Tipps zur Auswahl von Bikini-Sets: Traumhafte Bademode für jede Figur

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Tipps zur Auswahl von Bikini-Sets: traumhafte Bademode für jede Figur

Er ist der beliebteste Badetrend der Gegenwart und kaum eine Frau geht ohne ihn an den Strand oder ins Freibad. Marilyn Monroe, Brigitte Bardot und der berühmten James-Bond-Filmszene mit Ursula Andres haben wir es zu verdanken, dass dieses kleine Stück Stoff heute kaum mehr wegzudenken ist. Dennoch hatte es beinahe 70 Jahre gedauert, bis der Bikini dem klassischen Badeanzug den Rang ablaufen konnte.

Ein kleines Stück Stoff mit großer Geschichte

Bademode aus zwei Teilen gibt es schon länger, als Sie es sich vielleicht vorstellen können. Unzählige Malereien aus der Antike belegen, dass schon die sportlichen Damen des Altertums gerne die freizügige Mode getragen haben. Ganz ähnlich wie heute zeigten sich Frauen in einer kurzen Hose und einem Brustband. Da ist es doch ganz erstaunlich, dass diese Kombination in der Zukunft noch für so viel Aufsehen sorgen sollte.

Einer der ersten modernen Badezweiteiler wurde von Valentin Lehr aus Freiburg entworfen. Doch diese Mode war verpönt und Frauen, die sich so bekleidet in der Öffentlichkeit zeigten, wurden verhaftet. Für eine kurze Zeit sollte sich dies ändern. Ab den 1930er Jahren galt die bislang so beliebte „vornehme Blässe“ nicht mehr als schick und erstrebenswert. Die jungen Frauen eiferten nun einem neuen Schönheitsideal nach – gesunde Bräune. Endlich fand der Bikini Anerkennung, denn er ließ genug Haut frei, um schnell das gewünschte Ziel zu erreichen. Doch schon zwei Jahre später war es mit der Freizügigkeit wieder vorbei. Im sogenannten Zwickelerlass wurde das Tragen des knappen Zweiteilers streng verboten und auch in den darauffolgenden Jahrzehnten sollte sich daran nichts ändern.

Erst im Juli 1946 brachte der Modeschöpfer Louis Réard die erste Wendung, als er sich seinen Zweiteiler mit dem Namen Bikini patentieren ließ. Das neue Modell hatte seinerzeit schon deutliche Ähnlichkeit mit dem heutigen Triangelbikini. Réard benannte seinen Entwurf nach einer der Marshallinseln, auf denen im Jahr seiner Patentanmeldung Kernwaffentests durchgeführt wurden. Doch trotz der Neuerfindung galt das knappe Stück Stoff noch immer als skandalös und kaum ein Model erklärte sich dazu bereit, sich so auf den Laufstegen der Welt zu präsentieren. In vielen Ländern, darunter auch den sonnige Nationen wie Spanien und Italien, wurde der Bikini weiterhin verboten. Trotz der Bemühungen berühmter Schauspielerinnen, Models und Modezeitschriften konnte sich die anrüchige Bademode erst mit dem revolutionären Geist der 68er durchsetzen.

Heute ist er von den Stränden dieser Erde nicht mehr wegzudenken. Die Entwicklung ging sogar noch einige Schritte weiter. Selbst der amerikanische Microkini oder der G-String-Bikini sind in den heißen Sommermonaten kein seltener Anblick.

Formen und Schnitte

Die verschiedenen Modelle des beliebten Zweiteilers sind äußerst vielfältig und halten im Grunde für jede Körperfigur den richtigen Schnitt bereit. Allen gemein ist jedoch die Teilung in ein Bikini-Oberteil und in eine Bikini-Hose. Die Oberteile unterscheiden sich vor allem in der Art der Bindung und in der Form. Sie können je nach Statur und Figur zwischen dem klassischen Bügel-, einem einfachen Triangel- oder Neckholder-Bikini wählen. Natürlich lässt sich diese Liste für den gewünschten Effekt um ein Push-up-Oberteil erweitern. Auch Tankinis, Bandeaus und Bustiers reihen sich in die Riege der Bikini-Oberteile ein.

Die Hose des Bikinis kann entweder aus einem Stück gefertigt sein oder muss zunächst seitlich geschnürt werden, bevor alles richtig sitzt. Die Auswahl orientiert sich dabei ganz an den Trends der jeweils aktuellen Unterwäsche für Frauen. So können Sie problemlos zwischen Pantys, Shorts, Tangas, Strings, Hipster, Slips und Hotpants wählen. Eine etwas auffälligere Variante bietet dabei der Bikinirock.

In den 1960er Jahren blühte zudem für eine kurze Zeit ein Dreiteiler auf – der sogenannte Trikini. Die Besonderheit dabei war, dass jede Brust ihr eigenes Stückchen Stoff erhalten sollte. Dies war natürlich nur mit einer Menge Klebstoff möglich und erwies sich somit nicht als alltagstauglich. Obwohl der Trikini rein optisch äußerst ansprechend wirkte, blieb er aus praktischen Gründen doch nur etwas für die berühmten Modezeitschriften und Fotografen.

Material und Qualität

Etwa um 1920 wurde die Bademode für Frauen noch aufwendig aus Trikot- und Jerseystoffen, manchmal sogar aus echter Seide gefertigt. Heute ist die Industrie einen Schritt weiter und stellt die Bikinis aus Materialien her, die den hohen Ansprüchen der Trägerinnen auch gerecht werden. Gerade für die Verwendung im Wasser werden Materialien benötigt, die sich nicht zu schnell vollsaugen, die lichtbeständig sind und schnell trocknen. Auch Salzwasser sollte dem Stoff nichts anhaben können. Zudem müssen die Bikini-Sets gut passen. Sie benötigen eine feste Form, die sich dennoch den Hautkonturen anpasst, und setzen eine gewisse Stabilität voraus. Somit wird die heutige Badebekleidung in der Regel aus Kunstfasern wie Polyamid, Elasthan und Polyester hergestellt.

Beim Kauf sollten Sie auch einen genauen Blick auf die Qualität werfen. Sind die Nähte gut verarbeitet? Ist das Material sauber und halten die Verschlüsse auch einem sportlichen Strandtag stand? Wenn Sie die Möglichkeit haben, halten Sie den Bikini einmal gegen das Licht, um einen ungefähren Eindruck zu bekommen, wie blickdicht das Stück Stoff ist. Ansonsten gilt: Probieren, probieren, probieren. Für jede Figur ist das passende Modell dabei.

Bikinis für Grazien

Ohne Fragen haben es die Elfen unter Ihnen wesentlich leichter, einen passenden Bikini zu finden. Eine zierliche Silhouette sieht sowohl in einem Triangel- als auch in einem Bikini mit Rock sehr gut aus. Wer kaum Problemzonen hat, kann auch ohne Weiteres viel Haut zeigen. Die ganz Mutigen unter Ihnen dürfen auch gerne einen Microkini, z. B. den sogenannten Brazilian, tragen. Ein wenig Selbstbewusstsein ist dabei jedoch schon gefragt. Wenn Sie Ihre Oberweite noch ein bisschen mehr betonen möchten, können Sie ein Push-up-Oberteil probieren. Noch ein leichtes Strandtuch um die Hüfte gelegt und schon sind Sie die neue Strandkönigin.

Bikinis für Vollschlanke

Keine Sorge, auch für weibliche Frauen mit üppigen Rundungen gibt es passende Strandbekleidung. Gut geschnittene Pantys mit einer ausreichenden Höhe kaschieren Problemzonen sehr geschickt. Auch ein Bikinirock kann dabei sehr hilfreich sein. Wenn Sie Ihre Wunschfigur noch nicht erreicht haben, sollten Sie sich eher für ein schwarzes Modell entscheiden. Dunkle Farben machen auch bei der Bademode schlanker. Wählen Sie dazu ein verspieltes Oberteil, wie z. B. den Neckholder und lenken Sie so von eventuellen Pölsterchen ab. Eine gute Alternative bietet auch der Tankini.

Bikinis für Sportliche

Volleyball am Strand, Wasserrutschen im Stadtbad – all das kann Ihrem Bikini ordentlich zusetzen. Und auch Leistungssportlerinnen wissen, was gemeint ist. Ein Triangel-Oberteil ist nicht unbedingt die passende Wahl, wenn Sie sich in Ihrer Bademode sportlich betätigen möchten. Die lockere Schnürung gibt Ihnen nicht genug halt und schon erste Sprünge können dazu führen, dass das Oberteil verrutscht oder gar ganz in den Fluten verschwindet. Die Oberteile sollten Bügel besitzen und auch an den Seiten verstärkt sein. Auf neckische Schnürungen am Hals oder auch bei der Bikinihose sollten Sie besser verzichten, um zu vermeiden, irgendwo hängen zu bleiben. Auch aufwendige Verzierungen aus Pailletten, Aufnähern und Strasssteinchen haben an der Sportbekleidung nichts zu suchen. Wenn Sie dennoch nicht auf ein bisschen Extravaganz verzichten möchten, entscheiden Sie sich für einen Sport-Bikini in einer auffälligen Farbe und gewinnen Sie die nächste Goldmedaille im passenden Farbton.

Bikinis für Schwangere

Die Schwangerschaft gehört mit zu den schönsten Lebensabschnitten einer Frau. Doch gerade im Sommer kann die Hitze zum Problem werden. Ein kühles Bad im Meer oder eine erfrischende Runde im See können da Abhilfe leisten. Um auch mit dem Schwangerschaftsbauch eine gute Figur zu machen, empfiehlt sich der Tankini. Dabei reicht das Oberteil über den ganzen Bauch. Dies verdeckt erste Schwangerschaftsstreifen und betont zudem wunderschön Ihren Babybauch.

Eine weitere Herausforderung für Schwangere ist die ungleiche Verteilung des neuen Gewichts. Während das Baby den Bauch immer weiter anschwellen lässt, bleiben Po und Beine in der Regel weiterhin schlank. So kann es schnell passieren, dass Sie auf einmal ein Bikinioberteil in Größe 40 benötigen, während der Slip in Größe 36 noch immer passt. Eine sehr gute Alternative bietet Ihnen dabei der Mixkini. Dabei können Sie die zwei Teile unabhängig voneinander wählen. Dies bezieht sich sowohl auf die Größen als auch auf die Farben, Schnitte und Muster. Machen Sie einen Versuch und stellen Sie sich Ihren eigenen individuellen Schwangerschafts-Bikini zusammen.

Bikinis für Sonnenanbeter

Der Bikini konnte sich vor allem deshalb durchsetzen, weil sich das Schönheitsideal immer weiter in Richtung der sonnengebräunten Haut entwickelte. Der übliche Badeanzug verdeckt viel zu viel Haut und vor allem Rücken und Bauch können so nicht wirklich braun werden. Somit entscheiden sich viele junge Frauen für einen Bikini und legen sich an den Strand in die Sonne. Doch auch der Bikini ist nicht perfekt und hinterlässt nach dem ausgiebigen Sonnenbad die unattraktiven Streifen im Trägerbereich und am Rücken. Vielen Sonnenanbeterinnen ist das ein Graus. Wenn auch Sie viel Wert auf eine makellose Bräune legen, dann wäre der Monokini eine einfache Alternative. Das erste Modell dieser Badebekleidung wurde bereits im Jahre 1964 von dem Amerikaner Rudi Gernreich vorgestellt. Der original Monokini ist im Grunde nichts anderes, als ein Oben-ohne-Bikini - anders als die Neuauflage von 2006 mit Oberteil - und hat in einigen Kreisen schlicht den Verzicht auf Badebekleidung nach sich gezogen.

Wer sich nicht ganz so freizügig zeigen möchte, kann auf die High-Tech-Produkte unter den Bikinis zurückgreifen. Bestimmte Materialien und spezielle Webtechniken versprechen eine nahtlose Bräune, indem sie das UV-Licht der Sonne durch die Stoffe hindurchlassen. So sollen die weißen Streifen im Nacken und am Po ganz einfach vermieden werden.

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