Tipps für den Kauf von antiken Registrierkassen und Kassetten

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Tipps für den Kauf von antiken Registrierkassen und Kassetten

„Was darf es denn sein?“

Mit dieser Frage wurden schon vor vielen Jahrzehnten die Käufer in kleinen und in großen Läden und Warenhäusern empfangen. Wenn Sie heute in Museen oder auf alten Bildern sehen, wie so ein alter Laden eingerichtet und ausgestattet war, werden Sie sicherlich auch eine antike Kasse oder einen anderen möglichst sicheren Ort für die Verwahrung des Geldes entdecken. Dabei kann es sich entweder um eine einfache antike Geldkassette oder auch um eine antike Registrierkasse handeln.

Beide dienten der Aufbewahrung, bei der Registrierkasse kamen selbstverständlich noch einige weitere Funktionen hinzu, die das Berufsleben der Kaufleute bereicherten. Mehr dazu sowie viele Tipps für Ihren Kauf antiker Registrierkassen und Kassetten finden Sie im folgenden Einkaufsratgeber. Nach der Lektüre wird es Ihnen sicherlich leichter fallen, Ihren Kauf zu tätigen.

Informieren Sie sich über die Geschichte antiker Registrierkassen und Kassetten

Das Kaufen und Verkaufen von Waren ist fast so alt wie die Menschheit. Während man zunächst Waren gegeneinander tauschte, gab es z.B. auch bald Münzen aus Gold oder Silber, die einen reellen Gegenwert hatten. Spätestens zu dieser Zeit waren auch möglichst sichere Aufbewahrungsorte nötig, um das Geld aufzubewahren.

Praktische Geldkassetten zur Aufbewahrung wertvoller Güter

Man verwahrte die Münzen und später auch die Geldscheine sowie Wechsel, Kassenanweisungen oder andere wichtige Dokumente zumeist in hübsch geschmückten alten Geldkassetten. Bei einem solchen Stück handelte es sich um einen Behälter, der zum einen abschließbar war und der zum anderen aus einem stabilen Material bestand. Gerade bei Geldkassetten, die von sehr wohlhabenden Menschen verwendet wurden, zeugen kunstvolle Verzierungen wie z.B. Präge- oder Intarsienarbeiten von dem Reichtum ihrer Besitzer. Auch auf weiten Reisen gehörte eine solche Geldkassette zum Gepäck – sie musste daher transportabel sein. Die historischen Geldkassetten entwickelten sich weiter und vor allem die Sicherungsmechanismen wurden im Laufe der Zeit wesentlich komplexer und schwerer zu überlisten. In den letzten Jahrzehnten setzten sich dann kleine Tresore für die Aufbewahrung wertvoller Gegenstände durch, die sich jedoch in der Regel nicht gut transportieren lassen.

Niemals den Überblick verlieren - die Erfindung der Registrierkasse

Da es bei einer alten Kasse, die von Kaufleuten verwendet wurde, nicht nur auf die sichere Aufbewahrung ankam, wurden schon bald auch die ersten alten Registrierkassen entwickelt. Der Begriff „Registrierkasse“ rührt daher, dass die Kasse ein Gerät ist, welches registrieren kann, wie viel Geld im Laufe eines bestimmten Zeitraums eingenommen wird. Die erste Registrierkasse wurde – wie es Historiker heute berichten – im Jahre 1879 in Betrieb genommen. Der Erfinder hieß James Ritty und lebte in Dayton im amerikanischen Staat Ohio. Der Auslöser für seine Entwicklung war, dass Ritty befürchtete, vom Personal in seinem Restaurant bestohlen zu werden. Er wollte daher wissen, wie hoch die Umsätze des Tages gewesen waren. Das wichtigste an der ersten Registrierkasse war daher auch, dass sich die Geldschublade nur zu bestimmten Zeitpunkten öffnen ließ und dass dabei ein lautes Klingeln ertönte. Das Patent für diese Erfindung wurde im Jahr 1883 vergeben, wobei ein gewisser John Birch auch zu den Patentinhabern gehörte. Ritty gründete ein Unternehmen, dessen Geschäftszweck der Bau von Registrierkassen war. Dieses wurde später verkauft und in „National Cash Register Company“ – heute „NCR Corporation“ – umbenannt.

Die Entwicklungen gingen wie in so vielen technischen Bereichen rasant voran, bis die heutigen Scannerkassen oder die modernen Touchscreenkassen auf den Markt kamen. Auch viele Sonderformen wie zum Beispiel die tragbaren Kassenterminals für die Gastronomie, entstanden.

Wählen Sie historische Registrierkassen und Kassetten nach dem Entstehungszeitpunkt aus

Wenn Sie die antike Registrierkasse oder die historische Kassette besonders im Hinblick auf einen möglichst hohen Gegenstandswert erwerben möchten, ist die Entstehungszeit – ebenso wie der Seltenheitswert – ein wichtiges Auswahlkriterium. Wie bei vielen anderen Antiquitäten auch, ist das Alter des antiken Stücks wichtig für dessen Wert. An der Gestaltung des Objekts können Sie in vielen Fällen auch die Epoche seiner Entstehung erkennen. So könnte es sich bei einer Registrierkasse beispielsweise um ein Stück aus der Jugendstilzeit handeln, in der man vor allem auf florale und feminine Formen und auf Motive wie das berühmte Peitschenschlagmuster setzte. Handelt es sich dagegen um ein Stück im Art-Déco-Stil, so werden Sie sicherlich vor allem über die reichen Verzierungen staunen, die eine solche Kasse oder eine solche Geldschatulle kennzeichnen. Neuere antike Kassen und Kassetten werden Ihnen vielleicht noch aus eigener Anschauung in der Entstehungszeit bekannt sein – beispielsweise die Modelle aus den 1970er Jahren, die nicht selten sehr farbenfroh waren.

Wählen Sie historische Registrierkassen und Kassetten nach dem Herstellerunternehmen aus

Eine weitere Möglichkeit für Ihre Auswahl antiker Registrierkassen und Kassetten ist es, sich an den Herstellerunternehmen zu orientieren. Einige Unternehmen spezialisierten sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte auf die Herstellung von Registrierkassen. Als Mutter aller Registrierkassen könnte man die Modelle bezeichnen, die aus dem Hause des Erfinders stammten. Die Rede ist also von einer antiken Registrierkasse von National, also ein Modell, das von der National Cash Register Company hergestellt wurde. Mit einer solchen National-Kasse besitzen Sie ein wichtiges Stück Registrierkassengeschichte.

Historische Registrierkasse von Anker stammen aus einem Unternehmen, das über viele Jahre hinweg bedeutsam für die Registrierkassenherstellung war. Die Anker-Werke AG wurde bereits 1876 gegründet und war zunächst eine reine Nähmaschinenfabrik. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte man sich auf die beiden Geschäftsbereiche Büromaschinen- und Registrierkassenherstellung und so manche Anker-Kasse verließ die Werkstätten in Bielefeld.

Bei Ihrer alten Ladenkasse kann es sich aber auch um alte Mogler-Kassen handeln. Die Kassen und die dazu passenden Mogler-Laden werden sogar heute noch hergestellt. Während man heutzutage auf USB-Schnittstellen und andere zeitgemäße Ausstattungsmerkmale setzt, waren in den ersten Jahren weniger elektronisch ausgestattete Modelle gefragt. Mogler stellt schon seit 1921 solide Geldladen her, die in Registrierkassen eingesetzt werden können und dort das Bargeld sicher vor fremdem Zugriff schützen.

Interessieren Sie sich allerdings für Geldkassetten, macht – insbesondere bei den sehr alten Modellen – eine Orientierung am Hersteller wenig Sinn. Der Grund dafür ist, dass manche Kassetten bereits so alt sind, dass in ihrer Entstehungszeit noch keine Serien- und schon gar keine Massenanfertigung von Produkten üblich waren. Gerade bei den reich verzierten Exemplaren, die in den Häusern des Adels eingesetzt wurden oder die dem Klerus gehörten, handelt es sich in der Regel um hochwertige Einzelanfertigungen, die kein Markenzeichen eines bestimmten Produzenten tragen.

Entscheiden Sie sich aufgrund der Materialien für historische Registrierkassen und Kassetten

Wenn Ihre Auswahlentscheidung bereits weiter vorangeschritten ist und Sie sich beispielsweise schon zur Entscheidung in der Frage „Registrierkasse oder Kassette“ durchgerungen haben, sollten Sie auch den Detailfragen Aufmerksamkeit widmen. Hier geht es dann beispielsweise darum, das Material festzulegen, aus dem Ihre alte Registrierkasse oder die antike Schatulle hergestellt sein soll.

Während die Registrierkassen in der Regel aus einem Material hergestellt wurden, das dem Zweck dienlich war und den technischen Ansprüchen entsprach, sind die Geldkassetten zum Teil sehr edel ausgestattet. So können Sie unter anderem bei eBay sogar antike Silberschatullen finden. Wenn Sie noch dazu etwas über die Herkunft des hochwertigen Stücks erfahren können und wenn das Stück aus erlauchten Kreisen stammt, haben Sie sicherlich eine gute Entscheidung getroffen.

Wählen Sie historische Registrierkassen und Kassetten gezielt als Dekorationsobjekte aus

Beim Kauf von Antiquitäten sollten Sie immer auch den Verwendungszweck für das Objekt im Hinterkopf haben, bevor Sie sich zum Kauf entschließen. Viele Sammler legen Wert darauf, die eigene Sammlung immer weiter zu ergänzen und beispielsweise ein Exemplar jeder bekannten Herstellerfirma oder jeder Epoche zu besitzen. Es ist aber auch möglich, bei der Auswahl anhand rein ästhetischer Kriterien vorzugehen. Dies macht insbesondere dann Sinn, wenn Sie die antike Registrierkasse oder die historische Kassette zu dekorativen Zwecken einsetzen möchten.

Eine gute Idee ist es beispielsweise, einen neu eröffneten Laden im alten Stil zu schmücken oder dort in Vitrinen historische Gegenstände aufzustellen. Dies verleiht Ihrem Geschäft direkt etwas Traditionelles und bringt einen Hauch von Geschichte in Ihre Geschäftsräume. Dekorieren lassen sich im alten Stil nicht nur Einzelhandelsgeschäfte, sondern auch Restaurants oder andere gastronomische Einrichtungen sowie Privaträume.

Viele historische Schatullen aus Metall oder anderen Materialien eignen sich auch dazu, noch heute in Betrieb genommen zu werden. Auch wenn Sie keine Gold- oder Silbermünzen darin aufbewahren, sondern andere lieb gewonnene Gegenstände, so bringt eine antike Schatulle immer einen gewissen historischen Charme mit sich. Sie können ein solches Stück auch gut dazu benutzen, beispielsweise hochwertigen Schmuck darin aufzubewahren.

Ergänzen Sie Ihre Sammlung auch um andere antike Gegenstände zur Geldaufbewahrung

Wenn Sie sich zu den ambitionierten Sammlerinnen und Sammlern von Antiquitäten zählen, dann werden Sie sich sicherlich auch für weitere Gegenstände historischer Art interessieren. Dieses Interesse können Sie dazu nutzen, um Ihre antiken Registrierkassen und Kassetten in einer passenden Umgebung möglichst authentisch zu inszenieren. Dies ist mit allerlei Antiquitäten möglich, die Sie ebenfalls leicht erwerben können.

Ein alter Tresor beispielweise ist ein Gegenstand, der sehr eng mit der Geschichte von Kassetten für Wertgegenstände verbunden ist. Man nutzt Tresore schon seit mehreren Jahrhunderten, um wertvolle Dinge aufzubewahren. Es gibt sie in unterschiedlichen Bauformen, wobei jedoch die nicht tragbaren Exemplare überwiegen. Neben den antiken Schatullen gehörten auch die historischen Truhen zu den Vorläufern der Tresore.

Möchten Sie den Bewunderern Ihrer alten Registrierkasse zeigen, wie die Kasse einst von Kaufleuten verwendet wurde, so können Sie dies am besten mit antiken Münzen tun. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Münzen – und gegebenenfalls auch die antiken Geldscheine, wenn Sie solche kaufen möchten – aus derselben Zeit stammen wie die antike Registrierkasse. Wenn alles stimmig zusammen passt, wird Ihre Sammlung sicherlich deutlich aufgewertet.

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