Training mit dem Medizinball

Aufrufe 7 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Medizinbälle sind großartige Trainingsgeräte. Überall anwendbar und Platz sparend. Der Medizinball kann als Gewicht aber auch als Wurfobjekt genutzt werden. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem unverzichtbaren Trainingsgerät.  Mit diesem kannst Du Rumpfkraft für die Schlagsportarten Golf oder Tennis gezielt trainieren aber auch den Vorteil von exzentrischer oder konzentrischer Kraftentwicklung bei Würfen gegen eine Wand nutzen.

Medizinbälle sind ein integraler Bestandteil von jedem Athleten mit Interesse in der Powerentwicklung geworden. Power stellt die Zusammensetzung aus Kraft und der Aktivierungszeit dar. Der wahrscheinlich größte Vorteil des Medizinballs ist, dass er sehr gute Ergebnisse bei der Entwicklung der Rotationskraft garantiert. Bei Reaktivkrafttraining und dem klassischen Gewichtheben werden die Rotationsbewegungen nicht trainiert, deshalb bezeichnet Mike Boyle den Medizinball als Gewichtheben für den Rumpf. Medizinbälle sind das beste Werkzeug für die Kraftentwicklung. Sie machen sicheres Training für ein Powertraining aller Altersklassen und Leistungsstufen möglich. Stabile Rumpfmuskeln braucht jeder Sportler. Rotationswürfe mit Medizinbällen stellen eine einfache Trainingsmethode zur Entwicklung dieser Muskeln dar. Eine Wand in Verbindung mit den neuen Gummibällen bieten exzellente Trainingsvoraussetzungen. Jedoch erweisen sich, die alten Lederbälle als ideale Partner für das konzentrische Training für Werfer, da der Sportler mehr Kraftaufwenden muss, damit der Ball von der Wand zurück prallt. 

Bei Tennisspielern, Schwimmern oder Pitchern sorgt der Medizinball für exzentrische Trainingsbelastung für die Schulterrotatoren und gleichzeitig für stabile Rumpfmuskeln. Natürlich brauchen alle Sportler sportartspezifische Ganzkörperkraft. Durch Medizinballschocken vorwärts oder rückwärts werden die Muskelschlingen aktiviert und deren Zusammenarbeit verbessert. Ebenso kann der Medizinball für erschwerte Liegestütze oder auch für das erlernen von Gewichtheben, Kniebeugen oder Bankdrücken verwendet werden. Die Einsatzmöglichkeiten vom Medizinball entscheiden sich im Kopf des Trainers oder des Trainierenden.

Rotationskraft

Für Rotationswürfe brauchst Du eine stabile Wand. Bei dieser Übung wirft der Athlet so hart wie möglich mit vier bis fünf  Kilogramm schweren Medizinbällen gegen die Wand.

Grundübung: Auf einen Bein Knieend und stützend auf dem anderen Bein.
Fortgeschritten-Übung: Ausfallschritt nach vorne, gebeugtes Knie und ein angewinkeltes Knie
Profi-Übung: Einbeinig

Beantspruchte Muskeln: Hüften und Rumpf

Ganzkörperkraft

Medizinbälle sind großartige Hilfsmittel zur Entwicklung von Ganzkörperkraft. Vor allem für Sportler, welche Gewichtheben nicht mögen, keine Möglichkeit dazu haben oder einfach Abwechslungsreich trainieren möchten.
In der Leichtathletik gehören zueinander Kugelschocken wie Läufer und Schuhe. Jeder ambitionierte Sportler kennt es und weiß die Vorzüge zu schätzen. Übungen wie Kugelschocken vorwärts oder rückwärts und Würfe aus der Ausfallschrittposition gehören zum 1x1 des Athleten.

Medizinballwürfe werden genauso angewendet wie Kraftübungen. 20 bis 30 Würfe (2 bis 3 a 10) von jeder Art können zweimal pro Woche trainiert werden. Werfer sollten Rotationswürfe mindestens zwei und höchstens dreimal pro Woche trainieren. Halte die Umfänge niedrig bis mäßig und sag Dir und Deinem Trainingspartner immer wieder „Werfe den so hart als wolltest du die Wand durchbrechen.“ (kk) 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden