Tips für Mercedes Benz Coupe C 124 (W 124) E-Klasse

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Empfehlungen für den Kauf eines C 124 Coupe


Ein Coupe der alten C 124er Baureihe ist auch heute bei Liebhabern sehr begehrt und wird jüngeren Baujahren oft vorgezogen. Das Standardmodell der W 124er Reihe ist legendär für Wertbeständigkeit und eine fast ,,unkaputtbare" Qualität, das gleiche gilt natürlich auch für das Coupe. Aber leider hat auch diese Modellreihe einige Schwachpunkte:

  • Die Gurtbinger sind ein filigraner Schwachpunkt - hierbei sind oft Steuergerät, Mechanik oder Türkontaktschalter betroffen.
  • Die 4matik ist in einigen Fällen leider nicht unproblematisch und sehr Teuer!
  • Die Heckscheibe des Coupes besteht nicht wie bei vielen Fahzeugen aus Einfachglas, sondern aus Verbundglas. Bei älteren Modellen sind sehr oft die unteren Ecken der Heckscheibe milchig verfärbt, was sich aus der Torsionssteifigkeit der Karosse erklärt, die neben der Frontscheibe ein tragendes Element ist und im laufe eines Autolebens durch Verwindung einem gewissen ,,Verschleiß" unterliegt - sehr ärgerlich!!! In diesem Zusammenhang sollten Sie unbedingt die Reserveradmulde und hinteren Kotflügel auf Rost prüfen - es wurden vereinzelte Wassereinbrüche im Bereich der Heckscheibe festgestellt. Zu diesem Zweck empfiehlt sich der Ausbau der Seitenverkleidungen des Kofferraums.
  • Die mit Kunststoffkappen versehenen Wagenherberaufnahmen verbergen leider oftmals Rostnester.
  • Die Radkästen, speziell Radläufe sammeln im laufe der Zeit von oben richtige Schlammnester an, die sich gerne in Rost verwandeln.
  • Hitzeschutzbleche der Abgasanlage überdecken gerne Rost - hiervon ist insbesondere der Endtopf betroffen, weil hier mehrere Unterbodenbleche aufeinandertreffen!!!
  • Das Zündschloss ist leider auch ein sehr teurer Schwachpunkt (Sollte der Schlüssel im Zündschloss nicht mehr drehbar sein, müssen schwere Geräte ran und es sind etwa 749,00 Euro fällig. Sollten Sie dieses problem haben, spritzen Sie auf keinen Fall Gleitmittel in den Zylinder - dann ist Hopfen und Malz verloren. Stellen Sie die Automatik auf P bzw. bei Schaltgetriebe kuppeln Sie auf Neutral und ziehen Sie die Feststellbremse an. Bauen Sie die Zündschlossverkleidung ab. Stecken Sie den Schlüssel in das Zündschloss und bewegen Sie den Schlüssel vorsichtig hin und her bis Sie in Stellung 1 kommen - das ist ein Glücksspiel und kann sehr lange dauer, verlieren Sie also nicht den Mut, Sie können etwa 300 Euro sparen. In Stellung 1 kann das Schloss mit einem Spezialdraht demontiert werden!).
  • Die Wasserpumpe ist bei Youngtimern mit sehr spärlicher Laufleistung oft ein Schwachpunkt, weil die langanhaltende Druckbelastung auf die Simmerringe die ,,Dichtheit" schlapp macht bei normalen Anforderungen fast immer kapituliert. Wenn der Vorbesitzer das Fahzeug nur gelegentlich und wenig gefahren hat ist die Zuglast auf der Wasserpumpenwelle durch den Keilriemen so stark, daß auf lange Zeit gesehen die dichtenden Simmerringe einseitig plattgedrückt werden.
  • Die Viscokupplung verliert in vielen Fällen ihre volles Wirkungspotential, weil die Flüssigkeit der Viscokupplung sich im laufe der Zeit zersetzt oder in einzelnen Fällen sogar verflüchtigt - der Austausch eines Viscokupplungselementes ist für einen Laien relativ problemlos möglich, es wird allerdings Spezialwerkzeug benötigt.
  • Das Differzial der Hinterachse schwitzt oft, dieses muß allerdings nicht unbedingt beunruhigen, es sollte allerdings unbedingt der Füllstand des Differzials regelmäßig überprüft werden. Eine Unterbodenwäsche mit Entfettung des Differenzials wäre empfehlenswert.
  • Das Blech unterhalb des Scheibenwaschwasserbehälters fängt auch ganz gerne Rost, weil der Träger in der Nassen Jahreszeit nie ganz abtrocknen kann. Einige Liebhaber stellen den Behälter auf Stelzen und mindern damit die Rostgefahr.
  • Ein weiteres Problem für den Scheibenwaschwasserbehälter soll der Eintritt von Nässe unter dem Scheinwerfer auf der Waschwasserbehälterseite während der Fahrt sein.
  • Die Unterseiten der Türen sollten genau inspiziert werden weil sie gerne rosten.
  • Das Automatikgetriebe sollte weich schalten - vergessen Sie hierbei nicht den Kickdownschalter zu überprüfen!
Wie bei Mercedes üblich wird eine breite Motorenpalette angeboten, ich favorisiere den E 220. Der E200 ist im Stadtverkehr zwar sehr spritzig und schnell, auf Langstrecke leider aber etwas langsam - ist ja schließlich ein Sportcoupe! Die neuere Baureihe mit dem Stern auf der Motorhaube ist, so finde ich, interessanter als die alte Version mit Chromkühlergrill, weil die neu überarbeitete Motorenpalette mit 4Ventiltechnik nicht nur spritziger ist, sondern auch günstiger im Verbrauch:
E200 bei 120 Km/h ca. 8,5 bis 9,5 Liter mit Automatik.

Das Fahrzeug sollte nicht nur vorne el. Fensterheber haben, sondern auch hinten. ASR wäre für den Winter sehr empfehlenswert.

Sollte Ihnen noch was einfallen, was ich vergessen habe, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

 

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