Trendsport Squash: Bekleidung, Schläger und Schuhe

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Trendsport Squash: Bekleidung, Schläger und Schuhe

Squash verlangt dem Spieler eine Menge ab. Als sogenannte „Rückschlag-Sportart" ist es in Deutschland und anderen Ländern der Welt sehr populär. Es gibt viele Schulen und Verbände – sowohl national wie international. In Deutschland geriet Squash in den 1980er-Jahren zur Blüte. Seitdem haben sich Bezirks- und Bundesligen etabliert. In den Vereinen wird der Sport sukzessive weiterentwickelt. Doch einen weißen Fleck gibt es bisher noch auf der Squashlandkarte: Olympia.

Schon seit längerer Zeit bemüht sich der Internationale Squash-Dachverband um die Aufnahme der Disziplin in den Rang einer Olympischen Disziplin (Stand 2013). Bald wird es wohl soweit sein. Zurecht! Immerhin wird Squash in über 180 Ländern der Welt gespielt. Doch auch wer Squash „nur" zur eigenen Fitness nutzt, kommt auf seine Kosten.

Dieser Ratgeber möchte Ihnen einen ersten Einblick in das Thema Squash und Squash-Ausstattung geben. Dabei wird er insbesondere die Squash-Bekleidung, die Schuhe und die Squash-Schläger unter die Lupe nehmen. Hierbei werden Sie einige praktische Tipps bekommen, worauf beim Erwerb zu achten ist. Vorweg kann man bereits sagen: Kaufen Sie nie die Katze im Sack, sondern gehen Sie in das Fachgeschäft Ihrer Wahl, suchen Sie die Ausstattung selbst aus und testen Sie sie.

Ein kurzer Blick zurück – woher Squash kommt

Erstmalig taucht Squash in England im Verlauf des 19. Jahrhunderts auf. Von hier aus verbreitet es sich, zunächst in den Kolonien Englands, dann in der gesamten Welt. Deutschland erreicht der Sport relativ spät. Die ersten Squashplätze werden erst in den 1930er-Jahren in Berlin gebaut. Der Durchbruch gelang Squash in Deutschland erst in den 1970er, besonders in den 1980er Jahren. Squashanlagen, die weitestgehend kommerziell betrieben werden (ein immer wieder hervorgebrachter Kritikpunkt), waren 1975 noch nicht all zu zahlreich. Bundesweit gab es insgesamt 20 Stück. 1990 waren es dann aber bereits schon 1.000.

In den 1990er Jahren-stabilisierte sich dann die Wachstumsrate. Aktuelle Zahlen gehen von ungefähr 600.000 Menschen in Deutschland aus, die Squash aktiv und regelmäßig betreiben. Etwa 1,9 Millionen Bürger, so der Deutsche Squashverband, sollen dem Sport unregelmäßig nachgehen. Weltweit gesehen wächst Squash weiter. Vor allen Dingen in osteuropäischen Ländern und den Vereinigten Staaten ist die Sportart sehr beliebt. Auf den ersten Plätzen, was die reine Anzahl von Spielern angeht, liegen England, Australien und die USA auf den ersten drei Rängen.

Die richtige Bekleidung für Squash

Squash besteht aus schnellen Ballwechseln und verlangt den Spielenden ein hohes Reaktionsvermögen ab. Die Kondition wird trainiert und insofern benötigt man eine speziell zugeschnittene Bekleidung für den schweißtreibenden Sport. Die Squash-Bekleidung ist - allgemein gesagt - dafür da, die Körpertemperatur des Spielers zu regulieren. Dazu ist es sehr wichtig, das die Kleidung über genügend atmungsaktive Materialien verfügt. Durch ihre Hilfe kann die produzierte Nässe durch das Textil nach außen hin transportiert werden und an der Oberfläche verdunsten. Das hat den Vorteil, das der Körper beim Spielen trocken bleibt und nicht auskühlen kann. Positiver Effekt: Sie sind wesentlich leistungsfähiger und damit weniger anfällig für Verletzungen.

Wichtig: atmungsaktive und flexible Textilien

Atmungsaktivität wird am besten durch synthetische Fasern hergestellt. Polyester und Polyamid sind hier die meistverwendeten Textile. Luftzirkulation ist mit diesen Kunstfasern am besten herzustellen. Im Gegensatz dazu ist Baumwolle kaum geeignet. Das hängt besonders damit zusammen, dass diese die Feuchtigkeit speichert, anstatt sie nach außen zu transportieren. Schwitzen Sie sehr viel bzw. schnell bei Spielen, klebt die Baumwollbekleidung auf der Haut. Dies kann zu Zerrungen oder Verspannungen führen.

Neben der Atmungsaktivität sollte die Squashbekleidung auch flexibel sein. Die Textilien sollten sich den verschiedenen Bewegungsabläufen perfekt anpassen können, gerade bei Squash. Hier sind schnelle Richtungswechseln und große Bewegungsradien die Regel. Ein weiterer Kunststoff sorgt dafür, dass die Bekleidung elastischer und flexibler ist: Elasthan. Wählen Sie dabei die Größe nicht zu knapp, damit Sie ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit erhalten. Probieren Sie verschiedene Stücke im Vorfeld selbst an und spielen Sie dabei einige typische Bewegungsabläufe durch. So sollte ein leichter Ausfallschritt zum Beispiel nicht dazu führen, dass die Hose spannt. Schwingen Sie mit den Armen, um die Elastizität der Oberbekleidung zu testen.

Dies sind die grundlegenden Eigenschaften, die jede Squash-Bekleidung mit sich bringen sollte. Eine komplette Squash-Bekleidung besteht aus einem T-Shirt und aus der kurzen Hose. Nehmen Sie auch ruhig ein oder zwei Wechsel-T-Shirts mit. Trainingsjacken oder Sweatshirts sorgen in den Spielpausen dafür, dass Sie nicht auskühlen. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Socken darauf, dass diese an den Belastungszonen Ferse und Vorfuß verstärkt ist. Auch hier gilt: Je weniger Baumwolle, desto besser. Ebenfalls kann es sinnvoll sein, Schweißbänder an Stirn oder Handgelenk zu tragen.

Für Squash werden spezielle Schuhe benötigt

Beim Squash sind Knie, Bänder und Gelenke hohen Belastungen ausgesetzt. Daher ist es sehr wichtig, auf die richtigen Schuhe zu achten. Kaufen Sie Ihre Squashschuhe am besten am Nachmittag oder am Abend. Zu dieser Zeit sind – statistisch gesehen – die Füße vom Alltag etwas angeschwollen. Dieser Zustand ähnelt demjenigen beim Squashspielen. Während dieser Tageszeiten ist es also etwas leichter, die Passform des Schuhs genauer beurteilen zu können.

Der Schuh muss dabei im Mittelfußbereich und an der Ferse festsitzen. Vorne sollte der Fuß etwas mehr Bewegungsfreiheit besitzen. Merken Sie sich: Bei einem geeigneten Schuh bzw. der richtigen Schuhgröße haben Sie vorne zwischen Schuhspitze und Zehen noch einen Daumenbreit Platz. Bei schnellen Bewegungswechseln und Stoppern sollten Sie möglichst nicht mit den Zehen an die Schuhspitze stoßen.

Besonderen Wert sollte man auch auf die Außensohle der Schuhe legen. Diese sollte die richtige Griffigkeit im Kontakt mir dem Boden aufweisen, um schnelle Richtungswechsel und Stopps zu ermögliche. Der vordere Fußbereich muss dabei flexibel genug sein. Im Mittelfußbereich schützt eine leichte Materialverstärkung vor Verletzungen. Die Außensohle sollte leicht abgerundet sein. Dies bringt zwei weitere Vorteile mit sich. Auf der einen Seite bietet der Schuh damit seitlich einen besseren Halt, auf der anderen Seite werden Gelenke und Bänder geschützt. Achten Sie auf Schuhe, die seitlich abgekantet sind. Diese besitzen ein wesentlich höheres Verletzungsrisiko beim Spielen.

Squash-Shuhe sollten hohe Dämpfung aufweisen

Der Dämpfung des Squashschuhs kommt eine wichtige Bedeutung zu. Die schnellen Bewegungsabläufe des Spiels verursachen hohe Belastungen, die durch die Dämpfung des Schuhs abgefedert werden können. Achten Sie beim Kauf eines Squashschuhs darauf, dass dieser eine etwas härtere Dämpfung besitzt. Sie besitzt einen besseren Verletzungsschutz, steigert aber gelichzeitig die Dynamik.

Letztendlich benötigt Ihr Squashschuh noch das richtige Obermaterial. Hierbei sollte man beachten, dass dieses seitlich am Schuh einen zusätzlichen Schutz bieten soll. Wählen Sie daher ruhig einen Schuh mit festerem Material. Hier bieten sich insbesondere Synthetikleder und dicht gewebte Nylon-Mesh-Gewebe an. Zusätzliche Einsätze aus Meshgewebe sorgen für eine bessere Feuchtigkeitsableitung. Die Atmungsaktivität des Schuhs kann allerdings nur dann richtig funktionieren, wenn Sie die bereits oben beschriebenen Funktionssocken kombinieren.

Squashschläger und Squashball

„Squash" kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „zusammendrücken" oder „zerquetschen". Das Zusammendrücken bezieht sich dabei auf den Squashball, der durch den harten Schlag des Squashschlägers verformt wird. In früheren Zeiten wurden die Schläger noch aus Holz gefertigt. Damals besaßen sie einen fast kreisrunden Kopf. Mit der Zeit kamen jedoch verschiedene Techniken, Materialien, spezielle Formen und Schliffe hinzu. Der heutige Squashschläger kann man sich als eine Kombination von Badmintonschläger und Tennisschläger vorstellen.

Die Kopfform des Schlägers ist eher oval. Hier gibt es insgesamt drei Typen. Die klassische oder gestreckte Herzform bzw. die Tropfenform. Je nachdem, welche Kopfform Sie wählen, entstehen unterschiedliche Spieleigenschaften. Auch die Voraussetzungen zur Besaitung sind andere. Mithilfe der gestreckten Herzform lassen sich ungenauere Schläge besser ausgleichen. Die klassische Herzform unterstützt ein besseres Ballgefühl und mehr Kontrolle. Tropfenförmige Schläger besitzen einen größeren Rebounce-Effekt, weil die Seiten des Schlägers verlängert sind.

Neben diesen unterschiedlichen Eigenschaften sind die Schlägertypen auch unterschiedlich ausbalanciert. Es gibt kopflastige und grifflastige Schläger. Das Gewicht (Schläger können zwischen 120 und 250 Gramm leicht sein) verteilt sich dementsprechend. Grifflastige Schläger ermöglichen eine bessere Ballkontrolle und sind für eher defensiv agierende Spieler geeignet. Kopflastige Schläger sind für Angriffsschläge und ein offensives Spiel sinnvoll.

Herstellung und Material von Squashschlägern

Neben der Form des Schlägers haben sich auch insbesondere die Herstellungsweise und das Material verändert. Das relativ schwere Holz ist dabei zurückgedrehten zugunsten viel leichterer Materialien. Leichtes Material ist – neben der Form - bei der Aerodynamik von besonderer Wichtigkeit. Leichtes Graphit und Carbon kommen heute zum Einsatz. Diese Materialien haben nicht nur den Gewichtsvorteil. Sie überzeugen auch durch Langlebigkeit und Stabilität.

Wie Sie sehen, ist es unbedingt erforderlich, vor dem Kauf eines Squashschlägers zunächst einmal die eigenen Fähigkeiten zu untersuchen. Erst dann ist man in der Lage, die richtige Form, die richtige Balance und das richtige Material auszusuchen und schließlich den Schläger entsprechend zu besaiten.

Wer nach qualitativ hochwertigen Schlägern sucht, sollte sich besonders bei den Angeboten der Markenhersteller umsehen. Gute Schläger werden beispielsweise hergestellt von Victor International, Oliver-Sports, Unsquashable, Tecnifibre, Dunlop, Head, Harrow Squash oder Karakal. Je nach Hersteller sind die Schläger unterschiedlich konfiguriert und besitzen individuelle Eigenschaften.

Squash spielen mit einer modernen Ausstattung

Der Ratgeber konnte Ihnen einige wesentliche Informationen zum Thema Squash, Squashbekleidung und –schläger geben. Dabei hat sich gezeigt, dass Sie bei der Bekleidung auf moderne, aus synthetischen Stoffen bestehende Sportbekleidung zurückgreifen sollten, die für eine genügende Atmungsaktivität sorgt. Bei der Auswahl des richtigen Schlägers, seiner Form und seines Materials kommt es darauf an, den eigenen Spielstil zu analysieren. Erst dann macht die Anschaffung eines neuen Schlägers Sinn.

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