Tipps zum Kauf von Deo-Tüchern

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Tipps zum Kauf von Deo-Tüchern

Nützliche Informationen für den Kauf von Deo-Tüchern

Wer kennt das nicht? Man ist gerade irgendwo im Alltag oder auf Reisen unterwegs und spürt, wie sich bei einem auf einmal ein peinlicher Schweißgeruch entwickelt, der das Selbstbewusstsein und die Vitalität abrupt sinken lässt. Weit und breit ist aber kein Wasserhahn in Sicht, um sich waschen und anschließend erfrischen zu können. Um solchen unangenehmen Szenarien vorzubeugen, wurden Deo-Tücher entwickelt. Diese können überall hin in jeder Hosen-, Blusen-, Hemd- oder anderen kleinen Tasche bequem und diskret mitgeführt werden. Bei Bedarf können sie schnell und leicht angewendet werden.

Deo-Tücher dienen zur Desodorierung

Das Wort „Desodorierung“ stammt von dem lateinischen Verb „desodorieren“ (entriechen). Allgemein versteht man darunter das gezielte Verdecken oder Entfernen von Odor. Odor ist die Bezeichnung für einen spezifischen Geruch, der von einem Duftstoff entwickelt wird und der mit dem Geruchssinn wahrgenommen wird. Je nach Konzentration und Situation kann man Odor als angenehm oder als unangenehm empfinden. Durch Desodorierung wird zum Beispiel in der chemischen Industrie, in Gebäuden, beim Kochen und auch in der Kosmetik- und Körperpflegemittelindustrie unerwünschten Gerüchen entgegengewirkt. Zur gezielten Vermeidung, Beseitigung und Verdeckung von lästigem Odor bieten Körperpflegemittelhersteller zwei Produktreihen an, nämlich Desodorantien (Deodorants) und Antitranspirantien (Antitranspirants).

Deo-Tücher – ein Produkt aus der Produktlinie Deodorants

Zunächst einmal ist ein Deodorant, auch Desodorant oder kurz Deo genannt, ein Körperpflegeprodukt, das unangenehmen Körpergeruch bekämpft. Deos gibt es zum Auftragen in den Achselhöhlen, auf die Füße und im Intimbereich. Diese werden in Form von Stiften, Rollern, Pump-Sprays, Cremes, Deo-Seifen, Deo-Puder und Deo-Tüchern angeboten. In allen diesen Deo-Produkten bekämpfen dieselben Hauptwirkstoffe üble Körperausdünstungen.
Zuerst einmal beinhalten alle Deo-Produkte und somit auch Deo-Tücher antimikrobielle Stoffe, worunter man keimhemmende Mittel versteht. Diese stoppen die Vermehrung jener Bakterien, die Verursacher von lästigen Gerüchen sind. Die Stoffe sind sozusagen die Bakterienkiller unter den Deo-Inhaltsstoffen. Antimikrobielle Stoffe können synthetischen Ursprungs sein, wie das am meisten verwendete Triclosan, oder auch natürlicher Herkunft wie beispielsweise Thymian-, Nelken- oder Minzöl. Weitere Deo-Wirkstoffe sind Geruchsüberdecker, unter denen man Duftstoffe, Parfums und ätherische Öle versteht, die den Körpergeruch überdecken, sowie Geruchsabsorber, die geruchsbildende Substanzen festhalten. Enzyminhibitoren steuern die an der Geruchsbildung beteiligten Enzyme, und Antioxidantien kontrollieren die für die Geruchsentstehung relevanten Oxidationsprozesse. Darüber hinaus sind in Deos Antitranspirantien enthalten, die die Aktivität der Schweißdrüsen hemmen. Das sind zum Beispiel Aluminiumchlorohydrate, die das Schwitzen dadurch verhindern, indem sie die Schweißdrüsen verengen.
Inwieweit ein Deo-Tuch neben dem Übertünchen von Körpergeruch auch das Schwitzen verhindert, hängt wesentlich von der Wirkstoffdosierung der Aluminiumchlorohydrate ab. Des Weiteren enthalten Deo-Tücher in der Regel pflegende Öle, die die Haut beruhigen und glätten. Oft ist auch gelöster Alkohol (Isopropanol, Ethanol) Bestandteil von Deo-Tüchern, der bei der Anwendung für ein kühlendes Gefühl sorgt. Häufig saugt auch in Deos enthaltene Kieselerde fetthaltige Schweißrückstände auf der Haut auf und verhindert somit ein klebriges Gefühl im Anwendungsbereich.
Einige andere Stoffe, die in der Deo-Produktion manchmal verwendet werden, aber für Sie nicht unbedingt vorteilhaft sein könnten, sind Dimethicon, Parabene und Polyethylenglykole, auch PEG-Derivate genannt. Hinter dem Begriff Dimethicon verbirgt sich ein Polymer auf Siliziumbasis, also ein künstliches Silikon, das die natürliche Aufgabe der Haut herabsetzen kann. Parbene haben den Ruf als potentielle Brustkrebserreger. Chemische Emulgatoren machen die Haut durchlässiger, wodurch Schadstoffe und Bakterien schneller in den menschlichen Körper eindringen können. Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut und Allergiker sollten vor dem Kauf von Deo-Tüchern die Liste der Inhaltsstoffe genau unter die Lupe zu nehmen. Für sie sind Deo-Tücher für sensitive Haut besser geeignet.

Wodurch unterscheiden Sie Deo-Tücher von anderen Deo-Produkten?

Einzelne Deodorant-Tücher bestehen aus einem weichen, reißfesten Vlies, das mit einer Deo-Lösung getränkt ist. In der Regel sind die einzelnen Deo-Tücher in handliche Sachets verpackt, die wiederum in diversen Stückzahlen in eine größere Vorratspackung abgepackt sind. Die einzelnen Sachets können bequem und diskret transportiert und bei sich getragen werden und eignen sich somit besonders gut für zwischendurch und unterwegs. Während andere Deo-Produkte nur auf vorher gereinigter Haut aufgetragen werden sollen, erledigen Deo-Tücher den Reinigungsvorgang mit. Diesen Vorteil weist kein anderes Deo-Produkt auf. Somit haben Deo-Tücher den Zweck, die Haut zu reinigen, Schweiß und Geruchsbakterien zu absorbieren und den Deo-Schutz zu erneuern.
Da die Haut unmittelbar nach ihrer Anwendung unverzüglich trocknet, können ihre Wirkstoffe und ihr frischer Duft sofort zur Geltung kommen. Wie andere Deo-Produkte gibt es Deo-Tücher für die Achselhöhlen, Füße, Hände und den Intimbereich von Mann und Frau. Ein Deo-Tuch ist für eine Einmal-Anwendung gedacht. Die Tücher werden in verschiedenen Packungsgrößen für Männer und Frauen und in unterschiedlicher Parfümierung angeboten. Es gibt sie auch für unterschiedliche Hauttypen, wie zum Beispiel für normale und empfindliche Haut.

Deo-Tücher als Antitranspirant-Tücher

Neben Deo-Tüchern, deren Zweck hauptsächlich die Überdeckung von Gerüchen ist, sind auch Antitranspirant-Tücher auf dem Markt, deren Hauptziel die Schweißverhinderung ist. Auch das Wort Antitranspirant kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „gegen Ausdünsten“. Antitranspirantien verschließen die Schweißdrüsen, damit weniger Schweiß und somit auch weniger Geruch entsteht. Dies geschieht dadurch, dass Antitranspirants einen bedeutend höheren Wirkstoffanteil an Aluminiumchlorid aufweisen. Während dieser bei Deos üblicherweise bei bis zu 5 Prozent beträgt, beinhalten Antitranspirants mindestens 10 Prozent Aluminiumchlorohydrate beziehungsweise Aluminiumchlorid.
Menschen, die stark schwitzen und ein verlässliches Antitranspirant wünschen, sollten darauf achten, dass ihr Antitranspirant einen höheren Aluminiumchloridanteil hat, weil die trocknende und schweißhemmende Wirkung der Aluminiumchlorohydratsalze erst bei ungefähr 10 Prozent Wirkstoffanteil beginnt. Dadurch, dass alle Antitranspirants auch antimikrobiell wirken, sind sie im Prinzip auch Deodorants. Vereinfacht kann man zusammenfassen, dass Deo-Tücher und Antitranspirant-Tücher aus denselben Komponenten bestehen. Der Hauptunterschied liegt in der Wirkstoffverschiebung der Deos zugunsten der parfümierenden Stoffe und der Antitranspirants zugunsten von Aluminiumchlorohydratsalzen.
Es sind also zwei verschiedene Herangehensweisen, um demselben Problem, nämlich dem durch Schwitzen entstehenden Geruch, entgegenzuwirken. Welches Produkt man letztendlich bevorzugt, muss jeder selbst entscheiden. Menschen, die vermehrten Schweißausbruch haben, der auch Schweißflecken unter den Achselhöhlen verursacht, treffen wahrscheinlich mit einem Antitranspirant die bessere Wahl. Trägt man diese jedoch auf gereizte oder sehr sensible Haut auf, sollte man bedenken, dass die in Antitranspirantien enthaltenen Salze die Haut noch mehr irritieren können. Für Menschen, die exzessiv schwitzen und sensible Haut haben, wurden so genannte Intensiv-Deos entwickelt, die wie Antitranspirants wirken, aber hautverträglicher sind.

Achselpads als spezielle Tücher gegen Schweißgeruch

So genannte Achselpads beziehungsweise Schweißpads können im weiteren Sinne auch zu Deo-Tüchern gezählt werden. Diese wurden in erster Linie entwickelt, um Schweißflecken auf Kleidungsstücken wie Blusen, T-Shirts und Hemden zu verhindern. Es gibt sie für jedes Geschlecht und jedes Alter in verschiedenen Formen, Größen und Materialien, die auf verschiedene Arten angewendet werden können. Einige können direkt auf die Haut aufgeklebt, andere im Achselbereich in Textilien eingeklebt werden und wiederum andere werden über einen Träger in den Achseln gehalten. Darüber hinaus existiert noch eine Version von Pads, die in Spezialtextilien in Haltetaschen eingelegt werden. Gemeinsam ist allen, dass Saugkerne der Pads frisch gebildeten Achselschweiß aufnehmen und dadurch Hautbakterien keine Gelegenheit haben, unangenehme Gerüche zu bilden.

Wann und warum Körpergeruch entsteht

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von Deo-Tüchern ist es auch ganz sinnvoll, zu wissen, wann Menschen ins Schwitzen kommen und wie daraus die als meist unangenehm empfundenen Körpergerüche entstehen. Zuerst einmal ist Schwitzen eine wichtige Funktion des menschlichen Organismus, denn Schweiß reguliert die Körpertemperatur und transportiert unter anderem Stoffwechselschlacken und Giftstoffe aus dem Körper. Neben 99 Prozent Wasser befinden sich im Schweiß über 250 verschiedene Substanzen. Damit der Organismus nicht innerlich verkocht, verdunstet der menschliche Körper täglich mindestens einen halben Liter Schweiß. Körperliche und psychische Anstrengung oder Hitze steigern die Schweißbildung extrem. So kann unter heißen Arbeitsbedingungen ein Körper an einem Acht-Stunden-Arbeitstag sechs und mehr Liter Schweiß abgeben.
Frisch gebildeter Schweiß ist zunächst einmal geruchlos. Erst wenn bestimmte Hautbakterien den abgesonderten Schweiß abbauen, kommt es zu dem typisch muffeligen Schweißgeruch. Je nach Schweißverursacher kann Schweißmief mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Die Schweißproduktion selbst kann willentlich nicht verhindert werden. Doch durch die Auswahl der richtigen Kleidung, Regulierung von Raumtemperaturen, angepasstem Trink- und Essverhalten und bestimmten Körperhygienemaßnahmen wie der Einsatz von Deos, Deo-Tüchern und Co. kann man für den Körper bessere Wohlfühl-Bedingungen schaffen.
Faktoren, die für die Stärke der Schweißbildung unter den Achseln und am ganzen Körper von Bedeutung sind, sind neben äußerlichen Faktoren wie klimatische und physische Bedingungen vor allem auch psychische Reize wie Stress, Angst, Wut sowie innerliche Faktoren wie hormonelle Umstellungen und Krankheiten.

Wann Deo-Tücher besonders sinnvoll sind

Es ist immer dann sinnvoll, Deo-Tücher oder Antitranspirant-Tücher bei sich zu haben und anzuwenden, wenn man unterwegs ist und/oder Faktoren ausgesetzt ist, die normale oder extreme Schweißbildung verursachen, aber unter denen man nicht ohne großen Aufwand auf andere Deo- und Antitranspirant-Produkte zurückgreifen kann, weil diese vor dem Auftragen ein vorheriges gründliches Waschen der Haut erfordern. Ihre Anwendungsgebiete sind vielfältig, weswegen hier nur einige exemplarische dargestellt werden können.
So sind sie praktischer Helfer auf Langstreckenflügen, bei denen man die meisten andern üblichen Deo-Verpackungen nicht im Flugzeug bei sich führen darf. Sie verschaffen sowohl während des Flugs als auch direkt am Ankunftsort sofort Erfrischung und ein angenehmes Wohlgefühl. Auch vor allem in Stresssituationen wie beispielsweise Vorstellungsgesprächen, Vorträgen, Prüfungen und vielem mehr, in denen man durch emotionales Schwitzen sein Selbstwertgefühl durch unangenehme Gerüche nicht mindern möchte, bietet sich der schnelle, diskrete Griff zu einem Deo-Tuch an. Gerade emotionales Schwitzen verursacht verstärkt Körpermief, da durch ihn nur bestimmte Körperregionen, wie zum Beispiel die Achselhöhlen, über die Nerven angesprochen werden und Adrenalin ausschütten. Das Adrenalin regt die apokrinen Duftdüsen zur intensivsten Arbeit an und diese produzieren auf Hochtouren starken Körpergeruch. Emotionales Schwitzen wird durch Nervosität, Befangenheit, geistige Anspannung, Angst, Aufregung, Trauer usw. ausgelöst.
Bei Frauen tritt auch während der Phasen von hormonellen Umstellungen oftmals übermäßiges Schwitzen auf, sei es in der Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit oder in den Wechseljahren. In diesen Phasen bietet es sich ebenfalls an, sich für unvorhersehbare Hormonschübe im öffentlichen Leben mit einem Deo-Tuch zu wappnen, um sich jederzeit und überall angenehm empfundene Frische verschaffen zu können. Auch übergewichtige Menschen schwitzen mehr und können im Alltagsleben in vielen Situationen, in denen sie anderen Menschen begegnen, von der Anwendung von Deo-Tüchern profitieren.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden