Tische & Stühle fürs Kinderzimmer: kindgerechte Sitzmöglichkeiten für Kids in jedem Alter

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Tische & Stühle fürs Kinderzimmer: kindgerechte Sitzmöglichkeiten für Kids in jedem Alter

Kindermöbel sollten die Fantasie der Kleinen anregen, zum Spielen einladen und gleichzeitig praktisch sein. Eltern sind häufig vor die Frage nach der richtigen Gestaltung des Kinderzimmers gestellt. Dazu gehören nicht nur farbige Wände oder ein ansprechender Teppich. Vielmehr geht es um die ausgewählten und vor allem kindgerechten Möbel. Schränke bewahren Kleidung und Spielsachen auf. Gitterbetten oder Kinderbetten sorgen für einen gemütlichen und erholsamen Schlaf. Dabei fehlen dann nur noch die passenden Sitzmöglichkeiten im Kinderzimmer. Je nach Alter bietet sich eine Sitzgruppe an. Dazu gehören Tische mit wahlweise zwei oder mehreren Stühlen. Ihr Nachwuchs kann hier in bequemer Position seiner Kreativität freien Lauf lassen. In jungen Jahren spielen die Kinder förmlich mit Tisch und Stühlen. Sie laden Kuscheltiere zum Kaffeekränzchen ein und nutzen ihn zum Malen. Das Puzzeln und auch andere Spiele fallen an einem Tisch deutlich leichter. Die Kinder nehmen eine ergonomische Haltung ein und sitzen nicht zu stark nach vorne gebeugt über dem Fußboden. Ältere Kinder nutzen die Sitzgelegenheiten gerne mit ihren Freunden, zum Entspannen oder zum Lesen. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten im Kinderzimmer. Außerdem geben wir Ihnen hilfreiche Tipps und Tricks, worauf Sie gerade beim Kauf von Kindermöbeln achten sollten.

Kinderstühle – bequem und ergonomisch müssen sie sein

Bei der Wahl des richtigen Kinderstuhls kommt es in erster Linie auf die Größe an. Ihr Kind sollte bequem auf dem Stuhl sitzen können und von selbst auf- und absteigen. Spielen, Malen und Basteln sind in Kombination mit dem richtigen Tisch deutlich ergonomischer. Die Kleinen beugen sich nicht zu weit nach vorn, sondern haben ihre Arbeitsfläche direkt vor sich. Kinderstühle sollten eine Lehne besitzen, damit sich die Kinder bequem zurücklehnen können. Außerdem darf die Sitzfläche nicht so hoch sein. Der Kinderstuhl ist optimal dimensioniert, wenn die Füße noch auf dem Boden aufstehen und die Unterschenkel mit den Oberschenkeln einen 90°-Winkel bilden. Gerade bei Kindern ist dies allerdings schwierig einzuhalten. Sie wachsen besonders schnell und können innerhalb eines Jahres bereits zu klein für den Stuhl sein. Wählt man ein größeres Modell, dann haben Ihre Kinder vielleicht Probleme beim selbstständigen Aufsteigen auf den Stuhl. Diese Unabhängigkeit brauchen sie jedoch in ihrem Kinderzimmer, dies fördert auch die Entwicklung der Selbstständigkeit. Kinder müssen sich frei mit ihren Möbeln bewegen können und alle Möbel auch ohne zusätzliche Hilfe nutzen können. Passen Sie deshalb die Größe der Stühle immer an die Größe der Kinder und die Länge der Beine an. Besonders hochwertige Stühle wachsen mit den Kindern mit und lassen sich verstellen.

Passend dazu der richtige Kindertisch – das gibt es zu beachten

Kinder nutzen etwa ab 1,5 bis 2 Jahren Stühle und Tische in ihrem Zimmer. In diesem Alter beginnen sie selbstständig zu malen, zu puzzeln oder schauen sich ein Buch an ihrem Tisch an. Passend zu den richtigen Kinderstühlen ist deshalb der Tisch zu wählen. Er muss mit der Größe der Stühle und der Größe der Kinder abgeglichen werden. Ist er zu hoch, nehmen Ihre Kinder eine unergonomische Haltung ein. Sie beugen sich zu weit nach oben oder müssen sich besonders strecken. Ist der Tisch zu klein, nehmen sie eine stark gekrümmte Haltung ein. Als zweiten Punkt ist die Größe der Tischplatte entscheidend. Eine größere Sitzgruppe mit vier Stühlen sollte auch eine größere Tischplatte aufweisen. So spielen problemlos mehrere Kinder an einem Tisch. Bei einer kleineren Gruppe genügt auch eine kleinere Tischplatte. Ihr Kind sollte sich auf dem Tisch ausbreiten und verwirklichen können. Allerdings ist es unvorteilhaft, wenn bestimmte Bereiche des Tisches außerhalb der kindlichen Reichweite liegen. Zu kleine Tische behindern wiederum die Kreativität beim Malen. Fühlen sich Kinder mit ihren Möbeln nicht wohl, nutzen sie diese auch nur selten.

Kindersitzgruppen aus Holz – klassisch und zeitlos

Kindermöbel aus Holz gehören zu den Klassikern. Dabei müssen sie nicht immer eine hölzerne Optik besitzen, sondern können bunt lackiert sein. Der Vorteil an einer neutralen Farbe ist jedoch, dass die Möbel zeitlos sind und sich mit jedem Design im Kinderzimmer vereinen lassen. Zu viele bunte Elemente im Zimmer sorgen mehr für Unruhe und schaffen keine Geborgenheit. Gleichzeitig überzeugen Massivholztische und -stühle mit einer sehr robusten Bauweise. Kinder setzen sich nicht nur vorsichtig auf die Stühle, sondern nutzen ihre Möbel auch zum Budebauen oder steigen darauf. Möbelstücke aus Holz sind stabil und gehen auch bei tobenden Kindern nur schwer kaputt. Einziger Nachteil: Diese Möbel sind deutlich teurer. Dafür bieten sie eine enorm hohe Langlebigkeit. Die Tischplatte lässt sich bei Einkerbungen oder Verfärbungen einfach abschleifen und neu behandeln. Bei Möbeln mit einfachem Furnier funktioniert das nicht. Es gibt nur selten Kindertische oder Stühle, die aus Sperrholzplatten bestehen. Den hohen Qualitätsansprüchen gerecht sind die meisten Modelle aus massivem Holz gefertigt.

Diese unterschiedlichen Holzarten stehen für Kindermöbel zur Auswahl:

  • Kiefer
  • Fichte
  • Buche
  • Eiche
  • Ahorn

Beachten Sie beim Kauf, dass Laubhölzer deutlich robuster sind. Eine Tischplatte aus Kiefer oder Fichte lässt sich schneller mit Kerben versehen. Es handelt sich um ein weiches Holz. Außerdem können Nadelhölzer allergieauslösende Stoffe beinhalten. Für empfindliche Kinder ist deshalb eine Sitzgruppe aus Laubholz angebracht.

Stühle und Tische aus robustem und farbenfrohem Kunststoff

Kunststoffmöbel gibt es für jedes Kinderzimmer in einer robusten Verarbeitung und einer großen Farbpalette. Im Vergleich zu den massiven Möbeln überzeugen sie mit einem besonders geringen Gewicht. Die Kinder können selbst bestimmen, wo der Stuhl oder der Tisch stehen soll. Allerdings sind sie nicht immer so langlebig und können deutlich schneller kaputt gehen. Verschiedene Qualitätssiegel zeigen auf, ob sich in den Kunststoffen Weichmacher oder andere gefährliche Stoffe befinden. Manche Kindermöbel sind so behandelt, dass sie noch Wochen nach dem Kauf einen unangenehmen Geruch im Kinderzimmer lassen.

Sicherheitsanforderungen von hochwertigen Kindersitzgruppen – keine scharfen Kanten

  • Wie bereits erwähnt, dürfen die Tische und Stühle keine giftigen Inhaltsstoffe enthalten. Das gilt vor alle für bestimmte Lacke und Farben. Kleine Kinder kauen noch an ihren Möbeln und müssen vor dem Kontakt mit diesen Stoffen geschützt sein.
  • Achten Sie auf abgerundete Ecken und Kanten. Vor allem die Tischecke darf nicht zu weit hervorstehen und muss stark abgerundet sein. Andernfalls handelt es sich hier um ein großes Sicherheitsrisiko.
  • Massivholzmöbel dürfen nicht splittern. Sie müssen gut abgeschliffen sein, sodass keine Fasern mehr nach oben stehen. Kinder fahren oft mit der flachen Hand über die Tischplatte oder die Sitzfläche des Stuhls.
  • Stühle und Tische brauchen eine gewisse Standsicherheit. Bestenfalls gehen Tischbeine und Stuhlbeine leicht nach außen weg. Damit können die Elemente deutlich schwieriger kippeln und beim Hinsetzen nicht einfach umfallen.
  • Die Sitzgruppen müssen feucht abwischbar sein. Nur so lassen sich Farbreste und andere Verunreinigungen zuverlässig von der Tischplatte entfernen.
  • Farben und Lacke müssen höchst beständig sein und dürfen nicht einfach abblättern.

Das Design spielt eine wichtige Rolle – Kinder wollen mitbestimmen

Kinderstühle sind nicht nur Sitzelement, sondern auch ein wahres Designobjekt im Kinderzimmer. Fröhliche, bunte und märchenhafte Gestaltungen machen die Stühle zum wahren Hingucker: Beliebt ist der Prinzessinstuhl   mit einer kleinen Krone und in der Farbe Rosa. Oder wie wäre es mit einem Fußball als Lehne oder einen Stuhl ganz im Piraten-Stil? Die Stühle regen dann gemeinsam mit einem passenden Tisch zur Fantasie an und fügen sich als Gestaltungselement im Kinderzimmer ein. Ebenso beliebt sind Sitzgruppen in Form verschiedener Tiere oder Möbel, die Comic-Helden und die Lieblingsfiguren abbilden. Ältere Kinder werden sich eher für Sitzsäcke entscheiden oder andere Sitzelemente. Auch hier gibt es unterschiedliche Farben und Designs. Wichtig ist jedoch: Lassen Sie ihr Kind bei der Auswahl mitentscheiden. Es weiß selbst am besten, was gerade gefällt. So erreichen Sie eine gemeinsame Gestaltung des Kinderzimmers.

Kindersofas und Sitzbänke – die andere Art der Sitzgruppe

Eine Sitzgruppe muss nicht immer nur mit Stühlen und einem Tisch gestaltet sein. Hat die Sitzgruppe einen festen Platz, dann bieten sich auch kleine Sitzbänke oder Kindersofas an. Sie sollten vom Design und Stil her zu den restlichen Elementen passen und sich in das Gesamtbild des Kinderzimmers einfügen. Ein Sofa ist deutlich bequemer als ein Stuhl und kann auch als Leseecke genutzt werden. Eine Sitzbank bietet wiederum andere Vorteile. Sie dient nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern ist gleichzeitig Aufbewahrungsmöglichkeit. Bei den meisten Kinderbänken lässt sich die Sitzfläche nach oben klappen und Spielzeug darin verstauen. Gerade in kleinen Kinderzimmern schaffen Sie damit Stauraum und gleichzeitig ein Sitzmöbel. Achten Sie hier besonders auf die Sicherheitsvorkehrungen. Die Kinder sollten sich nicht einfach die Finger an der Bank einklemmen können. Außerdem sind abgerundete Kanten ein Muss.

Was gibt es noch beim Kauf von Kindermöbeln zu beachten?

  • Prüfen Sie die Möbel direkt nach dem Kauf auf hervorstehende Schrauben oder Nägel. Sie stellen ein besonders hohes Sicherheitsrisiko dar und müssen abgedeckt sein.
  • Ebenso sollten kleine Löcher abgedeckt sein, damit sich darin kein kleiner Finger verfangen kann.
  • Das GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit und zeigt den Eltern, dass die Möbel eine unabhängige Sicherheitsprüfung bestanden haben.
  • Gerade Holzmöbel werden verstärkt nach ökologischen Gesichtspunkten gefertigt und sind besonders geeignet für ein Kinderzimmer. Ein anderes Prüfsiegel ist das TÜV-Zeichen.
  • Kindermöbel müssen immer in das Gestaltungskonzept des Zimmers passen. Wirkt das Zimmer zu bunt, ist es kein Ort mehr für Ruhe und Erholung.
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