Umsetzung, Räder & Co: Daran erkennen Sie ein funktionelles und hochwertiges Go-Kart

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Umsetzung, Räder & Co: Daran erkennen Sie ein funktionelles und hochwertiges Go-Kart

Unter einem Go-Kart wird ein kleines Fahrzeug mit vier Rädern verstanden, das entweder durch einen Benzin- oder Elektromotor auf Kartbahnen oder als Kinderspielzeug mit Körperkraft durch Pedalen angetrieben wird. Auch für Kinder gibt es Go-Karts mit Elektromotor. Beim Pedalantrieb gibt es zwei Varianten, zum einen die Pendelpedale beim Tretauto oder das „Ketcar", das über ein Pedalsystem mit Kette angetrieben wird, ähnlich wie beim Fahrrad. Der Begriff „Ketcar" wurde von der Firma Kettler eingeführt, die die Go-Karts in dieser Form erstmals produzierte und in den Handel brachte. „Ketcar" ist ein Markenname für die Kettler Go-Karts. Inzwischen werden Go-Karts auch von verschiedenen anderen Herstellern gefertigt mit vergleichbarer Ausstattung und ähnlichen Funktionen wie die „Ketcars". 

Nicht nur die vierrädrigen Go-Karts sind als Kinderspaß geeignet. Eine andere, auch als Go-Kart bezeichnete Variante, fährt auf drei Rädern mit Ketten-Pedalantrieb am Vorderrad und ohne Steuer. Das Lenken erfolgt bei diesen Fahrzeugen durch die Verlagerung des Körpergewichts. Diese Go-Kart Balance Bikes eignen sich insbesondere für ältere Kinder. Einige Bikes können bereits ab 6 Jahren und bis zu 12 Jahren benutzt werden, die meisten jedoch erst ab 9 Jahren und etwa einer Körpergröße von 140 cm. Die maximale Belastung liegt zwischen 75 und 80 kg, sodass auch Erwachsene mit diesen Bikes fahren können. Die Balance Bikes eignen sich sehr gut für die Gleichgewichtsschulung. Sie sind mit Rücktrittbremse und luftbereiften Rädern ausgestattet und verfügen über eine TÜV-Plakette.

Go-Karts sind ein besonders beliebtes Spielgerät für Ihre Kinder

Kinder sind sehr bewegungsfreudig, sie möchten aber nicht nur immer auf ihren Füßen unterwegs sein. Alles, was irgendwie fährt, übt auf sie eine große Faszination aus. Das beginnt beim Kleinkind bereits mit einem einfachen Bobbycar (Rutschauto), das durch das Abstoßen mit den Füßen vom Erdboden in Bewegung gesetzt wird. Bei der Entscheidung, welches Bobbycar gekauft werden soll, wird manchmal auch Wert auf den Fahrzeugtyp gelegt, den die Erwachsenen fahren. Das kann zum Beispiel der Bobbycar BMW oder ein anderer bekannter Autotyp sein. Wenn die Kinder größer werden, wächst auch das Interesse an komfortableren Fahrzeugen, die mehr Bewegungs-Spielraum ermöglichen und technisch anspruchsvoller sind. Solche Fahrzeuge, die als Tretautos bezeichnet werden, ermöglichen auch das Fahren auf unebenem Gelände. Sie verfügen bereits über einen Tretmechanismus, der auch höhere Geschwindigkeiten erlaubt. Sind die Bobbycars noch grob autoähnliche Gefährte, dann können sich die Tretautos bereits als kleine Auto-Abbilder darstellen, zum Beispiel als Nostalgie-Auto. Tretautos werden überwiegend durch Pendel- oder Wipp-Pedalen angetrieben. Tretautos und kleinere Go-Karts mit Tretmechanismus sind in der Regel für Kinder ab drei Jahren geeignet und selbstverständlich nicht für den Straßenverkehr gedacht. Damit die Kinder gefahrlos mit diesen Gefährten unterwegs sein können, sollten sie nur unter Aufsicht der Eltern auf Gehwegen, Kinderspielplätzen oder Parkanlagen zum Einsatz kommen.

Welcher Go-Kart-Typ ist für Ihr Kind am besten geeignet?

Vor dem Kauf eines Tretfahrzeugs für Kinder ist die Entscheidung zu treffen, ob ein kleineres Go-Kart oder ein komfortables größeres Gefährt gewünscht wird. Traf für die Tretautos weitgehend noch der Begriff Auto zu, so haben die Go-Karts eine völlig andere Form. Das Aussehen erinnert in nichts mehr an ein normales Automobil, eher schon entfernt an ein Rennauto. Die Gefährte haben nach wie vor vier Räder, sie werden über eine Lenksäule gesteuert und bieten ein bis zwei offene Sitze. Der Antrieb ähnelt dem eines Fahrrades, mittels Pedalen und einer Kette werden die Hinterräder angetrieben. Welches Fahrzeug Sie auswählen sollten, hängt in erster Linie vom Alter, von der Größe und von den Ambitionen Ihres Kindes ab. So werden für die kleineren Kinder ab drei Jahren Puky Go-Karts angeboten, für größere Kinder ab etwa fünf Jahren sind die Fahrzeuge teilweise komfortabler ausgestattet.

Die Produkte der einzelnen Hersteller unterscheiden sich nicht im Konstruktions-Prinzip, sondern im Design, im Material, in den Aufrüstungen und den Extras. Auch das Puky Kettcar-Modell ist bereits komfortabler als das Puky Go-Kart und es ist erst für größere Kinder geeignet. Nicht nur das Alter der Kinder, sondern auch ihre Größe spielt eine Rolle für die Auswahl des richtigen Go-Karts. Für den Antrieb eines Go-Karts durch die Pedale ist Kraft und Ausdauer erforderlich. Kleinere Kinder, auch wenn sie im richtigen Alter sind, können dadurch Schwierigkeiten mit dem Pedal-Antrieb bekommen. Das trifft besonders dann zu, wenn die Beinlänge nicht mit der Größe des Tretlagers übereinstimmt. Deshalb wird bei den Angeboten neben der Altersangabe oft auch die erforderliche Mindestgröße des künftigen Go-Kart-Fahrers angegeben. Auf diese Hinweise sollten Sie besonders achten, um Ihrem Kind eine Enttäuschung zu ersparen.

Welche anderen Eigenschaften sollte Sie bei einem Go-Kart beachten?

Da es sich bei den Go-Karts um Fahrzeuge handelt, mit denen höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können, ist besonders auf Sicherheit zu achten. Das Fahrzeug muss stabil auf seinen vier Rädern stehen und fahren und es darf auch auf unebenem Gelände nicht zum Kippen neigen. Die Sitze sollten der Größe eines Kindes im passenden Alter gut angepasst und verstellbar sein. Bequeme Formsitze ermöglichen ein ermüdungsfreies Fahren. Luftbereifte Räder sind gegenüber Kunststoffrädern zu bevorzugen. Ein Freilauf ist auf jeden Fall wünschenswert. Alle diese Eigenschaften sind vom Alter des Kindes abhängig und von dem Revier, das befahren werden soll.

Beim Spazierengehen mit den Eltern auf dem Gehweg oder auf glatten Wegen in einem Park, werden keine so hohen Ansprüche an das Fahrzeug gestellt. Für diesen Zweck genügt ein kleineres Go-Kart. Um dem Spiel- und Gestaltungstrieb der Kinder noch weiter entgegenzukommen, sind auch Fahrzeuge mit einer Kupplung für kleine Anhänger erhältlich. Die Auswahl der Extras und des Zubehörs sollte aber immer von den Wünschen des zukünftigen Go-Kart-Fahrers abhängig gemacht werden. Soll das Go-Kart auch für größere Kinder als universelles Fahrzeug auf jedem Untergrund und zu vielen Anlässen eingesetzt werden, zum Beispiel auch in Go-Kart-Rennen, dann sind höhere Maßstäbe anzulegen und es ist auf ein hochwertiges Go-Kart mit vielen nützlichen Funktionen zu achten.

Woran können Sie ein hochwertiges, funktionelles Go-Kart erkennen?

Sie erkennen ein hochwertiges Go-Kart an einer zweckmäßigen und umfangreichen Ausstattung. An ein Go-Kart, das auch von Erwachsenen gefahren werden kann, sind hohe Ansprüche zu stellen. Diese Fahrzeuge sind als Ein- und auch als Zweisitzer erhältlich. Einsitzige Go-Karts können mit den gleichen Funktionen ausgestattet sein, wie die größeren Zweisitzer. Einige Einsitzermodelle bieten die Möglichkeit, einen Soziussitz anzubauen. Aber gerade bei Zweisitzern sollten Sie besonderen Wert auf Stabilität und Geländegängigkeit legen.

Hochwertige Go-Karts sind an folgenden Kriterien zu erkennen: Sie sind mit einer Pendelachse ausgestattet, die für einen stabilen Lauf in annähernd waagerechter Position sorgt. Eine Handbremse für die Hinterräder gehört dabei zur Grundausstattung. Ein geschlossener Kettenkasten sorgt für saubere Hosenbeine. Da diese Go-Karts von Personen verschiedener Größe gefahren werden können, ist eine mehrfache Sitzverstellung und außerdem eine Lenkradverstellung, erforderlich. Luftbereifte Leichtlauf-Breitreifen sind für die unterschiedlichen Parcours unumgänglich. Eine Kugelkopflenkung (eine doppelte ist wünschenswert) unterstützt das Go-Kart im Gelände, sodass das Fahrzeug, unabhängig vom Terrain, sicher gesteuert werden kann. Frontschürzen und Frontspoiler sorgen für eine gute Windschnittigkeit.

Auf die Fahreigenschaften kommt es an

Hochwertige Go-Karts punkten durch ihre Fahreigenschaften, so wie das Berg-Kettcar. Spezielle Bauteile ermöglichen bei diesen Modellen das Vor- und Rückwärtsfahren, ohne dass auf einen Freilauf und die Rücktrittbremse verzichtet werden muss. Diese Funktionalität wird durch eine eingebaute BFR-Nabe ermöglicht, die speziell für Go-Karts entwickelt wurde. Mit Hilfe dieser Nabe kann einfach auf den Rückwärtsgang umgeschaltet werden. Bei einigen Fahrzeugen funktioniert das automatisch, bei anderen wird das durch einen Schalter am Lenkrad realisiert. Um rückwärts zu fahren, wird in beiden Fällen einfach rückwärts getreten. Da zum Rückwärtsfahren einige Übung gehört, sollte dabei immer auf die Sicherheit der Kinder geachtet werden, die ersten Rückwärtsfahr-Übungen sind deshalb unter Aufsicht eines Erwachsenen durchzuführen. Auch einfachere Go-Karts werden teilweise mit einem Rückwärtsgang ausgestattet, dafür muss dann aber auf den Freilauf und einen Rücktritt verzichtet werden. Deshalb ist vor dem Kauf eines Go-Karts besonders darauf zu achten, ob das Gefährt über eine BFR-Nabe verfügt.

Neben diesen technischen Funktionen werden in einigen Go-Karts auch Bordcomputer eingebaut. Er kann aber auch mit einem speziellen Go-Kart-Bordcomputer problemlos nachgerüstet werden. Ein Bordcomputer zeigt die aktuelle Geschwindigkeit an sowie die Höchstgeschwindigkeit während einer Fahrt, die zurückgelegte Entfernung und die Uhrzeit. Go-Karts werden in vielen verschiedenen Modellen und Varianten angeboten, aber auch gebrauchte Go-Karts können interessant sein, wenn darauf geachtet wird, ein hochwertiges Gefährt zu erwerben.

Eine Erleichterung für müde Beine: Batteriebetriebene Go-Karts sparen das Treten

Go-Karts sind überwiegend als Tretfahrzeuge im Handel, aber auch batteriebetriebene Fahrzeuge sind auf dem Spielzeugmarkt zu haben. Elektro Go-Karts sind ähnlich gebaut, wie die Tret-Go-Karts. Einige Modelle der Elektro Go-Karts verfügen auch über eine Fernsteuerung. Auf diese Weise können in der Eingewöhnungsphase die Eltern das Fahrzeug steuern und dem Kind schrittweise den Umgang mit dem neuen Spielzeug erklären. Diese Go-Karts, die vierrädrigen Motorräder oder auch Autos arbeiten mit einem 6 V- oder 12 V-Motor. Die Fahrzeuge haben eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 2,5 bis zu 5 km/h. Sie besitzen einen Vorwärtsgang, nicht alle einen Rückwärtsgang, verfügen über ein Fußpedal für das Gas und eine elektrische Motorbremse. Diese Kinderautos sollen für Kinder ab drei Jahren geeignet und bis zu 40 kg belastbar sein. Der Vorteil der elektrischen Go-Karts liegt darin, dass einfach gefahren werden kann, ohne sich anzustrengen. Das ist aber auch ein Nachteil, Kinder wollen in Bewegung sein und ziehen auf lange Sicht vielleicht ein Tret-Go-Kart vor. Ein weiterer Nachteil ist die geringe Reichweite der Elektrofahrzeuge, die vielleicht eher für Wohnung, Garten und Park geeignet sind, als für das Gelände. Alle Geräte, die als Go-Karts im Handel erhältlich sind, sind auch TÜV geprüft. Beim Erwerb eines gebrauchten Go-Karts sollten Sie sicherheitshalber danach fragen.

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