Tribals: So entstehen die trendigen Symbole auf ihrer Kopfhaut

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Tribals: So entstehen die trendigen Symbole auf ihrer Kopfhaut

Tribals sind vor allem als Tattoos bekannt, doch seit einiger Zeit tauchen sie auch in der Haarmode auf. Für Träger und Trägerinnen von Kurzhaarfrisuren sind die trendigen Symbole eine hervorragende Möglichkeit, neue Akzente zu setzen. Und Männer können nicht nur ihre Kopfhaare, sondern auch ihren Bart mit einem Tribal-Muster stylen.
Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, was genau unter Tribal zu verstehen ist, wo es herkommt und welche Formen des Tribals existieren. Außerdem wird Ihnen vermittelt, wie Sie selbst ein Tribal-Schnitt machen können und welche Utensilien Sie dafür benötigen.

Das Tribal – seine Ursprünge und wie es aktuell verwendet wird

Allgemein bestehen Tribals meist aus Linien bzw. einfach gehaltene Symbole. Sehr bekannt sind Sie aus der Welt der Tätowierungen. Um Tribals von anderen Arten von Tätowierungen zu unterscheiden, kann man sagen, dass alles, was nicht figurativ ist und in naturalistischer Weise etwas abbildet, ein Tribal ist.
Doch natürlich sind die Übergänge fließend. Beliebte Tribals bestehen aus geschwungenen oder geraden Linien. Meist laufen mehrere solcher Linien nebeneinander her oder verweben sich miteinander. Als Symbole werden oft Sterne, Herzen, geometrische Figuren oder auch stilisierte Tiere genutzt.

Die Ursprünge des Tribals - die ersten Tätowierungen

Die Ursprünge der Tribals gehen weit in die Geschichte zurück. Es gibt sie praktisch solange, wie es Tätowierungen gibt, denn die ersten Tätowierungen waren Tribals. So fand man schon bei Mumien in China, die älter als 7000 Jahre sind, Tätowierungen. Meist sollten sie bestimmte Stammeszugehörigkeiten ausdrücken oder wurden als Zeichen für das Erreichen bestimmter Lebenspunkte verwendet, beispielsweise um den Übergang ins Erwachsenenalter auszudrücken.
Im modernen Europa waren Tätowierungen lange Zeit vor allem unter Seeleuten und Straftätern verbreitet, jedoch etablierten sie sich in den 1990er Jahren in der Gesellschaft. Gerade Tribals waren dabei für diesen Erfolg verantwortlich, da sie gegenüber einem realistischen Motiv von vielen Menschen als weniger kitschig empfunden werden.
Es ist also nicht verwunderlich, dass diese Mode auch vor dem Haupthaar oder auch dem Bart nicht haltgemacht hat. Dabei wird das Haar-Tribal natürlich nicht auf die Haare tätowiert, sondern einrasiert. Wie genau das funktioniert und was Sie dafür benötigen, erfahren Sie im Folgenden. Im Gegensatz zum Tattoo hat das Haar-Tribal klar den Vorteil, dass es sich jederzeit einfach entfernen lässt. Sie können es einfach rauswachsen lassen. Somit ist die Tribal-Frisur ideal, um Neues auszuprobieren, ohne dass Sie sich dabei festlegen müssen.

Einteilung der Basisarten des Tribals – von einfach über abgestuft bis farbig

Das Haar-Tribal existiert in drei Basisarten: einfach, abgestuft und farbig. Diese Einteilung beruht darauf, dass das Tribal vom Kontrast lebt. Der Kontrast entsteht zwischen dem Haar und der nackten Kopfhaut. Dabei haben Sie die Möglichkeit, den Kontrast nicht nur einfach, sondern durch Abstufungen herzustellen. Ein Beispiel soll das illustrieren. In das Haar soll ein Stern einrasiert werden. Um eine einfache Art des Tribals auszuführen, müssen Sie lediglich die Form des Sterns aus den Haaren rasieren. Achten Sie dabei auf die umliegenden Haare, denn diese dürfen nicht zu lang sein, damit das Tribal nicht verdeckt wird. Bei dem abgestuften Tribal rasieren Sie die Form des Sterns aus und stutzen die Haare im Stern auf eine kürzere Länge als die Haare außerhalb. Jetzt haben Sie einen Effekt, als ob der Stern gefüllt wäre, da die Haare hier kürzer sind und die Kopfhaut mehr durchschimmert. Das Tribal besteht also aus mehreren abgestuften Haarlängen. Bei der letzten Art des Tribals wird der Stern mit Farbe gefüllt. Auch ist es möglich, den Stern gar nicht auszurasieren, sondern nur die entsprechenden Haarstellen zu färben.

Was Sie bei dem Rasieren eines Tribals beachten müssen

Grundsätzlich kann sich jeder ein Frisur-Tribal zulegen. Die einzige Voraussetzung ist, dass Sie dichtes Haar haben. Beim Mann kann auch der Bartbereich genutzt werden, um ein Tribal zu rasieren. Ist das Haar sehr licht, kann leider der gewünschte Kontrast zwischen rasierter Stelle und Haar nicht entstehen. Vorteilhaft ist zudem ein Haarton, der im Kontrast zur Kopfhaut steht, um das Tribal gut zu sehen – wobei Sie für diesen Kontrast auch auf Haarfarbe zurückgreifen können. Wie bereits erwähnt, dürfen die Haare nicht zu lang sein. Es ist vorteilhaft, die Haare an der Stelle, an der das Tribal einrasiert werden soll, auf eine Länge von zwei Zentimetern oder weniger zu kürzen. Hierfür benutzen Sie am besten einen Haartrimmer oder einen Haarschneider, wie Sie ihn im Fachhandel oder online erwerben können. Für das Einrasieren des eigentlichen Tribals können Sie auf unterschiedliche Geräte zurückgreifen.

Gerade Anfängern empfiehlt es sich, das Einrasieren nicht freihändig durchzuführen, sondern mithilfe von Tattoo-Schablonen. Je nach Rasiergerät können Sie die Schablone direkt auf das Haar auflegen und anschließend den Inhalt herausrasieren oder Sie verwenden ein Color-Haarspray, um die abzurasierenden Haare zu markieren. Meist ist dies die beste Methode bei Tribals, die aus sehr feinen Linien bestehen. Nachdem das Tribal herausrasiert wurde, sollten Sie gerade im Sommer darauf achten, die Stelle nicht allzu stark der Sonne auszusetzen. Die nackte Kopfhaut neigt sehr zum Sonnenbrand, deshalb verwenden Sie am besten einen Sonnenschutz, etwa in Form eines Sonnensprays. Um länger etwas von Ihrem Haar- oder Bart-Tribal zu haben, müssen Sie es natürlich entsprechend regelmäßig nachrasieren oder aber Sie lassen es gleich herauswachsen, um etwas Neues auszuprobieren.

Utensilien zur Erstellung eines Tribals

Um die Grundfläche für das Tribal auf Ihrem Kopf oder in Ihrem Bart herzustellen, verwenden Sie am Besten die bereits genannten Haarschneidegeräte. Ist die Fläche vorbereitet, kommt es darauf an, wie das Tribal genau aussehen soll. Für sehr breite Linien können Sie einen einfachen Einwegrasierer verwenden, wie Sie ihn in der Drogerie oder bei eBay erhalten. Mit einer geschickten Hand können Sie ihn auch so führen, dass filigranere Linien entstehen. Praktischer als diese Rasierer sind Barttrimmer, gerade wenn diese viele unterschiedlich breite Aufsätze besitzen. So ist es Ihnen möglich, verschieden breite Striche und Linien mit nur einem Gerät herzustellen. Auch sehr gut zu verwenden sind Augenbrauenrasierer, denn die meisten dieser Geräte besitzen gut zu kontrollierende Schereigenschaften, wodurch sie für das Rasieren eines Tribals geradezu prädestiniert sind. Ebenfalls gern genommen werden Nasenhaartrimmer, denn ihr wirklich kleiner Scherkopf macht es Ihnen möglich, sehr detailreiche Motive zu rasieren. Natürlich steigt bei einem kleinen Scherkopf auch der Zeitaufwand. Einige Friseure und Tribal-Künstler verwenden auch kleine Schermesser, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Allerdings sollten Sie, gerade wenn Sie Anfänger sind, Messer den Profis überlassen. Wenn Sie selbst Ihre Frisur stylish gestalten wollen, ist es sicherer und praktischer elektrische Rasiersysteme zu verwenden.

Tribal ohne Rasur – farbige Symbole und Linien auf die Haare bringen

Auch mittels unterschiedlicher Haarfarben können Sie relativ leicht ein Tribal erstellen oder ein einrasiertes Tribal ergänzen und akzentuieren. Am einfachsten ist es dabei, mit Farbsprays für die Haaoder Haarkreiden zu arbeiten. Wie beim Rasur-Tribal sollten Sie zunächst eine ebene Grundfläche schaffen, am besten dadurch, dass Sie die Haare auf wenige Millimeter kürzen. Anschließend können Sie das Motiv mittels Farbe aufbringen. Hierzu empfehlen sich wieder Schablonen, um sicher und schnell zu arbeiten. Außerdem gelingt damit auch zeichnerisch nicht so begabten Menschen die gewünschte Form. Interessante neue Ideen lassen sich ebenfalls mit diesen Schablonen realisieren, denn Sie müssen nicht auf Tattoo-Schablonen zurückgreifen, sondern können alle möglichen Schablonen verwenden. Schreiben Sie etwa mittels Buchstabenschablone den Namen Ihres Partners in die Haare oder nutzen Sie geometrische Figuren, um interessante Motive zu bauen. Natürlich müssen Sie keine fertigen Schablonen verwenden, sondern können auch selbst Motive erstellen. Entsprechende Utensilien wie spezielle Papiere und Schablonenmesser erhalten Sie im Onlinehandel und in entsprechenden Fachgeschäften für Hobby- und Künstlerbedarf. Bitte beachten Sie, dass für den Bartbereich das Einfärben in Form eines Tribals weniger geeignet ist, da die Haarfarbe auch die darunter liegende Gesichtshaut einfärben kann.

Keine Angst vor dem Ausprobieren – gute Tribals verlangen Mut zur Kreativität

Frisur-Tribals haben gegenüber Tattoo-Tribals einen enormen Vorteil: Sie lassen sich sehr einfach entfernen. Aus diesem Grund brauchen Sie auch keine Angst vor neuen Motiven zu haben, denn sollte das gefertigte Tribal Ihnen nicht stehen, lassen Sie es einfach herauswachsen oder Sie rasieren die umgebenden Haare ebenfalls ab. Haben Sie Mut und probieren Sie sich aus. Sie können Statements setzen oder einfach im Trend sein. Viele Prominente aus der Musik- und Sportszene haben sich bereits Tribals in das Kopfhaar rasiert und sorgen somit für eine breite Akzeptanz dieses Trends. Außerdem macht es einfach Spaß, kreativ zu sein, das werden Sie sicherlich gleich bei der ersten Tribal-Rasur feststellen. Wenn Sie auf der Suche nach neuen Tribals sind, dann schauen Sie sich in Tattoo-Magazinen um, denn hier zeigen viele kreative Köpfe gern ihre Ideen. Natürlich finden sich ebenfalls viele Anregungen im Internet. Aber auch unerwartete Dinge können Anregung für ein Tribal-Motiv sein. So können Sie beispielsweise zur nächsten Pokerrunder mit Freunden das Herzass als Tribal ins Haar rasieren oder aber Sie genießen die Weihnachtstage mit einem stilisierten Tannenbaum auf der Kopfhaut.

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