Tragetücher & Co. - praktisch und beruhigend fürs Kind

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Tragetücher, Tragesäcke oder auch Trageschlaufen müssen nicht gleich öko sein!

Als sich vor der Geburt meines Sohnes die Frage stellte, ob wir uns eine Tragemöglichkeit anschaffen oder nicht, spielte für mich in erster Linie das Handling eine große Rolle. Es sollte nicht zu kompliziert sein und ich wollte nicht gleich als Öko-Tante abgestempelt werden.

Somit haben wir aus der Vielfalt an Tragemöglichkeiten angefangen bei Didymos oder Hoppediz Tragetüchern über den Glückskäfer Tragesack bis hin zu Trageschlaufen oder Tragen von Baby Björn, dem Ergo Carrier oder Quinny schlussendlich den Tragesack von Glückskäfer ausgewählt.

Die meisten Tragetücher sahen für mich persönlich doch etwas zu "öko" aus und ich hatte Bedenken bei den Bindetechniken. Von Trageschlaufen habe ich erst vor kurzem gehört und da kamen diese nicht mehr für unseren Sohn in Frage. Bei der Trage von Baby Björn störte mich, dass sie in Tests nicht sonderlich gut abgeschnitten haben, weil die Beine eines Babys sich beim tragen nicht in ausreichender Spreizstellung befinden, die sehr wichtig für die Hüftgelenkspfannen sind. Wenn man das Baby mit dem Gesicht nach vorn trägt, bekommt es in den ersten Tagen und Wochen einfach zuviel mit und könnte unruhig werden wegen der vielen äußeren Einflüsse, die es erst einmal verarbeiten muss. Der Ergo Carrier ist erst für Kinder ab 6 Monaten geeignet, ebenso wie der Quinny Curbb.

Als wir uns ausführlich über alle Tragesysteme informiert hatten, haben wir den Glückskäfer Tragesack auch mal (noch ohne Baby) getestet und fanden ihn sehr gemütlich und kuschlig, auch für ganz kleine Würmchen. Unseren Sohn haben wir von Geburt an immer sehr viel auf dem Arm gehabt und getragen (anfangs noch nicht unbedingt im Tragesack) und ich kann nur sagen, dass immer dann, wenn ich viel Stress hatte oder Hausarbeit zu erledigen hatte und der Kleine keine Ruhe hielt, ich ihn mir in den Tragesack gepackt habe und somit nebenbei noch das ein oder andere erledigen konnte.

Das schaukeln und die Wärme von mir sowie das fühlen des Herzschlages von Mama (oder auch Papa) hat ihn sehr beruhigt und als er dann etwas älter wurde, hat er auch zunehmend immer mal wieder oben rausgeschaut und wollte was von der Welt sehen. Spaziergänge mit oder ohne Hund, die sich mit Kinderwagen manchmal als etwas schwierig erwiesen, klappten problemlos und es tat auch mir als Mama gut, meinen Sohn ganz nah bei mir zu tragen, wo man doch zuvor schon fast 10 Monate den Bauch miteinander geteilt hatte.

Inzwischen sind wir auf die Tragehilfe Quinny Curbb umgestiegen, da unser kleiner Mann sich prächtig entwickelt hat und um einiges schwerer geworden ist. Die meisten Tragen darf man bis ca. 10-15 kg benutzen. Der Quinny Curbb ist als Hüfttrage deklariert und bis 15 kg Baby geeignet. Es erleichtert das einkaufen in der Stadt um einiges, da das Kind nicht ständig rutscht und trotzdem alles sehen kann.

Ich kann allen Eltern, deren Kind gerne auf dem Arm ist oder öfter mal unruhig ist nur empfehlen, es mal mit einem der vielen Tragesysteme und Tragehilfen zu probieren. Man ist flexibler in allem was man tut und hat trotzdem sein Kind immer um sich herum. Unser Sohn ist ein sehr liebes und ausgeglichenes fröhliches Kind, was ich zwar nicht nur dem Tragesack zuschreibe, aber ich denke, es hat uns auch dazu verholfen.

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