Tipps zum Kauf von Einsteiger-CD-Playern und -Recordern

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So finden Sie den richtigen Einsteiger-CD-Player/-Recorder

Gute Gründe für den Gebrauch eine CD-Players oder -Recorders

Macht es noch Sinn, in Zeiten der MP3-Player und anderer Audio-Formate einen CD-Player zu benutzen? Ist das Kopieren von CDs nicht viel besser und leichter mit DVD-Brennern für den Computer zu handhaben?

Auf diese Frage kann es keine allgemein befriedigende Antwort geben. Die Antwort hängt dabei immer von dem jeweiligen Anwendungsbereich und den individuellen Vorlieben zusammen. Jedoch lassen sich einige Argumente nennen, die für die Verwendung eines CD-Players oder eines CD-Recorders sprechen.

Ist man im Besitz einiger oder sogar sehr vieler Audio-CDs, kann es durchaus sinnvoll sein, diese mit einem Player für Audio-CDs zu hören. Warum sollte man den Computer hochfahren, Kennwörter eintippen und Musikprogramme starten, wenn es doch viel schneller und komfortabler mit einem CD-Player geht?

Das gleiche Argument ließe sich für das Kopieren einer Audio-CD anführen. Dies trifft umso mehr zu, je vielfältiger die Zuspielerformate sind. Wer will schon erst umständlich den Plattenspieler oder das Kassettendeck an den Computer anschließen?

Darüber hinaus existiert eine relativ große Vielfalt unterschiedlicher CD-Player-Formate. Gerade tragbare Varianten sind sehr beliebt. Als Komponenten innerhalb eines Radiorecorders sind CD-Player mobil einsetzbar, im Kinderzimmer, auf der Arbeit, in der Küche usw.

Neben der Wiedergabe von Audio-CDs müssen Sie natürlich nicht auf die Segnungen der digitalen Zeit verzichten. Moderne CD-Player unterstützen die meisten gängigen Audiodateien wie MP3 & Co.

Unter „Einsteiger-CD-Player“ versteht dieser Ratgeber alle Modelle, die nicht gerade im High-End-Bereich angesiedelt sind und einen klaren, übersichtlichen Funktionsumfang besitzen. 

Was Beethoven mit dem CD-Format zu tun hat

Als der CD-Player in den achtziger Jahren allmählich zu seinem Siegeszug ansetzte, verdrängte er die bis dahin weit verbreitete Audio-Kassette vom Markt. Diese war seit den sechziger Jahren das Audio-Datenträger-Medium Nummer 1 gewesen. Sony und Philips hatten sich bereits in den frühen siebziger Jahren um die Forschung an optischen Datenträgern bemüht.

Die spezifische Form der „Compact Disc“, wie wir sie heute kennen, beruhte zu einem großen Teil auf den Entwicklungen bei Sony. Dessen damaliger Vorsitzender verfügte kurzerhand, dass mindestens Beethovens 9. Sinfonie auf einer CD Platz haben müsse. Die bis zu diesem Zeitpunkt längste Version besaß eine Spieldauer von genau 74 Minuten. Dadurch war auch die Größe bzw. der Durchmesser der CD definiert: 12 Zentimeter.

So funktionert die CD-Technik

Trotz der digitalen Technik orientierte man sich an Abspielgeräten der analogen Zeit. Dem Schallplattenspieler nicht unähnlich, rotiert auch im CD-Player eine runde Datenscheibe, die mit einem „Tonabnehmer gelesen“ wird.

Die von innen nach außen verlaufende spiralförmige Datenspur auf der CD enthält dabei mikroskopisch kleine Erhebungen und Vertiefungen. Diese reflektieren das Licht des abtastenden Lasers unterschiedlich hell.

Der so entstehende Rhythmus unterschiedlicher Helligkeiten bildet den seriellen digitalen Code von Nullen und Einsen. Dieser wird von Fotodioden „optisch“ wahrgenommen und später in ein elektrisches Signal umgewandelt, das an den Verstärker und an die Lautsprecherboxen weitergeleitet wird.

CD-Spieler als Bausteine von Audioanlagen

CD-Player und -Recorder sind seit Ende den achtziger Jahren in unterschiedlichen Geräten und unterschiedlichen Formfaktoren erhältlich. Dabei ist der CD-Spieler als Baustein für eine Hi-Fi-Anlage (auch Hi-Fi-Turm genannt) die älteste und klassische Variante. Er verfügt über die genormten Abmessungen bei Stereoanlagen und ist mit einer Reihe unterschiedlicher Audioschnittstellen (s.u.) ausgestattet. CD-Recorder sind meistens in diesem Bereich zu finden.

Daneben sind CD-Spieler auch in Kompaktanlagen wiederzufinden. Diese besitzen ein einheitliches Gehäuse, in dem der CD-Spieler und weitere Abspielgeräte integriert sind. Kompaktanlagen – wie der Name bereits nahelegt – lassen sich besonders platzsparend unterbringen.

Neben diesen eher stationären Geräten kommt der CD-Spieler auch als mobile Variante zum Einsatz. Er findet sich beispielsweise als Komponente innerhalb von tragbaren Radio-Recordern oder Gettoblastern wieder. Die kleinste und gleichzeitig mobilste Spielart ist der CD-Walkman (auch „Discman genannt), der ganz auf die Anwendung mit einem Kopfhörer ausgelegt ist.

Eine weitere Variante „mobiler“ CD-Player befindet sich im Hi-Fi-System des PKW. Hier hat sich auch eine besondere Form des CD-Spielers etabliert, der auch bei Kompaktanlagen und Hi-Fi-Türmen zum Einsatz kommen kann: der CD-Wechsler.

Das leistet ein CD-Wechsler 

CD-Wechsler sind mit einem Magazin ausgestattet. Dieses Magazin erlaubt die Aufnahme einer bestimmten Anzahl von CDs. Dabei kann das Aufnahmevolumen stark variieren. „Einfache“ CD-Wechsler (es gibt sie auch mit zusätzlicher Record-Funktion) besitzen ein Aufnahmevolumen zwischen 3 und 14 CDs.

Größere Geräte diesen Typs sind allerdings auch in der Lage bis zu 400 CDs im Magazin zu speichern. Dabei kann die Bauform des Magazins bzw. des CD-Wechslers recht unterschiedlich ausfallen. Die gängigsten Modelle besitzen eine Drehscheibe, auf der man die CDs anordnen kann. Verbreitet sind allerdings auch Magazine, die aufeinandergestapelte CDs vorhalten und die man als Ganzes in den CD-Wechsler einführt.

Als Einsteigermodelle sind CD-Wechsler aber vielleicht weniger geeignet. Das liegt besonders daran, dass sie mit einer sehr großen Fülle an Bedienelementen und -möglichkeiten aufwarten. Auch im Vorfeld der Inbetriebnahme muss ein gewisser Aufwand geleistet werden, um die gespeicherten CDs adäquat zu katalogisieren (wenn eine solche Funktion vorhanden ist.)

Funktionsumfang von CD-Spielern 

Für Einsteiger sind Geräte gut geeignet, die über einen überschaubaren und klar definierten Funktionsumfang verfügen. Dieser umfasst zum einen alle nötigen Wiedergabefunktionen. Tasten für Wiedergabe, Stopp, Pause, Titel vor- und zurückspringen, Suchlauf und Auswurf-Taste.

Darüber hinaus können einfach gehaltene CD-Spieler auch über weitere Funktionen verfügen, die man aber nicht unbedingt benötigt. Beispiele hierfür wären: die automatische Wiederholung des gespielten Titels oder das Abspielen von Titeln nach Zufallsprinzip. Daneben sind CD-Player auch nicht selten mit einer Funktion zur Programmierung der Liedtitel in einer bestimmten Reihefolge ausgestattet. 

Wenn das Kopieren und Brennen von CDs im Vordergrund steht, ist die Anschaffung eines CD-Recorders sinnvoll; zum bloßen Absielen von CDs reicht ein einfacher Player für den Hausgebrauch aus.

Wichtig: überschaubare Ausstattung und gute Verarbeitung

Je weniger Bedienelemente, umso einfacher die Handhabung. Das betrifft auch die unter Umständen vorhandene Fernbedienung. Oft kommt diese mit einer unübersichtlichen Flut von Tasten daher. Fernbedienungen, die an Knöpfen sparen, sind in der Regel übersichtlich und einfach zu verstehen. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Fernbedienung, sondern auch für das Gerät selbst. Je weniger Knöpfe vorhanden sind, desto einfacher ist meistens auch die Handhabung.

Ein anderer Gesichtspunkt, der für einen komplikationslosen Einsatz wichtig ist, hat mit der Verarbeitung des Gerätes zu tun. Wenn Sie zum Beispiel an die Verwendung des CD-Spielers im Kinderzimmer denken, sollte das Gerät auch die ein oder anderen Stöße verkraften können. Besonders moderne CD-Player sind hier bereits meistens mit einem System ausgestattet, dem unliebsame Vibrationen nichts anhaben können.

Neben der Wiedergabe normaler kommerzieller Audio-CDs sollte der CD-Spieler für das Abspielen einer Reihe weiterer CD-Formate ausgelegt sein. Das betrifft vor allen Dingen die sogenannte CD-R und CD-RW.

Wissenswertes über CD-Formate 

Die CD-R ist als CD-Rohling beschreibbar. Ob Sie sie mit einem CD-Recorder bespielen oder einfach nur wiedergeben wollen: Achten Sie in jedem Fall auf die explizite Angabe, dass dieses Format unterstützt wird. Die meisten modernen CD-Player erkennen und  spielen CD-Rs jedoch ab. Das „R“ steht hierbei für „recordable“. Es zeigt an, dass der Rohling nur ein einziges Mal beschreibbar ist.

Die CD-RW hingegen gehört zu den wiederbeschreibbaren Medien. Das „RW“ bedeutet „rewritable“ und zeigt an, das der Rohling mehrmals löschbar und wiederbespielbar ist. Die Hersteller solcher CD-Rohlinge sprechen davon, das man CD-RWs bis zu 100.000-mal neu beschreiben kann.

Achten Sie auf Audioschnittstellen 

Mit einem modernen CD-Spieler lassen sich selbstverständlich auch digitale Audiodateien wiedergeben. Die MP3 ist hierbei die am meisten verwendete Dateiform. Das hat seinen Grund. Durch das psychoakustische Verfahren der MP3 werden unhörbare Frequenzen aus der Titel herausgefiltert. Das hat zur Folge, das man die Größe der Datei sehr weit minimieren kann.

Damit haben auf einer einzigen CD sehr viele Musik- oder Hörspieltitel Platz. Aber nicht nur MP3s können von modernen Geräten abgespielt werden. Auch andere digitale Audioformate können unterstützt werden, beispielsweise OGG, FLAC, WAV, WMA oder ACC.

Je nach dem, an welche weiteren Geräte der CD-Spieler angeschlossen wird, sollte das Gerät über geeignete Audioschnittstellen verfügen. Bei tragbaren CD-Playern sind diese naturgemäß eingeschränkt.

Darüber hinaus besitzen CD-Spieler im Regelfall standardmäßig Audiobuchsen für den Stereo L/R Cinch-Anschluss. Sie finden allerdings auch Geräte mit digitalen Koaxial-Ausgängen, TOSLINK-, DIN- oder XLR-Ausgängen. Eine weitere Schnittstelle, die auch für Einsteigermodelle interessant sein dürfte ist eine Buchse zum Anschluss eines Kopfhörers.

Fazit

Einsteigerfreundliche CD-Player weisen einen überschaubaren Umfang an Funktionen auf.  Wenige Knöpfe und ein stabiles Design können ebenfalls von Vorteil sein. Überlegen Sie vor dem Kauf, wie wichtig Ihnen das Kopieren und Brenne von CDs über das Gerät ist, um sich gegebenenfalls für einen CD-Recorder zu entscheiden. 

 
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