Tipps für die ersten Schritte mit Lauflerngurt

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Tipps für die ersten Schritte mit Lauflerngurt

Eine der größten Herausforderungen für Kinder besteht darin, Laufen zu lernen. Sie als Eltern haben einige Mittel an der Hand, mit denen Sie Ihr Kind unterstützen können. Besonders beliebt ist hierbei neben den Lauflernschuhen ein Lauflerngurt. Dieser ermöglicht es Ihrem Kind, sich möglichst frei zu bewegen und Sie können immer für Sicherheit sorgen. Zudem bietet ein solcher Lauflerngurt weitere Funktionen für einen Kinderstuhl oder den Kinderwagen. In diesem Ratgeber lernen Sie die wichtigsten Eigenschaften von Lauflerngurten kennen. Sie erfahren, welche Kaufkriterien bei der Auswahl unbedingt berücksichtigt werden sollten und wie Sie Ihrem Kind seine ersten Schritte in die Welt mit einem solchen Hilfsmittel erleichtern.

Aufgaben von Lauflerngurten

Wie bei allem im Leben sind auch beim Laufen lernen die ersten Schritte die schwierigsten. Deswegen ist es vollkommen legitim, wenn Sie Ihr Kind bei seinen ersten Gehversuchen unterstützen. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind eine größtmögliche Bewegungsfreiheit zugestehen und es seinen eigenen "Laufstil" finden lassen. Zwingen Sie Ihr Kind zu keinen Bewegungen, die es nicht von selbst machen möchte. Ansonsten kommt es leicht zu Haltungsschäden und zu einer Fehlausbildung der Muskeln. Setzen Sie deshalb, wenn Sie Ihrem Kind beim Laufen unterstützen wollen, auf Lauflerngurte. Diese sind elastisch und flexibel, sodass ihr Kind seine eigene Haltung finden und die individuell angenehmsten Bewegungsabläufe einüben kann.

Ein Lauflerngurt hilft Ihrem Kind bei Laufen, weil es noch nicht allein sein Gleichgewicht halten muss. Das übernehmen Sie als Eltern. Ihr Kind kann sich somit vollständig darauf konzentrieren, einen Fuß vor den anderen zu setzen und Distanzen zu überwinden. Das ist besonders gut für das Selbstbewusstsein, wenn Ihr Kind es alleine vom Sofa zum Tisch und wieder zurück schafft. Es wird hierdurch motiviert, weiter zu üben, sodass es ihm schnell gelingen wird, eigene Schritte ohne alle Hilfsmittel zu schaffen.

Nicht zuletzt erfüllen Lauflerngurte Sicherheitsaspekte. Gerade beim Laufen im Freien passiert es leicht, dass Ihr Kind einmal hinfällt und sich an Steinen oder auf dem Bürgersteig verletzt. Dieses Risiko minimieren Sie, wenn Sie Ihr Kind über den Lauflerngurt im Griff haben, ihm aber gleichzeitig möglichst viel Bewegungsfreiraum zugestehen. Doch auch zu Hause wird das Laufen lernen sicherer. Weder kann Ihr Kind sich an Ecken oder Kanten verletzen, noch besteht die Gefahr, dass es beim Aufstehen Tischdecken, Notebooks oder Stereoanlagen herunterreißt.

Es kommt bei der Auswahl auf den Komfort an

Bei der Auswahl des geeigneten Lauflerngurts sollten insbesondere der Komfort und die Sicherheit im Vordergrund stehen. Das betrifft zunächst einmal den Komfort Ihres Kindes. Es ist wichtig, dass es sich mit dem Lauflerngurt wohlfühlt und diesen nicht als Behinderung empfindet. Ansonsten verbindet es das Laufen immer mit etwas Unangenehmem und wird es nicht mit Freude und von selbst probieren. Achten Sie also darauf, dass die Halterungen stabil aber nicht zu eng sind. Rote beziehungsweise wunde Stellen am Babykörper sind deutliche Signale, dass der Lauflerngurt nicht optimal passt. Die verwendeten Materialien sollten sich gut auf der Haut anfühlen, damit Ihr Baby auch bei hohen Temperaturen im Sommer ohne Kleidung darin laufen kann. In der Regel wird deswegen bequemes und hautfreundliches Polyester als Material gewählt. Des Weiteren müssen die verwendeten Materialien elastisch sein, damit Ihr Kind in seinen Bewegungen nicht eingeschränkt wird.

Doch auch Ihr Komfort als Eltern sollte bei der Auswahl des geeigneten Lauflerngurts berücksichtigt werden. Immerhin werden Sie Ihr Kind auf zahlreichen Wegen begleiten, wenn Sie dieses Hilfsmittel verwenden. Deswegen sollte der Haltegriff des Gurts in einer für Sie angenehmen Höhe sein. Wenn Sie sich bücken müssen, um den Griff überhaupt zu erreichen, wird Ihnen schon nach kurzer Zeit der Rücken wehtun. Achten Sie daher auf einen möglichst hohen Griff, der sich idealerweise in der Höhe verstellen lässt. Wichtig ist, dass Sie und Ihr Kind es bequem haben, Sie aber immer die Kontrolle über den Kinderlaufgurt und somit über die Sicherheit Ihres Kindes behalten.

Die richtigen Maße wählen

Es gibt verschiedene Maße, die bei der Auswahl eines Lauflerngurts von Bedeutung sind. Zunächst sollten Sie auf den Umfang achten. Dieser bestimmt, ob der Gurt Ihrem Kind passt. Es ist nämlich wichtig, dass der Lauflerngurt weder drückt noch die Gefahr birgt, dass Ihr Kind herausrutscht. Die Schultergurte halten Ihr Kind sicher fest und verhindern ein Rutschen des Gurtes. Es ist empfehlenswert, ein Modell mit verstellbaren Schultergurten zu kaufen. In diesem Fall kann der jeweilige Schutzgurt auch nach einem Wachstumsschub Ihres Kindes noch eingesetzt werden. Die Gurtlänge ist zudem für Sie als Eltern entscheidend. Bei einer zu kurzen Halteleine oder einem niedrig angebrachten Griff ist es nötig, dass Sie sich als Eltern bücken, um Ihr Kind zu unterstützen. Das ist beim Laufen unangenehm und führt auf lange Sicht zu Rückenschmerzen und Haltungsfehlern. Achten Sie daher darauf, dass Sie den Gurt möglichst im aufrechten Stand halten und Ihr Kind trotzdem gezielt führen und stützen können. Achten Sie zudem auf geeignete Verschlüsse. Diese müssen stabil sein, damit sie sich beim Laufen nicht von selbst öffnen. Gleichzeitig sollten die Verschlüsse mit nur einer Hand geöffnet werden können, damit es Ihnen als Eltern im Notfall leicht möglich ist, Ihr Kind schnell von dem Gurt zu befreien.

Die Reinigung eines Lauflerngurts

Die meisten Lauflerngurte bestehen aus waschbaren Materialien. Das ist vor allem deshalb nötig, weil der Gurt bei der alltäglichen Nutzung hohen Belastungen ausgesetzt ist und schnell einmal verschmutzt. Gerade, wenn Ihr Kind den Gurt auch draußen nutzt, um bei Spaziergängen, Picknicks oder auf dem Spielplatz laufen zu lernen, entstehen schnell einmal Flecken und andere Verschmutzungen auf dem Gurt. Doch auch, wenn Sie den Gurt verwenden, um Ihr Kind auf seinem Hochstuhl zu sichern, ist er vor Flecken nicht geschützt. Denn beim Essen kommen schnell einmal Brei- oder Soßenflecken auf den Gurt, der dann gewaschen werden muss. Achten Sie beim Kauf daher darauf, dass das Material des Gurtes waschbar ist. Je höhere Temperaturen das Material verträgt, desto besser. Denn nur bei hohen Temperaturen gehen auch hartnäckige Flecken wie zum Beispiel Spinat wieder heraus. Wichtig ist zudem, dass der Gurt farbecht ist. Durch häufiges Waschen kommt es ansonsten dazu, dass der Gurt ausbleicht und die Farben verblassen. Der Lauflerngurt sieht dann nicht mehr so ansprechend aus und wird Ihnen und Ihrem Kind weniger Freude machen.

Weitere Aufgaben von Lauflerngurten

Lauflerngurte sind nicht ausschließlich auf das Laufen lernen beschränkt. Sie kommen unter anderem auch als Sicherheitsgurte auf Hochstühlen oder im Kinderwagen zum Einsatz. Legen Sie daher beim Kauf großen Wert auf die Verschlüsse. Mit diesen muss Ihr Kind sicher und bequem auf einem Hochstuhl festgemacht werden können. Es darf nicht passieren, dass es herausrutscht oder zu fest an den Stuhl gepresst wird. Ansonsten fühlt sich Ihr Kind mit dem Gurt unwohl und wird das gemeinsame Essen und Sitzen am Tisch nicht mögen. Ähnliches gilt für den Kinderwagen. Gerade bei Buggys besteht bei unsachgemäßen Verschlüssen die Gefahr, dass ein Kind aus dem Wagen fällt und sich verletzt. Deswegen muss der Gurt nicht nur beim Laufen perfekt sitzen, sondern auch für den Einsatz in anderen Bereichen geeignet sein. Wenn Sie den Lauflerngurt bei größeren Kindern bis zu 4 Jahre einsetzen wollen, ist eine entsprechend lange Leine nötig. Diese ermöglicht es Ihrem Kind, sich frei zu bewegen, ohne dass es aus Ihrem Blickfeld verloren gehen kann. Das ist zum Beispiel beim Spielen im Park oder bei Laufen in großen Menschenmengen nützlich sein. Ihr Kind fühlt sich nicht eingeengt, Sie behalten aber dennoch immer die volle Kontrolle.

Farben und Designs

Kindergurte gibt es in unterschiedlichen Farben. Das ist zunächst für Sie als Eltern von Bedeutung. Denn ein kleines Kind kann Farben und Formen noch nicht vollständig unterscheiden. Erst mit der Zeit wird Ihr Kind Freude an den Farben gewinnen. Da machen bunte Lauflerngurte natürlich deutlich mehr Spaß als einfarbige Modelle. Zudem gibt es Varianten aus Leder. Diese sind entweder besonders edel oder einer traditionellen Tracht nachempfunden. Ihr Kind macht dann unter anderem bei traditionellen Volksfesten aber auch zu Familienfeiern im privaten Bereich eine gute Figur. Wichtig ist, dass sowohl Ihnen als auch Ihrem Kind die Farben und das Design der Lauflerngurte gefallen, damit das gemeinsame Laufen Spaß macht und etwas bringt.

Alles Wichtige zu Lauflerngurten auf einen Blick

Lauflerngurte sind nützliche Utensilien, solange sie den natürlichen Bewegungsdrang und die Freiheit Ihres Kindes nicht einschränken. Wählen Sie daher Modelle, die optimal passen und in denen Ihr Kind seine Umgebung möglichst frei erkunden kann. Achten Sie auf einen möglichst stabilen Knauf, damit Sie sowohl zu Hause als auch im Freien Ihr Kind immer im Griff haben und beschützen können. Die Verschlüsse sollten möglichst fest sein und sich nicht von selbst öffnen. Dennoch sollten Sie Ihr Kind mühelos und gegebenenfalls auch mit nur einer Hand von dem Lauflerngurt befreien können. Wählen Sie ein Modell, das vom Stil her zu Ihnen und Ihrem Kind passt und das Ihnen beiden Freude macht. Zudem sollte der Gurt leicht zu reinigen sein und sich auch für den Einsatz an Hochstühlen und in Kinderwagen eignen. Modelle, die all diesen Anforderungen gerecht werden, finden Sie mit wenig Mühe, wenn Sie sich in Ruhe umsehen. Mit ein wenig Vergleichen gelangen Sie zu preiswerten und sicheren Modellen, die Ihrem Kind Freude machen und es effektiv beim Laufen lernen unterstützen.

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