Tischteile & Zubehör: Ratgeber für den Kauf von Tischgestellen, Füßen und Tischplatten

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Tischteile & Zubehör: Ratgeber für den Kauf von Tischgestellen, Füßen und Tischplatten

Tische sind zentrale Bestandteile eines jeden Haushalts. Sie lediglich als funktionale Komponenten und praktische Ablagen zu verstehen, hieße, ihre Bedeutung zu unterschätzen. Tische bestimmen maßgeblich die Optik eines Zimmers. Ein Glastisch kann einer Küche ein völlig anderes Gesicht geben als ein Tisch aus Holz. Noch stärker gilt dies, wenn ein kunstvoll geformtes Tischgestell die Platte trägt.

Im Rahmen des vorliegenden Ratgebers lernen Sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten kennen, die Ihnen separat erhältliche Tischplatten, Tischgestelle und Tischfüße eröffnen. Es geht dabei vorrangig um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen sowie um die wichtigsten Materialien, die bei der Herstellung zum Einsatz kommen.

Variieren Sie Ihre Tische mit verschiedenen Gestellen

Ein Tisch besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen, einer Tischplatte und vier Tischbeinen. Die Funktion der Beine ist es, die Platte auf einer adäquaten Höhe zu halten und sie zu stabilisieren. Neben dieser Funktion ist es die Optik, die eine Tischhalterung auszeichnet. Ein großer Variantenreichtum beschränkt den Einrichtenden längst nicht mehr nur auf die neutrale vierbeinige Variante. Es gibt viele Modelle, mit denen er sich seinen individuellen Tisch zusammenstellen kann.

Um die verschiedenen Designs der Tischhalterungen unter einem Sortiment fassen zu können, verwendet man nicht mehr die Bezeichnung Tischbein. Man spricht von Tischhalterungen. Diese allgemeinere Bezeichnung ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass nur wenige Modelle noch Ähnlichkeit mit der klassischen Ausführung haben.

Diese Vorteile bringt Ihnen die Auswahl eines separaten Tischgestells

Sind Sie auf der Suche nach einem größeren Tisch, sind sie über weite Strecken auf die Auswahl innerhalb eines festen Sortiments angewiesen. Bei der Größe des Angebots findet man in der Regel etwas Passendes, doch wünschen sich manche Menschen Feinheiten, mit denen ein Serienmodell nicht dienen kann. Zu diesem Zweck gibt es die Möglichkeit, Tischplatte und Gestell getrennt voneinander zu kaufen.

Häufig bei der Anwendung von Tischgestellen zur Anwendung kommende Materialien sind Stahl, gebürsteter Edelstahl und Gusseisen. Darüber hinaus kommen Rohstahlvarianten mit Phosphatoberfläche und rustikal geschliffene Blankstähle zum Einsatz. Maschinell hergestellte Verbrauchsspuren verleihen dem Tischplattenträger einen Mehrwert, der nicht in jeder Wohnung zu finden ist. Des Weiteren zeichnen sich die verschiedenen Stahlarten durch ihre Härte und ihre neutrale Oberflächenqualität aus. Ob der Stahl geschwärzt ist oder hell glänzt, er verträgt sich mit den meisten Holzarten. Die hohe Dichte des Werkstoffs lässt Ihnen bei der Tischplattenauswahl überdies viel Spielraum. Die Verwendung schwerer und dichter Hölzer ist kein Problem.

Ein weiterer Vorteil gegenüber den klassischen vier Tischbeinen ist die große Formenvielfalt. Neben zweistrahligen Ausführungen mit Querspantenform gibt es gekreuzte Tischbeine und solche, die dem Untergestell eines Schwebebalkens ähneln. Ob Sie es einfach oder gewunden mögen, spielt keine Rolle. Tischuntergestelle gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel. Während einfache Ausführungen knapp über 100 Euro kosten, tendiert der Preis für Designervarianten zu den Grenzen des dreistelligen Spektrums.

Beachtenswertes bei der Auswahl von Tischgestellen

Während die Breite die bestimmende Größe bei der Tischplattenauswahl ist, ist es beim Gestell die Höhe. Sie ist in Abhängigkeit zur Körpergröße der Hauptnutzer zu wählen. Bei kleineren Menschen ist in den meisten Fällen ein kleinerer Tisch ratsam. Ein größerer Tisch kann dann empfehlenswert sein, wenn die zugehörigen Stühle oder das Gestell selbst höhenverstellbar ist. Sind die Bewohner des Haushalts größer, sollte das Gestell die Tischplatte auf eine Höhe von wenigstens 76 cm heben. Für Menschen bis 1,80 m ist sie in den meisten Sitzpositionen bequem. Bei größeren Menschen sollte eine 2-3 cm höhere Gestellkonstruktion gewählt werden.

Neben der Größe der Person spielt die Höhe der Armlehnen eine Rolle. Ihre Oberfläche sollte sich etwa 4-5 cm unter der Oberkante des Gestells befinden. Ein geringerer Abstand sollte nicht gewählt werden, da man den Stuhl beim Zurechtrücken leicht anhebt. Berührt man dabei den Tisch, ist auf Dauer mit Kratz- und Splitterschäden zu rechnen.

Tischfüße – so schützen Sie Ihren Bodenbelag

Schwere Tische belasten den Fußboden auf den Auflageflächen stark. Je kleiner diese sind, umso stärker nutzen sie die Stellen ab. Besonders empfindlich können die Beschädigungen beim Verrücken des Tisches auf laminierten oder parkettierten Böden ausfallen. Um den Wert Ihres Bodenbelags und Ihrer Tischbeine lange zu erhalten, nutzen Sie Tischfüße. Dabei handelt es sich um Kunststoff- und Stoffgleiter, die sich an der Unterseite der Tischbeine befinden. Ein häufig zum Einsatz kommender Typ ist ein runder Filzgleiter, den man aus der Unterseite von Edelstahltischbeinen herausdreht.

Die Stoffunterteile haben drei Vorteile. Der Erste davon ist eine Abdämpfung des Tischgewichts. Durch die offene Struktur der Textil- und Kunststoffporen entweichen die aufliegende Schwere und der Druck nach außen. Die Ränder des Tischbeins werden effektiv am Abschaben des Untergrunds des Fußbodens gehindert. Der zweite Vorteil offenbart sich bei flexibel genutzten Tischen. Die Stoffuntersetzer gleiten auf glatten Böden und lassen ein leichtes Verschieben des Tisches zu. Es ist ein erheblich geringerer Kraftaufwand notwendig, da der Tisch nicht angehoben werden muss. Der dritte Vorteil besteht in der Höhenverstellbarkeit mancher Untersetzer. Sie erhöhen Tischbeine und Tischplatten um bis zu dreißig Zentimeter. Damit gleichen Sie einen Nachteil aus, den viele Tische mit vierstrahligen Beinen haben, die fehlende Kurbel.

Die Tischplatte

Die Oberfläche ist das zentrale Element eines Tisches. Sie legt fest, wie viele Personen an einer Tafel sitzen können und wie diese Personen zueinander positioniert sind. Die Bedeutsamkeit dieses Umstands lässt sich leicht veranschaulichen. An einer länglichen rechteckigen Tafel können sich Gegenübersitzende gut miteinander sprechen. Je weiter versetzt man sitzt, umso schwieriger die Kommunikation. Zwischen den Stirnseiten ist eine Kommunikation auf Zimmerlautstärke nur noch schwer möglich. Ein kreisrunder Tisch bietet den Vorteil, dass alle Personen einen ähnlichen Abstand zueinander haben und sich ansehen können. Darüber hinaus passt er sich besser an die Gegebenheiten im Raum an.

Unabhängig von der Form bestimmt die Oberflächengestaltung der Tischplatte die Optik des gesamten Tisches. Die vielen verschiedenen Arten von Tischen lassen eine individuelle Auswahl zu, die sich an den genauen Gegebenheiten des Raumes orientiert. Wichtigste Frage ist hierbei das Material. Zum Einsatz kommen Hölzer wie Esche, Buche Eiche und Mahagoni. Auch Glas- und Metalltische erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Wie groß soll die Tischplatte sein?

Die Größe richtet sich nach der durchschnittlichen Zahl der am Tisch Sitzenden. Wohnen Sie zu zweit oder zu viert, empfiehlt sich ein Tisch von normaler Größe, an der jeder ausreichend Arm- und Beinfreiheit hat. Wenn Sie häufiger Besuch empfangen, sollte es eine größere Tafel sein, an der bis zu 12 Personen sitzen können. Bei gelegentlichem Besuch genügt eine ausziehbare Tischplatte. Stellen Sie hierbei sicher, dass es sich um eine zweiteilige Platte handelt, die über eine Schiebevorrichtung getrennt werden kann. Bei separat gekauften Tischplatten empfiehlt sich prinzipiell ein etwas größeres Ausmaß. Ausklappeinrichtungen können sehr teuer werden. Darüber hinaus stört manche Menschen die schmale Leerstelle, die zwischen beiden Tischplatten entsteht.

Die Überlegung nach der Personenzahl sollte immer vor dem Hintergrund des Platzvorrats durchgeführt werden. Messen Sie die beabsichtigte Position vor dem Kauf genau aus. Dabei können Sie sich an einer allgemeingültigen Richtlinie orientieren. Für ein einzelnes Gedeck sollte eine Breite von 60 und eine Tiefe von 40 cm einkalkuliert werden. Ein zusätzlicher Platz in der Mitte dient dazu, dass Schüsseln und Töpfe aufgestellt werden können. Der hierfür veranschlagte Freiraum hat in der Regel ein Ausmaß von 20 cm. Zuletzt ist der Abstand zur Wand festzustellen. Er sollte die Stuhltiefe um 30 cm überragen. So hat jeder Aufstehende beim Zurückschieben des Stuhls genügend Platz.

Die wichtigsten Materialien

Sobald Sie sich für eine Form und die Maße entschieden haben, geht es um das Material der Tischplatte. Je nachdem, welchem Stil der Rest Ihrer Einrichtung folgt, entscheiden Sie sich zwischen Holz, Metall, Stein und Glas. Viele Menschen bevorzugen einen eher nüchternen, eleganten Einrichtungsstil. Um diesem Anspruch nachzukommen, fällt die Entscheidung zugunsten von Materialien wie Glas und Metall aus. Auch glatte Steintische mit homogener Oberfläche hinterlassen einen neutralen Eindruck. Ein gutes Beispiel ist Granit.

Der zweite Einrichtungsstil vereint all jene Elemente in sich, die der Schaffung einer warmen behaglichen Atmosphäre dienen. Holz ist ein Werkstoff, der hierfür besonders gut geeignet ist. Mit gemaserten Hölzern lässt erscheint der Tisch warm und rustikal. Beliebte Holzsorten sind Esche, Eiche, Buche und Lärche. Sie haben eine ansprechende Maserungsstruktur und sind besonders belastbar. Für Wohnzimmer, die ins rötliche Farbspektrum tendieren, können Hölzer wie Mahagoni und Kirsche gut geeignet sein.

Naturstein ist ein Werkstoff, der sowohl im nüchternen als auch im rustikalen Umfeld auftreten kann. Beachten Sie, dass er vergleichsweise schwer ist. In nicht wenigen Fällen ist es notwendig, den Stein anliefern zu lassen. Eine weitere Besonderheit betrifft die Oberflächenpflege. Damit die ansprechenden optischen Eigenschaften lange Zeit erhalten bleiben, nutzen Sie eine spezielle Politur. Bei Kalkgesteinen wie Travertin oder Marmor kommen spezielle Oberflächenversiegelungen und Fleckenschutzmittel zum Einsatz.

Der dritte häufig anzutreffende Typ von Tischplatten besteht aus Glas. Die transparente Qualität der Oberfläche vermittelt eine Eleganz, die die Form des Tischgestells besonders hervorhebt. Beachten Sie allerdings, dass Glas trotz seiner Durchsichtigkeit nicht in jeder Umgebung stehen kann. In rustikalen Umgebungen, die von Hölzern, Pelzen und natürlichen Accessoires leben, kann ein Glastisch leicht fehl am Platz wirken. Die neutrale, nüchterne Wohnumgebung ist die, in der sich die Wirkung eines Glastisches in den meisten Fällen am besten zeigt.

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