Über diese Inhaltsstoffe in Badezusätzen für Babys sollten Sie Bescheid wissen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Über diese Inhaltsstoffe in Badezusätzen für Babys sollten Sie Bescheid wissen

Babyhaut ist besonders empfindlich, da sie ungefähr fünfmal dünner ist als die Haut von Erwachsenen. Auch die Talgdrüsen sind bei Kleinkindern noch nicht voll ausgeprägt. Sie produzieren einen Fettfilm, der uns vor Austrocknung schützen soll. Im Mutterleib ist Ihr Baby noch perfekt geschützt. Eine fettige Talghülle, die auch Käseschmiere genannt wird, schützt die Haut des Kindes vor Austrocknung. Ist Ihr Kind auf die Welt gekommen, muss sie vor äußeren Einflüssen geschützt werden. Daher sollten Sie auf die Inhaltsstoffe der Pflegemittel achten, die Sie verwenden. Doch Vorsicht! Auch eine übertriebene Hautpflege ist unangemessen. Außerdem sollten Sie Ihr Neugeborenes erst baden, wenn der Nabel verheilt ist. Vorher können Sie es ganz einfach mit einem frischen Waschlappen oder Waschhandschuh und warmem, klaren Wasser waschen.

Wie oft Sie Ihr Baby baden sollten

Die meisten Erwachsenen duschen täglich und cremen sich fast genauso häufig ein. Was für uns normal ist, kann bei Babys zu Hautreizungen führen. Babyhaut verliert schnell an Feuchtigkeit und neigt zu Rötungen und Entzündungen. Gerade durch falsche Inhaltsstoffe können Reizungen entstehen. Denn schützen können sich die Kleinen nicht. Ihr natürlicher Säureschutzmantel ist noch nicht voll funktionsfähig. Daher sollten Sie beim Baden Ihres Kindes einige Grundregeln beachten. Prinzipiell reicht es, Ihr Kind ein bis zweimal pro Woche zu baden. An den anderen Tagen genügt es, Gesicht, Hände und Genitalbereich mit warmem Wasser und einem Waschhandschuh zu säubern.

Ältere Kinder können auch öfter als zwei Mal die Woche gewaschen werden. Sie tollen bereits draußen herum und spielen mit Sand und Erde. Hier richtet sich die Häufigkeit des Badens eher nach der Verschmutzung der Haut.

Die richtige Babywanne - Babybadeeimer

Badewanne ist nicht gleich Badewanne. Und viele Eltern schwören auch auf sogenannte Wascheimer. Diese Babybadeeimer sind recht eng und sollen die Neugeborenen an die Gebärmutter erinnern. Wenn Ihr Säugling eher wasserscheu ist, lohnt es sich, einen Babybadeeimer auszuprobieren. Die Enge vermittelt häufig ein Gefühl von Geborgenheit. Ein Vorteil eines solchen Eimers ist, dass Sie nur wenig Wasser brauchen. Noch dazu kann er quasi überall mitgenommen werden. Allerdings passen nur Neugeborene in solche Wascheimer und durch die Enge wird auch das Waschen erschwert. Falls Sie denken, statt eines Babybadeeimers können Sie genauso gut einen herkömmlichen Putzeimer verwenden, verwerfen Sie den Gedanken schnell wieder. Diese Haushaltseimer haben nicht die nötige Stabilität und Standfestigkeit.

Waschen in Babybadewannen

In Babybadewannen ist mehr Platz als in Badeeimern. So können nicht nur Säuglinge in ihnen gewaschen werden. In den Wannen ist viel Raum, um Ihr Kind angenehm waschen zu können. Eine weitere Möglichkeit ist, mit Ihrem Baby in die Badewanne zu steigen. Am besten sollten Sie zu zweit arbeiten, damit jemand das Kind tragen und abtrocknen kann, wenn Sie selbst aus der Wanne steigen. Da der Aufwand relativ hoch ist, bevorzugen die meisten Familien eine Babywanne. Diese kleine Wanne sollten Sie am besten hüfthoch aufstellen, sodass Sie sie gut erreichen können. Für solche Zwecke gibt es spezielle Vorrichtungen, die über die Badewanne gelegt werden. Auch können Sie Badewannen mit Gestell bei eBay erwerben. Häufig reicht aber auch ein stabiles und breites Brett, das Sie über die geflieste Wanne legen. Auf alle Fälle sollte die Babywanne sicher stehen und nicht kippeln.

Baden von Babys mit natürlichen Badezusätzen

Wenn Sie auf Badezusätze verzichten können, waschen Sie ihr Kind einfach mit warmem, klarem Wasser. Wenn Sie mögen, können Sie etwas Muttermilch ins Badewasser geben. Auch ein Molkebad ist gut für die Haut des Kindes. Olivenöl oder Mandelöl mit etwas Meersalz gemischt pflegt ebenfalls die Haut. Durch rückfettende Produkte helfen Sie, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen.

Badezusätze selbst herstellen

Wenn Sie Olivenöl oder Mandelöl als Badezusatz verwenden möchten, geben Sie ein bis zwei Esslöffel in das Wasser. Bei Milch genügt eine Tasse, um pflegend auf die Haut zu wirken.

Wie sinnvoll Badezusätze sind

Wenn Sie Ihr Kind nur mit klarem Wasser säubern, kann die Haut austrocknen. Da wird die Benutzung von Badezusätzen sogar empfohlen. Gute Zusätze pflegen die Babyhaut und machen sie weich und geschmeidig. Auch Duftstoffe sind nützlich, da sie eine entspannende Wirkung haben können und sich das Wohlbefinden des Kindes steigert. Rosenholz oder Melisse wirken zum Beispiel entspannend, Jasmin oder Lavendel können am Abend eingesetzt werden. Was Sie bei der Auswahl von Badezusätzen und Duftstoffen beachten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Inhaltsstoffe von Badezusätzen

Im Handel sind neben natürlichen Badezusätzen auch viele andere Produkte für Ihr Kind erhältlich. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass keine Konservierungs- oder synthetische Stoffe in dem Badezusatz vorhanden sind. Babyhaut ist nämlich besonders sensibel und könnte durch diese Zusätze geschädigt werden. Auch sollte Paraffinöl nicht unter den Inhaltsstoffen aufgelistet sein. Das Öl würde die Poren verstopfen, da es sich wie ein Film über die Haut legt. Farbstoffe sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Allgemein gilt: Lieber auf pflanzliche Inhaltsstoffe setzen, die die Babyhaut vor Witterungseinflüssen schützen. Allerdings lohnt sich ein genauer Blick auf das Etikett. Denn die Inhaltsstoffe müssen auf der Verpackung nach ihrer Konzentration in abnehmender Reihenfolge angegeben werden. Wenn ein Produkt also mit Mandelöl auf der Verpackung wirbt und bei den Inhaltsstoffen ziemlich weit hinten auftaucht, wissen Sie, dass nur eine sehr kleine Menge in dem Produkt enthalten ist.

Für die Babypflege geeignete Inhaltsstoffe

Einige Inhaltsstoffe sind für die Babypflege besonders gut geeignet. Oben bereits erwähnt: Mandelöl und Olivenöl. Beides sind rückfettende Öle, die die Haut geschmeidig machen. Aloe Vera ist feuchtigkeitsspenden und entzündungshemmend. Daher eignet es sich, um gereizte Haut zu beruhigen. Auch Jojobaöl spendet Feuchtigkeit und außerdem Nährstoffe. Noch dazu zieht es schnell in die Haut ein. Johanneskraut wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Wenn Ihr Kind mit wunden Stellen zu kämpfen hat, beruhigt es die gereizte Haut. Den gleichen Effekt hat Panthenol oder auch Ringelblume. Wobei Ringelblume noch dazu keimtötend ist. Und zuletzt gibt es noch Sheabutter, die ebenfalls hautberuhigend und entzündungshemmend wirkt.

Duftstoffe in Badezusätzen

Duftstoffe in Badezusätzen sind besonders beliebt, doch sollten Sie bei Kindern und Babys nicht zu aggressiv sein. Am besten achten Sie darauf, dass die Produkte von Naturkosmetikherstellern kommen. Die Babypflege wird bei ihnen auf natürlicher Basis hergestellt. Wenn Sie einen Badezusatz ohne Duftstoffe verwenden, können Sie auch ätherische Öle nutzen, um ein duftendes Bad zu zaubern.

Wichtige Hinweise zum Baden von Babys

Je länger Ihr Baby in der Wanne ist, desto stärker wird seine Haut entfettet. Dabei ist es egal, ob Sie nur klares Wasser benutzen oder Ihr Kind in einem Schaumbad badet. Daher ist es ratsam, Babys nur maximal zehn Minuten lang zu baden. Ältere Kinder können auch länger gebadet werden – dann bleibt auch Zeit für Badespielzeug wie kleine Schiffchen oder Quietscheenten.

Wenn Sie Ihrem Baby ein Bad einlassen, sollte auch immer ein Thermometer in Reichweite liegen. Die Wassertemperatur sollte für Babys bei 37 Grad Celsius liegen, bei Kleinkindern genügen 36 Grad Celsius. Auch die Raumtemperatur ist wichtig. Bei wohligen 23 Grad Celsius fühlen sich die Kleinen gut. Ist der Raum nur schlecht geheizt, könnte sich Ihr Baby unterkühlen.

Tipps zum Baden von Babys

Der erste Tipp ist viel mehr eine Aufforderung: Sie sollten Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt baden lassen. Auch wenn das Telefon klingelt, und Sie es „nur mal schnell“ holen möchten – rufen Sie später lieber zurück, anstatt einen Unfall zu riskieren. Des Weiteren sollten Sie in die Wanne eine rutschfeste Gummimatte legen. Diese ist besonders praktisch, sobald Ihr Baby sitzen kann. Für die ersten Monate gibt es außerdem spezielle Badehilfen, die es dem Kind so bequem wie möglich machen sollen und ihm Halt geben. Wichtig ist auch, dass Sie alle benötigten Utensilien schon vor dem Baden in Reichweite legen. Dazu gehört ein Waschhandschuh, den Sie einfach in das Wasser legen können. Auch alles zum Wickeln und frische Kleidung sollte in Reichweite sein, damit Sie Ihr Kind direkt nach dem Baden wickeln können. Auch ist es ratsam, ein Fläschchen vorbereitet zu haben. Denn nach dem Waschen wird Ihr Kind vermutlich hungrig sein.

Wenn Sie Ihr Baby baden wollen, sollten Sie zunächst die Füße des Kindes in Kontakt mit dem Wasser kommen lassen. Ihr Baby kann dabei auf Ihrem Arm liegen, so dass auch der kleine Kopf gestützt wird. Dann können Sie das Kind nach und nach immer weiter ins Wasser gleiten lassen.

Babys richtig abtrocknen

Zum Abtrocknen eignet sich ein warmes Handtuch. Am besten verwenden Sie eines mit Kapuze, damit Sie auch den Kopf bedecken können. Es genügt aber auch ein großes Handtuch, dessen Ecke Sie über den Kopf legen können. Vor dem Baden können Sie einfach ein Handtuch auf die Heizung legen. Wenn es gebraucht wird, ist es dann kuschelig warm. Um die Haut abzutrocknen, sollten Sie sie abtupfen. So wird die Haut geschont. Natürlich müssen Sie das Baby nicht sofort anziehen. Stattdessen kann es noch eine Weile auf dem Arm der Eltern kuscheln. Zu diesem Zweck sollten Sie aber wieder ein trockenes Handtuch verwenden.

Wenn Sie die Tipps rund um Badezusätze und das Baden von Babys beachten, lernt Ihr Kind, dass Waschen der natürlichste Vorgang der Welt ist. So verlieren Sie die Scheu vor dem Wasser – wenn sie bestand – und das Baden wird für Eltern und Kind zu einem angenehmen Erlebnis.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden