Tipps und Tricks vom Fachmann - mit Makro-Objektiven richtig fotografieren

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Tipps und Tricks vom Fachmann - mit Makro-Objektiven richtig fotografieren

Die Makrofotografie ist ein beliebter Bereich der Fotografie. Kleinste Lebewesen oder Objekte erscheinen in der Vergrößerung oft geheimnisvoll und exotisch und fesseln damit das Auge des Betrachters. Die optimalsten Bildergebnisse in der Makrofotografie erreichen Sie mit einem geeigneten Makro-Objektiv, das einen Abbildungsmaßstab von mindestens 1:1 haben sollte. Bei diesem Abbildungsverhältnis wird das Motiv in Originalgröße abgebildet. Wie nahe Sie an ein Motiv herangehen können, hängt von der Brennweite Ihres Objektivs ab. Am verbreitetsten sind Makro-Objektive mit 50 bis 100 Millimeter Brennweite. Wenn Sie jedoch gern Tiere fotografieren möchten, die durch die Nähe der Kamera schnell aufgeschreckt werden können, eignet sich ein Makro-Objektiv mit einer Brennweite von 150 bis 180 Millimeter besser.

 

Benutzen Sie ein geeignetes Stativ und beim Fotografieren im Freien ein Lichtzelt

Wenn Sie ein gutes Makro-Objektiv haben, ist es nicht in jedem Fall notwendig, ein Stativ zu verwenden. Beachten Sie aber, dass Verwackler umso eher sichtbar werden, je größer Sie ein Objekt abbilden. Um Verwackler möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich daher, die Kamera auf ein Stativ oder eine stabile Unterlage zu stellen und einen Fernauslöser oder den Selbstauslöser zu verwenden. Speziell beim Fotografieren von Pflanzen und Blumen im Freien wird Ihnen auffallen, dass diese selbst an einem scheinbar windstillen Tag häufig noch in Bewegung sind. Zum Unterdrücken leichter Windbewegungen eignet sich ein Lichtzelt, das zudem für angenehm diffuses Licht sorgt.

 

Sorgen Sie für geeignetes Licht

Makro-Objektive sind häufig sehr lichtstark. Dennoch ist manchmal das vorhandene Licht für gute Bilder nicht genug. Abhilfe schaffen hier Aufsteckblitze oder LED-Leuchten. Wenn man jedoch näher an das zu fotografierende Objekt herangehen möchte, reichen diese Lichtquellen häufig nicht aus, da das Objektiv das Motiv verdeckt. Für diesen Zweck eignen sich besonders gut Ringblitze, die vorn an das Objektiv geschraubt werden und das Objekt rundum beleuchten. Wenn Sie im Freien fotografieren, helfen ein Lichtzelt oder ein Durchlichtschirm bei Sonnenlicht dabei, Schlagschatten zu vermeiden.

 

Schalten Sie den Autofokus ab und fokussieren Sie manuell

Der Autofokus ist für viele Fotografiebereiche gut geeignet. In der Makrofotografie jedoch stellen Sie am besten manuell auf den wichtigen Bildbereich scharf. Das ist ganz besonders wichtig beim Fotografieren von Insekten, durch deren schnelle Bewegungen der Autofokus oft überfordert ist.

 

Fotografieren Sie nicht mit der größten Blendenöffnung

Die Schärfentiefe in der Makrofotografie beträgt häufig nur wenige Millimeter, das heißt, dass nur ein ganz kleiner Bildbereich scharf wird. Die Schärfentiefe erhöhen Sie, indem Sie eine kleinere Blende wählen, zum Beispiel Blende 8 oder 11.

 

Tipp für das Fotografieren von Insekten

Schalten Sie die Serienbildfunktion Ihrer Kamera ein! Insekten bewegen sich schnell und sind daher schwer zu fotografieren. Wenn Sie die Serienbildfunktion aktiviert haben, werden nach Auslösen der Kamera mehrere Bilder hintereinander aufgenommen und die Chance ist größer, eine gelungene Aufnahme des Insekts zu bekommen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden