Tipps zum Kauf von Nass-Rasierern und Klingen

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Tipps zum Kauf von Nass-Rasierern und Klingen

Worauf es beim Kauf eines Nassrasierers wirklich ankommt

Viele Männer bevorzugen bei ihrer Bartpflege nach wie vor die klassische Methode der Nassrasur, da sie sich von ihr ein wesentlich gründlicheres Ergebnis erhoffen als bei der Trockenrasur. Doch hier fangen die Probleme schon an, denn es ist nicht leicht sich im Dschungel der Massen von verschiedenen Nassrasierern und Klingen zurecht zu finden, und zwischen den unzähligen 2-Klingen, 3-Klingen oder sogar 5- oder 6-Klingen-Varianten das passende Modell zu finden. Doch für viele Männer ist eine gründliche und saubere Rasur im Alltag unabdingbar, sei es aus privaten oder beruflichen Gründen. Es ist wichtig, die richtigen Fragen zu stellen und sich umfassend über die Unterschiede einzelner Modelle zu informieren. Welche unterschiedlichen Wege und Möglichkeiten der Nassrasur gibt es? Wie viele Klingen sollen es sein? Ist ein mit Feuchtigkeitsstreifen beschichteter oder elektrisch betriebener Nassrasierer einer konventionellen Konstruktion vorzuziehen? Fragen über Fragen, die beantwortet werden müssen bevor man sich an die eigentliche Rasur wagt. Überdies spielt der Hauttyp eines jeden Mannes eine wichtige Rolle im Kaufprozess. Die Verbraucher sollten hier besonders auf die Hautverträglichkeit und die Beschaffenheit des Bartwuchses achten, um Unreinheiten oder Hautauschläge nach der Rasur zu vermeiden. Die Preise der einzelnen Modelle sowie die Haltbarkeit der Klingen spielen ebenfalls eine signifikante Rolle und sollten - wenn möglich - überprüft werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss nämlich auch stimmen. Es wird dringen empfohlen, verschiedene Modelle zu testen, um schließlich einen individuell geeigneten Nassrasierer zu finden, denn die Wahl der richtigen Ausrüstung ist am Ende entscheidend.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Nassrasur

Während man sich früher noch ganz einfach mit einem simplen Rasiermesser des Bartwuchses entledigte, greifen Männer heutzutage immer häufiger zu sogenannten Systemrasierern mit Wechselklingen. Systemrasierer überzeugen durch komplexe Klingenkonstruktion und bieten bis zu 6 Klingen hintereinander. Oftmals verfügen solche Systeme über separate Konturenschneider, um etwa Koteletten in Form zu bringen oder Nasenhaare zu trimmen. Einige Modelle ermöglichen auf Knopfdruck eine batteriebetriebene Vibration und sollen so eine noch gründlichere Rasur gewährleisten. Für bequeme Männer, die weniger Anspruch an eine gründliche und saubere Rasur stellen, kann gleichermaßen ein Einmalrasierer die beste Wahl sein. Aber auch klassischere Rasier-Methoden - etwa mithilfe eines Rasierhobels - erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Es ist zielführend, sich im Klaren über die einzelnen Wege der Nassrasur zu sein und die Vor- und Nachteile abzuwägen. Anschließend kann die Entscheidung individuell für oder gegen ein bestimmtes Modell getroffen werden.

Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle

Rasierhobel - klassisch aber gründlich

Der Rasierhobel ist vor allem für den anspruchsvollen und stilbewussten Herrn geeignet, der einen traditionelleren „Rasur-Stil“ pflegen möchte. Ursprünglich dienten sie - in einer Zeit, in der vorwiegend Rasiermesser zum Einsatz kamen - dem Zweck, die Rasur sicherer zu gestalten. Rasierhobel sind etwas größer als moderne Systemrasierer und benötigen spezielle Rasierklingen. Hierbei wird der Rasierkopf von Hand geöffnet und die zweischneidige Rasierklinge eingespannt, wobei von Modell zu Modell Unterschiede bestehen. Bei einem Torsionshobel etwa ist die Klinge verdreht und der ganze Hobelkopf leicht schief gestellt, was eine besonders scharfe und damit gründliche Rasur erlaubt. Ebenso muss sich der Verbraucher zwischen einem geschlossenen Kamm oder der aggressiveren Modifikation mit offenem Kamm entscheiden. Offensichtlich ist einiges an Vorwissen und Erfahrung vonnöten, um sich zurechtzufinden. Vorsicht: Rasierhobel sind nur für Geübte geeignet und wesentlich schwieriger in ihrer Handhabung als herkömmliche Nassrasierer. Bei richtiger Verwendung jedoch kann der Rasierhobel, gerade wenn Sie zu einwachsenden Barthaarten neigen, von Vorteil sein und unnötige Hautirritationen können vermieden werden. Kenner schätzen die aus rostfreiem Stahl gefertigten Klingen des Hobels, welche in ihrer Anschaffung deutlich preiswerter als die Klingenblöcke der modernen Systemrasierer sind und deren Haltbarkeit deutlich höher ist.

Einwegrasierer – für „bequeme“ Männer

Einwegrasierer werden - wie der Name schon sagt - nach einmaliger Benutzung entsorgt. Diese eignen sich besonders gut auf Reisen, denn man spart sich den Transport des heimischen Rasierers sowie der Ersatzklingen, indem handliche und sehr leichte Einwegrasierer verwenden werden, welche zumeist in kleineren Verpackungen verstaut sind. Aber auch zu Hause hat man Vorteile. Einmalrasierer vermeiden, dass benutzte Rasierer im Bad herumliegen, an denen oft noch das eine oder andere Haar anhaftet, was gerade bei Besuch unangenehm werden kann. Vielmehr werden Einwegrasierer direkt nach der Verwendung weggeworfen. Allerdings eignen sie sich nicht für eine gründliche Rasur, da ihre Klingen in der Mehrzahl minderwertig sind und sich sehr schnell abnutzen. Die Folge ist eine unsaubere Rasur, und somit entstehen Stoppeln oder die Haut wird gereizt.

Systemrasierer – für vielfältige Möglichkeiten

Systemrasierer hingegen sind für die Mehrfachanwendung gedacht und besitzen komplexe Klingensysteme, welche Voraussetzungen für eine sanfte und gründliche Rasur schaffen. Die Klingenblöcke können schnell und ohne größere Probleme ausgetauscht werden und eine allzu aufwendige Vorbereitung ist nicht dringend erforderlich. Vorteilhaft ist die einfache Handhabung bei trotzdem gutem Rasur-Ergebnis (solange man nicht auf Reisen ist). Allerdings sind auch hier – wie beim Rasierhobel – Überlegungen zur richtigen Wahl von Pflegeprodukten wichtig, da mit einer guten Rasierseife die Lebensdauer der Klingen erheblich verlängert werden kann. Dies ist der das auschlaggebende Manko der Systemrasierer. Der Nachkauf kann sehr kostspielig sein, da viele Hersteller überteuerte Klingen mit geringer Halbwertszeit anbieten. Man sollte hier also nicht nur auf Qualität und Preis des Rasierers achten, sondern auch mögliche Folgekosten mit einkalkulieren.

Welche Klingensysteme sollte man kaufen

Es existieren unzählige Variationen von Systemrasierern auf dem Markt, welche sich vor allem durch ihre verschiedenartigen Klingenblöcke auszeichnen. So gelten 2-Klingen-Modelle bereits als altmodisch, während die Hersteller mit immer komplizierten Strukturen ihrer Scherköpfe zu beeindrucken wissen. Inzwischen sind Systemrasierer mit bis zu 6 Klingen keine Seltenheit mehr. Doch sorgen mehr Klingen nicht auch zwingend für mehr Leistung bei der Rasur. Man kann solch eine einfache Rechnung nicht aufstellen, denn auch hier gilt: eine Pauschalisierung ist nicht möglich. Viele Klingen können für eine gründlichere Rasur sorgen, gerade wenn man unerfahren ist. Allerdings verstopfen sie auch schneller und werden so unbrauchbar. Theoretisch gilt: Je mehr Klingen das Modell besitzt desto länger kann man mit einer scharfen Rasur rechnen. Man sollte jedoch beachten, dass viele Klingen andererseits dafür sorgen können, dass bestimmte Partien des Blocks (bei stärkerer Beanspruchung) bereits stumpf bzw. beschädigt und andere noch sehr scharf sind. Dies kann dazu führen, dass die Haut oberflächlich angeritzt wird und Keime ungehindert in die Poren eindringen können. Gerade bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, nicht an Versprechen längerer Haltbarkeit (aufgrund von Mehrklingensystemen) zu glauben und die Klingen rechtzeitig zu wechseln.

Welche Besonderheiten gibt es noch

In der Werbung werden immer wieder neue Produkte mit weiteren praktischen Features bzw. Elementen angeboten. So existieren neben unterschiedlichen Klingenblöcken auch allerhand weitere Möglichkeiten, um die Rasur zu perfektionieren. Konturenschneider, Gummilammellen und Gleitstreifen neben dem Klingenblock gehören inzwischen zur üblichen Ausstattung. Vibrierende Hightech-Schersystem sollen für noch effizienteres Rasieren sorgen und batteriebetrieben Trimmer die Möglichkeiten der Nassrasur weiter ausbauen. Doch auch hier gilt der alte Grundsatz: Weniger ist eben manchmal doch mehr. Entscheidend ist die Qualität und nicht die Quantität der Merkmale. Folglich kann sich beispielsweise eine Schale für die Ablage und den Transport des Systemrasierers als sehr nützlich erweisen, denn sie verhindert – mittels einer fachgerechten Aufbewahrung - eine überdurchschnittliche Keimbildung. Ein vibrierendes Schersystem wiederrum kann - je nach Hauttyp - als irritierend empfunden werden.

Was man bei der Wahl seines Nassrasierers noch beachten muss

Wie sie das richtige „Rasier-Set“ finden

Zu einer gründlichen Rasur gehören neben der Wahl des geeigneten Rasierers bzw. Rasiersystems auch adäquate Pflegeprodukte. Es ist wichtig, das gesamte „Rasier-Set“ abzustimmen. Der richtige Rasierschaum oder eine Rasiercreme sind für eine saubere Rasur absolut unentbehrlich. Bevor man mit der Rasur mittels eines Rasierhobels beginnen kann, sind ein hochwertiger Rasierpinsel sowie eine Rasierschale sinnvolle Investitionen, da sie wegweisend für die Qualität des Schaums sind. Nach der Rasur ist ein After Shave bzw. diverse Cremes und Lotions ratsam, um Infektionen zu verhindern und die Haut zu beruhigen. Die Entscheidung hängt hierbei wiederrum vom Hauttyp und den eigenen Präferenzen ab.

Die richtige Anwendung des „Sets“ bei der Rasur

Wichtig für die Wahl des „Rasier-Sets“ ist die eigene Erfahrung und die Art und Weise, wie die Rasur angewendet wird. Bei den klassischen Methoden bedarf es erstklassiger Pflegeprodukte und Routine im Umgang mit Klingen, um Hautirritationen und evtl. Verletzungen zu vermeiden. Andernfalls sind eine umfassende Vor- und Nachbereitung sowie äußerste Vorsicht geboten. Einweg- und Systemrasierer sind wesentlich einfacher zu bedienen und bedürfen weniger Erfahrung. Hier kann man auch mal zum einfacheren Sprühschaum greifen und den Rasierpinsel weglassen.

Fazit: Testen Sie einzelne Produkte und entscheiden Sie dann individuell

Klar ist: der Mann von heute hat es schwer. Denn die Rasur ist im Laufe der Jahre immer komplizierter geworden und nahezu zu einer eigenen Wissenschaft herangewachsen. Es gibt unzählige Wege und Meinungen zur „richtigen“ Nassrasur und die Produktvielfalt ist enorm. Aufgrund des steigenden Wettbewerbs im Markt werden immer modernere und komplexere Rasiersysteme entwickelt. Die Produzenten wollen sich voneinander abheben und somit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erwirtschaften. Wichtig ist, dass „Mann“ hier den Überblick behält und seine individuell optimale Lösung findet. Die Geschmäcker sind verschieden und das persönliche Empfinden des Verbrauchers ist beim Kauf entscheidend. Lassen Sie sich also nicht von Werbeversprechen verleiten, sondern testen Sie die einzelnen Produkte aus und finden Sie so den passenden Nassrasierer.

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