Toshiba Portégé G900 - Günstig & nach Update traumhaft!

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Pro: 800x480 Pixel WVGA Display, Tastatur, Verarbeitung, tolle Features, viel Hardware zu kleinem Preis

Kontra: ältere ROM - Versionen brauchen Update, groß, wenig Zubehör erhältlich

Ähnliche Geräte: XPERIA x1, HTC Touch Pro



Hallo liebe eBay-Gemeinde!

Dies ist mein Testbericht zum „Toshiba Portégé G900“ mit Windows Mobile Betriebssystem, da das Handy nicht bei den Testberichten gelistet ist, muss es halt ein Ratgeber sein. Die aktuelleste Version meines Berichts, sowie Foto(s) und URLs gibts immer auf meinem Ciao-Account. Und nun geht es  los... Viel Spaß!

Ich habe mir Gerät vor 3 Monaten für nur 180 EUR auf eBay ersteigert und mit der Zeit lieben gelernt. Mit umfangreichen Recherchen und der Hilfe einer wunderbaren internationalen Community Gleichgesinnter habe ich mir jetzt meinen derzeitigen Traum-PDA geschaffen. Für mich persönlich zugeschnitten und äußerst konkurrenzfähig zu den aktuellen Pocket PCs, insbesondere im Vergleich zu dem Sony Ericsson XPERIA X1 und HTC Touch Pro, welche beide 450+ EUR kosten. Ein Preis, für den man sich schon ein super Netbook, oder ein billiges Notebook holen kann. Sowas geht einfach nicht, als Student ;) Der günstige Preis dieses Gerätes resultiert vorallem daraus, das viele mit der unbefriedigenden Software nicht zurecht kommen. In der Tat existieren noch viele Geräte mit älteren Softwareversionen, welche das System stark ausbremsen. Auf diesen Umstand gehe ich später besonders ein und zeige Ihnen, wie Sie Ihrem G900 das „rennen“ lehren.

(PPC = Pocket PC = PDA mit Windows Mobile, Touchscreen und Telefonfunktion)


Zunächst möchte ich ein bisschen erzählen, wie ich zu meinem Taschencomputer gekommen bin. 
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Mitte 2007 hatten simyo und einige andere Mobilfunkanbieter drastisch ihre Datenpreise gesenkt. So standen mir die Tore ins mobile Internet offen: ICQ lief permanent auf meinem Sony Ericsson W800i, was erheblich meinen SMS-Verbrauch senkte ;) Opera Mini brachte mich einigermaßen akzeptabel ins Web und Google Maps half mir auch schon aus diversen Miseren. Ich konnte mal schnell meine eMails unterwegs checken und sogar Streite mit Wikipedias Wissen in jeder Situation schlichten ;) In Elektronikmärkten habe ich die Preise mit dem Internet verglichen und auf eBay meine Auktionen verfolgt. Kurzum: Ich konnte nicht mehr ohne Handy-Internet!!! ;) Nun kann man sich sicherlich vorstellen, dass all diese schönen Anwendung auf einem kleinen 220x176 Pixel großem Display ziemlich mühsam zu bedienen sind. Außerdem war T9 für die vielen (oft nicht im Wörterbuch enthaltenen) Eingaben recht lässtig
Ein Jahr später drohte dann der Joystick meines W800i endgültig die Mücke zu machte, also musste ein neues Handy her. (Den Joystick habe ich übrigens später im Urlaub in Asien für 10 Dollar auf der Straße reparieren lassen, aber das ist eine andere Geschichte ;)

Besonderes wichtig für mich waren ein hochauflösender breiter Bildschirm (damit das lästige Querscrollen in Webseiten minimiert wird), eine gute Texteingabemöglichkeit (QWERTZ-Tastatur) und ein schneller UMTS-Zugang. WLAN, GPS, gute Kamera waren wünschenswert, aber zweitrangig. Außerdem sollte das Handy nicht allzu groß ausfallen. 

Diese Vorgaben endeten dann in dem „Iphone-Killer“ von Vodafone: SAMSUNG Qbowl. Design, Auflösung von 460x240 Pixeln, 3 MP Kamera mit Autofokus, HSDPA, PDF- und Office-Viewer, SDHC-kompatibel, vollständige QWERTZ-Tastatur zum aufschieben sahen ja auf dem Papier gut aus. Der normale Anwender, der seine MP3s und Filme darauf anschaut und sonst nur die allgemeinen Handyfunktionen nutzt, mag damit auch glücklich werden. Aber alles was darüber hinausgeht geht, wurde leider viel zu oft von Systemabstürzen behindert. Der Organizer hatte schwerwiegende Bugs in Sachen Synchronisation mit dem PC und SAMSUNG tat den Teufel, auch nur irgendwas an seiner miesen Firmware zu verbessern. Folglich landete dieses Handy ganz schnell wieder auf eBay, solange es noch was wert war.

Nun wollte ich alles richtig machen. Außerdem hatte sich meine Wunschliste erweitert:
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- Echte QWERTZ Tastatur
- Höchste Bildschirmauflösung, die es derzeit gibt, damit Querscrollen in Webseiten endgültig wegfällt. 640x480 oder 800x480 Pixel
- Informativer und frei konfigurier barer Startbildschirm
- UMTS und WLAN (mit der Unterstützung von Plug-Ins wie SecureW2)
- Brauchbarer Organizer mit sicherer Synchronisation
- Freies Betriebssystem
- ausreichend RAM (128 MB), da ich ein gnadenloser Multitasker bin.
- Und ganz wichtig: Kosten soll’s auch nicht soviel.

Es wird deutlich, dass ich nicht irdendeinen PDA will, sondern konsequent in der Königsklasse „wildere“ ;) Schauen wir mal, welche Geräte das derzeit (Anfang 2009) erfüllen:
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- 450 EUR - Sony Ericsson XPERIA X1 – Erfüllt alle Vorgaben bestens in einem sehr kompakten und wertigen Gehäuse. Warum nur so teuer? ;)
- 500 EUR - HTC Touch Diamond Pro – Nahezu baugleich zum X1, bloß größer und „plastischer“.
- 450 EUR – ETEN M800 – wenig bekannter Anbieter mit Support in der Schweiz, viele User bemängelten den wenigen RAM (64 MB) und die billige Verarbeitung.
- 600 EUR – Nokia Communicator E90 – Symbian S60 Betriebssystem bietet z.B. Keine Unterstützung dieser SecureW2 Plug-Ins, womit ich WLAN in der Uni vergessen kann.
- 300 EUR (neu, eBay-Festpreisangebot) – Toshiba G900
- 250 EUR (schwer verfügbar) – xda Flame – sehr verwandt zum G900, kein Support
- Ein paar noch unbekanntere Produkte, die man sich irgendwie aus Asien, den USA oder dem nahen Osten importieren lassen kann. Support und Testberichte gibts selten.
- Die Zukunft bringt sicher besseres Angebot. Z.B. der Palm Pre
Auf eBay kann man den Preis meist noch um ca. 30 % drücken. Es handelt sich dann aber meist um kurz im Gebrauch gewesene Ware. Solange die Original-Rechnung dabei ist, sehe ich darin kein Problem.
Man sieht schön, wie sich das G900 herauskristallisiert. Auf eBay kann man es sogar für unter 200 EUR ersteigern (nach diesem Bericht vielleicht nicht mehr *g*)


Lange geredet, jetzt kommen die Fakten zum Toshiba G900:
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- Horizontaler Slider, 119mm x 61mm x 21,5mm und 196 g 
- 3-Zoll, W-VGA-Widescreen mit 800x480 Pixeln (!)
- vollständige Tastatur QWERTZ
- 35 MB interner Speicherplatz, mit miniSD-Karte (bis 2 GB) erweiterbar. Mit Softwareupdate auch SDHC-Karten mit wesentlich mehr Speicherplatz möglich.
- 128 MB RAM (!)
- CPU mit 520 Mhz von Qualcomm kann sich bis zu 104 Mhz heruntertakten lassen, was das System übernimmt um Strom zu sparen. (Auch Übertaktung mit diversen Programmen möglich.)
- nVidia GoForce 5500 Grafikkarte (!)
- Fingerabdruck-Sensor
- Triband, HSDPA, 3G, EDGE 
- Bluetooth 2.0 (EDR, A2DP, AVRCP)
- WLAN (802.11b/g) MIDP2.0, JTWI, JSR 75/135
- USB 1.1 (Auch als Host! Lese- und Schreibzugriff auf USB-Speichersticks und externe Festplatten)
- 2-Megapixel-Kamera mit Fotolicht (kein Autofokus), sowie Sekundäre Kamera für Videotelefonie 

- Windows Mobile 6.0 
- Microsoft Office Mobile mit Excel, Word, Powerpoint und Outlook
- VoIP-Unterstützung mit Tip-Talk (Skype läuft auch)
- Opera 8.65 und Microsoft Pocket Internet Exploxer
- Messaging: SMS, MMS, E-Mail (Outlook), MSN-Messenger, Direct Push E-Mail 
- Java: MIDP2.0, JTWI, JSR 75/135 
- Audio-/Videoformate: MP3, AAC, AAC+, eAAC+, WMA, AMRNB,H.263/MPEG4, WMV, ASF und mit zusätzlicher Software noch mehr
- Standbyzeit: max. 330 Stunden 
- Gesprächszeit: max. 160 Minuten (3G) und 265 Minuten (GSM)
- Akkukapazität: 1320 mAh

Die Daten sind schon imposant! Als Toshiba seine neuen PPCs auf der CeBit 2007 vorstellte, müssen Sie wie gebeamt aus der Zukunft gewirkt haben! Sagenhaftes hochauflösendes Wide-VGA-Display, 128 MB RAM, Grafikkarte, 520 Mhz, WLAN mit 56 MBit/s und dazu noch so futuristische Funktionen wie Goldkey: Sobald man in der Nähe seines PCs ist (Bluetooth-Verbindung), kann man diesen mit dem G900 entsperren (Fingerabdruck). Außerdem lässt es sich als externe PC-Tastatur verwenden. Der USB Host liest sogar externe Festplatten aus und man kann eine USB-Maus an den PDA anschließen. 
Es folgen die Gründe, wieso Toshiba mit einem damals konkurrenzlosen Produkt kaum in den Markt treten konnte, den sich nun andere führende Smartphone-Hersteller mit populären hochpreisigen Produkten aufteilen, während beim G900 bloß noch schnell die Restbestände aus den Lagern vertickt werden...


Meine eigene Erfahrung:
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(Ich empfehle informations-orientierten Ciao-Lesern JETZT zum nächsten Absatz „Wenn man...“ zu springen.) Ich liebe dieses „Unpacking“ von hochwertigen Handys, wenn sich die Verpackungsingenieure wieder mal richtig Mühe gegeben haben ;) Die Verpackung des G900 bewerte ich hiermit aber nur als Durchschnitt: Schnöder Pappkarton, wenigstens zum Aufschieben. Dunkele Farbe verspricht „Schwere“ also viel Technik Die aufgedruckten chinesischen großen Buchstaben, welche vielleicht internationalen Flair vermitteln sollen, lassen das Gefühl aber gleich wieder abklingen. Hoffentlich wieder kein Billigprodukt aus dem fernen China ;) Mittlerweile deute ich die Zeichen eher für die Fremdartigkeit und Einzigartigkeit meines G900. Im inneren ist dünnste, weiße Pappe verarbeitet wurden. Doch mitten im billigen Pappnest findet man einen riesen Bildschirm mit Gerät umbaut. ;)

Wenn man das Gerät in der Hand hält, weiß man auf jeden Fall, was man hat. ;) 196 g machen sich schon bisschen bemerkbar. Es ist aber nicht so, dass ich jetzt unter der Masse leide.
Nach dem Anschalten kommt das erste Staunen: WOW, ist das alles scharf! Schon das Bootscreen sieht geil aus, und dann noch die fein gezeichneten Icons! Die für 320x240 Pixel ausgelegten Informationen hören in der Mitte des Today-Bildschirm auf und schreien förmlich: „Gib mir mehr, ich will alle deine Termine anzeigen!“ Die übrigen PDAs der herkömmlichen Sorte stöhnen da nur: „Noch ein Termin und es gibt Scrollbalken!“ (Nur ein kleiner Anschaulicher Vergleich: Um mehrere Termine auf einmal anzeigen zu können, benötigen Sie einen Today-Plugin wie SPB Diary oder das kostenlose „Calplus“)
Während bei den alten Displays zwischen den groben Pixeln auch noch unansehnliche schwarze Abstände sichtbar sind, sitzen sie beim einen WVGA-Bildschirm so schön eng zusammen, dass es nur noch fließende Übergänge gibt. Besonders beeindruckte mich die noch nie gesehene Schärfe der Fotos auf Webseiten! 
Im Browser kann man getrost „Desktopansicht“ und „an Breite anpassen“ einstellen und dann sieht das Internet fast wie auf einem Desktop-PC aus. Ich empfehle übrigens den Netfront Browser.
Normale A4-Seiten im PDF-Format lassen sich in 100% Größe lesbar anzeigen, wobei ich aufgrund der verdammt kleinen Schriften doch eher den Breitbildmodus empfehle. Da sieht man ein Drittel des Dokuments und scrollt runter.
An der Verarbeitung kann man wirklich nicht meckern, auch die Farbe hält seit 3 Monaten Dauerbenutzung. Der Slider ist stabil und besonders fallen die gut geformten Tasten auf. Auf der Vorderseite und auf der QWERTZ-Tastatur kann man die Tasten klasse erfühlen, wohingegen die Browsertaste so tief eingelassen ist, dass ein versehentliches Aktivieren unmöglich ist. Da haben die Herren sich viel bei gedacht. 

Ein User berichtete sogar, dass dies die beste Tastatur auf dem Handymarkt ist. Entgegen des aktuellen Trends, gibt es auch schön viele konfigurierbare Schnellzugriffstasten. Die Browsertaste ist übrigens meine Taschenlampentaste, die ein Programm startet, welches die Fotoleuchte einschaltet. Sooo praktisch!!!
Alle Anschlussbuchsen sind mit gut sitzenden Abdeckklappen verdeckt und die offene Linse ist mit einer Glasabdeckung geschützt. Die Speicherkarte ist von außen zugänglich! Der Stylus entfaltet durch seinen Teleskopbau beim Herausziehen seine volle Größe. 

Über Design kann man sich bekanntlich streiten. Die verchromt umrandeten runden 4-Wege-Tasten möchten etwas Eleganz versprühen, welche aber leider sofort wieder in dem wuchtigen Gehäuse untergeht. Auf der Rückseite klotzt ein riesiges zykloides Kameraauge aus dem wulstigen Akkudeckel heraus Das silberne Design lässt das Gerät aber trotzdem nicht hässlich aussehen. Es wurde ausschließlich Plaste verwendet. Man sieht eigentlich sofort was bei der nüchternen Gestaltung zählt, nämlich Leistung. Rundum ist das Gerät seiner Größe entsprechend ziemlich robust. (Vielleicht ein Indiz, warum es in Russland so erfolgreich ist *g*)
Ja, und es ist groß. Verglichen dazu ist das XPERIA X1 mit der gleichen Bauform wesentlich kompakter: 111 x 53 x 17 mm. Gewicht (g), 145 gegen 119mm x 61mm x 21,5mm und 196 g. Ob man für die Milimeter weniger das Doppelte bezahlen will, muss jeder selber wissen.
Es ist ein PDA für die Gürteltasche oder den Rucksack. In einer Hosentasche will er allein sein. Meine Lösung sah so aus, dass mir meine Oma, eine begnadete Schneiderin, eine passgenaue Handytasche aus sowas ähnlichem wie Jeansstoff nähte. Diese hängt jetzt permanent an meinem Gürtel, fällt nicht auf und ist für mich so nochmal wie jedes andere Kleidungsstück. Nun habe ich meine Handy immer griffbereit und meine Hosentaschen frei. Vielleicht gehen wir mal in Serie und dann vertick‘ ich das Zeug im Internet;) Anfragen sind willkommen! 
Ich war auch mal im Saturn und habe die beiden verglichen: Hmm, wenn ich da meinen Brocken heraus hole, blitzt ihn das X1 förmlich an ;) ABER, Design und Kompaktheit ist eben nicht alles. Meine Tastatur empfand ich spürbar zweckdienlicher und mein etwas größeres Display (bei gleicher Pixelzahl) war angenehmer zu lesen.


„Wo sind hier jetzt die 520 Mhz?!“
Irgendwie beschleicht einen beim ersten Herumprobieren das Gefühl, das alles sehr träge läuft. Hat man hier nicht ein fortschrittliches Technikwunder in der Hand, wenn das Startmenü 2 Sekunden zum öffnen braucht? Irgendwie macht auch das Surfen nicht richtig Spaß. Wer jetzt noch eine eMail bei WEB.DE tippen will, erlebt nun sein blaues Wunder. Das sieht dann etwa so aus: „Shr grtte Damenn ud Heren“. Eins muss man aber zugute halten: Die 128 MB RAM spürt man. Man kann locker 10 Programme geöffnet lassen. Es bleibt gleich schnell bzw. langsam ;)

Wie es in der Branche mittlerweile üblich ist, hat Toshiba dieses Gerät nicht wirklich selber entwickelt, sondern die Hardware eingekauft und seinen Namen darauf gedruckt. Am Reisbrett ist wahrscheinlich auch die softwaretechnische Umsetzung entstanden. Ob es überhaupt eine Endkontrolle gab, frage ich mich immer noch. Die älteren ROM-Versionen (Read Only Memory, in der PPC-Szene das Kurzwort für die unveränderbare Betriebssystempartition.) würden andere Hersteller nicht mal als Betaversionen freigeben. Möglicherweise hatte Sony Ericsson das Beispiel Toshibas in Erinnerung und brachte sein XPERIA deshalb erst nach einem halben Jahr Verzögerung und ständiger Verbesserungen auf den Markt.
Die grottige Software und vor allem die Treiber sind eine einzige Verschwendung von Hardware! Das Potential kommt nicht zur Geltung. Oft wird beispielsweise bemängelt, dass die Grafikkarte zu selten zur Anwendung kommt. Wichtigen Instanzen, wie dem Tastaturtreiber werden zu wenige Ressourcen zur Verfügung gestellt. Man kann mit dem Gerät schlicht nicht arbeiten. Hier herrscht Handlungsbedarf bevor man sein PDA für die tägliche Arbeit freigibt. Die gute Nachricht: MAN KANN ES ÄNDERN! Mir tun nur die Leute leid, die sich monatelang mit solch einem Gerät rumgeschlagen haben (und es möglicherweise auch noch tun), als es noch keine Updates gab!


„Wie lasse ich jetzt die Rennpferde raus?“ 
Für mich war klar, dass ich so nicht damit arbeiten konnte. Trotzdem hatte ich große Hoffnung, dass ich was an der Situation ändern kann. Irgendwie musste man doch noch was aus der Hardware herauslocken können! Also Internetrecherche: Volltreffer! Unter myG900 Punkt com (leitet auf portegeclub Punkt com weiter, ebay mag ja keine URLs, deswegen so komisch...) fand ich eine große internationale Community Gleichgesinnter, die vor allem zwei Ziele vor Augen hat; die Weiterentwicklung des unfertigen Produkts und die maximalste Ausnutzung der Hardware mit allen erdenklichen Anwendungen. Schon lustig, Toshiba scheint sein „Megaphone“ per Gießkannenprinzip überall auf der Welt fallen gelassen zu haben, hatte aber nie irgendwo richtig viel verkaufen können. So kommen in diesem Forum Enthusiasten aus aller Herren Länder zusammen. Briten, Italiener, Spanier, Deutsche, Polen, Rumänen, Franzosen, aber auch Chinesen und Japaner tauschen sich auf dieser Plattform aus und stellen Ihre Eigenentwicklungen vor. Ganz stark vertreten sind die Russen (bzw. der russischsprachige Raum), welche auch noch eine eigene Homepage betreiben. Auf der internationalen Seite wird Englisch geschrieben, wobei es aber auch eine Fremdsprachensektion gibt. Dort findet man u. a. auch deutsche Beiträge, man kann seine Fragen in Landessprache loswerden und wird in der Regel auch schnell geholfen. Nur Mut! Es gibt im Forum soviele User, die sich für ihr schlechtes English entschuldigen und trotzdem die nötige Information rüberbringen. Sollten Sie sich tiefer mit Ihren Telefon beschäftigen wollen, ist das hier die erste Adresse. 


„Jetzt fangen wir an!“
1) Dieses Progrämmchen gibt dem Tastaturtreiber die höchste Priorität und gehört in den Autostart: www.outlawstar.co.uk/files/G900/kbdFix_v3.zip 

2) Wer sich vor einem ROM-Update scheut, kann mit dem Programm „XCPUScalar“ die (sonst sehr träge) Energieverwaltung der CPU übernehmen und endlich mal richtig die Pferde raus lassen! Ich empfehle bei Auslastung 0-50% - 208 MHz, 51-100% 312 MHz. 520 oder 624 MHz kann man freigeben, wenn man Leistung braucht. Die Akkulaufzeit verkürzt sich dann entsprechend.
3) Schauen wir mal, was wir für eine ROM-Version haben: Start -> Einstellungen -> System -> Informationen (engl. About) -> VersionsInfo

...3.07BAI: Glückwunsch, Sie haben bereits das aktuellste ROM ab Werk! In dieser Version sind die schwerwiegendsten Fehler behoben worden. Sollte Ihnen die Leistung nicht reichen, können Sie XCPUScalar probieren. Natürlich können Sie sich auch noch ein wesentlich moderneres, inoffizielles ROM aufspielen. Es sind schon viele verfügbar, die stabiler und schneller als das Original ROM laufen und bessere Features liefern: z.B. SDHC-Treiber, schnellerer Bildschirmumschaltung, einige Bugfixes, Löschung des nervigen xt9 und anderer nutzloser Programme. Bitte beachten Sie dabei, dass das alle gespeicherten Daten und Programme, das originale Toshiba-ROM und die Garantie dann unwiderruflich flöten gehen.
...niedriger als 3.07BAI: Ein ROM-Update wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Arbeitgeschwindigkeit verbessern. Nun haben Sie die Möglichkeit das Gerät an den dt. Supportpartner „arvato“ zu schicken („Helfen Sie mir, es läuft so langsam!“), die machen dann das 3.07BAI drauf. Oder Sie legen selbst Hand an. Viel dazu möchte ich hier nicht schreiben, bloß: Es gibt nur wenige ROMs mit stabilem SDHC-Treiber. Die Version des existierenden deutschen ROMs mit SDHC-Treiber zählt nicht dazu. Informieren Sie sich vorher ausführlich. 


„Was gibt es noch zu sagen?“
AKKU! Die Laufzeit bewegt sich voll im normalen Rahmen für PPCs. Wenn ich nicht viel mache, hält er 3-4 Tage. Wenn ich öfters im Internet (mit WLAN) surfe, via Skype telefoniere und andere Spielereien mache, hält er 1-2 Tage. Im Stich gelassen hat er mich eigentlich selten. Ich lade ihn im Schnitt alle ein bis zwei Nächte, da ich das Handy wirklich oft nutze. Für die Kapazitätshungrigen gibt es auch noch einen Hochleistungsakku mit sagenhaften 3000 mAh, statt der 1320 mAh! Dieser kommt dann auch mit einer vergrößerten Akkuklappe ;)

FINGERBEDIENUNG! Man braucht nicht Extra PPCs von HTC zu kaufen, um mit großen Buttons durchs Menü zu navigieren. Gibt‘s alles auch auf dem G900... ;) Ich selbst nutze sowas aber nicht, weil ich auf meinem Bildschirm meine Termine und nicht ne riesengroße Wetteranzeige brauche. Meine Programme rufe ich alle über das Startmenü auf, welches dank Quickmenu auch wie auf dem richtigen Windows funktioniert. Außerdem kann man das klassisch eingefasste und abgesenkte Display nicht so schön einfach von Fingerabdrücken befreien, wie bei den aktuellsten PPCs , deren Bildschirm unter einer robusteren, harten Platte sitzt.
KAMERA: Die 2 MP, fixed Fokus sind nicht sooo der Bringer, besonders bei Nahaufnahmen oder schlechten Lichtverhältnissen. Typisch Windows Mobile.

MULTIMEDIA! Der Breitbildschirm eignet sich vorzüglich für das Film gucken unterwegs. Ich empfehle den Videoplayer TCPMP 5500 Edition. Er ist für die GoForce 5500 Grafikkarte optimiert und schont somit die Batterie beim Abspielen. Übrigens klingt Lautsprecher richtig gut! Damit meine ich nicht die Lautstärke, welche ich als durchschnittlich bezeichne, sondern die glasklare Klangqualität. Am bestem legt man den PDA dabei auf eine Tischplatte, dann wird der Klang optimal reflektiert. Ein Headset mtit der Möglichkeit 3,5 mm Klinke anzuschließen ist im Lieferumfang.
PROGRAMME: Hier eine kleine Auswahl meiner Lieblingsprogramme. Pixel Viewer, schneller Dokumenten-Viewer, öffnet nahezu alles. Videoplayer TCPMP 5500 Edition. Quickmenu. Netfront Browser, mit dem schönem „fluffischen“ kinematischen scrollen und ganz vielen Darstellungsoptionen (mein Tipp: Text-Size: Large, Display-Mode: Just-Fit-Rendering, Virtual Canvas: Disable). Total Commander. QIP Build 2041 für ICQ. Ein Taschenlampenprogramm. MortPlayer für die Musik. Google Maps. Spb macht auch noch schöne Helferprogramme

PROGRAMM-SPEICHERPLATZ: Die frei verfügbaren 35 MB sind im Gerät wirklich nicht viel. Das war vor 2 Jahren halt noch so. Häufig genutzte und und im Hintergrund laufende Programme (z.B. Today Plug-Ins) sollten immer im Gerätespeicher installiert werden. Der Rest kann auf die SD-Karte. Wenn man sich selber ein ROM zusammen stellt, kann man auch schon Programme in der Betriebssystempartition integrieren und hält somit den Gerätespeicher frei.
PROGRAMME von TOSHIBA: Goldkey, TipTalk, Externe Tastatur für PC, USB-Maus fürs G900 kann man eigentlich allesamt als Spielerei abstempeln. Richtig gut funktionieren Sie alle nicht, es gibt genügend bessere Alternativen.

3D SPIELE! Es gibt auch Freaks, die Playstation 1 Spiele auf eben diesem Gerät zocken. Selber habe ich es aber nicht probiert.
TELEFON-FUNKTION: Achja... Telefonieren kann man ja auch noch! Ich habe mein erstes Gespräch erst nach 3 Tagen Einsatz geführt ;) Gesprächsqualität und -lautstärke sind vollkommen ok! Sonst halt typisch Windows Mobile: Plötzlich geht das Licht an, das Telefon erwacht aus dem Tiefschlaf, das Telefonprogramm lädt und 2 Sekunden später klingelt oder vibriert es! Der Vibrationsalarm ist übrigens einer der ganz wilden Sorte! ;) Vorsicht beim Ablegen an Tischkanten! Kein Witz.

USB-STICKs! Wie schon erwähnt, kann man über ein mitgeliefertes Adapterkabel USB-Speichermedien anschließen, diese werden dann als Laufwerk eingebunden. 
ZUBEHÖR: Haltet eure sieben Sachen schön beieinander, besonders den Stylus! Das einzig wirklich verfügbare Originalzubehör sind die Akkus.


F A Z I T . . .

Also, dass ich mich mit dem Teil zu wenig beschäftigt habe, kann man mir wohl nicht vorwerfen. ;) Wie Sie das G900 richtig nutzbar machen, wissen Sie nun auch. Machen wir es kurz. Mit Massenprodukten, wie von HTC mit besser entwickelter Software hat man definitiv weniger Stress. Leider gibt es von dieser Sorte KEINE QWERTZ-Slider mit WVGA-Display zu DIESEM Preis. 

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