Umrüstkits von Halogen- auf Xenon-Licht, die x-te...

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Viel Sinniges und etliches Unsinniges ist hier schon drüber geschrieben worden...

Ich möchte daher nicht auf hinlänglich beschriebenen Gesetzestexten herumreiten, sondern zum Nachdenken und Handeln anregen!

Fakt ist: Xenonlicht in Fahrzeugscheinwerfern ist seit Einführung 1991 umstritten, aber seit Erfindung der Glühlampe die bis heute größte Revolution in der Geschichte der Fahrzeugbeleuchtung mit noch enormem Entwicklungspotenzial. Und hochbezahlte Ingenieure tüfteln an immer ausgeklügelteren Fahrzeugscheinwerfern, die als Lichtquelle eben jene Xenonbirne haben. Wobei Birne eine ebenso "irreführende" Bezeichnung angesichts der schlanken zylindrischen Bauart ist wie Brenner, denn es brennt bzw. verbrennt ja nichts, naja, fast nichts...

Und obwohl seit 1991 im Einsatz wurde erst 2000 ein Gesetz verabschiedet, welches unter den Autofahrern in den Mitgliedsstaaten der (UN)ECE für noch mehr hitzigen Gesprächsstoff sorgt, nämlich das "Verbot", herkömmliche für Halogenbirnen ausgelegte Scheinwerfer einfach so mit Xenonbirnen auszustatten. Anzumerken sei auch, daß es etliche Zeit - vermutlich Jahre - gedauert hat, dieses Gesetz im heutigen Wortlaut zu verabschieden. Die Interessenlage der Industrie war hierbei in erster Linie zu berücksichtigen. Aber auch der vieldiskutierten Blendung durch Einsatz von Xenonbirnen war  nachzukommen. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch "nur" drei Xenonbirnen, die zum Einsatz kamen: die "veraltete" D1, und die neueren und bis heute verwendeten D2R und D2S, neuerdings auch D2C, D4R, D4S und D4C.

Inzwischen hat sich das Angebot an Xenonbirnen jedoch sehr ausgeweitet auf nahezu alle gängigen und weniger gängigen Lampensockel. So könnte heute mit wenig Aufwand nahezu jedes Kfz., jedes Nutzfahrzeug, jeder Arbeits- und Sonstwie-Scheinwerfer umgerüstet werden auf Beleuchtung mit Xenonbirnen, seit allerneuestem auch mit noch stärkerer Leistung von satten 55W!!! Aufgrund der schlanken Bauart lassen sich nämlich hervorragend auf Halogenbirnensockeln Xenonbirnen montieren! Und viele Hersteller solcher Birnen achten auch darauf, daß der Lichtbogen in den Birnen möglichst dort liegt, wo bei mit einer Halogenbirnenbestückung sonst der Wolframfaden glüht...

Wenn nun solche Xenonbirnen in für Halogenbirnen gedachte Scheinwerfer zum Einsatz kommen, dann strahlt dieser Scheinwerfer gut dreimal mehr Licht ab wie mit Halogenbirne bestückt. Klar, daß man dann erheblich besser sehen kann, da die gesamte Ausleuchtung vor und seitlich vom Fahrzeug in viel brillianterem Licht dargestellt wird. Auch wenn die Streulinsen bzw. Streuscheiben nicht für einen solchen Einsatz mit Xenonbirnen vorgesehen sind, tritt nicht automatisch und unmittelbar eine Blendung des Gegenverkehrs auf. Vielmehr kommen ja noch viele andere Faktoren dazu wie Beladungszustand, Beschleunigung, Witterung, Zustand der Stoßdämpfer(!!!), besonders der hinteren u.a.m... Aber alles Faktoren, die auch bei Betrieb mit Halogenbirnen zu Blendung führen können! Ein Blick auf die Scheinwerferkontrollgeräte sind schon aussagekräftig, ob und wieviel ein auf Xenonlicht umgerüsteter Halogenscheinwerfer nun blendet oder auch nicht. Und heute fahren auf unseren Straßen in Europa x-mal mehr Fahrzeuge ausgestattet mir Halogenlicht BLENDEND herum...

All das wurde bzw. konnte in der StVO seinerzeit nicht berücksichtigt werden, da es schlicht noch keine Xenonbirnen auf z.B. H7-Basis gab!

Und genau hier solltet ihr nach euren individuellen Möglichkeiten aktiv werden, z.B. Unterschriftensammlung per Internetseite mit dem Ziel eines Volksbegehrens:

Die StVO müsste den heutigen Gegebenheiten angepasst werden und der Möglichkeit der Ausstattung von Halogenscheinwerfern mit Xenonbirnen unter Auflagen wie der nachträglichen Installation einer automatischen(!) Leuchtweitenregulierung, deren Sinn hinlänglich bekannt ist und keiner Diskussion bedarf, ebenso sowie einer (ggf. nachzurüstenden) Scheinwerfer-Reinigungsanlage und notfalls, wenn Blendung nicht anders ausgeschlossen werden kann, durch Abklebung bestimmter Reflektorregionen mit einer nichtabziehbaren lichtundurchlässigen Folie grundsätzlich freigegeben werden! Die Genehmigung hierzu sollte jeweils in Einzelabnahmen erteilt werden von den zuständigen Prüfstellen.

Denn die Vorteile der nachträglichen Umrüstung kommen allen Verkehrsteilnehmern zugute, auch unter Berücksichtigung der zwar nicht vermeidbaren aber zu minimierenden Blendgefahr anderer Verkehrsteilnehmer und nicht zuletzt auch sich selbst.

Und nie vergessen: Mehrheiten entscheiden, ob sich etwas ändern wird, also...

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