Überhöhte Versandkosten und Manipulation der Rechnung

Aufrufe 12 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Trotz Mehrfachkaufs kaum Ermäßigung der Versandkosten. Außerdem war die Rechnung manipuliert.

Neulich kaufte ich in nahem zeitlichem Zusammenhang 4 Artikel, und zwar insgesamt 18 Barren Gold zu jeweils 1 Gramm. Meine Hoffnung, dass der Verkäufer die Versandkosten ermäßigen werde, wurde enttäuscht. Die Goldbarren wurden in einem kleinen DHL-Postpaket geliefert, das 15 cm x 16 cm x 12 cm groß war. Für dieses kleine Paket mit einem Gesamtgewicht von weniger als 30 Gramm berechnete der Verkäufer sage und schreibe 22,95 EURO (!!!). Dieser Betrag ist mir bereits in der automatischen ebay-Mitteilung nach Abschluss der Auktion mitgeteilt worden.

Selbst wenn man zu Gunsten des Verkäufers davon ausgeht, dass man die Höhe der von ihm verlangten Versandkosten vor Abgabe des Angebotes hätte errechnen können, was in meinem Falle allerdings nicht zutrifft, sollte jeder Käufer wissen, dass es sich jedenfalls bei baran-gold nicht lohnt, den Kauf mehrerer Artikel in Erwägung zu ziehen, um Versandkosten zu sparen. Mit einem spürbaren Nachlass auf die Versandkosten kann selbst dann nicht gerechnet werden, wenn diese, wie in meinem Falle, um ein Vielfaches über den tatsächlichen Kosten liegen. Es liegt auf der Hand, dass es dem Verkäufer allein darum geht, den Preis für die ersteigerte Ware nach oben zu korrigieren.

Die zweite Überraschung kam mit der Rechnung. Die Kosten für Verpackung und Versand waren in der Rechnung zwar nur noch mit 5,95 Euro angegeben. Der Gesamtrechnungsbetrag war jedoch unverändert. Den restlichen Betrag der Versandkosten in Höhe von 17,00 Euro hatte der Verkäufer nicht erlassen, sondern auf den Kaufpreis aufgeschlagen. Bei 17 der 18 Barren war der Kaufpreis in der Rechnung damit um jeweils 1 Euro höher als das tatsächliche Gebot. Der Zweck dieser Verrechnung erschließt sich sehr schnell, wenn man bedenkt, dass der Kauf von Gold nicht mehrwertsteuerpflichtig ist, während auf die Versandkosten 19 % Mehrwertsteuer zu zahlen sind. Durch den Trick der Verlagerung des weit überwiegenden Teils der Versandkosten auf die einzelnen Goldbarren hat der Verkäufer zusätzlich auch noch die Mehrwertsteuer, die er an das Finanzamt hätte abführen müssen, in die eigene Tasche gesteckt.

Die dritte Überraschung kam einige Tage später. Als ich mich erneut für eine Ware desselben Verkäufers interessierte, musste ich feststellen, dass mich der Verkäufer, dem ich sein nicht seriöses Verhalten dargelegt hatte, von all seinen Auktionen ausgeschlossen hatte. Spontan fiel mir der Spruch ein: "Getroffene Hunde bellen".

Mein Rat geht dahin, äußerst vorsichtig zu sein, wenn Verkäufer weit überhöhte Versandkosten verlangen. Allein dies spricht bereits gegen einen seriösen Verkäufer. Außerdem muss mit weiteren unliebsamen Überraschungen gerechnet werden. Ich für meinen Teil werde in Zukunft Angebote solcher Verkäufer sehr intensiv prüfen und im Zweifel links liegen lassen. Andere Anbieter, die seriös sind, gibt es bei ebay genug.

schwarzerschigo

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden