UMTS-DSL ist nicht gleich HSDPA-DSL

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Aktuell habe ich kein DSL-Zuhause, weil Provider Tele2 gemeint hat mich belügen zu müssen. Garantiert wurde 16000, im Vertrag wurde relativiert auf die berühmt berüchtigten "bis zu 16000". Auf Nachfrage beim Leitungseigner Telekom kam dann heraus das DSL bei mir (im Herzen Berlins sic est!) nur mit 0,384 Mbit/S zu haben ist, das reicht nichtmal für anständiges VoIP! Sauerrei das ich den Auftrag auch noch schriftlich stornieren muss!

Darauf hin bin ich blauäugig wie ich war zu ePlus gedackelt und habe mir eine UMTS-Flatrate aufschwazen lassen. Ein Modem-Handy habe ich schon.
Zuhause angekommen, die Ernüchterung: UMTS (3G) Empfang total beschissen. Habe das Handy mit nem Saugnapf jetzt ans Fenster gepinnt. Nächste ernüchterung Up- und Downstream nur ca. 200 Kbit/s mit anhaltenden Unterbrechungen auch ohne Standortwechels!

Auf Nachfrage habe ich dann erfahren das ePlus nur UMTs nach dem alten Standard also 0,38 Mbit/s macht, kein HSDPA das mit 6 oder 7,2 Mbit/s gewährleistet! (realistisch ist in der Praxis ein Resultat von etwa 3,5 Mbit/s in Großstädten.) Es macht in der Werbe- und Video und Animationsverseuchten Internetwelt von heute echt keinen Spass mit bescheidenen 0,2 Mbit/s zu surfen.

Darum dieser Ratgeber:
Nur Vodafone und T-Mobile bietet schnelle UMTS-DSL Zugänge, die auf neuester HSDPA 7,2 Technologie basieren. Zugänge von ePlus und O2 unterstützt nur den alten HSDPA-Standard bis 1,8 Mbit/s, wirb aber mit HSDPA (der Benutzer wird irregeführt!). Dabei fährt T-Mobile HSDPA auch nicht mit voller Power, sondern bietet lediglich 3,6 der theoretisch möglichen 7,2 Mbit/s. Nur Vodafone bietet stand 8.08 in Ballungsgebieten UMTS mit 7,2 Mbit/s und damit perofrmantes Internet mit Multimedia-Kompatibilität.

Ein weiteres Problem bei mobilen UMTs sind die "Flatrates", kein Anbieter bietet dem Nutzer eine echte Flatrate. 10 GB Transfervolumen ist das Maximum! Einige Anbieter ziehen schon bei 5 GB die Grenze. Für einen Preis der mit Mobilfunkvertrag bei ca. 60-70 Euro im Monat liegt, eine recht unfaire Gängelung des Nutzers. Ausprobieren ist auch nicht möglich. Man kauft die sprichwörtliche Katze im Sack. Erst zuhause nach abgeschlossenen Vertrag stellt sich heraus, wie schnell und mit welchen akrobatischen Verrenkungen verbunden man ins Internet darf. Wie beim analogen Antennenfernsehen sitzt man dann Zuhause und robbt durch die Wohnung um einen passablen Pegel zu bekommen.

Ein Geheimtipp mit überschaubarer Laufzeit von 6 Monaten und fairen Tarifen sind moobiAir (T-Mobile) und moobiCent (Vodafone). Die UMTS-Geräte liegen auch in fairen Preisbereichen, die Auswahl ist aber eher Bescheiden.

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