Tipps zur Pflege von Terrassenmöbeln

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Tipps zur Pflege von Terrassenmöbeln

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr werden Terrassenmöbel aus dem Keller oder der Garage geholt. Danach sind sie monatelang in Benutzung. Temperaturunterschiede, Regen, Wind und Sturm führen zu einer hohen Beanspruchung. Das Material nutzt sich unter diesen Bedingungen schnell ab. Mit der richtigen Pflege bleiben Ihre Möbel jedoch lange schön.

1. Tipp: Holzmöbel werden mit der richtigen Pflege wieder ansehnlich

Nach einer Gartensaison zeigen sich bei vielen Terrassenmöbeln die ersten Ermüdungserscheinungen. Oberflächen verändern sich, die ersten Beschädigungen und Risse trüben das Gesamtbild der Sitzgruppe. Um die Materialien vor einem natürlichen Verfall zu bewahren, müssen sie gereinigt werden. Bei der Pflege der unterschiedlichen Grundstoffe ist aufgrund der verschiedenen Materialien einiges zu beachten. Den größten Pflegeaufwand erfordern natürliche Materialien.

Der Baustoff Holz überzeugt durch eine hohe Stabilität und eine ansprechende Optik. Teakholz, Bambus oder extrem robuste Tropenhölzer wie Bangkirai - die Auswahl ist bei Terrassenmöbeln aus Holz groß. Je nach Art und Verschmutzungsgrad sind bei Stühlen und Tischen verschiedene Reinigungsmethoden notwendig. Von Natur aus sind Hölzer mit einem pilz- und insektenhemmenden Kern versehen. Wie widerstandsfähig die einzelnen Hölzer sind, erkennt man an ihren Resistenzklassen. Der Grad der Verwitterung entscheidet sich je nach Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Um diesen Nachteil natürlicher Materialien auszugleichen, bedarf es einer sorgfältigen Pflege:

Die richtige Vorbereitung

Bevor Sie mit der Pflege beginnen, sollten Sie die Möbel abtrocknen lassen. Im feuchten Zustand lassen sich eventuelle Absplitterungen, Kratzer und Beschädigungen nicht leicht erkennen. Ist das Holz trocken, wird die Oberfläche mit feinem Sandpapier abgeschliffen. Der entstandene feine Staub wird entfernt und die Oberfläche mit einem leicht feuchten Tuch abgewaschen.

Holzreiniger auftragen

Der Produktname variiert von Hersteller zu Hersteller. Mit einem fusselfreien Tuch oder einem Flachpinsel lässt die die Pflege leicht auftragen. Nach längerer Benutzung setzen Algen und Moos den Möbeln zu. Die im Handel erhältlichen Mittel verhindern das für Holz typische Vergrauen und frischen die Farbe wieder auf. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, ist eine längere Einwirkzeit nötig. Bitte beachten Sie die individuellen Angaben des Herstellers. Überschüssige Reste werden mit viel Wasser entfernt.


Holzöl bringt Ihre Terrassenmöbel zum Glänzen

Nach dem Abwaschen muss das Holz wieder trocknen. Um das Material vor der Beanspruchung durch das Wetter zu wappnen, bietet Holzöl einen guten Schutz. Das Öl wird mit einem breiten Flachpinsel aufgetragen. Die Einwirkzeit beträgt ca. 20 Minuten. Reste beseitigen Sie mit einem fusselfreien Lappen. Spart man sich diesen Arbeitsschritt, bildet sich eine zähflüssige, klebrige Schicht auf den Möbeln. Abschließend werden die Terrassenmöbel 24 Stunden ausgelüftet. Das Holz besitzt nun wieder seine natürliche Farbe.

2. Tipp: Sitzgruppen aus Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl

Kunststoffe sind pflegeleicht aber lichtempfindlich

Gartenmöbel aus Kunststoff gibt es in verschiedenen Ausführungen: Klassische Monoblocksessel oder Hochlehner sind sehr unempfindlich und sehen auch nach Jahren bei entsprechender Pflege ansprechend aus. Aktuelle Modelle aus Rattangeflecht sind Korbmöbeln nachgebildet und wirken etwas feiner.

Das eigentliche Problem von Kunststoff ist eine hohe Empfindlichkeit gegenüber UV-Licht. Das Material wird porös, Schmutz kann eindringen. Besonders weiße Möbel nehmen nach einiger Zeit einen gräulichen Schimmer an. Sind die Poren des Grundstoffs erst einmal geöffnet, bilden sich Algen. Während Feuchtigkeit und Nässe gut vertragen wird, bilden sich bei Frost Risse. Auch chemische Reinigungsmittel und grobe Scheuerlappen können viel Schaden anrichten, da sie das Material aufrauen.

Wie Sie Sitzgruppen aus Kunststoff optimal reinigen

Mit einer Reinigung soll verhindert werden, dass sich Schmutz und Kunststoff verbinden. Hierfür reicht in der Regel bei leichten Verschmutzungen Abwaschen mit Wasser und Seifenlauge. Daneben lohnt es sich, täglich mit dem Staublappen über die Möbel zu wischen. Die elektrostatische Aufladung von Kunststoffen zieht Staub an. Um ein Aushärten zu vermeiden, sollte man ab und zu einen feuchten Lappen mit Essig oder Natron anwenden. Bei allzu großen Verschmutzungen kann man die Terrassenmöbel mit einem Hochdruckreiniger, einem Putzstein oder Schmutzradierern bearbeiten. Zwar raut diese Prozedur die Oberfläche auf, doch es gibt zumindest einen kurzfristigen Erfolg. Bei stark verschmutzen Kunststoffmöbeln ist der Verfallsprozess ohnehin weit fortgeschritten.

Ist die Oberfläche beschädigt, bringt Autopolitur neuen Schwung. Die Möbel glänzen wieder und sind vor Regen und eindringendem Schmutz geschützt.

Aluminium überzeugt durch sein geringes Gewicht

Gartenmöbel aus Aluminium besitzen eine Menge Vorteile: Sie sind langlebig und stabil. Dazu überzeugen sie durch ihr geringes Gewicht. Die Leichtigkeit lässt vergessen, dass es sich um ein Metall handelt, das sich in der Sonne stark erhitzt. Polster und eine Decke aus Stoff sind daher sinnvoll.

Die Reinigung ist denkbar einfach: Mit einer milden Seifenlauge und einem weichen Lappen bekommen Sie Verschmutzungen in den Griff. Bei längerer Verwendung sind kleine Kratzer nicht zu vermeiden. Hier lohnt sich die Anschaffung eines Lackstiftes. Um den Möbeln zu frischem Glanz zu verhelfen, trägt man alle 2-3 Monate mildes Babyöl mit einem Lappen auf. Einfach an der Luft trocknen lassen, schon ist die Pflege beendet.

Wind und Wetter machen Aluminium nichts aus. Noch bevor sich der erste Frost einstellt, sollten Sie Ihre Terrassenmöbel jedoch in den Keller oder die Garage einlagern. Grund sind eventuell vorhandene Wasserrückstände, die bei Frost zu Schäden führen können.

Auch Stoffe freuen sich über eine Reinigung

Stoffe bringen Farbe auf Ihre Terrasse. Ob dezente Farben oder bunt gemusterte Stoffe – die Auswahl bietet etwas für jeden Geschmack. Belohnt wird der Käufer mit einem sehr guten Sitzkomfort, da die Bespannungen elastisch sind. Durch ständige Belastung schwindet jedoch die schützende Imprägnierung des Materials. Leichte Verschmutzungen lassen sich mit milder Seifenlauge entfernen.

Bei hartnäckigen Flecken oder einer großflächigen Verschmutzung kann man den Bezug chemisch reinigen lassen. Bei allzu günstigen Modellen lassen sich die Bezüge leider oft nicht abnehmen.

Eisen und Edelstahl sind langlebig

Gusseiserne Gartenmöbel besitzt eine edle Optik. Das relativ schwere Material gilt als nahezu unverwüstlich. Selbst Fingerabdrücke, die durch den Fettgehalt in der Haut entstehen, werden bei neuesten Verarbeitungstechniken ausgeschlossen. Probleme gibt es an besonders heißen Tagen, denn Metall speichert die Wärme. Mit der Verwendung von schonenden Polstern kommen Sie Verbrennungen zuvor.

Schutz erhält Edelstahl durch eine Oxidschicht, die sich an der Oberfläche bildet. Diese sogenannte Passivschicht bildet sich bei Kratzern in der Regel neu. Dafür muss das Material jedoch intakt sein. Wird der Säureschutzmantel durch mechanische Beanspruchung oder chemische Mittel zerstört, beginnt der Verfall. Der Edelstahl wird matt, bei Gusseisen kann sich Rost ansetzen. Vorbeugend empfiehlt sich eine Behandlung mit einem Edelstahl-Set. Haben sich bereits Kratzer eingestellt, sollte das Material mit einem weichen Tuch poliert werden. Gusseiserne Möbel benötigen eine ausgiebigere Behandlung. Hat sich auf schadhaften Stellen Rost gebildet, sollten Sie schnell handeln. Zunächst wird der Rost mit einer Drahtbürste entfernt. Daraufhin abgeschliffen und neu lackiert.

3. Tipp: Regelmäßige Pflege erhält die Schönheit Ihrer Gartenmöbel

Mit der Anschaffung neuer Gartenmöbel schafft man einen Wert. Regelmäßige Nutzung, verschiedene Witterungsverhältnisse und in der Luft vorhandene Stoffe greifen Materialien an. Sie verlieren ihre Schutzschicht, werden spröde, rosten oder brechen. Eine regelmäßige Pflege erspart größere Reparaturmaßnahmen. Widmen sie Ihren Möbeln ein wenig Aufmerksamkeit. Beseitigen Sie Kratzer so schnell es geht und wischen Sie ab und zu mit einem weichen Lappen über Stühle und Tisch.

4. Tipp: Durch Vorsorge ersparen Sie sich viel Arbeit

Idealerweise stehen Terrassenmöbel unter einem festen Vordach. Doch über diese Voraussetzungen verfügen nicht alle Gartenbesitzer. Meist steht die Sitzgarnitur unter freiem Himmel, egal ob es regnet oder die Sonne scheint.

Ohne Schutz altern Gartenmöbel schneller. Sie vorsorglich jeden Tag in den Keller oder die Garage zu bringen, ist umständlich und nicht praktikabel. Eine gute Alternative bieten Planen, die es in verschiedenen Größen in Baumärkten oder im Internet angeboten werden. Dabei sollten Sie auf eine gute Qualität achten. Dunkle Kunststoffe bieten einen guten Schutz vor UV-Strahlung. Außerdem werden Staub und Wasser abgehalten. Achten Sie auch auf eine gute Luftzirkulation. Feuchte Möbel dünsten Wasser aus. Im ungünstigsten Fall kommt es zur Schimmelbildung. Neue Flecken verunstalten Ihre Garnitur.

5. Tipp: Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit

Die Beanspruchung der Möbel ist im Winter am höchsten. Selbst die widerstandsfähigsten Materialien halten dem anhaltend feuchten Klima und Frost nicht stand. Wer seine Terrassenmöbel rechtzeitig vor Wintereinbruch einlagert, wird ab dem Frühjahr seine Freude mit ihnen haben.

Richtiges Einlagern erfordert Vorbereitung. Natürlich benötigen Sie zuerst ein wenig Platz. Ob im Keller, auf dem Dachboden oder in der Garage – Hauptsache es ist trocken. Zur Not kann auch das Gartenhäuschen zum Überwintern zweckentfremdet werden. Schimmel, unangenehme Gerüche und Feuchtigkeit sind im Lagerraum tabu. Suchen Sie einen Ort, an dem die Möbel nicht stören. Als erstes werden die Gartenmöbel ein letztes Mal gereinigt und in Schuss gebracht. Entfernen Sie Verschmutzungen und bessern Sie Schäden aus. Auch Reparaturarbeiten sollten vor dem Winter fertiggestellt werden. Ein gerissenes Drahtgeflecht, Löcher im Stoff oder ein abgebrochenes Bein – mit handwerklichem Geschick bringen Sie alles wieder auf Vordermann.

Fazit

Der Garten ist vor allem im Sommer ein Ort, an dem Sie entspannen. Passende Gartenmöbel sorgen für einen hohen Wohlfühlfaktor. Holz, Aluminium, Stahl, Gusseisen, Textil oder Kunststoff – jedes Material besitzt andere Anforderungen an Reinigung und Schutz. Erkundigen Sie sich bereits beim Kauf über die bestmögliche Erhaltung Ihrer Terrassenmöbel, denn nur mit der richtigen Pflege haben Gartenbesitzer lange Freude an ihren Terrassenmöbeln

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