Tipps für den Kauf von antiken Papierschneidern

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Tipps für den Kauf von antiken Papierschneidern

Der Papierschneider erweist sich schon seit langer Zeit als wertvoller Helfer im Büro und im Haushalt. Mithilfe eines solchen Gerätes lassen sich problemlos größere Mengen an Blättern schneiden. Der große Vorteil ist aber natürlich die exakte Schnittlinie. Wird etwas per Hand geschnitten, besteht immer die Gefahr, dass es nicht gerade wird oder man abrutscht. Mit einem Papierschneider ist diese Problematik passé. Mithilfe dieses Gerätes erhalten Sie stets saubere und gerade Schnitte.

Es gibt aber auch wunderschöne antike Papierschneider unterschiedlicher Bauart, die für das heutige Arbeiten eigentlich viel zu schade sind. Diese eignen sich eher zum Ausstellen oder Sammeln. Bei eBay können Sie beispielsweise derartige antike Modelle erstehen. Doch bevor Sie sich für einen alten Papierschneider aus einer früheren Zeit entscheiden, sollten Sie einige fachkundige Tipps beachten, denn gerade antike Gegenstände sind stets mit Vorsicht und Bedacht zu kaufen. Andernfalls können sich die vermeintlichen Glückskäufe und Schnäppchen rasch als Fälschungen entpuppen.

Buchbinder: ein alter Beruf, in dem schon früh Papierschneider verwendet wurden

Bücher, wie wir sie heute kennen, galten noch vor wenigen Jahren als eine echte Rarität. Zu damaligen Zeiten war es beispielsweise ausschließlich Kirchen und Klöstern vorbehalten, Bücher zu schreiben und diese dann zu binden. Während das traditionelle Buch heute immer mehr dem eBook weichen muss, gehörten Bücher noch vor einigen Jahren zu den Schätzen der Menschheit. Entsprechend angesehen war auch der Beruf des Buchbinders. Heute ist die Anzahl der Fachkräfte begrenzt, denn nur die wenigsten Buchbesitzer wissen diese Arbeit noch wirklich zu schätzen. Bücher auf traditionelle Art zu binden ist mit viel Handarbeit verbunden.

Auch zu früheren Zeiten arbeitete der Buchbinder mit einer Art Papierschneider. Dieses alte Werkzeug, das früher als Rollenschneider bezeichnet wurde, ermöglichte den Zuschnitt von Papier und anderen gängigen Materialien wie zum Beispiel Karton, Pappe oder Kunststoff. Heute lässt sich das Berufsfeld des Buchbinders in drei Fachbereiche unterteilen: die Buchfertigung, die Druckweiterverarbeitung und die Einzel- und Sonderfertigung. Mit dieser Tätigkeit öffnen sich den Buchbindern viele Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung und Weiterentwicklung. Neben der Meisterausbildung bieten sich weitere Berufsspektren wie beispielsweise Restaurierungsarbeiten an. Somit ist die Buchbinderei auch heute noch ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Berufsbild mit Perspektive.

Die Geschichte des Papierschneiders

Papier wurde schon lange bevor die ersten Papierschneidemaschinen auf den Markt kamen geschnitten. Hier dienten einfache Scheren und Messer zur Zerteilung der Seiten. Zunehmend suchten die Buchbinder aber nach mechanisierten Geräten. Das erste mechanische Modell war der Beschneidehobel. Die Erfindung dieses mechanischen Gerätes erleichterte nicht nur die Arbeit, es war zudem möglich, ein Buch mit einheitlichem Schnitt zu erstellen. Zum Beschneiden wurden die Bücher damals in einer Presse aus Holz fixiert. Im Anschluss trennte der Buchbinder das Papier mit einem Scheibenhobel Span für Span per Hand ab. So wurde praktisch jede einzelne Seite nacheinander beschnitten. Später löste der Zungenhobel den Scheibenhobel ab, denn damit ließ sich wesentlich schneller und detaillierter arbeiten. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dann der endgültige Schritt weg von Zungenhobel zu der Papierschneidemaschine vollzogen. Anfangs war es dabei noch üblich, dass die Maschinen fast komplett aus Holz konstruiert waren. Aber als im Jahre 1837 die erste Maschine mit Metallgehäuse und festem Messer erbaut wurde, verschwanden die bisherigen Konstruktionen aus Holz rasch vom Markt.

Da das Papier zu damaligen Zeiten einen höheren Faseranteil aufwies, lag die Presskraft dementsprechend niedriger als heute. Schneidemaschinen, die Pressung und Schnitt in zwei Arbeitsschritten ausführten, besaßen meist eine Spindelpressung. Eine in der Maschine angeordnete Spindel drückte dabei auf den Pressbalken. Wenn man die Spindel anzog, ließ sich die Pressung zumindest in grobem Sinne regeln. In anderen Maschinen, bei denen Pressung und Schnitt in einem Schritt erfolgten, fand sich eine Federpressung. Zum Senken des Messers wurde die jeweils vor dem Schnitt eingestellte Federkraft durch eine Zwangskurve auf den Pressbalken übergeben. Bei der Aufwärtsbewegung wurde die Feder dann wieder gespannt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde dann die erste hydraulisch gesteuerte Papierschneidemaschine auf dem Markt präsentiert. Seit dieser Zeit übernimmt der Planschneider die automatische Voreinstellung des Gerätes beziehungsweise des Pressedruckes vor jedem einzelnen Zuschnitt.

Unterschiedliche Modelle der hydraulischen Maschinen

Der Papierschneider war eines der ersten Hilfsmittel mit einer Rollenschneide-Einrichtung, das genutzt wurde, um Papier oder andere Materialien zu schneiden. Heute sind unterschiedliche Begriffe für die einzelnen Geräte bekannt. So ist die Papierschneidemaschine in ihrer Nutzung eher für einfaches Papier gedacht. Ein weiteres Modell ist der Planschneider. Er unterscheidet sich in seiner komplizierteren Bauweise stark von dem einfachen Papierschneider. Er findet seine hauptsächliche Verwendung in Druckereien oder Buchbindereien und eignet sich für das Schneiden von Papier, Pappe und Kartonagen.

Eine ganz andere Erfindung machte hingegen Ferdinand Heim. Er baute 1878 die erste Schnellschneidemaschine. Bei dieser Maschine kommen Pressung und Schnitt zusammen. Darüber hinaus sind bei der Anwendung auch ansonsten keine weiteren Einstellungen mehr notwendig. Somit lassen sich die Arbeiten schnell und sauber erledigen. Ein antiker Papierschneider kann bereits eine Menge erlebt haben, bevor er bei Ihnen landet. Möglicherweise wurde der Schneider sogar bereits dazu genutzt, um einem bekannten Buch die richtige Form zu verleihen.

Einen antiken Papierschneider und andere Antiquitäten kaufen

Antiquitäten gehören für viele Menschen zu einer schönen Einrichtung einfach dazu. Auch junge Leute begeistern sich mittlerweile für Möbel oder Dekorationselemente aus früheren Zeiten. Und ein solch antikes Möbelstück macht sich in jeder Wohnung gut. Da viele Menschen an den einzelnen Einrichtungselementen hängen, werden Antiquitäten ungern weggeworfen. Das liegt zum einen an der Bedeutung, zum anderen aber auch an der Unwissenheit über den Wert des Gegenstandes.

Ein antiker Papierschneider kann, je nachdem aus welcher Epoche er stammt, bei einem Verkauf einen hohen Wert erzielen. Sofern Sie einen antiken Papierschneider kaufen möchten, sollten Sie sich vorab ein wenig über den entsprechenden Wert informieren. Oftmals werden Antiquitäten für einen Preis angeboten, den sie nicht wert sind. Unter diesen Umständen wäre es schade, wenn Sie zu viel Geld für einen nur vermeintlich wertvollen antiken Gegenstand ausgeben würden. Die Jagd nach einem antiken Papierschneider muss nicht zwangsläufig immer im Internet beginnen. Auch in den lokalen Zeitungen Ihrer Stadt oder Geschäften, die sich auf Antiquitäten spezialisiert haben, lassen sich unter Umständen Schätze für den eigenen Haushalt finden.

Damit der Kauf eines antiken Papierschneiders nicht zum Desaster wird

Es hört sich für Sie sicher verlockend an, einfach vom heimischen Sofa aus, über das Internet einen antiken Papierschneider zu kaufen. Das ist es auch prinzipiell kein Problem. Dennoch sollten Sie niemals ein solches Produkt ungesehen kaufen. Auch Spontankäufe sollten vermieden werden. In den meisten Fällen werden Sie sich ansonsten später ärgern. Also lassen Sie sich lieber ein wenig mehr Zeit. Wenn Sie beispielsweise eine Sammlung beginnen wollen und der antike Papierschneider soll Ihr erstes Stück werden, informieren Sie sich ausreichend. Kaufen Sie sich entsprechende Bücher und lesen Sie sich in die Materie ein. Auf diese Weise können Sie Anfängerfehler vermeiden. Nachdem Sie sich ein gewisses Grundwissen aus diesem Bereich angeeignet haben, fällt Ihnen die Beurteilung der angebotenen Papierschneider sehr viel leichter.

Das Fachpersonal in einem Antiquariat ist in diesem Fall ein kompetenter Ansprechpartner. Auf diese Weise bekommen Sie einen Überblick, was der antike Papierschneider wert ist. Entsprechend können Sie abschätzen, wie viel Sie für die jeweils angebotenen Modelle ausgeben sollten. Auch in Museen und Ausstellungen finden Sie immer wieder antike Schmuckstücke aus den vergangenen Jahren und Epochen. Schulen Sie bei Besuchen solcher Ausstellungen Ihr Auge für Qualität. Dann wird es Ihnen auch leichter fallen, den Wert eines antiken Papierschneiders oder einer anderen Antiquität zu bestimmen.

Ein antiker Papierschneider als Wertanlage

Es klingt zunächst vielleicht ein wenig abwegig, aber auch ein antiker Papierschneider kann in ein paar Jahren eine Menge wert sein. Nicht umsonst sammeln viele Menschen die unterschiedlichsten Antiquitäten. Eine solche Wertanlage ist ideal für alle, die für ihre Zukunft vorsorgen wollen. Mit jedem Jahr kann der Wert eines antiken Sammlerstücks steigen. Vielleicht kommen zu Ihrem antiken Papierschneider noch andere antike Werkzeuge oder Einrichtungselemente hinzu. Schränke, Bilder oder auch Schmuckstücke können unter Umständen in naher Zukunft eine enorme Wertsteigerung erfahren. Denn wie Sie wissen, können viele Gegenstände als Antiquität angesehen werden. So kann beispielsweise auch antikes Porzellan sehr wertvoll sein. Viele Teller und Tassen, die früher vielleicht zum täglichen Gebrauch gehörten, sind heute bereits kleine Schätze.

Auch wenn aus heutiger Sicht viele antike Papierschneider oder diverse andere alte Werkzeuge noch keinen sehr hohen materiellen Wert haben, kann sich dies in einigen Jahren durchaus ändern. In diesem Fall arbeitet die Zeit einfach für und nicht gegen Sie. Und bis Ihr alter Papierschneider irgendwann viel Geld wert ist, kann er sehr gut auch einfach als originelles Dekorationselement im Büro verwendet werden. Bei möglichen Fragen und Unsicherheiten über das Alter und die Herkunft eines antiken Papierschneiders, kann Ihnen auch die Lektüre passender Fachliteratur helfen das angebotene Werkzeug einer bestimmten Epoche zuzuordnen. Eine Vielzahl der entsprechenden Bücher können Sie auch bei eBay finden.

Der moderne Planschneider

Je nach Nutzung und Anwendungsgebiet gibt es drei verschiedene Begriffe: Papierschneidemaschine, Planschneider und Schnellschneider, deren Bezeichnungen sich von der ursprünglichen Nutzung her ableiten. Während alte Modelle des Planschneiders noch manuell angetrieben wurden, verfügt der moderne Planschneider über Elektromotoren und wird mittels elektronischer Steuerungseinrichtungen bedient. Auch die Form der in dem Gerät zum Einsatz kommenden Messer hat sich im Laufe der letzten 150 Jahre stark verändert. Bei dem Beschneidehobel wurden noch scheibenförmige Messer benutzt, diese wurden bei der Schneidemaschine, die Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelt wurde durch vertikal wirkende, fest montierte Messer ersetzt. Heutige Planschneider funktionieren mit keilförmigen, beweglichen Messern.

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