Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche: Worauf es bei der Bewerbung um eine Wohnung ankommt

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Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche: Worauf es bei der Bewerbung um eine Wohnung ankommt

Bewerbungen für eine neue Wohnung sind heute üblich. Reichte es vor Jahren noch aus, wenn man bei einer Wohnungsbesichtigung sein Interesse anmeldete, werden Vermieter und Maklerbüros gerade in Ballungszentren wie Berlin, München oder Hamburg und besonders wenn es sich um Immobilien in begehrten Lagen handelt, mit Anfragen geradezu überschwemmt. Wer wählerisch bei der Wahl seiner Mieter oder Käufer sein kann, möchte natürlich möglichst viele Informationen haben, um eine Auswahl treffen zu können. Wenn Sie sich also eine neue Wohnung suchen möchten, sollten Sie deshalb bereit sein, Ihren zukünftigen Vermietern eine Reihe von Details mitzuteilen, die Sie als neue Mieter vorstellen - und natürlich auch ins beste Licht rücken. Deswegen kann die Bewerbung für die Traumwohnung schon fast der Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz ähneln. Angesichts der Tatsache, dass beide einen entscheidenden Anteil des Lebens beeinflussen, sollte man sich auch bei der Wohnungssuche möglichst gut informiert darüber klar werden, was man sucht, wo die Vorteile und auch möglichen Nachteile liegen. So werden Sie hoffentlich schnell fündig und Ihrem Umzug steht nichts mehr im Wege.

Über diese Fragen sollten Sie sich vor Ihrer Wohnungssuche Gedanken machen

Für Ihre erfolgreiche Bewerbung um eine Wohnung ist es zunächst einmal sehr wichtig, dass Sie sich darüber klar werden, was genau Sie suchen. Das klingt selbstverständlich, aber wenn Sie ganz am Anfang der Wohnungssuche stehen, haben Sie sich über die Details vielleicht noch keine richtigen Gedanken gemacht. Je spezifischer und klarer Ihre Vorstellungen aber sind, desto größer sind die Chancen, dass Sie auch das genau Passende finden und nicht Zeit und Energie mit der Suche und Bewerbung für ungeeignete Objekte verschwenden. Die Antworten auf diese Fragen sind übrigens nicht nur für Sie selbst und Ihre Wohnungssuche interessant, sondern auch für Ihre zukünftigen Vermieter.

Werden Sie sich über den Grund Ihres Wohnungswechsels klar

Beginnen Sie also mit der Überlegung, warum Sie überhaupt eine (neue) Wohnung suchen. Die Gründe können vielfältig sein. Vielleicht ist es Ihre erste eigene Wohnung, weil Sie für Ihre Ausbildung oder Ihr Studium von Ihren Eltern wegziehen. Oder es steht ein Wechsel des Arbeitsplatzes an, vielleicht trennen Sie sich von Ihrem Partner und brauchen jetzt eine eigene Bleibe - oder umgekehrt, Sie ziehen mit jemandem zusammen und die bisherige Wohnung ist zu klein. Vielleicht möchten Sie sich einfach bloß verbessern und können sich jetzt endlich die 3-Zimmer-Wohnung mit Dachterrasse leisten. Oder erwarten Sie Nachwuchs und möchten von der Stadtwohnung in ein Haus in einem Vorort ziehen, damit die Kinder in der Nähe der Natur aufwachsen?

Es gibt viele Gründe für einen Umzug. Welcher davon auf Sie zutrifft, bestimmt auch, nach welcher Art von neuem Zuhause Sie suchen. Diese Informationen sind auch deswegen für Ihre künftigen Vermieter interessant, weil sie sich so ein besseres Bild davon machen können, wem sie die Wohnung vermieten. Und wenn ein besser bezahlter Job bedeutet, dass Sie sich eine Verbesserung Ihrer Lebenssituation leisten können, spricht das durchaus für Sie als Mieter und Sie können es ruhig als Argument für sich ins Spiel bringen. Doch nicht nur finanzielle Vorteile können Sie in positivem Licht erscheinen lassen. In eine andere Hausgemeinschaft passen vielleicht gerade deshalb junge Familien, weil die Vermieter davon ausgehen können, dass sie eher an einem längeren Mietverhältnis interessiert sind als ein gutverdienender Single, der bloß für einen Zeitvertrag mit seiner Firma in die Stadt gekommen ist.

Klären Sie, welche Eigenschaften Ihre neue Wohnung auf jeden Fall haben muss

Die Lage Ihrer neuen Wohnung ist entscheidend. Klären Sie, in welchem Ort, in welchem Stadtteil Sie suchen. Überlegen Sie, welche Größe Ihr neues Zuhause haben sollte. Wünschen Sie eine bestimmte Zimmeraufteilung? Entscheiden Sie, ob Sie im Erdgeschoss oder unter dem Dach wohnen, ob Sie Balkon oder Terrasse haben möchten. Fragen Sie sich, ob Sie ein mehrstöckiges Gebäude bevorzugen oder ein Haus suchen, eine Doppelhaushälfte, ein Reihenhaus. Überlegen Sie, ob Sie lieber nach einem Altbau suchen oder in eine neugebaute Wohnung ziehen möchten. Haben Sie bestimmte Anforderungen an die Energieversorgung? Außerdem sollten Sie herausfinden, ob bestimmte gesetzliche Bestimmungen bestehen. Besitzen Sie z.B. einen Wohnberechtigungsschein (WBS) oder könnten Sie diesen beantragen? Für all diese speziellen Bedürfnisse können Sie entsprechende Wohnungen finden. Je genauer Sie sich Ihre Antworten auf diese Fragen überlegen, desto spezifischer können Sie suchen. Doch Sie sparen sich selbst nicht nur Zeit und Mühe, wenn Sie sich schon möglichst früh über diese Dinge klar werden, sondern Sie haben auch größere Chancen, dass Ihre zukünftigen Vermieter Sie auswählen, wenn die Wohnung perfekt zu Ihnen und Sie perfekt zur Wohnung passen.

Privatvermieter, Wohnungsbaugesellschaft, Eigentumswohnung oder Hauskauf - diese Unterschiede müssen Sie bei Ihrer Bewerbung beachten

Die Art Ihrer Bewerbung um eine neue Wohnung hängt auch davon ab, was für eine Art von neuem Zuhause Sie suchen. Zunächst müssen Sie natürlich entscheiden, ob Sie auf jeden Fall nur mieten möchten oder ob eine Eigentumswohnung, ein Mietkauf oder ein Hauskauf auch in Frage kämen. Wenn Sie nach einer Wohnung zur Miete suchen, dürfte neben der Wohnung selbst und Ihrer Zahlungsfähigkeit das Verhältnis zu den Vermietern am meisten ins Gewicht fallen. Beim Immobilienkauf hingegen werden Sie mit dem Verkäufer in Zukunft in aller Regel nichts mehr zu tun haben, dafür sind aber Ihre finanziellen und beruflichen Verhältnisse und die Frage, wie Sie den Kauf finanzieren werden, von Bedeutung. In den seltensten Fällen können Sie vermutlich den vollen Kaufpreis zahlen und werden darum einen Kredit für den Kauf aufnehmen. Sowohl zur Immobilienfinanzierung als auch zum Verhältnis von Mieter und Vermieter und gegenseitigen Rechten und Pflichten finden Sie nützliche Literatur und Ratgeber.

Sollten Sie sich für eine Mietwohnung entscheiden, gilt es, zukünftige Vermieter nicht nur von Ihrer Finanzkraft, sondern auch von Ihrer Person als angenehmem und zuverlässigem Mieter zu überzeugen. Falls es sich um eine Vermietung durch eine Eigentümergemeinschaft oder eine Wohnungsbaugesellschaft handelt, können bestimmte standardisierte Bewerbungsformulare vorhanden sein. Auch viele Immobilienmakler haben für Ihre Kunden Fragebögen parat, die die Grundlage einer Bewerbung zur Immobilienmiete bilden. Die darin geforderten Angaben sollten Sie möglichst genau und gewissenhaft machen, um von vornherein ein Verhältnis des Vertrauens zu schaffen. Manche Angaben müssen Sie machen. Allerdings gibt es auch manche Details, die Sie nicht preisgeben müssen. Welche davon Sie mit einbringen wollen, um eventuell Ihre Chancen, als Mieter ausgewählt zu werden, zu erhöhen, sollten Sie sorgfältig abwägen.

Diese Informationen sollten auf jeden Fall in Ihrer Bewerbung um eine Wohnung enthalten sein

Falls Ihnen ein Fragebogen zur Verfügung steht, werden dort schon viele Details abgefragt werden, die für Ihre Bewerbung wichtig sind. Doch es kann auch sein, dass Sie das Bewerbungsschreiben für die Wohnung selbst verfassen müssen. Ebenso wie eine Stellenbewerbung sollte das Schreiben strukturiert, klar gegliedert und ansprechend gesetzt sein. Verwenden Sie auf jeden Fall Computer oder Schreibmaschine und schreiben Sie nicht per Hand. In jedem Fall sollten Sie einige Basisangaben in Ihre Bewerbung aufnehmen. Dazu gehören als erstes genaue Kontaktdaten, damit sich Vermieter oder Makler schnell mit Ihnen in Verbindung setzen können. Außerdem ist es wichtig, dass Sie Angaben zu Ihrer Person machen. Diese Angaben beinhalten Ihren Familienstand (ob ledig, verheiratet oder in einer Partnerschaft, geschieden oder getrennt lebend), ob Sie Kinder haben, wie viele und ob diese mit Ihnen im Haushalt wohnen werden. Auch das Alter der Kinder anzugeben ist sinnvoll. Insgesamt müssen Sie angeben, wie viele Personen die neue Wohnung beziehen werden, außerdem, ob Haustiere vorhanden sind und wenn ja, welcher Art. Zusätzlich müssen Sie Ihre Einkommensverhältnisse darlegen und auch, woher Sie Ihr Einkommen beziehen, ob z.B. aus Erwerbstätigkeit, Rente, BAFöG oder Unterhalt. Im Falle von einkommensschwachen Personen oder wenn Sie gar kein Einkommen beziehen, wie das z.B. bei Schülern und Studenten der Fall ist, wird eine Mietbürgschaft, in der Regel von den Eltern, verlangt. Diese ist ein formloses Anschreiben, in dem bestätigt wird, dass die unterzeichnende Person die Miete in voller Höhe übernimmt.

Diese Unterlagen gehören zu Ihrer Wohnungsbewerbung dazu

Der schriftliche Nachweis einer Bürgschaft muss der Bewerbung um eine Wohnung ebenso hinzugefügt werden, wie alle weiteren geforderten Dokumente. Dazu gehören - falls es sich nicht um eine Bürgschaft handelt - der Gehaltsnachweis (im Falle von Freiberuflern die Steuerabrechnung des letzten Jahres), häufig eine Schufa-Auskunft, die nachweist, dass Sie dort keine Einträge haben, sowie Angaben zum bisherigen Vermieter und eventuell ein Lebenslauf. Alle diese Unterlagen sollten Sie möglichst schon vor der Wohnungssuche, auf jeden Fall aber vor Ihrer ersten Wohnungsbesichtigung parat haben, um sie schnell an die Vermieter weiter leiten zu können.

Mit diesen zusätzlichen Informationen können Sie Ihre zukünftigen Vermieter von sich überzeugen

Zusätzlich gibt es eine Reihe von Angaben, die Sie nicht wahrheitsgemäß beantworten müssen, wenn Sie nach einer Wohnung suchen - vor allem dann nicht, wenn Sie sich davon Nachteile erwarten. Im Sinne eines angenehmen Mietverhältnisses ist es jedoch sinnvoll, auch diese Angaben, so weit es Ihnen möglich und angenehm ist, zu beantworten - spätestens, wenn zukünftige Vermieter explizit danach fragen. Denn wenn Sie mit einer Ablehnung auf Grund Ihrer Antworten rechnen, bedeutet dies in der Regel, dass diese Aspekte später ein Problem werden könnten.

Zu den Angaben, zu denen Sie nicht verpflichtet sind, gehören Fragen danach, ob Sie Raucher sind, laut Musik hören, wie oft Sie Partys feiern, welche Nationalität Sie besitzen und welcher Religion Sie angehören. Auch die Frage nach Vorstrafen müssen Sie nicht beantworten. Wie Sie aber anhand dieser Aufzählung sehen können, kann es sinnvoll sein, diese Details schon vor Beginn des Mietverhältnisses zu klären. Es ist etwas, das Sie abwägen sollten. Ein Vermieter, der Sie z.B. wegen Ihrer Religion oder Ihres Lebensstils nicht gern im Haus hat, ist vielleicht auf die Dauer ohnehin eine zu große Belastung für Ihr alltägliches Leben und Sie fahren besser damit, sich eine Wohnung zu suchen, zu deren Vermieter Sie ein besseres Verhältnis haben. Lassen Sie sich allerdings nicht dazu nötigen, Angaben zu machen, die Sie als zu privat empfinden. Wägen Sie auch hier den Nutzen ab. Wenn Offenheit und Ehrlichkeit sich auszahlen und Sie zu Ihrer Traumwohnung kommen lassen, hat sich die Sache durchaus gelohnt.

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