. 

Bugaboo: Design als Hauptmerkmal
Die niederländische Firma mit eigener Produktionsstätte in China legt viel Wert auf Design. Wenn es eine "Modemarke" für Kinderwägen gibt, dann wohl diese. Auch Qualität und Funktionalität schreibt die Firma groß. Seit 1999 existiert die Marke und produziert seit 2001 Kinderwägen mit für verschiedenes Terrain und diversen Funktionen. Ein markantes Design, vor allem bei den Sitzeinheiten, verleihen der Marke einen hohen Wiedererkennungswert. Wie das bei Designer-Produkten so ist, liegt auch hier der Preis für eines dieser Produkte in der Oberklasse. Eine Anmerkung kann ich mir hier nicht verkneifen: so viel Wert die Firma auf Funktionalität legen mag, so unverständlich ist mir das Design der Sitzeinheit, deren Fußteil sich nicht waagrecht stellen lässt. Außerdem ist mir das Befestigungssystem suspekt, bei dem sowohl Wanne als auch Sportaufsatz an zwei aufgesetzten Punkten fixiert werden, die dann quasi "frei stehen" und somit in meinen Augen einfach wackelig und instabil erscheinen. Ich habe noch keinen Bugaboo persönlich getestet, aber wenn ich einen auf der Straße sehe, wie die Wanne hin und her schaukelt, wenn der Wagen über leicht unebenes Terrain fährt, weiß ich nicht, ob Design das wert ist... und ganz ehrlich: nach 1,5 Jahren ist doch da Schluss?! Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Konstruktion einem 4-Jährigen standhält, der darauf rumklettert. Aber wie gesagt: das ist meine Meinung und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, falls ich mal dazu komme, einen zu testen ;-)

Hauck: ein weiteres deutsches Familienunternehmen
Auch Hauck begann als Korbmacherei und produziert mittlerweile seit über 90 Jahren. Das Sortiment ging über zu Kinderwägen und erweiterte sich auf Kinderbetten, Autositze, Hochstühle, Wippen und weiteres Zubehör. Über die Produktionsstätten konnte ich nichts herausfinden, aber da Hauck für eher preiswertere Produkte bekannt ist, schätze ich, dass in Asien gefertigt wird. Dennoch schreibt auch Hauck Qualitätsstandards groß. Die neue Tochtermarke "ICoo" soll das Premiumsegment bedienen und wartet mit außergewöhnlichem Design und exklusivem Zubehör auf. 

Hoco: der Österreicher unter den Kinderwägen
Die seit 1948 existierende Firma entwickelt ihre Kinderwägen in Oberösterreich und produziert in China. Das Sortiment umfasst verschiedene Kinderwagentypen und Zubehör. Die Firma selbst schreibt, dass sie ganz besonderen Wert auf Schadstofffreiheit legt und die Markenpositionierung bei "Oberklasse zu Mittelklassepreis" einzuordnen ist.

Kunert: der Kinderwagen für den kleinen Geldbeutel
Die Marke der M&L Handel GmbH & Co KG bietet diverse Kinderwägen zum kleinen Preis. Verschiedene Ausstattungsmerkmale und teils auffälliges Design (z.B. Felgen im Chrom-Look oder Sitzbezüge mit Leoparden-Print) lassen so manches Modell ins Auge stechen. Dass die Qualität dem Preis entsprechend ist, darf man wohl erwarten, wobei ich noch keinen Wagen getestet habe. Was mir vor allem bei den Schwenkschiebern diesen Kinderwägen immer auffällt, ist der Winkel der Schieberkonstruktion, der auf mich einen unhandlichen Eindruck macht. Aber das kann auch täuschen. Die Firma bietet neben Kinderwägen auch noch andere Produkte für Kinder an.

Peg-Perego: made in Italy
Die in den 1940er Jahren gegründete italienische Firma mit Produktion im eigenen Land stellt neben dem wohl bekanntesten Modell, dem Pliko, auch andere Kinderwagentypen her. Außerdem Hochstühle, Kindersitze und Kinderfahrzeuge. Sie legt hohen Wert auf die Alltagstauglichkeit ihrer Produkte, Sicherheit und Kundendienst.

Emmaljunga: schwedische Qualität seit 1925
Getreu der eigenen Firmenpolitik mit Blick auf Produktentwicklung und Umweltschutz produziert der Hersteller im eigenen Land. Dabei bezeichnet Emmaljunga als seine Kernwerte Sicherheit, Funktion und Design. Angeboten werden hauptsächlich "große", vierrädrige Kinderwägen, die überwiegend ein "klassisches" bzw. "nostalgisches" Design aufweisen.

Phil & Teds: der Spezialist für platzsparende Tandemwägen
Die ursprünglich 1994 von einem Vater-Sohn-Team gegründete, neuseeländische Firma, steht vor allem für praktische Tandem-Kinderwägen, die wenig Platz benötigen. Ein cleveres System ermöglicht es, die Kinderwägen sowohl einzeln, als auch doppelt besetzt zu nutzen und dabei weder aufgebaut, noch zusammengeklappt, viel Platz einzunehmen. Mittlerweile vetreibt die Firma auch die Marke Mountain Buggy und setzt seine Produkte hauptsächlich in Großbritannien, Australien und den USA ab. Im Preissegment ist die Marke im oberen Bereich angesiedelt.

ABC-Design: Design muss nicht immer teuer sein
Die deutsche Firma wurde 1989 gegründet mit der Idee, hochwertige Produkte mit fairem Preis-Leistungsverhältnis zu verkaufen. Dass dafür in China produziert wird, verschweigt die Firma nicht. Der Name ist Programm und so erkennt man auch die Kinderwägen von ABC-Design an ihrem eigenen Stil. Vor allem der Geschwisterwagen "Zoom", der als erster ein neuartiges, platzsparendes und dennoch variables Geschwister-System vorwies, ist bekannt. ABC-Design bietet Design, Qualität und Funktionalität deutlich unterhalb der hohen Preisgrenze, die sonst für diese Kombination üblich ist.

Knorr-Baby: wortwörtlich "der Volkswagen unter den Kinderwägen"
Die Firma Knorr besteht seit fast 70 Jahren und ist mit ihrem Firmensitz in Bayern angesiedelt. Sie produziert ihre Kinderwägen in Europa und bietet neben klassischen Kinder-, Sportwägen und Buggies auch eine Serie unter Lizenz von Volkswagen, die den Designs von verschiedenen VW-Modellen nachempfunden sind. Die Firma wurde ausgezeichnet für ihre Qualität, Funktionalität und Design. Auch ein Premiumsegment wird angeboten, mit Vollausstattung der Wägen inkl. Babyschalen. Preislich sind die Wägen auch eher im oberen Bereich angesiedelt.

MacLaren: "der Mercedes unter den Buggies"
Zwar hat der Markenname nichts mit den Rennautos zu tun, dennoch ist der Vergleich treffend. Seit den 1960er Jahren hat - begründet durch den Innovationsgeist eines britischen Flugzeug-Ingenieurs - MacLaren leichte und kompakt faltbare Buggies entwickelt. Als erste Firma weltweit hat sie sich das "Regenschirm-Faltsystem" für Kinderwägen patentieren lassen und steht auch heute noch für stabile, leichte und wendige Buggies mit verschiedenen Systemen, die auch die Benutzung von Babyschalen auf dem Buggy oder den Transport von Geschwistern erlauben. Neben den eher schlichten Designs der klassischen Buggies bietet MacLaren auch spezielle Designs z.B. im BMW-Stil oder den "Spitfire" an, der dem britischen Kampfflugzeug nachempfunden ist. Preislich sind diese Buggies ebenfalls im oberen Bereich angesiedelt.

Britax Römer: Deutschland trifft England
Die deutsche Firma Römer (1872 gegründet), vor allem für Sicherheitsequipment bekannt, und die englische Firma Britax (existiert seit den 1930er Jahren) fusionierten 1978 und sind seither vor allem für Kindersitze bekannt. Produziert wird in Ulm (Umzug nach Leipheim 2016 geplant) und Andover (England). Seit 2011 gehört auch die Kinderwagenfirma BOB, die sich vor allem auf sportliche Outdoor-Wägen spezialisiert hat, zum Unternehmen. So ist auch dieser Kinderwagentyp erhältlich, da bisher eher City-Modelle im Programm waren. 2013 kaufte Britax Römer die Sparte der Kinderwägen und Kindersitze des schwedischen Unternehmens BRIO. Sicherheit wird bei Britax Römer natürlich ursprungsgetreu groß geschrieben, aber auch sinnige Travel-Systeme sind erhältlich. Dieser Standard hat natürlich auch seinen Preis, aber der Name der Firma spricht für sich.

Stokke: vom Hochstuhl zu den Kinderwägen
Gegründet 1932 in Norwegen, begann die Firma zunächst mit der Produktion von Bussitzen und ergonomischen Büromöbeln. 1972 kam der weltbekannte Hochstuhl "Tripp Trapp" auf den Markt, dessen funktionales und zeitloses Design bis heute großen Anklang findet. Seit 2003 stellt die Firma auch Kinderwägen her, bei denen vor allem Wert auf die gesunde Entwicklung des Kindes und den Kontakt zwischen Eltern und Kind gelegt wird. Das Design ist deshalb eher außergewöhnlich und teils gewöhnungsbedürftig, da das Kind sehr hoch sitzt. Bis 2014 war die Firma in Besitz der Familie Stokke, bis sie an eine belgische Investmentfirma ging, die sich wiederum in Besitz der südkoreanischen NXC befindet.

Herlag: eine Alternative
Die eher unbekannte Marke Herlag gehört zur Unternehmensgruppe Kettler, die u.a. Gartenmöbel und Schaukeln produziert. Herlag stellt vorwiegend Kinderhochstühle her, aber auch sportliche Kinderwägen und Buggies für den kleineren Geldbeutel. Eine eigene Website für die Kinderwägen konnte ich nicht ausfindig machen, so dass ich davon ausgehe, dass sie nur über andere Händler vertrieben werden.

Chic4Baby: günstige und große Produktpalette
Die deutsche Firma Chic4Baby ist vor allem für günstige Kinderwägen verschiedener Typen bekannt. Sie betont, dass alle Produkte gängigen Normen und Sicherheitsstandards entsprechen, auch was die Schadstofffreiheit betrifft. Wo die Firma produziert, konnte ich nicht herausfinden.

Brevi: Kinderprodukte aller Art
Die italienische Firma Brevi existiert seit 1954 und produziert eine ganze Bandbreite von Kinderartikeln. Vom Hochstuhl über Reisebetten bis zum Kinderwagen ist alles dabei. Auch Brevi bestätigt Produktsicherheit und ist stolz auf seine Innovationen, die Design und Ergonomie vereinen. Bei uns sind die Produkte sind allzu bekannt und verbreitet.

Chicco: der italienische Marktführer
Chicco entstand als Tochtermarke der 1946 in Italien gegründeten Firma Artsana, die Medizinprodukte herstellt. Seit 1958 wird unter dem Markennamen Chicco alles für die Bedürfnisse von Babies und Kindern von der Geburt bis 3 Jahre hergestellt. Unter seinen Werten zählt die Firma Verlässlichkeit, Aktualität, Kompetenz, Innovation, Fürsorge, Transparenz und Leichtigkeit auf. Chicco ist eine weltweit bekannte und etablierte Marke für Kinderprodukte.

Concord: vom Vater der "Storchenmühle"
Gegründet 1978, vom Gründer der Marke Storchenmühle, war Concord zunächst als Produzent von Autokindersitzen tätig. Erst seit 2007 werden auch Kinderwägen hergestellt, vorwiegend Travel-Systeme und leichte Kinderwägen und Buggies. 2004 zog der Hauptsitz von Deutschland nach Spanien um, wobei sich die Abteilungen für Entwicklung, Design und Marketing weiterhin in Deutschland befinden. 

Storchenmühle: wohlbekanntes deutsches Original
Gegründet 1949 mit der Idee, Kinderwägen zu fertigen, stellte die Firma außerdem Kinderhochstühle und Autositze her. 2004 fusionierte sie mit dem Autozulieferer RECARO und produziert heute nur noch Autositze und Zubehör. Obwohl die Firmen zusammen gehören, stellt jede unter seinem Namen Produkte her. Soweit ich herausfinden konnte, werden von Storchenmühle keine Kinderwägen mehr produziert. RECARO produziert Buggies mit Travel-System.

Cybex: aus der Welt der Kindersitze
Über die Entstehungsgeschichte von Cybex konnte ich leider nichts herausfinden, nur dass sie ursprünglich Autokindersitze herstellte und nun auch Buggies mit Travelsystem, wie RECARO. Cybex wurde 2014 von der chinesischen Firma Goodbaby aufgekauft, die auch den kleinsten Buggy der Welt, den "Pockit" herstellt.

Easywalker: 3-Rad-Pionier
Die niederländische Firma wurde 1989 von einem Metzgerssohn gegründet, der den ersten sporttauglichen 3-Rad-Kinderwagen Europas baute. Easywalker verfolgt klare Philosophien: “Vorwärts denkend und lebensbejahend” und “schön einfach - so spazieren wir bei Easywalker auf der Erde!" In der Produktlinie finden sich schicke, aber "leichte" Buggies und Kinderwägen und eine Mini Cooper - Serie. Der 3-Rädrige Sportwagen, der den Beginn der Produktion prägte, wird jedoch nicht mehr hergestellt.

Joolz: jung, modern und nachhaltig
Die 2004 gegründete, ebenfalls niederländische Firma, legt Wert auf Innovationen, modernes Design und engagiert sich für Nachhaltigkeit. Joolz bietet derzeit zwei verschiedene Kinderwägen an, die individuell zusammenstellbar sind. Die Zielgruppe sind eher urbane Familien, da die Wägen eher nicht geländetauglich sind.

Kiddy: Sicherheit an erster Stelle
Die deutsche Firma Kiddy existiert seit 1966 und ist einer der Marktführer im Bereich Kindersitze für das Auto und vertreibt diese weltweit. Kiddy bietet 2 Buggies mit Travel-System an. Es scheint momentan in Mode zu sein, dass jeder Autositzhersteller seine eigene Buggy-Serie dazu auf den Markt bringt.

mutsy: älter als man denkt
Die niederländische Firma existiert bereits seit 1937, damals noch unter dem Namen Mutsaert's und entwickelte seine Kinderwägen stets weiter und legte wert auf Kombinierbarkeit und Modulsysteme. Seit 1997 haben die Modelle das unverwechselbare Design mit der schrägen "L-Form". Mutsy bietet sowohl geländegängige Wägen mit lenkbaren Achsen, als auch City-Modelle.

Moon: junger Style aus Bayern
Über die Geschichte der Firma Moon, die dank ihres Logos, bei dem die zwei "O" ineinander liegen, oft falsch geschrieben wird ("Mon") konnte ich nicht viel herausfinden. Es scheint eine relativ junge Firma zu sein, die sich dem Trend anschließt, schlanke Kinderwägen in modernem Stil zu bauen. Die Wägen sind jedoch sowohl stadt- als auch landtauglich und es gibt 3-in-1-Modelle. Man kann wählen zwischen 5 verschiedenen Designs (hauptsächlich den Bezugsstoff betreffend) und dann das entsprechende Kinderwagenmodell, wobei nicht jedes Modell in jedem Design verfügbar ist. Die Babywanne und der Sportaufsatz sind auch nur an zwei Punkten aufgesetzt, dafür kann man wenigstens die Fußstütze verstellen. Preislich sind die Wägen im mittleren Bereich angesiedelt und wenn es auch das Design vom Vorjahr sein darf, kann man ein ganzes Set wirklich günstig bekommen.

Osann: Deutsches Unternehmen mit Verbindung nach Frankreich
Osann besteht seit 1980 und startete ebenfalls mit der Produktion von Kindersitzen. Das Unternehmen gibt auch seiner Homepage an, für die Entwicklung und den Vertrieb des Maxi-Cosi zuständig gewesen zu sein. Heute bietet Osann viele Produkte rund ums Kind an und hat Produktionsstätten in Deutschland und Frankreich. Dabei wird auf Qualität und die Erfüllung von Sicherheitsstandards großen Wert gelegt. Die Kinderwägen, die Osann anbietet, sind leichte Sportwägen und Shopper, außerdem einen Kombikinderwagen unter dem Markennamen "Beebop", der von der Optik her dem Bugaboo auffallend ähnelt.

Zekiwa: Ostdeutsches Traditionsunternehmen
Der Name Zekiwa setzt sich zusammen aus Zeitzer Kinder-Wagenindustrie. Das Unternehmen fertigt bereits seit 1846 Kinder- und Puppenwägen und wurde geprägt durch politische Veränderungen. Zu DDR-Zeiten stellte Zekiwa auch für Westdeutsche Unternehmen wie Neckermann her und wurde zur größten Kinderwagenfabrik Europas. Heute baut Zekiwa größtenteils im Ausland normgeprüfte und schadstoffreie Kinderwägen unterschiedlicher (Preis-)Klassen und Ausstattungsmerkmalen.

Joie: junger Schwung aus Großbritannien
Die Firma mit dem Namen, bei dem man sich nicht sicher ist, wie er ausgesprochen wird (ich schätze wie "joy"), wurde von einer Gruppe Eltern und deren Freunden gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, nützliche, vielseitige und nachhaltige Kinderprodukte zu günstigen Preisen herzustellen. An Kinderwägen sind hauptsächlich leichte und gut faltbare Buggies im Angebot, darunter auch ein Zwillingsbuggy.

Inglesina: Italienisch trotz "anglizistischem" Namen
Gegründet in den 1960er Jahren, stellt Inglesina vielerlei Produkte für Kinder her. Inspiriert von englischen Kinderwagenmodellen, wurde der erste Kinderwagen gebaut und hatte auch Einfluss auf die Namensgebung der Firma. Angeboten werden hauptsächlich große, klassische Kinderwägen, aber auch Buggies mit Travelsystem, allesamt in den oberen Preisklassen angesiedelt.

Eigenmarken: Bruin/Babies R Us, BO1
Toys R Us und Babyone bieten Kinderwägen unter dem Namen ihrer Hausmarken an, jedoch konnte ich nicht herausfinden, wer diese produziert. Da Eigenmarken meist in Werken namhafter Hersteller produziert werden, gehe ich davon aus, dass auch diese Marken von bekannten Herstellern stammen. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, aber ich denke, die hierzulande bekanntesten Marken sind dabei. Derzeit drängen auch viele chinesische Hersteller auf den Markt, die den Trend erkannt haben, aber wesentlich billiger produzieren. Und wie immer gilt: jeder kann selbst entscheiden, was ihm am Besten gefällt!


Die genannten Informationen habe ich auf den jeweiligen Herstellerseiten oder über Google und Wikipedia recherchiert.
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