Tipps zum Kauf von Deodorants

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Tipps zum Kauf von Deodorants

Die Welt der Deodorants

Deodorants sind aus der Körperpflege nicht mehr wegzudenken. Der Großteil der Frauen und Männer greift täglich auf eines der vielen Produkte zurück. Bei so viel Auswahl kann die Entscheidung schon mal schwer fallen. Doch wie funktioniert ein Deodorant überhaupt? Und worauf kommt es bei einem Deodorant wirklich an? Neben der persönlichen Präferenz sollte die Kaufentscheidung hauptsächlich von der Art des Deodorants und dessen Inhaltsstoffen abhängig gemacht werden. Bei den ganzen Sorten und Fachbegriffen verliert man da schon mal den Überblick. Deshalb gibt es die wichtigsten Tipps jetzt auf einen Blick.

Deodorants – Funktion und Wirkungsweise

Wir schwitzen, weil bestimmte Drüsen in unserem Körper Flüssigkeit aussondern, um die Körperwärme zu regulieren oder Stoffe aus dem Organismus auszuscheiden. Der Schweiß selbst ist geruchlos. Der Geruch entsteht erst, wenn Bakterien den Schweiß in verschiedene Bestandteile zersetzen. Und genau hier kommen Deodorants zum Einsatz. Deodorants bestehen im Allgemeinen aus einer Kombination von Substanzen, die zur Geruchsüberdeckung, zur Geruchsbekämpfung und/oder zur Geruchsverhinderung beitragen. Um den Geruch zu überdecken, verwenden viele Deodorants Duftstoffe oder Parfüme. Außerdem werden die geruchsverursachenden Bakterien durch antimikrobielle Stoffe bekämpft. Einige Deodorants enthalten zusätzlich Antitranspiranzien, die die Schweißdrüsen verschließen und somit die Aussonderung von Schweiß mindern. Deodorants mit dieser Wirkung werden auch Antitranspirante genannt. Eine sekundäre Rolle spielen die sonstigen Bestandteile, wie zum Beispiel Geruchsabsorber (binden geruchsbildende Stoffe), Enzyminhibitoren (kontrollieren die Aktivität von Enzymen, die für die Geruchsbildung wesentlich sind) oder Antioxidantien (steuern Oxidationsprozesse, die Einfluss auf die Geruchsbildung haben).

Arten von Deodorants

Die Darreichungsform von Deodorants ist dabei vielfältig: Es gibt Sprays (Aerosole), Pumpsprays, Roller, Sticks, Cremes, Puder, Seifen, Kristalle und Deodoranttücher. Die verschiedenen Deodorantarten und Deodorantmarken erhalten Sie auch bequem bei eBay. Neben der persönlichen Vorliebe sind individuelle Aspekte der verschiedenen Deodorantarten zu beachten.

Deodorantsprays (Aerosole) – einfach und schnell

Hierbei befindet sich die Deodorantrezeptur mit Flüssiggas als Treibmittel vermischt in einer Spraydose. Bei Betätigung der Sprühfunktion entweicht Druck, wodurch das Treibmittel verdampft und die Deodorantlösung zerstäubt. Aerosole sind einfach aufzutragen und zu dosieren. Dadurch, dass die Haut nicht in den direkten Kontakt mit der Verpackung gelangt, ist die Deodorantanwendung äußerst hygienisch. Zusätzlich empfindet der Verbraucher eine kühlende Wirkung, die durch die Verdunstungskälte entsteht. Deodorants in Sprayform enthalten oft rückfettende und fixierende Stoffe und basieren zum Großteil auf alkoholischen Wirkstofflösungen. Daneben existieren auch Varianten auf Öl-Basis, bei denen der Treibgasanteil jedoch vergleichsweise hoch ist. Als Treibgase werden nur noch Kohlenwasserstoffe wie Propan, Butan, Isobutan oder Dimethylether verwendet. Diese belasten die Umwelt nicht so stark wie die früher verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Die Sprays gibt es auch in kleineren Varianten (kompakte Deodorantzerstäuber), die Platz sparend, handlich und für den Transport geeignet sind.

Deodorantpumpsprays – ohne Treibgase

Pumpsprays funktionieren rein mechanisch und basieren auf wässrigen alkoholischen Lösungen mit einem hohen Wasseranteil. Aufgrund des hohen Wasseranteils benötigen Deodorants in Form eines Pumpsprays Lösungsvermittler und Emulgatoren, um ein homogenes Produkt zu erreichen. Oft sind Fixiermittel und Stabilisatoren gegen die Lichteinwirkung in der Lösung enthalten. Mittlerweile sind auch Produkte ohne Alkohol verfügbar, bei diesen sind die Öl-Tropfen in Wasser eingebettet. Die Zerstäubung ist weniger fein als bei Aerosolen wodurch ein feuchtes Hautgefühl auftreten kann. Sie sind ebenso hygienisch und besitzen darüber hinaus keine Treibgase.

Deodorantroller – Rollerball und Frischegefühl

Der Deodorantroller überträgt das Deodorant mit Hilfe einer Rollerkugel auf die Haut. Die Rezeptur liegt in einem flüssigen Zustand vor, im Deodorant enthaltene Gele und Emulsionen unterstützen die Übertragung und Verteilung der Rezeptur. In der Regel bestehen diese Deodorants aus alkoholhaltigen Gelgrundlagen, deren Wirkstoffe mit denen der Pumpsprays vergleichbar sind. Zusätzlich enthalten sie Quellstoffe, wie zum Beispiel synthetische Polymere (Kunststoffe). Der Anwender empfindet ein angenehmes Frischegefühl, da der Roller ein feuchtes aber schnell trocknendes Gemisch auf die Haut überträgt.

Deodorantsticks – die Klassiker

Deodorantsticks sind die Klassiker unter den Deodorantvariationen. Die Konsistenz des Deodorants ist fest und formbeständig. Reibt man den Stick über die Haut, lässt sich das Deodorant jedoch leicht übertragen. Als Rezepturgrundlage dienen transparente, gelartige Substanzen: Seifen-Glykol-Gele (Glykol ist ein zweiwertiger Alkohol). Oft enthalten sie zusätzlich pflegende Stoffe und sind somit für sensible Haut geeignet. Deodorantsticks sind zudem praktisch und verursachen keine Deodorantflecken auf der Kleidung.

Deodorantcremes – hautverträglich und lang anhaltend

Die Deodorantcreme wird wie eine Bodylotion auf die gewünschte Stelle aufgetragen bzw. in die Haut eingerieben. In der Regel sind die Cremes hautverträglich und alkoholfrei, enthalten allerdings oft Aluminiumverbindungen, um die Schweißproduktion des Körpers zu mindern. Die Deodorantcreme zieht leicht ein und hinterlässt keine lästigen Deodorantflecken. Vorteilhaft ist ebenfalls die gute Haftung dieser Deodorants, wodurch Feuchtigkeit länger gebunden und Wirkstoffe nach und nach abgegeben werden können. Dadurch schützen sie lang anhaltend vor Körpergeruch. Die Dosierung ist normalerweise nicht exakt durchführbar, daher sind einige Deodorantcremes mit bestimmten Verpackungssystemen ausgestattet: Ein Doppelklick auf eine Taste übernimmt die Abmessung der Menge für den Verbraucher.

Deodorantpuder – nichts für Sensibelchen

Deodorantpuder binden den Schweiß, entziehen den Bakterien Feuchtigkeit und hemmen ihr Wachstum. Häufig enthalten sie synthetische Bakteriostatika. Deodorantpuder können bei empfindlicher Haut oder mangelnder Hygiene die Poren verstopfen und zu einer Pickelbildung beitragen.

Deodorantseife – Reinigung und Schutz in einem

Deodorantseifen werden nicht als herkömmliche Deodorants eingesetzt. In der Regel sind es normale Seifen, die zusätzlich desodorierende Substanzen enthalten. Der Vorteil liegt hier in der Kombination von Reinigung und Deodorantschutz, der allerdings nicht mit der Wirkung anderer Deodorantarten vergleichbar ist.

Deodorantkristalle – der Wirkstoff Alaun

Die Deodorantkristalle bestehen in den meisten Fällen aus Alaun, ein schwefelsaures Doppelsalz. Der Kristall wird genässt und die gewünschte Stelle aufgetragen. Durch das Wasser lösen sich Kristallteilchen und verbleiben auf der Haut. In der Regel enthalten Deodorantkristalle keine chemischen Zusätze, da die zusammenziehende und antibakterielle Wirkung des Alauns ausreicht. In einigen Studien wird den Kristallen Hautreizung, Beeinträchtigung der Transpiration und Porenverstopfung unterstellt, Hersteller hingegen werben mit Hautverträglichkeit und der Unterstützung einer natürlichen Wirkungsweise des Körpers.

Deodoranttücher – der Partner für unterwegs

Das Deodorant in Tuchform eignet sich insbesondere für unterwegs, da die Tücher einzeln in kleinen Taschen- oder Beutelformen verpackt sind. Diese aus Vlies bestehenden Tücher beinhalten eine Deodorantlösung und eignen sich neben der Deodorantfunktion auch zur Reinigung betroffener Körperstellen. Bei der Anwendung werden Schweiß und Bakterien entfernt und gleichzeitig der Deodorantschutz aufgetragen. In der Regel kann ein Tuch für die Anwendung beider Achseln verwendet werden. Die Deodorantlösung trocknet schnell und die Tücher sind in der Regel weich, reißfest und fühlen sich angenehm auf der Haut an.

Inhaltsstoffe von Deodorants

Bei der Auswahl eines Deodorants ist es ratsam zu überprüfen, ob das Produkt Inhaltsstoffe enthält, auf die Sie allergisch reagieren. Auch wenn keine allergischen Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe bekannt sind, sind bestimmte Substanzen mit Vorsicht zu genießen.

Duftstoffe – darauf sollten Sie achten

Bei der Entscheidung über den Duft eines Deodorants sollten Sie neben der persönlichen Präferenz einen Blick auf die inhaltliche Zusammensetzung werfen. Denn die in Deodorants enthaltenen Duftstoffe werden im Allgemeinen synthetisch hergestellt und sind einer der hauptsächlichen Auslöser für Allergien. Die Folgen können Rötungen, Quaddeln und Pigmentstörungen sein, in schwer wiegenden Fällen können auch Asthmaanfälle auftreten. Insbesondere sollten Sie bei der Wahl Ihres Deodorants auf Nitromoschus-Duftstoffe achten. Diese reichern sich im Körper an und können möglicherweise die Leber schädigen. Auch natürliche Substanzen (z. B. ätherische Öle) können allergische Reaktionen hervorrufen. Als sehr aggressiv gelten Duftstoffe wie Eichenmoos (Evernia Prunastri Extract), Nelke (Isoeugenol) und Zimt (Cinnamal). Auch Zitrusöle sollten Sie vermeiden, da diese zu einer Überempfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht führen können.

Alkohol und seine Wirkung in Deodorants

Aufgrund seiner antibakteriellen, auflösenden und kühlenden Wirkung ist Alkohol ein häufiger Bestandteil in Deodorants. Allerdings trocknet er die Haut aus, was zu einer Sensibilisierung führen kann. Die Haut kann dadurch angreifbarer für schädliche Keime und Verletzungen werden. Juckreiz und Rötungen können ebenso eine Folge sein. Generell sollten sie darauf achten, das alkoholhaltige Deodorants zusätzliche Pflegestoffe beinhalten, die dem Austrocknen der Haut entgegenwirken (z. B. Öle). Bei trockener oder empfindlicher Haut sollten Sie auf alkoholfreie Deodorants zurückgreifen.

Aluminiumverbindungen verengen die Poren

In einigen Deodorants sind Aluminiumverbindungen in der Form von Aluminiumhydroxid enthalten. Achten Sie auch auf Deklarationen wie „Aluminimchlorhydrate“ oder „ACH“. Aluminiumverbindungen wirken antitranspirant, d. h. sie verengen die Poren der Haut und mindern so den Schweißaustritt. Diese zusammenziehende Wirkungsweise reizt die Haut und kann neben Jucken, Brennen und Rötungen auch zu dauerhaften allergischen Reaktionen oder Hautausschlag führen. Auch Schweißdrüsenentzündungen können die Folge sein. Die Annahme, dass Aluminiumhydroxid in Deodorants in Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs steht, konnte wissenschaftlich nicht bewiesen werden. Da die direkte Injektion dieses Stoffes jedoch zu Zellveränderungen führen kann, sollten Deodorants die Aluminiumhydroxid beinhalten, nicht in die frisch rasierte Achselhöhle aufgetragen werden. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Deodorants ohne Aluminium verwenden. Alternativ ist die antitranspirante Wirkung auch durch natürliche Gerbstoffe zu erreichen, die zum Beispiel in Salbeiextrakten zu finden sind.

Dimethicone und ihre Nachteile

Die als Dimethicone (Silikone) gekennzeichneten petrochemischen Stoffe sind in der Regel aus Erdöl hergestellt. Sie mindern die natürliche Hautfunktion und tragen zur Verstopfung der Poren bei. Die durch diese Substanz beabsichtigte Pflegewirkung kann auch mit natürlichen Stoffen erzielt werden.

Farnesol statt Triclosan

Triclosan wird zur Bekämpfung von Bakterien in einigen Deodorants eingesetzt. Es kann zu Hautreizungen und zur Antibiotikaresistenz von Bakterien führen. Insbesondere kann Triclosan im Herstellungsprozess mit Dioxinen in Kontakt kommen. Diese Dioxine sind giftig, können das Immunsystem des Menschen schwächen und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Um einen vergleichbaren Effekt ohne Triclosan zu erzielen, können Sie auf Deodorants mit dem Wirkstoff Farnesol (ein Blütenalkohol) ausweichen.

Emulgatoren, Parabene und Formaldehyd in Deodorants

Emulgatoren wie Polyethylenglykole und PEG Derivate werden eingesetzt, um die verschiedenen Stoffe zu einem homogenen Produkt zu verbinden. Allerdings führen sie zu durchlässigerer Haut und erleichtern Schadstoffen somit den Eintritt in den menschlichen Körper. Zusätzlich können sie Spuren krebserregender Substanzen enthalten. Die in einigen Deodorants verwendeten Konservierungsstoffe Parabene und Formaldehyd gelten sogar direkt als krebserregende Stoffe.

Probieren geht über Studieren

Um das richtige Deodorant zu finden, sollten Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen von Deodorants für sich abwägen und einige Inhaltsstoffe meiden. Daneben ist die persönliche Vorliebe bezüglich des Dufts und der Darreichungsart des Deodorants entscheidend. Ansonsten empfiehlt sich der Test einiger Deodorants, um herauszufinden welches Produkt am besten zu Ihnen passt.

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