Triathlon und Neopren für Einsteiger

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Nicht das man als Triathlet (Hobby oder Professionell) unbedingt eine Saison bräuchte um seinen Lieblingssport auszuüben aber tendenziell finden die Wettkämpfe doch eher im warmen Sommer statt als im Winter. Der geneigte Sportler wird eben oder gerade im Winter sein Training beginnen, um im Sommer fit zu sein.

Ich selbst habe mich ein paar Jahre intensiv dem Gefül des Adrenalin und Ausdauertrainings hingegeben und hatte auch noch das Glück die entsprechende Ausstattung in mehreren Preiskategorien probieren zu dürfen. Für jeden Neueinsteiger nämlich stellt sich die Frage nach der Ausrüstung. Dank seiner drei Disziplinen (Schwimmen, Radfahren und Laufen in eben dieser Reihenfolge) kann der Sport zu einem sehr teuren Vergnügen werden. Besonders im Radbereich sollte man sich Rat und Beratung von Experten - gern auch direkt aus dem Fahrradbereich - holen. Im Lauf- und Schwimmbereich gestaltet sich die Sache ein wenig simpler, denn hier kann auf die gute alte Badehose + Laufhose zurückgegriffen werden.

Problematisch wird dies allerdings, wenn man im Freiwasser bei etwas kühleren Temperaturen trainieren will. Hier empfiehlt sich, allein aus Gesundheitsgründen, der Kauf eines Neoprenanzuges. Doch worauf beim Kauf achten, wenn die Preise von 50,- bis 700,- € reichen? Grundsätzlich empfiehlt es sich als Einsteiger auf Vorjahresmodelle zurückzugreifen, denn diese sind deutlich günstiger im Preis. Allerdings sollte man drauf achten, Modelle zu meiden, welche älter als 5 Jahre sind - mit der Zeit wird Neopren nämlich auch ohne Benutzung porös und man wird wenig Freude an diesem überaltertem Modell haben. Wichtig ist außerdem das sogenannte "fitting". Es gibt Neoprenanzüge nicht umsonst in vielen Zwischengrößen mit unterschiedlichen Längen und Umfängen. Ein Neo muss wie eine zweite Haut am Körper sitzen - jede Stelle die schon an Land eine offene Luftblase füllt, wird sich später im Wasser zu einem dicken Ballon aufblähen und unheimlich hinderlich beim schwimmen sein. Ruhig mehrere Modelle ausprobieren und vorher jedes erdenkliche Körpermaß nehmen und vergleichen.

Hat man irgendwann seinen Neo gefunden und steht das erste Mal damit am Wasser, stellt sich die Frage: Was nun? Grundsätzlich gilt vorsichtig und möglichst trocken (Person UND Neo) den Neo überstreifen. Vorsicht vor Fingernägeln und scharfen Kanten - die Haut des Neos platzt schnell auf. Hilfreich ist es außerdem über Hände und Füße eine Plastiktüte zu stülpen, denn dann lässt sich der Neo besser anziehen. Ist man irgendwann fertig im Neo, begibt man sich hüfthoch ins kühle Nass. Dabei wird schon Wasser von den Knöcheln her eindringen - das ist normal und wichtig, denn die dünne Wasserschicht zwischen Haut und Neoprenanzug ist es, welche die Wärme speichert. Dann erfolgt das sogenannte fluten - mit dem Neo komplett ins Wasser eintauchen und dabei mit den Händen den Kragen öffnen, damit das Wasser in den kompletten Anzug dringen kann. Mit der kompletten Wassermasse im Anzug wieder raus aus dem Wasser - und siehe da, das überschüssige Wasser läuft an den Knöcheln raus und übrig bleibt eine warme dünne Schicht Wasser im Anzug. Jetzt kann die Schwimmeinheit beginnen.

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