Tipps zum Kauf eines individuell gestalteten Choppers

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Im Vorbeifahren Eindruck machen: Tipps zum Kauf eines individuell gestalteten Choppers

Die ersten Motorräder entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa. Damit kann diese Art der motorisierten Fortbewegung auf eine inzwischen mehr als 100 Jahre alte Tradition zurückblicken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Motorräder in vielerlei Hinsicht von Autos abgelöst, da diese im Rahmen der steigenden Mobilisierung der Gesellschaft immer billiger wurde.

Erst im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurden viele Fans von motorisierten Fahrzeugen wieder auf die Motorräder aufmerksam. Vielleicht waren es die Musik und die Filme, die wieder Lust auf das Motorradfahren machten. Die Rolle des Motorrads war jedoch eine andere als vor dem Zweiten Weltkrieg. Motorräder wurden von nun an nicht mehr als Alltagsfahrzeuge mit hohem Nutzwert gefahren, sondern zu großen Teilen als reines Wochenend- und Freizeitvehikel.

Verschiedenste Gründe fürs Motorradfahren

Motorradfahrer zieht es aus unterschiedlichen Gründen mit dem Kraftrad auf die Straße. Einige sind gerne sportlich unterwegs, während andere eher die langsame Gangart bevorzugen. Aus diesem Grund gibt es auch Motorräder in allen erdenklichen Ausführungen und Leistungsklassen. Zu den bekanntesten Klassen gehören wohl die Supersportler und Superbikes, die Tourer, die Enduros, die Cruiser und die Chopper. Motorräder in diversen Ausführungen und Hubraumklassen finden Sie zum Beispiel bei eBay.

Zudem fühlen sich die Anhänger von Motorrädern den verschiedensten Gruppierungen zugeordnet. Die Motorradszene ist vielfältig und hat die unterschiedlichsten Ausprägungen. Motorradmessen sind ein beliebter Treffpunkt für Motorradfans aus der ganzen Welt, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Darüber hinaus werden hier die neusten Trends geboren und vorgestellt. Auf Motorradmessen werden in aller Regel nicht nur Serienfahrzeuge vor- und ausgestellt, sondern auch Motorräder, die nicht unbedingt der Norm entsprechen. Diese Motorräder werden auch als Custombike bezeichnet und sind oftmals als Chopper konzipiert. Wenn Sie sich zum Ziel gesetzt haben, einen Custom-Chopper Ihr Eigen zu nennen, ist es ratsam, wenn Sie sich im Vorfeld mit dieser Motorradgattung etwas näher befassen. Schließlich müssen hier einige Dinge beachtet werden, die über ein normales Serienfahrzeug hinausgehen. Dies ist vor allem der Fall, wenn es sich um einen gebrauchten Custom Chopper handelt.

Individuell gestaltete Chopper haben ihren Ursprung in den USA

Unter einem Chopper versteht man im ursprünglichen Sinne ein Motorrad, bei dem diverse Anbauteile entfernt wurden, um für einen sportlichen und außergewöhnlichen Gesamteindruck zu sorgen. Darüber hinaus wurden Teile nicht nur entfernt, sondern auch modifiziert und neu hinzugefügt. Zu den modifizierten Teilen zählen zum Beispiel Fahrwerkskomponenten wie Gabeln, Felgen und Räder, Lenker sowie der Tank. Obendrein sorgen aufwendige Lackierungen für den typisch rebellischen Look der Chopper.

Chopper dieser Art wurden erstmals gegen Ende der Vierzigerjahre im Bundesstaat Kalifornien in den USA gesehen. Aus diesem Grund wurden zu Anfangszeiten auch überwiegend die Motorräder von US-amerikanischen Herstellern wie zum Beispiel Harley-Davidson umgebaut oder gechoppt, wie die Motorradgemeinde diese Art der Modifikation bezeichnet. Chopperähnliche Motorräder von US-amerikanischen Herstellern wie beispielsweise Harley Davidson finden Sie unter anderem bei eBay. In den Achtzigerjahren wurden Chopper auch bei der breiteren Bevölkerungsschicht immer beliebter. So entstanden in dieser Zeit in den USA auch sehr viele Betriebe, die sich auf den Umbau von Serienmotorrädern spezialisierten. Diese Betriebe werden auch als Customizer bezeichnet. Mit einem Customizer besteht für den Kunden die Möglichkeit, ein Motorrad umfangreich und vielfältig an die persönlichen Vorstellungen, Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen.

Low Rider, Softchopper & Co. - Typenklassen der Chopper

Chopper können wiederum in die klassischen Chopper, in die Low Rider, in die Softchopper, in die Bobber und teils in die Cruiser unterteilt werden.

Klassischer Chopper

Unter einem klassischen Chopper versteht man im Allgemeinen ein Motorrad, das bereits serienmäßig mit den choppertypischen Merkmalen wie zum Beispiel einer langen und flachwinkligen Gabel am Vorderrad, einem hohen Lenker, einem langen Radstand, weit vorne angebrachte Fußrasten in Kombination mit einer relativ tiefen Sitzposition versehen sind. Die optischen Merkmale lehnen sich teilweise an die ersten Drag Bikes an. Drag Bikes wurden für Beschleunigungsrennen eingesetzt. Durch den langen Radstand sollte bei diesen Krafträdern der Geradeauslauf verbessert werden.

Low Rider

Unter einem sogenannten Low Rider versteht man ein chopperähnliches Motorrad, das sehr lang und flach konzipiert ist. Erreicht wird dieser sehr spezielle Look unter anderem durch eine ausgesprochen tiefe Sitzposition, einen überlangen Radstand sowie durch einen flachen und breiten Lenker. Low Rider sehen den renntauglichen Drag Bikes noch ähnlicher als die klassischen Chopper.

Softchopper

Unter einem sogenannten Softchopper versteht man in aller Regel ein Motorrad, dessen Design sich an die klassischen Chopper anlehnt. Die Umsetzung ist jedoch im Gegensatz zu einem richtigen Chopper weniger konsequent und damit auch serientauglicher.

Bobber

Sogenannte Bobber entstanden als Anlehnung an die ersten gechoppten Serienmotorrädern in den späten Vierzigerjahren. Bei diesen wurde oftmals das hintere Schutzblech durch das vordere Schutzblech ersetzt. Moderne Bobber, auch Bobchops genannt, ahmen diesen sehr speziellen Look nach.

Die Cruiser können teilweise auch den Choppern zugeordnet werden. Auch bei diesen meist hubraumstarken Krafträdern werden oftmals designtechnische Eigenarten und Komponenten übernommen, die auch für Chopper typisch sind. Dazu zählen unter anderen der lange Radstand und die bequem im vorderen Bereich angebrachten Fußrasten. Nahezu alle Chopper-Typen können noch weiter umgebaut und persönlich gestaltet werden. Aus diesem Grund ist eine klare Abgrenzung der verschiedenen Typen bei den sogenannten Custom-Choppern, also bei den individuell gestalteten Choppern, nur schwer möglich. Auch Custom Bikes mit modernen Elementen weisen manchmal chopperähnliche Details auf. Dazu zählen zum Beispiel stark modifizierte Streetfighter oder Cafe Racer, die auch bei eBay erhältlich sind.

Der Umbau und die individuelle Gestaltung eines Choppers kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen

Bei den sogenannten Custom Choppern gibt es teilweise große Unterschiede in qualitativer Hinsicht. Dies gilt vor allem bei gebrauchten Choppern, die individuell gestaltet wurden. Schließlich findet man auf dem Markt für gebrauchte Custom Chopper sowohl Modelle, die nach und nach vom Besitzer selbst umgebaut wurden sowie Motorräder, die professionell von einem Customizer abgeändert wurden. Darüber hinaus gibt es Fahrzeuge, die bereits vom Hersteller ab Werk individualisiert wurden. Diese Art der Individualisierung findet auch als Factory Custom Bezeichnung.

Motorräder, die vom Vorbesitzer selbst umgebaut wurden, wirken aus designtechischer Sicht in vielen Fällen nicht so stimmig, wie es zum Beispiel bei Motorrädern von Customizern der Fall ist. Schließlich wird das Veredeln von Choppern von vielen Motorradenthusiasten als Kunstform gesehen, die dementsprechend beherrscht werden sollte. Darüber hinaus fehlt es dem Eigenbauer oftmals an technischem Sachverstand. Motorradkomponenten sollten generell perfekt aufeinander abgestimmt sein, um für ein gutes Fahrverhalten zu sorgen. Letzten Endes können inkonsequente und unfachmännisch durchgeführte Umbauten nicht nur den Spaß am Motorradfahren trüben, sondern auch die Sicherheit erheblich gefährden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Motor oder um das Fahrwerk handelt. Das individuelle Umbauen und Gestalten von Motorrädern benötigt viel Erfahrung und Können, um ein entsprechendes Ergebnis liefern zu können.

Aus diesem Grund sollte bei einem Chopper, der vom Vorbesitzer eigenhändig umgebaut wurde, genau inspiziert werden, welche Komponenten geändert und welche Teile hinzugefügt wurden, um unter anderem das Gesamtkonzept in technischer Hinsicht besser nachvollziehen zu können. Chopper, die von Customizern, also professionellen Betrieben, hergestellt wurden, gibt es in den unterschiedlichsten Ausprägungen und Ausführungen.

Themenbikes

Die Chopper werden entweder persönlich für die Kunden gestaltet und konfiguriert oder als sogenanntes Themenbike konzipiert. Unter einem Themenbike versteht man ein Custom-Motorrad, das aus künstlerischer Hinsicht auf einem bestimmten Thema aufbaut. Themenbikes können, sofern es sich um echte Einzelstücke handelt, zu wertvollen Sammlerobjekten werden. Der Umfang der Umbauten kann bei Bikes von Customizern sehr unterschiedlich ausfallen. So gibt es Custombikes, die komplett neu aufgebaut wurden und Fahrzeuge, die auf Serienmaschinen basieren. Die einzelnen Komponenten werden dabei selbst gefertigt oder von Fremdfirmen geliefert. Bei komplett neu aufgebauten Maschinen können unter Umständen Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen entstehen. Aus diesem Grund kann gesagt werden, dass bei Choppern, die technisch noch relativ nahe am Serienmotorrad sind, auch weniger Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung entstehen können. In dieser Hinsicht bereiten die Factory Custom Chopper die wenigsten Probleme, da hier die technischen Komponenten in der Regel sehr viel Ähnlichkeit mit den Serienmodellen haben.

Bei eBay finden Sie unter anderem Chopper, die eigenhändig individuell gestaltet wurden, Chopper, die von Customizern hergestellt wurden sowie Chopper vom Typ Factory Custom.

Achten Sie bei individuell gestalteten Choppern auf die Zulässigkeit 

Um Ihre Sicherheit und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass die Umbauten auch zulässig sind. In dieser Hinsicht sollten Sie prüfen, ob die Umbauten und die hinzugefügten Komponenten vom Vorbesitzer auch richtig eingetragen wurden. Darüber hinaus sollten sämtliche Papiere, die zu den Teilen gehören, ausgehändigt werden. Dies ist vor allem bei Custom Choppern der Fall, die nur nach und nach individualisiert und umgebaut wurden. Hier macht sich bei manchen Vorbesitzern gerne Nachlässigkeit breit. Bei individualisierten Choppern von Customizern gibt es in dieser Hinsicht im Normalfall weniger Probleme, da diese Fahrzeuge meist zulassungsfertig an den Kunden ausgeliefert werden.

Auf diese Dinge sollten Sie bei gebrauchten, individuell gestalteten Choppern achten

Bei gebrauchten Custom Bikes sollten Sie sich generell nicht nur von der Optik blenden lassen, sondern auch den technischen Zustand der Maschine näher betrachten, um einem unliebsamen Fehlkauf mit hohen Folgekosten vorzubeugen. Umbauten am Motor sind in manchen Fällen bezüglich der Laufleistung als kritisch anzusehen. Der Motor sollte sowohl im kalten als im warmen Zustand gestartet werden, um mögliche Defekte aufzuspüren. Umbauten am Rahmen und an Fahrwerksteilen sollten ebenfalls kritisch beäugt werden. Korrosion durch nachträgliche Schweißarbeiten ist keine Seltenheit. Custom Chopper weisen aufgrund der Tieferlegung oftmals sehr kurze Federwege auf. Aus diesem Grund sollten auf jeden Fall die Stoßdämpfer geprüft werden.

Im Rahmen der Probefahrt können Sie das Motorrad bei einem Schnelltest kurz belasten und sofort wieder entlasten. Schaukelt der Chopper erheblich nach, so deutet dies auf einen defekten Stoßdämpfer hin. Darüber hinaus sollte auf austretendes Öl oder Schmutzflecken im Bereich der Stoßdämpfer geachtet werden. Auch das kann auf einen Defekt des Dämpfers hinweisen.

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