Tipps zur Auswahl von Baseball- und Softballschlägern aus Holz oder Aluminium

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Tipps zur Auswahl von Baseball- und Softballschlägern aus Holz oder Aluminium

Viele Menschen gehen neben der Arbeit am Schreibtisch einer sportlichen Tätigkeit nach. So finden Sie einen Ausgleich und können sich regelmäßig auslasten. Nicht nur klassischere Sportarten wie Laufen, Fußballspielen oder Tennis haben viele Anhänger, auch manch "neuere" Sportart wächst derzeit in Beliebtheit und Bekanntheit schnell.
Im vorliegenden Ratgeber geht es um eine amerikanische Sportart, die mittlerweile auch in Deutschland rege Verbreitung gefunden hat, Baseball.
Für all diejenigen, die sich schon immer einmal gefragt haben, wie der kompliziert wirkende Sport gespielt wird, gibt es nun einen kurzen Überblick. Im Anschluss erfahren Interessierte, worauf es bei der Auswahl von Schlägern besonders zu achten gilt. In einem abschließenden Abschnitt geht es um die Unterschiede zwischen Baseball und Softball.

Baseball – eine amerikanische Sporttradition

Da Baseball im deutschen Raum bisher eine vergleichsweise geringe Verbreitung erfahren hat, sind die Spielregeln vielen Menschen noch unbekannt. Als Erleichterung kann hierbei der Vergleich mit dem in vielen deutschen Schulen gespielten Spiel Brennball dienen. Beide Spiele funktionieren nach einem ähnlichen Grundprinzip.

Beim Baseball spielen zwei Mannschaften mit je 9 Personen gegeneinander Sie haben spezielle Hosen, Trikots und Schuhe an. Jedes Team befindet sich innerhalb des Spiels mehrfach in der Offensive. Dabei versucht der Schläger (Batter) den Ball zu treffen, den ihm der Werfer (Pitcher) der gegnerischen Mannschaft zuwirft. Hat er den Ball getroffen, muss er möglichst schnell das quadratische Spielfeld umrunden. Schafft er dies, erhält seine Mannschaft einen Punkt. Die Mannschaft in der Defensive muss während dieser Zeit versuchen, den Ball zu fangen und zurückzuspielen. Der Schläger scheidet aus, wenn ein defensiver Feldspieler den Ball an eine der vier Eckpunkte des Feldes (Base) zurückspielt, bevor er diese erreicht. Erreicht er sie vorher, ist er sicher (safe) und kann beim Schlag des nächsten offensiven Spielers weiterlaufen.

Ein Baseballspiel ist in 9 Spielabschnitte (Innings) eingeteilt. Innerhalb jedes dieser Innings ist eine Mannschaft einmal in der Offensive und einmal in der Defensive. Der Wechsel erfolgt immer dann, wenn die Mannschaft in der Defensive drei Schläger ausgeworfen hat.

Die zwei wichtigsten Spieler – Pitcher und Batter

Noch einmal zur Wiederholung: Der in der Mitte des Feldes stehende Pitcher gehört der defensiven Mannschaft an, der Batter der offensiven. Aufgabe des Pitchers ist es, seinen Ball so zu werfen, dass der Batter ihn mit seinem Schläger nicht trifft. Ist dies dreimal hintereinander der Fall, muss der Schlagmann vom Feld gehen. Anschließend tritt der Nächste aufs Feld. Sind drei Schlagmänner ausgeworfen, geht die Mannschaft des Pitchers in die Offensive.

Der Pitcher steht etwa 18 Meter entfernt vom Batter in der Mitte des Spielfelds. Hinter diesem hockt der Catcher aus der Mannschaft des Pitchers. Für den Fall, dass der Schläger den Ball verfehlt, fängt er ihn mit seinem Handschuh auf und wirft ihn zurück. Um die Erfolgswahrscheinlichkeit des Wurfs zu erhöhen, gibt der Pitcher dem Ball eine Eigenrotation (Effet) mit. Dadurch wird seine Flugbahn unberechenbarer und schwerer zu treffen. Die Kunst besteht darin, die Wurfbewegung dabei stets gleich zu lassen, sodass der Batter nicht vorher die Flugbahn abschätzen kann. Ein gutes Beispiel hierfür ist der sogenannte Changeup. Dabei wird ein Ball geworfen, der langsamer ist als der Standardwurf 'Fastball'. Der Batter wird dazu verleitet, seinen Schläger zu früh zu schwingen und den Ball zu verfehlen.

Eine besondere Situation ist das sogenannte Ball. Sie tritt ein, wenn der Pitcher den Ball zu weit an der Schlagzone (Strikezone) vorbei wirft. Geschieht dies viermal hintereinander, darf der Schlagmann auf die erste Base vorrücken. Häufig wird diese Technik bewusst eingesetzt, um nicht gegen als stark geltende Schlagmänner werfen zu müssen.

Der Ball ist geschlagen – was passiert nun?

Hat der Batter den Ball geschlagen, wird er zum Runner. Er muss nun versuchen, so viele Bases wie möglich abzulaufen. Wichtig ist dabei, dass er eine Base erreicht, ehe ein Feldspieler der gegnerischen Mannschaft den Ball an die jeweilige Base gespielt hat. Wird der Ball an irgendeiner Stelle direkt gefangen, scheidet der Schlagmann direkt aus.

Jeder erfolgreiche Schlag wird als Hit bezeichnet. Je nachdem, wie viele Bases der Runner abläuft, spricht man von einem Single, einem Double oder einem Triple. Schlägt der Batter den Ball über die Begrenzung des Außenzauns, sodass er nicht mehr gefangen werden kann, spricht man von einem Home Run. Alle zu diesem Zeitpunkt im Spiel befindlichen Runner dürfen in Ruhe über die vierte Base (Home Plate) laufen und einen Punkt holen.

Spielfeld, Spieldauer und Spielabschnitte

Baseball wird auf einem quadratischen Spielfeld gespielt, das in einen langen grasbewachsenen Viertelkreis ausläuft (Fair Territory). Die geraden Kanten dieses Kreises sind die Seitenauslinien. Ihre Länge beträgt 90 bis 120 Meter. Der runde Abschnitt ist die Spielfeldbegrenzung. Fliegt ein Ball darüber hinweg, gibt es einen Home Run. Der am intensivsten genutzte Bereich ist das quadratische Infield, das eine Kantenlänge von 27,43 Metern hat. Die drei Ecken sind die Bases. Der grüne Teil dahinter wird als Outfield bezeichnet.

Innerhalb eines Innings ist zuerst die Mannschaft von auswärts in der Offensive. Danach folgt die Heimmannschaft. In der Offensive dürfen in jedem Falle so viele Bälle geschlagen werden, bis drei Batter raus sind.

Das reguläre Spiel umfasst neun Innings. Ist der Abstand der Heimmannschaft in der zweiten Hälfte des achten Innings zu groß, als dass er noch egalisiert werden könnte, wird das Spiel beendet. Im Falle eines Unentschiedens gibt es Extra Innings. Dabei wird solange weitergespielt, bis eine Mannschaft gewinnt oder die Umwelteinflüsse ein Weiterspielen nicht zulassen.

Das müssen Sie über den Baseballschläger wissen

Nach dieser umfangreichen Verständnisklärung geht es nun um die Sportgeräte selbst. Baseballschläger haben eine festgelegte Form und normierte Maße. Der Querschnitt muss in jedem Fall kreisrund sein. Die Länge darf maximal 107 cm betragen, der Durchmesser an der dicksten Stelle 7,5 cm sein. Beim Gewicht haben Sie prinzipiell die freie Wahl. Es empfiehlt sich allerdings, bei höherem Körpergewicht einen schwereren Schläger auszuwählen. Die gängigen Modelle wiegen zwischen 800 und 1.000 Gramm.

Der Deutsche Baseball- und Softball-Verband hat die Verwendung von Aluminiumschlägern in der Regionalliga freigestellt. In der 1. und 2. Bundesliga ist diese nicht mehr erlaubt. Der Schläger muss zwingend aus Holz sein. Wenn Sie einen Baseballschläger kaufen wollen, müssen Sie darauf achten, dass er vom deutschen Dachverband zugelassen ist. Wichtig ist dabei, dass der Schläger aus einem massiven Stück holz ist. Er darf nicht ausgehöhlt und zusammengeklebt sein. Bei den starken Krafteinwirkungen, die am Ball auftreten, könnte er sonst brechen und gefährliche Splitter werfen. Aufgrund seiner guten Eigenschaften verwendet man heute meistens Eschenholz zur Herstellung. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es elastisch und unempfindlich gegen Brüche ist und kaum splittert. Früher verwendete man oft das dem Walnussholz ähnliche Hickory.

Die neben den Holzschlägern zum Einsatz kommenden Ausführungen aus Aluminium vibrieren weniger, wenn der Ball auftrifft. Bälle können aufgrund dieser Eigenschaft besser getroffen werden. Weiterhin sind sie hohl und mit einer Legierung versehen. Dadurch wird verhindert, dass sich das weiche Aluminium bei der Kraftübertragung verformt. Weitere Vorteile sind die Verschleißarmut und die bessere Federung, durch die der Ball weiter fliegt. In der amerikanischen Profiliga sind diese Schlägertypen verboten. Dies liegt in der langen Tradition des Spiels und in dem Wunsch nach Chancengleichheit begründet.

Beim Kauf eines Schlägers müssen Sie zugleich großen Wert auf den richtigen Kopfschutz legen. Bedenken Sie, dass der Ball mit sehr hohen Geschwindigkeiten auf Sie zugeflogen kommt. Um keine Verletzungen zu riskieren, ist ein Helm aus Kunststoff oder Glasfaser notwendig. Sicherheitshalber bedecken sie das Ohr, das in die Richtung des Pitchers zeigt.

Ein paar Informationen zum Ball

Der Baseball hat einen Kern aus Gummi oder Kork. Um diesen herum ist eine ausladende Garnschicht aufgewickelt. Die Außenhaut des Baseballs besteht aus weißem Leder, das mit rotem Garn vernäht ist.

Beim Kauf ist der Umstand zu beachten, dass unterschiedliche Materialien die Flugeigenschaften des Balls beeinflussen. Grundlegend lässt sich festhalten, dass Bälle mit dichterer Wicklung weiter fliegen. Die Höhe der Nähte hat einen Einfluss darauf, wie gut der Ball vom Pitcher gegriffen werden kann. Um diesem Umstand gerecht zu werden, sind im Jugendbereich verwendete Bälle mit höheren Nähten versehen als diejenigen, die man in der Profiliga verwendet.

Der offizielle in der amerikanischen Profiliga verwendete Ball wird seit 1977 von der Firma Rawlings in Costa Rica gefertigt. Vorher wurde der Ball aus Pferdeleder hergestellt. Da dieses immer schwerer lieferbar wurde, stieg man auf Rindsleder um. Auf eBay finden Sie die Bälle des offiziellen Herstellers Rawling.

Diese Besonderheiten gibt es beim Softball

Beim Softball handelt es sich um eine Art abgemilderte Form des Baseballs. Auf einem kleineren Feld spielt man dabei grundlegend das gleiche Spiel, doch mit geänderten Regeln. Die erste dieser Abweichungen ist die Bewegung des Werfers. Er pitcht den Ball mit einer Unterarmbewegung zum Batter und macht nicht den typischen Überschulterwurf mit Ausfallschritt wie beim richtigen Baseball.

Ein weiterer Unterschied betrifft den Ball. Der Softball ist mit 11,5 cm etwa 4,5 cm größer als der Baseball. Darüber hinaus sind die Schläger dünner gefertigt. Auch der Schläger unterscheidet sich in der Form. Während der traditionelle Baseballschläger eine konische Form hat, ähneln Softballschläger eher Flaschen. Sie verbreitern sich nach dem Griff und laufen dann gerade weiter.

Beim Softball unterscheidet man zwei Varianten, Fastpitch Softball und Slowpitch Softball. Bei der ersten Variante kann der Ball mit einer beliebigen Geschwindigkeit geworfen werden. Beim Slowpitch Softball muss die Flugkurve einen deutlichen Bogen beschreiben. Wichtig ist dabei, dass der Werfer den Ball unterhalb seiner eigenen Gürtellinie loslässt.

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