Über Stock und Stein unter freiem Himmel

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Der Scout von IHC ist als einfacher Geländewagen konzipiert. Das Dach lässt sich abnehmen
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Der Scout von IHC ist als einfacher Geländewagen konzipiert. Das Dach lässt sich abnehmen

Es gibt Autos, die sollte es eigentlich gar nicht geben – Cabrio-Geländewagen zum Beispiel. Dem Scout ist das herzlich egal. Er pfeift auf alle Konventionen.

Eine Farm irgendwo in Iowa. Es weht ein frischer Wind, der nach Wiese, Wald und Weizen duftet. Die letzten Ernten sind eingefahren. Du drehst eine letzte Runde über die Ländereien, bevor die Äcker für den Winter umgebrochen werden. Vorne im Bug Deines Scouts stampft zufrieden der Nissan-Diesel. Er hat in diesem Jahr viel erlebt und noch mehr geleistet. 
Große Räder und viel Bodenfreiheit für gute Geländeeigenschaften
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Große Räder und viel Bodenfreiheit für gute Geländeeigenschaften

Ein Oldtimer, der jeden Spaß mitmacht

Das Hardtop steht noch in der Garage. Gleich wird es wieder montiert. Denn der Scout geht auf große Reise – über den großen Teich nach Irschenberg in Deutschland.




Das war irgendwann im Jahr 2011. eBay-Verkäufer lelebich importierte diesen Scout aus den USA und rüstete ihn hier TÜV-tauglich um. Das Auto bekam eine H-Zulassung (günstige Versicherung und Steuern) und eine für deutsche Straßen taugliche Blinkeranlage mit Warnblinkfunktion. Der Scout wurde ansonsten nicht verändert und ist bis auf die fehlende Stoßstange vorne im Originalzustand. Um die Ersatzteilversorgung steht es gut. Die Stoßstange kann beispielsweise für wenig Geld nachgerüstet werden. 
Funktional gestaltetes Cockpit mit den in Amerika so wichtigen „Cupholdern“
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Funktional gestaltetes Cockpit mit den in Amerika so wichtigen „Cupholdern“

Ballonreifen, Allrad und ein kräftiger Diesel: ab ins Gelände!

Der Scout ist kein weichgespülter neumodischer SUV, sondern ein waschechter Kerl – vom Charakter eher gemütlicher Bär als schneller Sprinter. Doch er hat Ausdauer.



Denn sein Herz schlägt auf sechs Töpfen. Der Nissan-Diesel mit 3.2 Liter Hubraum wurde als Reihenmotor konzipiert und gilt als unproblematisch und wartungsarm. Er kommt ohne Turbolader aus. Das typische Diesel-Fahrgefühl moderner Autos kennt dieser Scout nicht. Die Leistungsangaben variieren etwas. Nissan selbst nennt 82 PS, der eBay-Verkäufer schreibt 73 PS und Scout gibt ihn mit rund 95 PS an. In Wahrheit interessiert diese Angabe nur am Rande. Beim Fahren spürt man die kräftige Drehmoment-Welle und fasst schnell Vertrauen – auch in die Schaltung samt der angeflanschten Untersetzung. 
Der Nissan-Diesel verfügt über 3.2 Liter Hubraum und gilt wie das Blattfeder-Fahrwerk als robust
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Der Nissan-Diesel verfügt über 3.2 Liter Hubraum und gilt wie das Blattfeder-Fahrwerk als robust

Karomuster auf den Sitzen – wieder stark im Kommen

Etwas gewöhnungsbedürftig sind die hoch bauenden Reifen. Bei zu wenig Luftdruck neigen die Pneus zum Schaukeln – ähnlich wie bei Traktoren. Doch im Gelände spielen sie ihre Stärken aus.



Durch die hohen Flanken stecken sie auch grobe Schläge weg. Liegt da ein Stein im Weg? Das juckt den Scout kein Stück und als Fahrer zuckt man nicht mal mit den Schultern. Denn sollte die schluckfreudige Fahrwerkskonstruktion aus Ballonreifen und Blattfedern mal einen Huckel an die Passagiere durchgeben, wird der Stoß von den bequemen Sitzen abgefangen. Auf ihnen thront man weit über dem restlichen Verkehrsgeschehen und blickt auf ein Cockpit, das nicht viel anders als in einem 80er-Jahre-Porsche aussieht. Was daran liegen könnte, dass damals viele Autos so pragmatisch und geradlinig eingerichtet wurden: Holzlaminat auf schwarzem Kunststoff mit karogemusterten Sitzen. 

Solide technische Basis, die etwas Zuwendung braucht

Karomuster galten lange als überholt und – gelinde gesagt – scheußlich. Doch viele Autohersteller beziehen Sitze wieder im Schottenrock-Stil. Besonders bei sportlichen Autos und Sondereditionen kommt dieses Design wieder vermehrt zum Einsatz – zum Glück.
 
Wer dem Scout unter das Blechkleid schaut, wird keinen perfekt restaurierten Oldtimer finden. Etwas Flugrost an den Blattfedern und am restlichen Unterboden gilt als unproblematisch, solange nichts durchgerostet ist. Der eBay-Verkäufer bietet Vor-Ort-Besichtigungen an. So können der Scout kurz Probe gefahren und alle Anbau-Teile auf Tauglichkeit hin überprüft werden. TÜV hat das Gelände-Cabrio noch bis Juni 2016. Da die technische Basis einwandfrei ist, sollte eine neue Plakette kein Problem darstellen. Obwohl – wer seine eigenen Ländereien mit dem Scout abfahren möchte, braucht kein Nummernschild. Wie damals auf der Farm irgendwo in Iowa.
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Scout

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