Tipps für den Kauf von Würzsaucen: Mojo, die beliebte kalte Sauce von den Kanarischen Inseln

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Tipps für den Kauf von Würzsaucen: Mojo, die beliebte kalte Sauce von den Kanarischen Inseln

Die Auswahl an unterschiedlichen Würzsaucen ist riesengroß und sorgt für geschmackliche Vielfalt

Der Einsatz von verschiedenen Gewürzen gehört in der Zwischenzeit zum Basisrepertoire von Hobbyköchen und Küchenchefs. Durch eine komplexe Würzmischung bekommt ein Gericht einen intensiven und interessanten Geschmack, der alleine durch den Einsatz von Salz und Pfeffer in dieser Art und Weise nicht zu realisieren ist. Gewürze können dabei den Eigengeschmack der Speisen heben oder eigene Geschmackskomponenten in das Gericht mit einbringen. Darüber hinaus können viele Gewürze die Gesundheit fördern oder zumindest die Bekömmlichkeit des Essens verbessern.

Gewürze aus aller Welt

Gewürze wurden schon zu Urzeiten für die Zubereitung von Nahrungsmitteln verwendet. Sie waren jedoch extrem schwierig zu beschaffen, hatten lange Reisen hinter sich und waren dementsprechend sehr teuer. Aus diesem Grund wurden sie wie Statussymbole behandelt und hatten teilweise einen großen Einfluss auf die Wirtschaft und auf die Politik.
Der Einsatz von speziellen Gewürzen prägte wahrscheinlich wie keine andere Zutat den Charakter der regionalen Küchen. So hat in der Zwischenzeit bestimmt jedes Land auf der Welt eine typische Gewürzmischung, mit der die Geschmacksrichtung eines Nationalgerichts in Zusammenhang gebracht werden kann. Die Vielfalt an verschiedenen Gewürzen, die aus aller Welt kommen und auch in Europa angeboten werden, ist zwischenzeitlich riesengroß. Auf diese Weise entstehen zum Teil ganz neue Gerichte mit kulinarischen Einflüssen aus der ganzen Welt. Gewürzt werden kann nicht nur unter Zuhilfenahme von Gewürzen in Pulverform, sondern auch mit Würzsaucen. Diese bestehen meist aus mehreren Gewürzkomponenten und können vielfältig in der modernen Küche eingesetzt werden. Die Würzsaucen können zum Beispiel als Geschmacksverstärker, als Gewürzbasis oder als eigenständiger Dip verwendet werden. Besonders beliebt sind exotische Saucen mit einem gewissen Anteil an Schärfe. In dieser Hinsicht sollten Sie bei der nächsten Gelegenheit Mojo, einer Sauce von den Kanarischen Inseln, etwas Beachtung schenken. Diese Sauce hat einen intensiven Geschmack und lädt ein, spannende Rezepte auszuprobieren.   

Mojo ist eine Sauce von den Kanarischen Inseln mit Tradition

Die Küche auf den Kanaren bekam im Laufe der Jahre Einflüsse aus verschiedenen Richtungen. Dazu zählen zum Beispiel die afrikanische, die südamerikanische sowie vor allem die spanische Küche. Aus diesem Grund ist die kanarische Küche auch besonders facettenreich und weist kräftige Geschmackskomponenten auf. Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Wildfrüchte, Oliven, Feigen, Melonen, Fisch sowie Ziegen- und Schafsfleisch sind Lebensmittel, die auf den Kanarischen Inseln bevorzugt verzehrt werden. Zu den typischen Gewürzen, mit denen kanarische Gerichte zubereitet werden, zählen Koriander, Kreuzkümmel, Lorbeer, Safran, Chili sowie Knoblauch. Diese für die Kanarischen Inseln typischen Gewürze prägen zum Teil auch den Geschmack von Mojo, einer Sauce, die in der Regel kalt genossen wird. Mojo wird auf den Kanarischen Inseln schon seit mehreren Jahrhunderten hergestellt und genossen. Die Konsistenz der Sauce ist im Normalfall eher zähflüssig. Aus diesem Grund wird Mojo gerne als Dip zu Brot, Gemüse, Fisch oder Fleisch gereicht. Ein Klassiker unter den Speisen, die mit Mojo serviert werden, sind die Kartoffeln, die auf den Kanaren wachsen und als Papas Arrugadas bezeichnet werden. Mojos gibt es mit verschiedenen Zutaten. Die Grundrezeptur besteht jedoch aus Essig, Öl und Knoblauch.

Die Herstellung von Mojo-Saucen

Um aus geschmacklicher Sicht ein echtes Erlebnis bieten zu können, werden bei qualitativ hochwertigen Mojo-Saucen vor allem frische Zutaten verwendet. Diese gewährleisten einen intensiven Geschmack und darüber hinaus eine kräftige Farbe. Die Sauce wird im Normalfall nicht nur kalt verzehrt, sondern auch kalt hergestellt. Die Zutaten werden nämlich meist im rohen und unerhitzten Zustand püriert. Auf diese Weise bleiben die Vitamine und der Geschmack erhalten. 

Mojo gibt es in verschiedenen Zutatenvariationen

Mojo ist eine Sauce, die viel Abwechslung auf dem Tisch bietet. Die Sauce von den Kanarischen Inseln gibt es nämlich in verschiedenen Variationen. Vor dem Kauf von Mojo macht es deshalb Sinn, wenn Sie sich ein wenig mit den Zutatenlisten der verschiedenen Saucen beschäftigen. Auf diese Weise können Sie schnell herausfinden, welcher Geschmack Ihnen am ehesten liegt.

Mojo Picante ist kräftig im Geschmack und hat eine leckere Schärfe

Eine sehr bekannte Mojo-Variation ist die sogenannte Mojo Picante, die auch Mojo Picón oder roter Mojo genannt wird. Zur Gewürzbasis zählen auch hier Essig, Salz, Pfeffer und Öl. Für den etwas kräftigeren Geschmack werden zusätzlich Chilischoten und bei schärferen Varianten auch Chilikerne beigemischt. Die abgemilderten Variationen tragen die Bezeichnungen Mojo Colorado und Mojo Rojo Suave. Eine weitere Zutat ist Kreuzkümmel. Kreuzkümmel hat intensive Aromen, die vor allem durch das in ihm enthaltene ätherische Öl hervorgerufen werden. Durch die Kombination mit dem Chili entsteht so ein kräftiger und unverwechselbarer Geschmack, der sich hervorragend als geschmackliche Basiskomponente in vielen Gerichten eignet. Um die Konsistenz der Mojo Picante zu verbessern, wird oftmals Paprika im pürierten Zustand der Mischung beigefügt. Diese Komponente verleiht der Sauce zusätzlich eine frische und leicht fruchtige Note. Diese Mojo-Sauce kann zu Fisch, Fleisch, Gemüse und sogar zur Pasta gereicht werden.

Mojo Verde ist frisch und leicht

Eine wichtige Zutat der Mojo Verde, auch Grüner Mojo genannt, ist Petersilie. Auch hier trägt der Kreuzkümmel wesentlich zum intensiven Geschmack der Sauce von den Kanarischen Inseln bei. Die abgemilderte Variante trägt den Namen Mojo Verde Suave. Neben Salz können auch zusätzliche Zutaten wie grüner Paprika oder Avocados zum Farb- und Geschmacksbild dieser Sauce beitragen. Die leichte Sauce eignet sich gut als Dip zu Gemüse oder weißem Fleisch.

Mojo Cilantro ist eine Korianderkrautvariante von Mojo Verde

Mojo Verde kann nicht nur mit Petersilie, sondern auch mit Korianderkraut als Hauptzutat zubereitet werden. Diese Mojo-Variante wird auch als Mojo Cilantro bezeichnet und hat einen etwas intensiveren Geschmack als die Variante mit Petersilie. Koriander hat ähnlich wie Kreuzkümmel hohe Anteile an ätherischen Ölen, die für die kräftigen Aromen sorgen. Das Gewürz hat einen leicht zitronen- und moschusartigen Geschmack mit leicht bitteren Komponenten. Diese leichte Bitternote in der Mojo-Sauce passt sehr gut zu vielen Käsesorten. Auch diese grüne Mojo-Sauce kann zusätzlich grüne Paprikas oder Avocados enthalten, um den Geschmack runder und vielfältiger zu gestalten.

Mojo de Queso ist eine echte Abwechslung in der Küche

Eine weitere Mojo-Variante von den Kanarischen Inseln ist Mojo de Queso. Durch den gereiften Ziegenkäse hebt sich diese Sauce von den anderen Mojo-Varianten aus geschmacklicher Sicht etwas ab. Die milde Variante wird auch als Almogrote Gomero Suave und die etwas würzigere Variante als Salsa Almogrote Guachinerfe bezeichnet.

Weitere inseltypische Mojo-Kreationen

In der Regel variieren die Zubereitung und die Zutatenliste von Mojo von Kanareninsel zu Kanareninsel. So findet man neben den hier vorgestellten Mojo-Kreationen zum Beispiel auch Saucen, die mit weiteren Zutaten wie etwa Orangen, Mandeln, Knoblauch, Safran, Lorbeer und verschiedenen Käsesorten versehen sind. Das Durchprobieren der verschiedensten Mojo-Sorten macht Sinn. So können Sie im Laufe der Zeit die Sauce ausfindig machen, die Ihnen am besten mundet.

Leckere Gerichte, die mit Mojo zubereitet werden können

Mojo Picante mit Gemüse

Auf den Kanarischen Inseln wird die scharfe Mojo-Variante Picante bevorzugt mit der Kartoffelsorte Papas Arrugadas verzehrt. Diese Kartoffeln werden mit der Schale im Salzbad gekocht. In der Regel werden große Mengen an Meersalz verwendet, was für einen ausgesprochen pikanten Geschmack sorgt. Die Kartoffelsorte ist leider in Mitteleuropa nur schwer zu bekommen. Aus diesem Grund können Sie ersatzweise auch auf normale Kartoffeln zurückgreifen. Diese werden jedoch nicht gekocht, sondern geviertelt oder halbiert, im rohen Zustand auf einem Backblech ausgebreitet und mit typischen Kräutern, die auch in der Mojo Picante verwendet werden, mit viel Meersalz und etwas Olivenöl im Ofen gebacken. Im Anschluss können die gebackenen Kartoffeln mit etwas Mojo Picante angerichtet werden. Statt Kartoffeln können auch verschiedene Gemüsesorten verwendet werden. Besonders gut zur Schärfe und zum kräftigen Kreuzkümmelgeschmack passen zum Beispiel Gemüsesorten, die auch in der typisch mediterranen Küche eingesetzt werden. Dazu zählen Paprika, Zucchini, Auberginen sowie Fenchel. Das Gemüse wird wie die Kartoffeln in mundgerechte Stücke geschnitten und mit etwas Meersalz, Olivenöl sowie Gewürzen im Backofen gegart. Die Mojo Picante wird hier ebenfalls kalt auf dem Teller serviert.

Mojo zum Salat

Mojo kann nicht nur zu warmen Speisen, sondern auch zu kalten Gerichten verzehrt werden. Besonders gut eignen sich in dieser Hinsicht Salate, da viele Mojo-Sorten mit Essig und Öl hergestellt werden. Die leichte Säure passt hervorragend zu einem Salat aus Tomaten, Artischocken oder Thunfisch. Bei der Zubereitung des Salats muss nicht unbedingt der Klassiker Mojo Picante verwendet werden. Auch die Sorten Mojo Verde oder Mojo Cilantro sind prädestiniert als leckere Salatmarinade. Um die Sauce etwas weniger zähflüssig und zudem milder zu machen, kann sie mit etwas Olivenöl, Wasser und Essig verdünnt werden. So lässt sich die Sauce besser auf dem Salat verteilen.

Mojo zu Fisch und Fleisch

Mojo kann nicht nur zu vegetarischen Nahrungsmitteln, sondern auch zu Fisch und Fleisch serviert werden. Hühnchen- und Putenbrustfilet haben oftmals einen etwas milden Geschmack. Mit einer Mojo-Sauce besteht die Möglichkeit, das magere und damit gesunde Fleisch aus geschmacklicher Sicht wesentlich aufzubessern. Die Sauce sollte aber auch in Kombination mit warmen Gerichten kalt gereicht werden, da bei Erhitzen von Mojo die Frische und die Geschmacksintensität oftmals etwas verloren gehen.

Mojo zum Gofio

Mojo kann selbstverständlich auch zu Gofio, einem kanarischen Gericht aus Getreide, gegessen werden. Dieses Gericht wird aus Mehl aus geröstetem Getreide wie Gerste, Samen von Pflanzen oder Hülsenfrüchten zubereitet. Das Mehl wird mit Milch, Olivenöl, Nüssen oder Brühe zu einem Teig verarbeitet. Gofio kann ähnlich wie Polenta oder Couscous mit diversen Mojo-Sorten angerichtet werden.

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