Tooltraders Ratgeber: Vorschlaghammer Anwendung !

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Verwendung

Vorschlaghämmer werden, neben einer Verwendung im Steinbruch, vor allem in der Schmiede eingesetzt. Hier wird jedoch, wenn zu zweit geschmiedet wird, mit dem Vorschlaghammer nach geschlagen: nachdem der erste Schmied (Meister) mit dem einhändigen Hammer vorgeschlagen hat (er hat die andere Hand mit dem Halten des Werkstücks beschäftigt), schlägt der zweite Schmied (Geselle) mit dem Vorschlaghammer auf die gleiche Stelle nach. Dabei stehen die beiden Schmiede gegeneinander und schlagen nacheinander – „übers Kreuz“. Daher leitet sich der Begriff Kreuzschlaghammer, also ein Vorschlaghammer mit Finne in Richtung des Stiels, ab.

Beim Schmieden wird durch Hammerschläge auf den glühenden Stahl Material verdrängt. Bei Schlägen mit der Bahn wird das Material in alle Richtungen verdrängt. Bei Schlägen mit der Finne wird das Material hauptsächlich quer zur Finne verdrängt. Deshalb hat die Finne beim Schmiedehammer einen Radius und keine scharfe Kante. Je nachdem in welche Richtung man das Material verdrängen will, benutzt der Schmied einen Kreuzschlaghammer.

Im Gegensatz zu anderen Anwendungsgebieten wird beim Schmieden der zweihändige Vorschlaghammer „verkehrt herum“ gehalten: die Haupthand (bei Rechtshändern die rechte) wird am Kopf, die schwächere Hand unten am Stiel gehalten, um höhere Präzision des Schlags zu erzielen. Dabei wird der Vorschlaghammer nicht mit Schwung über dem Kopf geschwenkt, sondern nur im leichten Bogen von oben nach unten geführt.

Im Baugewerbe wird der Vorschlaghammer im Wesentlichen, aufgrund seiner hohen Schlagkraft, für kleinere Abbrucharbeiten verwendet.
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