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Tolkien und Aiken - Klassiker der Fantasy-Literatur entdecken

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Tolkien und Aiken - Klassiker der Fantasy-Literatur entdecken

Sei es "Harry Potter", "Twilight", oder "Das Lied von Eis und Feuer": Fantasy-Romane sind in aller Munde. Es gibt kaum eine Bestseller-Liste, in der sie nicht zu finden sind. Auch wenn viele Figuren und Wesen, die diese Bücher bevölkern, aus alten Legenden oder der antiken griechischen und römischen Mythologie entlehnt sind, ist das Phänomen der Fantasy-Literatur vergleichsweise jung. Vor allem der britische Autor J.R.R. Tolkien, der mit seinen Büchern "Der Hobbit", und vor allem "Der Herr der Ringe" in den fünfziger Jahren Literaturgeschichte schrieb, gilt als Begründer der modernen Fantasy-Literatur. So gehen Lebewesen wie etwa Orks oder Elben, die mittlerweile zum Standard-Repertoire im Fantasybereich gehören, in ihrer heutigen Form ursprünglich auf die Feder Tolkiens zurück. Auch wenn er nach wie vor einer der bekanntesten Fantasy-Autoren überhaupt ist, sollte nicht vergessen werden, dass zu seiner Wirkungszeit auch andere Menschen, wie etwa die Schriftstellerin Joan Aiken, das Feld der Fantasy für sich entdeckten, und uns eine Vielzahl von Büchern hinterlassen, die zwar nicht so bekannt wie "Der Herr der Ringe" sein mögen, aber nicht weniger erwähnenswert sind.

J.R.R. Tolkiens Werk

Tolkien wurde 1892 in Bloemfontein, Afrika geboren und wuchs in England auf, wo er auch seine Werke verfasste. Sein Gesamtwerk ist weitaus umfangreicher, als viele Menschen glauben, denn neben seinen bekanntesten Büchern "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" existieren noch einige weniger bekannte Erzählungen, die sowohl innerhalb, als auch außerhalb von Mittelerde angesiedelt sind. Tolkien war zudem nicht nur Autor, sondern auch Sprachwissenschaftler. So war er Professor für englische Literatur an der Universität Oxford. Tolkiens Faszination für Sprache mag auch der Grund dafür sein, dass er noch vor seiner schriftstellerischen Karriere einige unterschiedliche Fantasiesprachen erschaffen hatte. Diese Sprachen bilden die Grundlagen für die Welt Mittelerde, in der Tolkien später seine bekannten Fantasygeschichten ansiedeln sollte. So wird etwa die Sprache Sindrain in Tolkiens Büchern von den Elben gesprochen, während die sogenannte "Schwarze Sprache" den Orks zugeschrieben wird. Es werden sogar einige elbische Wörterbücher und Grammatiken zum Kauf angeboten, die für sprachbegeisterte Menschen, Rollenspieler oder einfach große Tolkien-Fans interessant sein dürften.

"Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe"

1937 veröffentlichte Tolkien ein Fantasy-Buch, das er ursprünglich für seine Kinder geschrieben hatte, unter dem Titel "The Hobbit or there and back again". Die Geschichte handelt von einem Hobbit namens Bilbo Beutlin. Hobbits sind eine Art von gutmütigen Gnomen, in deren Leben normalerweise vor allem Essen und Gemütlichkeit eine zentrale Rolle einnehmen. Dieser Hobbit wird im Laufe der Geschichte jedoch unfreiwillig in ein großes Abenteuer verstrickt, in dem er es gleich mit einem gefährlichen Drachen aufnehmen muss. Die Erzählung markiert den Beginn der weltberühmten Saga um die fiktive Welt Mittelerde und legte den Grundstein für die Fortsetzung "Der Herr der Ringe", die eines der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts werden sollte.

Das Abenteuer rund um Bilbo Beutlin existiert in zwei unterschiedlichen deutschen Übersetzungen, die sich in ihrer Wortwahl und der dadurch geschaffenen Atmosphäre teilweise merklich voneinander unterscheiden. Die ältere Übersetzung von Walter Scherf stammt aus dem Jahr 1957. Sie ist um wenige Passagen gekürzt und unter dem Titel „Der kleine Hobbit“ veröffentlicht worden. Tolkien selbst überarbeitete sein Werk jedoch nach dieser Übersetzung immer wieder, was vielleicht ein Grund ist, weshalb im Jahr 1997 eine weitere Übersetzung von Wolfgang Krege erschienen ist. Diese Fassung übernimmt alle von Tolkien vorgenommenen Änderung mit ins Deutsche. So wurde auch der Titel gegenüber der älteren Übersetzung abgewandelt, und folgt nun mit „Der Hobbit oder Hin und zurück“ der englischen Erstveröffentlichung.

In den Jahren 1954 und 1955 erschien Tolkiens wohl berühmtestes Werk, „Der Herr der Ringe“ in drei Teilen. Das epische Werk erstreckt sich über viele hundert Seiten und erzählt die Geschichte von Bilbos Neffen, Frodo Beutlin, der als Besitzer eines geheimnisvollen Ringes nach und nach feststellt, dass er sich mit dieser goldenen Kostbarkeit nicht nur unsichtbar machen kann, sondern das Schicksal der ganzen Welt in seinen Händen hält. Um Mittelerde vor dem drohenden Untergang zu retten, muss Frodo den Ring dort zerstören, wo er geschaffen wurde: im Schicksalsberg, einem Vulkan, in dessen Innerem es so heiß wird, das selbst der mächtige Zauberring den Temperaturen nicht standhalten kann. Das Problem dabei ist, dass sich der Berg mitten im Land Mordor befindet, einem gefährlichen Reich, das von Orks nur so wimmelt und darüber hinaus vom finsteren Lord Sauron beherrscht wird. So wird in "Der Herr der Ringe" Frodos Reise zum Schicksalsberg erzählt, in deren Verlauf er den Kontinent Mittelerde und seine Bewohner kennen lernt, ihn viele Überraschungen erwarten und ebenso viele Gefahren zu meistern sind. Die Geschichte unterteilt sich in die drei Teile „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“, die entweder einzeln, oder als Gesamtband erhältlich sind. Zudem gilt es beim Kauf zu bedenken, dass "Der Herr der Ringe", ebenso wie "Der Hobbit", in mehreren deutschen Übersetzungen vorliegt.

Andere Bücher aus Mittelerde

Die von Tolkien erschaffene Welt ist jedoch noch ein ganzes Stück größer, als sie es mit "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" ohnehin schon wäre. So hat Tolkien für seine Welt nicht nur eigene Sprachen kreiert, sondern darüber hinaus eine komplette Weltgeschichte geschaffen. Das schließt die Entstehungsgeschichte der Welt ebenso ein wie Sagen und Mythen, alte Gedichte und sogar Philosophie. Zudem erdachte Tolkien eine ganze Chronologie an historischen Ereignissen für seinen fiktiven Kontinent. Posthum sind diese Aufzeichnungen von seinem Sohn, Christopher Tolkien, unter dem Namen "Das Silmarillion" veröffentlicht worden. Wer wirklich tief in die Welt von Mittelerde eintauchen und sich näher mit dieser fantastischen Welt beschäftigen möchte, als es mit den beiden Hauptwerken Tolkiens möglich ist, oder wer einem großen Fan ein Geschenk machen möchte, dürfte „Das Silmarillion“ interessant finden. Ein weiteres Buch Tolkiens mit dem Titel „Nachrichten aus Mittelerde“ beinhaltet, ebenso wie "Das Silmarillion", eine ganze Reihe von Geschichten, die in Zusammenhang mit Mittelerde stehen. Anders als dort sind die Erzählungen in "Nachrichten aus Mittelerde" allerdings nicht in einen größeren Kontext eingebettet, sondern stehen jeweils für sich alleine. Christopher Tolkien, der das Buch nach dem Tod seines Vaters veröffentlichte, hat jede Geschichte zudem mit einem längeren Kommentar versehen.

Tolkiens Kinderbücher

Obwohl Mittelerde in Tolkiens Werk einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, hat er auch Bücher geschrieben, die nichts mit der fiktiven Welt rund um Hobbits, Elben und Orks zu tun haben. Dies waren vor allem Bücher, die zunächst gar nicht für die Veröffentlichung bestimmt waren, sondern von Tolkien lediglich zu dem Zweck geschrieben worden sind, seinen Kindern eine Freude zu bereiten. So spielen in seinen Kinderbüchern auch viele persönliche Gegenstände und Begebenheiten aus dem Leben von Tolkiens Kindern eine Rolle. „Roverandom“ beispielsweise handelt von einem Hund namens Rover, der von einem Zauberer in ein Spielzeug verwandelt wird, und nun allerhand Abenteuer bestehen muss, um seine ursprüngliche Form wieder zu erlangen. Der Charakter Rover basiert dabei auf einem Spielzeughund, der im Besitz von Tolkiens Sohn Christopher war.

Die Welt von Joan Aiken

Joan Aiken wurde 1924 geboren und wirkte, ebenso wie Tolkien, in England. Ihre Bücher sind, neben der Fantasy, auch dem Genre Mystery zuzuordnen, und zu großen Teilen auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Ihr Gesamtwerk umfasst mehr als 60 Romane, von denen viele zu bestimmten, teils sehr umfangreichen Reihen gehören. Im Alter von 29 Jahren veröffentlichte sie eine Sammlung von Kurzgeschichten, die jedoch weitestgehend unbeachtet blieb, bis sie ihr erster Roman mit dem Titel „Wölfe ums Schloss“ praktisch über Nacht berühmt machte.

Die Wölfe von Willoughby

In "Die Wölfe ums Schloss" soll das verarmte Mädchen Sylvia bei ihrer wohlhabenden Cousine Bonny auf dem Landsitz ihrer Tante, dem Schloss Willoughby, einziehen. Leider reisen Onkel von Tante kurz nach Sylvias Ankunft ab, woraufhin die Gouvernante, die in dieser Zeit die Betreuung der beiden Mädchen übernehmen soll, ihr wahres Gesicht zeigt. Die Geschichte wird oft als "kindgerechter Schauerroman" bezeichnet, der ebenso gut aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammen könnte. Dabei bildet "Wölfe ums Schloss" nur den Auftakt einer zwölf Bücher umfassenden Serie namens "Die Wölfe von Willoughby". Auch wenn die Geschichten alle miteinander zusammenhängen, kann jedes Buch auch für sich alleine stehen, ohne dass der Überblick verloren geht. Andere Bücher in dieser Reihe sind unter anderem die Romane „Verschwörung auf Schloss Battersea“, "Der flüsternde Berg", oder die 2005 erschienene letzte Veröffentlichung von Aiken überhaupt, "Die Hexe von Clatteringshaws".

Arabel und Mortimer

Ebenfalls sehr kindgerecht ist die Serie rund um Arabel und Mortimer, zu der ganze 16 Bücher gehören. Mit dem 1972 erschienenen Buch "Arabels Rabe" nimmt die Geschichte ihren Anfang: Das junge Mädchens Arabel wird Zeuge, wie ihr Vater eines Nachts mit einem mysteriösen Raben von der Arbeit nach Hause kommt. Dieser kann zwar nur ein Wort sprechen (im Original: "Nevermore!"), aber trotzdem bahnt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Arabel und dem schwarzen Vogel an. Dabei umfasst ein Buch stets ein für sich alleine stehendes Abenteuer, in dessen Zentrum die beiden Charaktere Arabel und Mortimer stehen. 1995 erschien der letzte Band der Reihe unter dem Titel "Mayhem in Rumbury".

Fortsetzungen zu Jane Austen-Romanen

Joan Aiken war eine große Verehrerin der britischen Schriftstellerin Jane Austen. Austen ist die Autorin von angelsächsischen Literaturklassikern wie etwa "Stolz und Vorurteil" oder "Emma". Aikens Bewunderung für ihr literarisches Vorbild ging dabei so weit, dass sie fünf Fortsetzungen zu bekannten Werken Jane Austens schrieb. So erzählen Aikens "Jane Austen"-Romane die Geschichten dieser Bücher nahtlos weiter. "Jane Fairfax" knüpft beispielsweise direkt an den Austen-Klassiker "Emma" an. Aber auch "Stolz und Vorurteil" setzte Aiken mit "Der Schmuck der Lady Catherine" fort. Aikens Austen-Fortsetzungen richten sich an ein vergleichsweise älteres Publikum, als es etwa bei Arabel und Mortimer der Fall ist.

 
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