Tipps zum Kauf eines hochwertigen Luftfilters für Ihren Fahrzeugtyp

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Tipps zum Kauf eines hochwertigen Luftfilters für Ihren Fahrzeugtyp

Deutschland ist eine der größten Autonationen weltweit, was allerdings kein Wunder ist. Zum einen sind zahlreiche der ganz großen Hersteller in Deutschland beheimatet, denken Sie nur mal an Volkswagen, Daimler, BMW, Audi oder Porsche. Alle Autobauer sind weltweit tätig und das auch noch recht erfolgreich.

Zum anderen gilt ein eigenes Auto gerade auf dem Land als Fortbewegungsmittel Nummer eins, das die individuelle Unabhängigkeit von Bus und Bahn garantiert. Und drittens schließlich zeigt Deutschland das größte Autobahnnetz in ganz Europa, womit quasi jedes nationale Ziel halbwegs schnell und gut erreichbar ist.

Ist das Auto mal beschädigt, wird eine Reparatur nicht lange hinausgezögert. So manches Ersatzteil ist zwar weniger wichtig als ein anderes, trotzdem sollten defekte Teile, egal welcher Art, so schnell es geht gewechselt werden. Zu welcher Sorte der Luftfilter zählt, möchte Ihnen der folgende Ratgeber „Tipps zum Kauf eines hochwertigen Luftfilters für Ihren Fahrzeugtyp" erklären.

Kurz erklärt: Was ist ein Luftfilter überhaupt?

Es ist vielleicht erst einmal ganz interessant, den Luftfilter als solchen zu erklären. Was ist ein Luftfilter? Wozu dient der Luftfilter? Mit welchen Preisen müssen Sie für ein entsprechendes Ersatzteil rechnen? Fragen über Fragen, auf welche Sie hier Antworten finden sollen.

Bereits die Bezeichnung „Luftfilter" erklärt im Groben, wozu das Bauteil dient. Ein Luftfilter filtert die Luft, macht sie sauber. Tatsächlich schwirrt in der Luft so manches kleine Staubpartikelchen rum, außerdem Ruß, Blütenpollen, Gase, sogar Krankheitserreger. Im Fachjargon wird der Luftfilter daher als „Abscheider" beziehungsweise „filternder Abscheider" bezeichnet. Viel weiter sind wir damit aber nicht. Zur Erklärung: Ein Abscheider ermöglicht ein mechanisches Trennverfahren von Stoffen und Stoffgemischen, nämlich den gerade genannten Partikeln oder Gasen. Neben dem Luftfilter gibt es diese Abscheider auch als Wasserfilter, Ölfilter und viele weitere Filter.

Das Prinzip dieser Abscheider oder eben Filter ist jeweils das gleiche, eben die Filterung von Luft, Wasser, Öl. Doch zurück zum Luftfilter. Was bezweckt dieser bestimmte Filter? In der Autobranche wird insbesondere der Trockenfilter eingesetzt, welcher ringförmig oder mitunter rechteckig, in jedem Fall aber relativ flach ist. Als eigentliches Filterelement dient in der Regel ein papierähnliches und im Zickzackmuster geformtes Gewebe.

Manchmal besteht dieser Trockenfilter sogar aus zwei Filtern, einem groben Vorfilter aus Schaumstoff sowie einem zweiten Hauptfilter aus Papier für das Feine. Das gilt jedoch eher für Maschinen in der Landwirtschaft, normale Autos kommen mit einem Filter aus. Eingebaut ist dieser Luftfilter hinter dem Kühlergrill beziehungsweise dem hinter dem Grill befindlichen und daher unsichtbaren eigentlichen Kühler.

Der versorgt den Motor mit Luft, und genau diese Luft wird durch den Filter von Schmutzpartikeln aller Art gesäubert. Sinn und Zweck des Filters dürften damit klar sein. In den Motor oder vielmehr in die Zylinder soll kein Schmutz gelangen, weder feiner noch grober. Den filtert der Luftfilter daher heraus, der Motor wird mit sauberer Luft versorgt.

Pro und Kontra: Ist der Luftfilter unbedingt notwendig?

Damit wäre der Luftfilter zumindest in grober Theorie erklärt. Doch was ist, wenn der Filter defekt ist? Können Sie ohne Filter fahren? Hier geht es weniger um das Können, als vielmehr um das Wollen. Tatsächlich kann ein Motor durchaus ohne Luftfilter fahren, ein wirklich guter Rat – schon gar auf unbestimmte Dauer – ist das allerdings nicht. Wie gesagt, der Filter soll die Luft filtern und reinigen, um den Motor mit sauberer Luft zu versorgen. Ist der Filter defekt oder gar kein Filter eingebaut, gelangt über dem Ansaugtrakt des Motors natürlich alles in das Triebwerk, was nicht hinein soll.

Schmutz, Pollen, Insekten - auf Dauer würde das jeden Motor schlichtweg versagen lassen. Kurzum: Ein kapitaler Motorschaden wäre irgendwann die logische Folge. Der wird zwar kaum am nächsten Tag passieren, sicher ist der Motordefekt ohne Luftfilter aber allemal. Dass dieser Motorschaden Sie ein Heidengeld kosten wird, steht ebenfalls außer Frage und braucht kaum diskutiert werden. Ein neuer Luftfilter hingegen kostet Sie rund zehn Euro, was gegenüber so manchen anderen Ersatzteilen kein Geld ist. Selbst ein spezieller Sportluftfilter zur Steigerung der Motorleistung und noch dazu von einem der großen Markenhersteller kostet Sie im schlimmsten Fall keine vierzig Euro, was in puncto Reparaturkosten für ein Auto so gut wie nichts ist.

Fazit: Für wenige Euro und fast schon Centbeträge das „Leben" des Motors und einen Motorschaden zu riskieren, wäre schlichtweg dumm. Ein Austauschmotor kann Sie etliche tausend Euro kosten, ein neuer Luftfilter hingegen weniger als ein romantisches Abendessen mit Ihrem Partner in einem guten Restaurant. Und von dort wollen Sie ja schließlich wieder nach Hause kommen. Eventuell mit dem Auto?

Achtung: Welche Gefahr bedeutet ein defekter Luftfilter?

Ohne Luftfilter zu fahren ist also keine gute, sondern im Gegenteil sogar die vielleicht schlechteste Idee, die Sie haben können. Eine weitere Diskussion in diesem Punkt ist absolute Zeitverschwendung. Die Gefahren eines defekten Filters sind damit übrigens schon geklärt. Defekt ist allerdings noch besser als ganz ohne. Wie schnell übrigens ein Motorschaden eintritt, hängt von Ihrer Fahrstrecke ab.

Eine gut gepflegte deutsche Straße lässt Ihren Motor mit Sicherheit länger leben als eine Wüstenpiste in Dubai. Hier quittiert der Motor wohl schon nach wenigen Kilometern seinen Dienst. Auf einer sauberen Straße sind durchaus tausend Kilometer möglich, aber ebenso wenig ratsam. Tatsächlich würden Sie Ihr Aggregat schon auf dem ersten Kilometer schädigen, egal ob auf der Straße oder in der Wüste. Nirgendwo ist Staub auszuschließen, schon das erste Körnchen wird das künftige Rentenalter Ihres Motors nach unten stufen.

Andere Gefahren drohen übrigens nicht. Die typische Lebensdauer eines Luftfilters liegt im Schnitt bei 30.000 bis 40.000 Kilometer, je nach Hersteller und Marke eventuell darunter oder sogar deutlich darüber. Im Fazit dürfte der kleine Preis eines neuen Luftfilters die genannte Lebensdauer aber mehr als rechtfertigen. So manches andere Ersatzteil ist deutlich teurer und unter Umständen schneller defekt.

Suche: Wie Sie den richtigen Luftfilter finden

Immerhin steht es Ihnen frei, den neuen Luftfilter selbst zu kaufen. Hier bietet sich natürlich das Internet an. Selbst als Laie dürften Sie kaum Schwierigkeiten haben, den passenden Luftfilter zu finden. In der Regel reichen Ihnen zur Auswahl unter den diversen Angeboten einige wenige Daten, nämlich Fahrzeugmarke, Modell und Typ. Alles Weitere ergibt sich quasi automatisch.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, suchen Sie Ihr Ersatzteil anhand der Schlüsselnummern oder KBA-Nummern raus. Diese Nummern finden Sie auf Ihrem Fahrzeugschein ganz oben, dafür recht klein. Hier sind die Nummern zwei und drei nötig, alles Weitere übernimmt wieder die Suchmaske. So oder so haben Sie Ihren neuen Luftfilter zügig gefunden und brauchen nur noch dessen Versand abwarten.

Sparalternative: Neuer oder gebrauchter Luftfilter?

Manch ein Sparfuchs kommt vielleicht gar auf die Idee, einen gebrauchten Filter einzubauen. Hier stellt sich die typische Frage nach neu und alt. Neu ist nun einmal neu, alt gelinde ausgedrückt nicht mehr ganz so neu. Aufgrund des kleinen Preises ist die Frage aber vollkommen überflüssig. Die zehn Euro für einen neuen Luftfilter sind gut angelegtes Geld. Gebrauchte Filter werden aufgrund des Preises auch gar nicht verkauft.

Außerdem ist der Luftfilter ein sogenannter Wegwerffilter. Einmal in Gebrauch, ist der Filter verbraucht und wird beim Wechsel endgültig entsorgt. Gebrauchte Luftfilter werden Sie daher nicht finden, außer vielleicht auf einen Schrottplatz. Hier aber einen alten Filter auszubauen, lohnt – Stichwort Preis – der Mühe nicht. Zudem wissen Sie wohl kaum, wie viele Kilometer der gebrauchte Filter bereits hinter sich hat. Taugt der „neue" Luftfilter überhaupt noch tausend Kilometer? Möglich. Vielleicht sogar mehr. Vielleicht aber auch weniger.

Bei einem Ersatzteil in diesem Preissegment ist die Frage nach einem gebrauchten Bauteil einfach nicht gegeben. Im offiziellen Handel werden Sie keine gebrauchten Filter bekommen, was bei den wenigen Euro und vor allem der wichtigen Funktion des Luftfilters aber richtig ist.

Selfmade: Wie Sie den Luftfilter selber wechseln

Daher dürfte eine Frage viel interessanter sein. Können Sie den neuen Filter in Eigenregie austauschen? Der Wechsel des Filters ist tatsächlich gar nicht mal so schwierig und kann durchaus von jedem Hobbyschrauber mit etwas Wissen und Geschick sowie Werkzeug selbst vorgenommen werden.

Als Werkzeug reichen in der Regel bereits ein Kreuzschraubendreher, ein Torx-Schlüssel und eine Zange. Damit dürften Sie bereits alles Nötige zur Hand haben. Zuerst lösen Sie zwei Schrauben, danach können Sie mit der Zange bereits den Spannring und das Ansaugmodul entfernen. Danach folgen einige Schläuche, Klammern und die Abdeckung. Nun müssten Sie bereits den Luftfilter erreichen und somit wechseln können. Dass Sie sämtliche abmontierten Teile wieder einbauen, erklärt sich sicherlich von selbst.

Im Internet finden Sie obendrein schnell einige passende Videos, die Ihnen den Wechsel des Luftfilters von A bis Z zeigen. Schwierig ist die Reparatur jedenfalls nicht, im Vergleich zu einigen anderen Bauteilen sogar relativ einfach und vor allem ohne großes Verletzungsrisiko.

Ein guter Tipp wäre übrigens die Anbringung eines kleinen Aufklebers, falls der Wagen weiter verkauft oder doch mal zum Profi muss und somit schlichtweg über die Reparatur verrät. Im Groben aber ist die Reparatur für jeden versierten Amateurschrauber zu erledigen, wobei zugegeben die Schnelligkeit von Geschick und Wissen abhängt. Letzten Endes geht es aber nicht um eine schnelle, sondern gute Arbeit. Denken Sie daran: Der Luftfilter hat immense Auswirkungen auf den Motor und ein Schaden am Triebwerk kann ungleich teurer werden.

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