Tipps für die Auswahl von Herren-Outdoorbekleidung

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Tips for the selection of men's outdoor clothing

Sport draußen zu gestalten ist für viele Menschen das Nonplusultra. Während viele gerne ihre Kalorien in Fitnessstudios abtrainieren, bietet der Sport unter freiem Himmel viele Vorteile: Die frische Luft belebt Körper und Geist und sorgt für genügend Sauerstoffzufuhr. Dadurch fühlt man sich fitter und erholter. Auch werden die Sinne geschärft für die Vielfältigkeit der Umwelt. So kann ein kurzer Lauf auf den Feldern wie ein Kurzurlaub wirken – und das ganz ohne weite Anreise. Somit entfällt auch der Faktor Stress. Für einen kurzen Moment kann man der Hektik des Alltags entgehen und ist manchmal völlig für sich. Diese und viele weitere Gründe machen Outdoorsportarten so beliebt. Doch was ist das eigentlich? Und wichtiger noch: Welche Kleidung ist die Passende für den längeren Aufenthalt im Freien? Vor allem letzterer Frage wird im folgenden Ratgeber genauer auf den Grund gegangen. Dabei geht es in erster Linie um die Kleidung für Herren.

Outdoorsportarten oder: Natursport

Für viele ist der Begriff Natursport geläufiger. Wie der Name schon sagt, bewegt man sich dabei in der Natur und tut etwas für seinen Körper. Folgende Sportarten werden als Outdoorsportart bezeichnet, auch wenn sich die Experten über die eine oder andere Einteilung noch immer uneins sind:

  • Klettern
  • Laufen
  • Trekking
  • Radfahren, hierbei vor allem das Mountainbiken
  • Skifahren und Snowboarden, oder Wintersport allgemein. 

Da auch Golf oder Tennis draußen gespielt wird, aber häufig nicht zu den Outdoorsportarten zählt, hat mit einer Einschränkung zu tun: Outdoorsportarten sind vor allem solche, die mit extremen Witterungsbedingungen zu kämpfen haben. Bei den oben erwähnten Aktivitäten ist man in der Regel fernab von der Zivilisation oder zumindest einem Platz zum Unterstellen, falls es regnet. In den Bergen ist die Gefahr von schnellen Wetterumschwüngen besonders groß.

Outdoorbekleidung für Herren – darauf ist zu achten

Die oben genannten Sportarten, die zum Natursport zählen, werden im Folgenden zur Beantwortung der Frage herangezogen, welche Kleidung die Richtige für die Aktivitäten ist. Trendsportarten wie Canoying, Rafting oder auch Schneeschuhwandern werden nicht berücksichtigt. Da die Bekleidung für Damen ein eigenes großes Thema darstellt, wird hier ausschließlich die der Herren behandelt. 

Unterschiedliche Materialien sorgen für ein angenehmes Gefühl

  • Vor allem moderne Outdoor-Bekleidung wird nicht aus normaler Baumwolle gefertigt. Der Grund: Dieser Stoff nimmt den entstehenden Schweiß auf und behält diesen in den Fasern. Das hat zur Folge, dass das Oberhemd oder auch die Hose ohne Unterlass am Körper klebt. Dieses Gefühl ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schlimme Folgen nach sich ziehen: Neben Erkältungen kann es auch zu Nierenschäden oder einer Blasenentzündung kommen. Diese Beschwerden sind häufig langanhaltend und sehr schmerzhaft. Die dauernde Feuchtigkeit am Körper hat in der Regel den Effekt, den Körper auf seine Normaltemperatur herab zu kühlen, damit er nicht überhitzt. Diese körpereigene Klimaanlage ist eine wirkungsvolle und lebensnotwendige Hilfe. Wenn er jedoch zulasten des Menschen geht, sollte man sich schleunigst eine Gegenlösung überlegen.
  • Eine oft nicht durchführbare Möglichkeit ist, sich der durchnässten Kleidung zu entledigen. Da Sportler häufig aufgrund des Platzmangels keine Wechselwäsche dabei haben, muss es eine Alternative geben. Die Industrie stellt deshalb Outdoor-Bekleidung aus Kunstfaser her. Dies meint einen Großteil von Polyester und einen Zusatz von Elastan.
  • Polyester sorgt dafür, dass der Schweiß nicht auf dem Körper, aber auch nicht in den Fasern haften bleibt. Er wird durch diese hindurch nach außen abgegeben. Dort verdunstet er anschließend. Ein Vorteil davon: Die körpereigene Ausdünstung beginnt nicht, unangenehm zu riechen. Es entstehen keine natürlichen Bakterien. So tut man sich und auch den Mitsportlern einen großen Gefallen.
  • Elastan ist dazu da, für Formfestigkeit zu sorgen. Selbst wenn Nässe vom Körper oder auch von außen durch Regen auftritt, behält das Kleidungsstück seine natürliche Spannkraft. Gleichzeitig besitzt Elastan eine hohe Dichte, die das Eindringen von Wasser auf den Körper verhindert. Da man sich als Sportler naturgemäß viel bewegt, wird man den Stoff vor allem wegen seiner Stretchfähigkeit gerne tragen. Obwohl die Kleidung oftmals eng sitzt, kann man sich ohne Einschränkung bewegen. Es entstehen ebenso keine Druckstellen.

Die trendigen und funktionellen Details machen den Unterschied zu normaler Kleidung

  • Da die Outdoor-Bekleidung hohen Belastungen ausgesetzt ist und jede Bewegung des Trägers mitgehen sollte, muss man beim Kauf auf unterschiedliche Details achten, die den Ausflug erleichtern können. Dies sind zum Beispiel Kordeleinsätze. Bei der Funktionskleidung für draußen werden Kordeln als Gürtelersatz eingesetzt. Wer beispielsweise gerne Bergsteigen geht oder sich auch nicht vor längeren Fahrradtouren scheut, wird die Vorteile davon schnell merken: Eine Kordel schneidet nicht in die Haut ein. Im Gegenteil, man merkt diese Befestigung um die Hüfte kaum. Dennoch sitzt die Hose am richtigen Fleck, verrutscht nicht und macht jede Bewegung problemlos mit. Auch an Pullovern sind Kordeln angebracht. Dort helfen sie dabei, den Kragen entweder weiter zu machen oder ihn fester zu ziehen. Vor allem beim Biken und beim Skifahren ist die Kordel ein Segen. Mit einem Handgriff kann der Pullover verstellt werden, ohne dass die komplette Überbekleidung geöffnet werden muss.
  • Elastische Bündchen sind in Jacken, langer Unterwäsche und in Hosen verarbeitet. Herumhängende Hosenenden und auch Ärmel, die im Wind flattern, behindern die richtige sportliche Ausübung. Ist dort ein Bündchen verarbeitet, kann man diesen nicht selbst verstellen. Das ist aber auch nicht nötig. Der Sitz ist durch den Stretchanteil für beinahe jeden unterschiedlichen Körperumfang tragbar und dabei auch noch bequem.
  • Bei den Outdoorsportarten fängt Mann schnell zu schwitzen an. Um diese Transpiration etwas zu regulieren, arbeiten Bekleidungshersteller neben den genannten Textilien auch mit dem Stoff Mesh. Dies wird vielen ein Begriff sein, wenn sie ein Fußball- oder Eishockeytrikot in Händen halten. Der luftdurchlässige Stoff besteht aus einem feinen Gewebe, welches ein sehr feines Lochmuster vorweisen kann. Durch diese zahlreichen Miniaturschlitze dringt bei Bewegung automatisch Luft an den Körper. Dies ist jedoch nie so viel, dass es als unangenehm empfunden wird. Die Einlässe befinden sich hierbei vor allen an den Seiten und auch am Rücken.
  • Bei Männern werden die beiden erstgenannten Details versteckter als bei Frauen eingesetzt. Dafür sorgen unter anderem die Kordeln, als auch die Bündchen. Sie wirken als Hingucker und als brauchbares Hilfsmittel zugleich. Generell gilt auch, dass Männer ihre Funktionskleidung, also die Unterwäsche, die Pullover, die T-Shirts, die Hosen und die Überjacken sowie Accessoires wie Mütze, Schal und Handschuh für den Winter, in gedeckteren Farben erwerben. Auch Trendfarben wie Königsblau oder Bordeaux werden gewählt, jedoch sind Neon- und Pastellfarben weniger oft zu erwerben.

Die perfekte Bekleidung für den Oberkörper

Zu den richtigen Materialien kommt in Sachen Oberbekleidung die richtige Anziehweise. Dies mag im ersten Moment verwundern, ist aber vor allem in Hinblick auf die Wärmespeicherung enorm wichtig. Angenommen, ein Sportler möchte den ganzen Tag auf der Skipiste verbringen. Erfahrungsgemäß ist hierbei dicke Kleidung die beste Wahl. Doch nur eine Lage hilft nichts. Denn dort kann keine Wärme gestaut werden, die den Körper aufheizt. Der Sportler friert trotz eines dicken Pullovers unter der Jacke nach einiger Zeit. Die bessere Wahl wäre Kleidung gewesen, die nach dem sogenannten Zwiebelprinzip angezogen wird.

Die erste, am Körper anliegende Schicht ist die dünnste. Dies kann ein Unterhemd oder eine lange Unterwäsche sein. Sie dient dazu, den Schweiß aufzunehmen. Die nächste Schicht ist ein dicker Pullover. Dieser sorgt dafür, dass Wärme entsteht und diese dann auch zwischen erster und zweiter Schicht und somit nahe am Körper bleibt. Der Anorak oder die Schneejacke dient dazu, alle äußeren Einflüsse abzuwehren. So sollte keinerlei Feuchtigkeit eindringen, andererseits gibt es gute Outdoorjacken, die UV-Licht absorbieren. Mit diesem, einer Zwiebel nachempfundenen, Look friert man nicht. Und auch starkes Schwitzen kann durch einen einfachen Kniff vermieden werden. Dadurch, dass die Schichten von unterschiedlicher Dicke sind, kann man sie nach Bedarf ausziehen. Derjenige Wärmegrad, der im Moment gefällt, kann beibehalten werden.

Bei Jacken sollten vor allem viele Taschen verarbeitet werden. Diese sind nicht nur in Bauchnähe zu finden, sondern auch innerhalb der Jacke. Dort können Gegenstände gelagert werden, die empfindlich sind, so zum Beispiel ein Handy. Ebenso gibt es viele Jacken, vor allem beim Radfahren, die drei Rückentaschen am Steiß besitzen. Durch einen einfachen Griff kann ein Taschentuch oder auch ein Fahrradwerkzeug entnommen werden. Der Vorteil im Vergleich zu vorn liegenden Einschüben: Die Gegenstände stören nicht in oder bei der Bewegung.

Welche Art von Hose soll es sein?

Hat man die richtige Oberbekleidung gefunden, sollte man sich um die Hose kümmern. Hierbei kann zwar das Zwiebelprinzip helfen, ist aber jedoch eher unbequem. Besser geeignet sind Zipphosen. Das meint, dass die Hose bei Bedarf kürzer gemacht werden kann. Durch einen Reißverschluss in Höhe des Knies wird aus einer langen Hose eine kurze. Es gibt Modelle, bei welchem der Stoffteil am Unterschenkel nach oben gekrempelt werden kann und durch einen Klettverschluss oder einen Druckknopf in der Kniebeuge befestigt werden kann.

Im Winter sind sogenannte Thermohosen besonders angenehm zu tragen. Dies ist wortwörtlich eine Beinbekleidung, die warm hält. Aber auch umgekehrt kann die Thermohose zur Regulation der eigenen Temperatur beitragen. Sie kühlt bei Bedarf. Der Effekt ist wie bei einer Thermoskanne für Getränke.

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