Twilight – Licht und Schatten

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Twilight – Licht und Schatten
oder die seltsamen (An-) Wandlungen unserer Partnerinnen


In der Geschichte ist Edward der schöne, gebildete, klavierspielende, charmante und äußerst höfliche aber auch mysteriöse und geheimnisvolle Mann. Das Ebenbild eines Traummannes einer jeden Frau - Klar, denn Twilight wurde von einer Frau geschrieben - Viele Frauen wünschen sich nun so einen Partner bzw. wünschen sich, dass sie ihr Partner annähernd, genauso oder auch nur einen Bruchteil davon verhält, wie es Edward tut.
Nur leider klappt das nicht. Denn ersten kann ich und alle anderen Männer niemals so sein wie Edward, denn sonst gäbe es ihn ja zweimal und zweitens ist das Sinnbild des Edward individuell auf jede Frau zugeschnitten, da jede Frau eine andere Vorstellung hat, welche Vorzüge besser sind und welche nicht.
Letztendlich vertiefen sich die Leserinnen in dieses Buch und träumen einen Tagtraum, der niemals Realität werden kann, da ihre Lebensgefährten auch nicht mal ansatzweise das erfüllen können, was die Geschichte ihnen vormacht. Es lag sicher nicht im Sinne der Autorin, dass Leserinnen sich so in die Sache verrennen aber das spricht für ihren exzellenten Schreibstil. Nur ihr Frauen der Schöpfung, vergesst nicht dabei eure Partner. Denn auch die haben Vorzüge und Qualitäten. Auch wenn die nicht so toll in Worte gefasst sind, wie in Twilight. Dennoch sind sie existent. Und den Edward kann niemand anfassen, kann niemand küssen und niemand lieben.
Auch wird Edward Euch niemals lieben, küssen und anfassen können. Er ist fiktiv - eine Erfindung, eine Geistergestalt personifiziert in den Köpfen der Leserinnen. Und der Schauspieler, der wahrlich eine brillante Meisterleistung vollbringt ist nun mal auch nicht Edward! Sondern Robert Pattinson und der ist im normalen Leben auch ein ganz anderer. Nämlich ein Mann aus Fleisch und Blut. Lebendig mit Ecken und Kanten und ich bin mir ganz sicher, dass 99% aller jetzt dahinschmelzenden Frauen ein Zusammenleben mit ihm nicht schaffen würden, da die Enttäuschung über sein wahres ich viel zu groß ist.
Ich hoffe, dass er eine Frau findet oder hat, die genau unterscheiden kann zwischen Rolle und Realität.
Denn darum geht es. Bei Twilight verwischen diese Grenzen leider viel zu schnell und die Leserin kann nicht mehr rational und koordiniert denken.
Und nach dem 50ten Mal die DVDs anschauen und nach dem 40ten mal das Buch lesen - welches beide wirklich nur zu empfehlen sind (ja, ihr Frauen dieser Welt, ich habe die Filme auch gesehen und ich finde sie toll und schaue mir die sicher wieder an) passiert es dann, dass der Part im Menschen, der für Realität zuständig ist, aus dieser fiktiven Scheinwelt nicht mehr rauskommt.
Da hilft dann nur noch Therapie oder professionelle Hilfe. Die Konsumentinnen von Twilight geraten dann in eine Art Rausch oder Trance Zustand, der aber unbewusst abläuft. So werden dann das tägliche Leben und die Partner auf eine Waagschale gelegt und Realität mit Scheinwelt verglichen.

Da diese Scheinwelt aber nur allzu perfekt ist, kann die Realität niemals gewinnen und was bleibt im schlimmsten Fall übrig?
Einen Haufen an Scherben, zerbrochene Herzen, geschiedene Eheleute und die leidtragendsten darunter sind dann die Scheidungskinder.

So appelliere ich an den gesunden Verstand aller Leserinnen. Seid Euch immer über die Realität bewusst. Euer Partner tut garantiert sein Möglichstes um Eure Beziehung am Laufen zu halten. Verschließt Euch nicht oder macht Eurem Gegenüber keine Vorwürfe, wenn er nicht so traumhaft ist, wie Edward.

Edward co. Robert ist auch nur ein Schauspieler und er hat aus ganz weltlichen Gründen hier sein Bestes gegeben - Er hat es auch nur für Geld gemacht. Er bekommt Geld dafür, dass Ihr in Traumwelten wandeln könnt. Nur keiner von denen will, dass Ihr Euer Leben hinwerft und alles aufgibt.
Und solange es Euch fanatischen Fans gibt, lässt man die Geldmaschine Twilight ja auch laufen. Nicht umsonst hat die Mitternachstvortsellung des Previews in einer Nacht und nur zu einer Spielzeit knapp 24 Millionen Euro eingespielt - und das im Schnitt bei 7 Euro die Karte (ca. 3.428.571,42 verkaufte Karten - in ca. 68.571 voll besetzten Kinos mit 50 Sitzplätzen)

Also Ihr Mädels der Schöpfung:
Lasst Euch nicht irre machen. Es ist eine Super Tolle Geschichte aber sie ist nicht real, es ist eine Geldmaschine, die Euch die Euros aus der Tasche zieht und im schlimmsten Fall ist nach dem Rausch ein Mega Kater vorhanden, der sich mit zerbrochenen Ehen und zerrütteten Partnerschaften ausdrückt.
Ich bin mal gespannt, was passiert, wenn Edward irgendwann stirbt. Mal sehen, wie weltweit die Selbstmordrate steigt.

Bleibt auf der Erde, schaltet Euer Hirn wieder ein. Jede von euch wird noch gebraucht und es lohnt sich nicht, alles oder vieles für knapp 3000 Seiten Story hinzuschmeißen oder aufzugeben, nur weil irgendetwas nicht so entspricht wie Frau sich das vorstellt.

Ja, das sind die Worte eines Mannes und jetzt könnt ihr auf mir rumhacken, aber dazu stehe ich und das akzeptiere ich auch so. Denn es ist meine Meinung.

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