Tipps zur Auswahl von Nähgarnen: Garnspulen für Nähmaschinen und Nähgarne in allen Farben

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Tipps zur Auswahl von Nähgarnen: Garnspulen für Nähmaschinen und Nähgarne in allen Farben

Nähen ist ein entspannendes Hobby, dem viele Menschen in ruhigen Minuten nachgehen. Es erfordert Konzentration und stellt eine Möglichkeit dar, komplett in einer handwerklichen Tätigkeit aufzugehen. Damit diese zu einem Ergebnis führt, das man auch nach dem Abschalten der Maschine gern in Augenschein nimmt, ist die Verwendung der richtigen Technik wichtig. Hierzu gehört nicht allein die komplexe Nähmaschine in ihrer Gesamtheit. Es sind kleine Bauteile und Materialien, die den Nähvorgang optimieren und zu ansehnlichen Ergebnissen führen. Zwei davon lernen Sie im Folgenden genauer kennen, die Garnspule und das Nähgarn.

Einführung in die wichtigsten Aspekte der Nähmaschinentechnik

Die Auswahl spezieller Garne steht meistens dann an, wenn man sich schon eine Zeit lang mit Nähmaschinen beschäftigt hat. Dennoch ist es auch für den Einsteiger wichtig, diese Facette des Nähhandwerks bereits zu Beginn kennenzulernen. Damit sie gut verstanden werden kann, folgen zunächst einige einleitende Worte zur Technik der Nähmaschine.

Das Funktionsprinzip einer Nähmaschine

So intuitiv sich eine Nähmaschine mit einiger Übung auch bedienen lässt, so kompliziert arbeitet sie tatsächlich. Um ihre Technik zu verstehen, hält man sich am besten die zwei wichtigsten Bestandteile vor Augen, die Nadel und den Greifer. Bei den meisten Maschinen schiebt man einen Faden durch die Nadel. Diese sticht durch den Stoff. An der Unterseite des Stoffs befindet sich der sogenannte Greifer. Er nimmt den Faden ab, verwebt ihn und lässt ihn wieder los. Der Vorgang wiederholt sich mit großer Geschwindigkeit.

Je nachdem, mit welcher Technik die Maschine ihn durchführt, ordnet man sie einem bestimmten Typ zu. Am weitesten verbreitet sind Doppelsteppstichmaschinen, Kettenstichmaschinen und Überwendlichmaschinen. Beachten Sie, dass es verschiedene Methoden gibt, Nähmaschinen zu klassifizieren. Eine weitere Systematik orientiert sich am Antrieb. Anbei lernen Sie die wichtigsten Typen kennen.

  • Computerisierte Nähmaschine: Mit Maschinen dieses Typs ist die Erstellung von Mustern, Buchstaben und Vorlagen möglich. Die Einstellung von Stichform, Fehleranzeigen und Geschwindigkeiten erfolgt über einen Computer.
  • Elektronische Nähmaschine: Die Geschwindigkeit dieser Nähmaschinenart unterliegt einer elektronischen Steuerung. Zum Starten und Stoppen verwendet man einen Schalter. An welcher Position sich die Nadel dabei befindet, ist festgelegt.
  • Elektrische Nähmaschine: Hierbei steuert man die Geschwindigkeit elektrisch über ein Pedal.
  • Fußbetriebene Nähmaschine: Viele Nähmaschinen älterer Bauart gehören diesem Typus an. Der Antrieb erfolgt über das permanente Betätigen einer Fußwippe.

Worauf ist beim Kauf einer Nähmaschine zu achten?

Bei der großen Anzahl verschiedener Modelle fällt es dem Einsteiger schwer, ein passendes Modell zu finden. Empfehlenswert ist es da, sich vor dem Kauf über relevante Faktoren zu informieren. Die folgenden Kaufhinweise sind zweigeteilt. Der erste Teil behandelt wichtige Fragen bei der erstmaligen Auswahl einer Nähmaschine. Im zweiten Teil geht es um weiterführende Qualitätsmerkmale, die für fortgeschrittene Näher von Bedeutung sind.

Die richtige Nähmaschine für den Nähanfänger

Hauptaugenmerk sollte auf der Bedienbarkeit liegen. Es empfiehlt sich, eine Maschine mit übersichtlicher und leicht verständlicher Bedienoberfläche zu wählen. Weiterhin sollte sie zuverlässig, ordentlich und festnähen. Um diese Eigenschaften zu überprüfen, führen Sie vor dem Kauf einen Probelauf mit einem Stück Stoff aus. Achten Sie dabei auf die Nähte. Bei einer guten Maschine ist die Naht sauber und robust. Die Einstichstellen der Nadel sind nicht ausgefranst.

Nach der ersten Grobeinschätzung betrachten Sie den Greifer und die Nähnadel. Es ist wichtig, dass sie sich nicht berühren. Erkennen Sie an den Oberflächen der Teile Abriebstellen, halten Sie von dem Gerät Abstand. Sie sind Anzeichen für ungenau angepasste bewegliche Teile. Dieser Aspekt ist besonders beim Kauf einer gebrauchten Nähmaschine wichtig.

Für Anfänger eignen sich Maschinen mit einem Modus zum langsamen Nähen. Durch die ruhigere Ausführung der einzelnen Stiche lässt sich beim Nähen leichter der Überblick behalten. Damit kalkulieren Hersteller die fehlende Routine eines Anfängers in die Planung ein. Auch sollten eine ansprechende Gebrauchsanleitung und ein Handbuch im Lieferumfang der Nähmaschine enthalten sein.

Flexibilität und Pflegeleichtigkeit ist gerade am Anfang wichtig

Wer am Anfang noch gelegentlich näht, sollte eine leichte Maschine wählen, die schnell wieder verstaut werden kann. Ideal ist es dabei, wenn in der Schutzhülle Taschen für Zubehörteile wie Garn und Garnrollen vorhanden sind.

Die Flexibilität einer Nähmaschine misst sich nicht zuletzt an ihrer Fähigkeit, verschiedene Arten von Stoffen zu nähen. Zum Umfang der unterstützten Materialien sollte elastischer Jerseystoff ebenso gehören wie Fleece von mittlerer Stärke. Informieren Sie sich beim Anbieter darüber hinaus, welche Arten von Stichen möglich sind. Wichtig sind die basalen Nutzstiche, gängige Elastikstiche und einige zusätzliche Zierstiche.

Damit der Gebrauch der Maschine lange Zeit Freude bereitet, sollte die Reinigung einfach sein. Legen Sie Wert darauf, dass sich die Abdeckung des Greifers leicht zu entfernen ist. Mehr als ein Schraubenzieher sollte hierzu nicht nötig sein. Wichtig ist weiterhin, dass sich Spulenhalter, Nadel und Nähfuß separat entfernen lassen. So haben Sie bei der Reinigung mehr Platz.

Zusätzliche Extras für erfahrene Näher

Hat man einige Zeit mit seiner ersten Maschine gearbeitet, kommt der Zeitpunkt, an dem man neue Techniken probieren und speziellere Technik verwenden möchten. Einen Überblick über einige Beispiele aus diesem Bereich erhalten Sie im Folgenden.

  • Versenkbare Transporteure: Der Transporteur ist der Maschinenteil, der den Stoff unter der Nadel durchschiebt. Bei besonders dicken Stoffen ist es hilfreich, wenn man ihn etwas absenken kann. Ohne dieses Extra ist eine Stoffplatte zur Abdeckung notwendig.
  • Zusätzliche Füße: Die Nadel erreicht den Stoff durch eine Öffnung im Fuß. Damit die Naht optimal verläuft, ist der richtige Fuß notwendig. Er bringt den Stoff in die beste Position und hält ihn fest. Zu den wichtigsten Arten  von Füßen zählen Teflonfüße, Schrägbandeinfasser und Rollsaumfüße. Teflon ist eine Beschichtung, die sich gut für Schaumstoffe, Kunststoffe und Leder geeignet. Sie haftet nicht am Material. Der Schrägbandeinfasser näht einen zusätzlichen kleinen Stoffstreifen, um Kanten sauber abzuschließen. Mit Rollsaumfüßen fasst man schmale Stoffe ein und näht Kanten um.
  • Einfädelhilfe: Wer nach langer Zeit einmal wieder näht, weiß um die Schwierigkeit, den Faden in der Nadel zu fixieren. Einfädelhilfen sind kleine Kunststoffteile, die diesen Vorgang erleichtern. Automatische Ausführungen dieser Technik bringen den Faden fast von allein in Position.
  • Umspulfunktion: Will man Garn von der Spule auf die Unterfäden bekommen, spult man von einer Garnspule auf eine zweite Spule um. Die Art und Weise, wie dies geschieht, variiert von Maschine zu Maschine. Bei einigen Geräten verbleibt der Faden in der Nadel. Das erspart aufwendiges Ein- uns Ausfädeln, strapaziert aber den Faden. Einige Geräte schalten das Nähwerk beim Umspulen automatisch ab. Dabei wird der Antrieb geschont und man geht nicht das Risiko ein, dass Fremdkörper unter die Nadel gelangen.

Was ist bei der Auswahl des Garns zu beachten?

Nachdem Sie die Grundlagen der Nähmaschinentechnik kennengelernt haben, erfahren Sie abschließend das Wichtigste über die Auswahl der richtigen Garne. Sie sind ein entscheidendes Qualitätskriterium, wenn es darum geht, hochwertige Textilien herzustellen. Ihren maßgeblichen Einfluss auf das Aussehen des letztendlichen Erzeugnisses unterstützen Sie mit den richtigen Farben und Garnqualitäten.

Im Handel finden Sie viele verschiedene Ausführungen. Es gibt Garne für das Nähen mit der Maschine und Garne für das Nähen mit der Hand. Bezogen auf die Qualität unterscheidet man Materialien wie Polyester, Baumwolle, Seide, Leder und Nylon. Für den speziellen Bedarf nutzt man Transparentgarn und Garne mit Polyesterkern und Baumwollmantel.

Das richtige Garn für den richtigen Zweck

Beachten Sie, dass die Optik nur bedingt Rückschlüsse auf die Qualität des Garns zulässt. Wirkt es optisch auch einwandfrei, können doch lose Fasern enthalten sein, die das Gewebe anfällig für Risse machen. Damit Sie dieses Risiko minimieren, nutzen Sie Ihre Stoffe bedarfsgerecht. Sehen Sie im Folgenden einige repräsentative Beispiele für die Nutzungsdomänen verschiedener Garnarten.

Um Blusen zu nähen, nimmt man Garne aus Polyester und Nylon. Zur Vernähung von Decken und dekorativen Stoffen kommt PA Nylon zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete dieser Stoffe sind die Herstellung von Sportbekleidung und die Fertigung von Airbags.

Wollen Sie einen Stoff nähen, der sich nicht dehnt, verwenden Sie Baumwollgarn. In Fachkreisen bescheinigt man ihm eine ansprechendere Optik als Garnen aus Seide oder Polyester. Ein Problem besteht allerdings darin, dass der unelastische Stoff bei Dehnung schnell einreißt. Für Ziernähte und Knopflöcher kommt ein besonders reißfestes Ziergarn zum Einsatz.

Für elastische Stoffe mit besonders feiner Qualität verwendet man Seide. Aufgrund seiner Glanzeigenschaften nimmt man Polyestergarn zur Herstellung von Stickereien. Der Stoff passt sich zwar nicht an jeden Untergrund an, doch ist er gut zur Bearbeitung von Stretchmaterialien geeignet.

Das gilt es, bei der Auswahl der Garnspule zu beachten

Die Garnspule ist ein essenzielles Element einer jeden Nähmaschine. Es handelt sich dabei um eine Rolle von zylindrischer oder konischer Bauform. Sie wird als Kreuzspule oder Scheibenspule vertrieben. Die Scheibenspule dient der Aufwicklung des Unterfadens. Ihren Namen hat sie daher, dass der zylinderförmige Spulenkörper an den Seiten durch zwei kleine Scheiben begrenzt ist. So kann das Garn nicht zur Seite abrutschen und sich verknoten. Bei der Herstellung der meisten Spulen kommen Holz, Stahl und Plastik zum Einsatz.

Achten Sie bei der Auswahl der Spule darauf, dass keine Grate vorhanden sind, an denen sich das Garn verfangen kann. Beim Abrollen könnte es sonst reißen. Weiterhin sollten die Spulen stabil und widerstandsfähig sind. Achten Sie dabei besonders auf die Scheiben. Bei mehrteiligen Ausführungen dürfen Sie nicht wackeln. Ideal ist das Modell aus Metall. Es ist am robustesten und weitestgehend unanfällig für die Entstehung von Graten. Der Vorteil von Plastikmodellen besteht darin, dass sie in vielen verschiedenen Farben hergestellt werden. Damit ist eine bessere Ordnung der verschiedenen Garne möglich.

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