Tokina AT-X Pro D 2,8/100 mm Macro

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Dieses spezielle Macro-Objektiv mit einer Brennweite von 100mm und einer Anfangsblende von 2,8 ermöglicht einen Abbildungsmaßstab von 1:1. Nach eigenen Tests kann mit der Kombination von Zwischenringen (hier Kenko 12mm, 20mm und 36mm) sogar ein Abbildungsmaßstab von bis zu 2:1 erreicht werden - wobei die Naheinstellgrenze auf nur etwa 2-3 cm zwischen Aufnahme-Gegenstand und dem Objektiv schrumpft.

Verarbeitung:
Das Tokina ist derzeit wohl das preiswerteste Marco-Objektiv in der Klasse um 100mm. Trotzdem braucht auf eine gute Verarbeitung nicht verzichtet zu werden. Eine solide Metall-Kunststofffassung und das edle Finish lassen keine Wünsche offen und garantieren eine lange Lebensdauer. Der Focusring ist präzise zu bedienen.

Abbildungsleistungen:
Vorab ist zu bemerken, dass Macro-Objektive speziell für den Nahbereich gerechnet und konstruiert wurden und deshalb eine bedeutend bessere Schärfeleistung als herkömmliche Objektive vorweisen. Zusätzlich können die Macros natürlich auch als "Normal"-Objektive verwendet werden. Speziell bei Portraitaufnahmen bietet sich die Brennweite von 100mm an. Dank der großen Anfangsöffnung kann hervorragend mit dem Verlauf der Tiefenschärfe gearbeitet werden.
Bei Nahaufnahmen sind die Offenblendfehler bei Sensoren in APS-Größe, nach den Tests des Foto-Magazins (01/2006) erheblich. Durch ein Abblenden,  bei Blende 11 ist die beste Schärfeleistung zu verzeichnen, wird die Qualität erheblich bis auf sehr gute Werte gesteigert.
Bei Fernaufnahmen zeigt das Tokina nur leichte bis mittlere Offenblendfehler, wobei wiederum ein Abblenden (empfohlen f5,6) die Leistung enorm steigert.
Die Verzeichnung liegt auf einem sehr hohen Niveau und ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen, da sie im Bereich von 0,1% liegt, was dieses Objektiv (vorallem bei APS-Format) voll reprotauglich macht. Lediglich bei Vollformatsensoren (z.B.: Canon 5d oder 1ds ...) ist die Verzeichnung und die Randabdunklung relevant.

Nach einigen Test kann ich dieses Objektiv bestens empfehlen, wobei die eigentlichen Stärken im Nahbereich liegen. Im Fernbereich ist die optische Leistung z.B. eines Canon 2,8/70-200 L IS jedoch deutlich besser.

Praxis:
Die mitgelieferte Sonnenblende schützt hervorragend vor seitlich einfallendem Streulicht, ist aber nicht immer notwendig, da die vorderste Linse ca. 35mm innerhalb des Objektiv-Tubus liegt. Ein seitlich angebrachter Focus-Begrenzer lässt eine Beschränkung der Naheinstellgrenze wie folgt zu:

FULL    0,30m - unendlich
LIMIT   0,37m - unendlich

Das Objektiv lässt sich durch den etwa 3cm breiten Focusring hervorragend manuell scharf stellen. Die Umschaltung vom Manuell-Focus zum Automatik-Focus erfolgt durch 2 Raststellungen des griffigen Focusringes, was sich in der Praxis bestens bewährt hat, da ein Umgreifen nicht notwendig ist. Einungewolltes Umschalten ist auf Grund der deutlichen Rasterung nicht möglich.

Lediglich der fehlende Ultraschall-Antrieb ist negativ zu bewerten. So erfolgt der automatische Focus  langsamer und geräuschvoller - ohne allerding wirklich zu nerven. Da bei den meisten Nahaufnahmen allerdings manuell geschärft wird, spielt dieses Manko eine untergeordnete Rolle.

Technische Daten:

  • Linsen/Gruppen              9/8
  • Bildwinkel                      24°
  • Nahgrenze                      30cm
  • kleinste Blende                32
  • Filtergewinde                  55mm
  • Baulänge                         95mm
  • Gewicht                          540 g
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