Tipps für den Kauf von Vergrößerungsobjektiven und anderem Zubehör für die Bildbearbeitung

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Tipps für den Kauf von Vergrößerungsobjektiven und anderem Zubehör für die Bildbearbeitung

Fotografie umfasst sehr unterschiedliche Stilrichtungen und hat viele Facetten. Jeder Anhänger dieser Kunstform hat seine eigenen Vorlieben was Motive und die damit verbundene Ausrüstung betrifft. Der eine fotografiert am liebsten Architektur und Landschaften, der andere hat meistens Tiere und Pflanzen vor der Linse, der nächste bevorzugt Porträts. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, über die richtige Ausrüstung hingegen schon. Selbst der talentierteste und beste Künstler kann nämlich keine guten Werke erschaffen, wenn ihm unzulängliches oder unpassendes Werkzeug zur Verfügung steht. Der folgende Ratgeber beschäftigt sich mit einem besonderen Bereich der Fotografie und mit dem Zubehör, das Sie dafür benötigen. Außerdem erfahren Sie, was Sie brauchen, um Ihre Aufnahmen auf Papier zu bringen.

Makrofotografie – das Einsatzgebiet für Vergrößerungsobjektive

Wenn Sie wissen wollen, welches Vergrößerungsobjektiv für Sie das richtige ist, sollten Sie zunächst etwas darüber erfahren, in welchen Bereichen es eingesetzt wird und warum es sich lohnt, ein hochwertiges Modell zu erwerben. Das Zauberwort heißt in diesem Fall „Abbildungsmaßstab" – dieser definiert das Verhältnis zwischen der optischen Abbildung eines Objektes und dessen tatsächlicher Größe. Jedes Objektiv hat eine eigene Naheinstellgrenze, die den Mindestabstand zu einem Motiv definiert. Wird diese unterschritten, ist kein Fokussieren mehr möglich und das Bild wird unscharf. Jede Linsenvorrichtung besitzt somit einen maximalen Abbildungsmaßstab.

Die höchsten erreichbaren Maßstäbe für normale Objektive liegen im Bereich von 1:7 bis 1:10. Das bedeutet, dass ein Gegenstand höchstens zehn Mal so groß sein kann wie das Abbild auf der Filmebene. Wollen Sie noch weiter vergrößern, so wie etwa auf 1:2 oder sogar auf 1:1, brauchen Sie spezielle Linsen, die im Grunde wie eine Lupe funktionieren und selbst die kleinsten Objekte ganz nah heranholen können. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die Aufnahmen gestochen scharf und alle Details sichtbar sind.

Mit Makrofotografie gelingen Ihnen unvergleichliche Bilder, die einen vollkommen anderen Blickwinkel bieten als das menschliche Auge und dem Betrachter eine neue Welt zeigen, die er sonst wohl nie sehen könnte. Ihnen stehen in diesem Bereich viele Werkzeuge zur Verfügung, die Ihnen nachfolgend näher vorgestellt werden sollen.

Vergrößerungsobjektive – so finden Sie das richtige

Viele Hersteller von Vergrößerungsobjektiven versehen ihre Modelle mit der Kennzeichnung „Makro". Da der Bereich nicht eindeutig definiert ist, gibt es viele Exemplare mit diesem Namen, und einige erfüllen bei Weitem nicht die Anforderungen, die an solche Geräte gestellt werden. Häufig erreichen diese nämlich höchstens einen Maßstab von 1:4 und weisen darüber hinaus eine schlechte Abbildungsqualität auf. Das eindeutige Indiz für ein Makroobjektiv ist die Bezeichnung 1:1. Zu den bekanntesten Herstellern solcher Vorrichtungen zählen Nikon, Canon und Sony.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Objektiven ist der Autofokus bei Makro-Modellen recht langsam und laut. Das liegt daran, dass die ohnehin sehr aufwendige Konstruktion mit unnötigen Extras wie eben einem schnellen Autofokus noch preisintensiver werden würde. Daher verzichten die meisten Hersteller darauf und konzentrieren sich auf hohe Abbildungsleitung im Nahbereich. Zudem lassen sich alle guten Modelle präzise von Hand scharf stellen lassen, was häufig auch so gewünscht ist.

Im Bereich der Brennweiten stehen viele verschiedene Geräte zur Auswahl. Am besten geeignet sind 100-Millimeter-Modelle. Bei kürzeren Brennweiten müssen Sie zu nah an ein Objekt herangehen und riskieren Abschattung durch Mensch und Kamera. Es gibt ebenfalls 180-Millimeter-Exemplare, die eine noch größere Entfernung ermöglichen. Diese benötigen Sie jedoch in den seltensten Fällen, und für „gewöhnliche" Makrofotografie müssen Sie sich in der Regel nicht zu weit von einem Objekt entfernen – es sei denn, es handelt sich um ein scheues Tier oder Ähnliches.

Weiteres Zubehör für Makrofotografie

Wenn Sie sich kein neues Objektiv zulegen wollen, könnte eine Nahlinse genau das Richtige für Sie sein. Solche Vorrichtungen werden wie Filter auf das Objektivgewinde geschraubt und sind in ihrer Wirkung mit einer Lesebrille vergleichbar. Sie sind viel kostengünstiger als komplexe Linsenvorrichtungen, und wenn Sie nur ab und zu Nahaufnahmen machen und nicht allzu viele Anforderungen an das Endergebnis stellen, sind sie eine gute Alternative.

Nahlinsen funktionieren durch Verkürzung der Brennweite, sodass sich die Minimalentfernung zusätzlich verringert und ein größerer Abbildungsmaßstab ermöglicht wird. Je stärker eine Linse ist, desto näher können Sie an ein Motiv herangehen. Die Stärke oder Brechkraft wird dabei in Dioptrien angegeben. Eine Linse, die mit 1 bezeichnet wird, ist dabei schwächer als ein 4-Exemplar. Sie können auch mehrere von ihnen übereinander legen, dadurch addieren sich die Stärken. Allerdings verschlechtert sich gleichzeitig das Abbildungsergebnis.

Wenn Sie in der Praxis einige Dinge beachten, liefern Nahlinsen durchaus gute Ergebnisse. Sie sind nicht optisch korrigiert, was unter Umständen eine Qualitätsbeeinträchtigung zur Folge haben kann. Auffällig ist eine Schärfeabnahme zu den Bildrändern hin. Dies können Sie jedoch korrigieren, indem Sie genügend abblenden. Verwenden Sie außerdem am besten immer die Gegenlichtblende, da die konvexe Linsenoberfläche auftreffendes Licht streut. Bei gleichzeitiger Benutzung eines Filters sollten Sie die Linse zuerst aufschrauben, denn so verhindern Sie eventuelle Überstrahlungen.

Die Qualität der Fotos kann trotz aller Vorkehrungen nicht mit der eines Makroobjektivs mithalten, und wenn Sie einen Mittelweg zwischen besonders günstigen Linsen und kostspieligen Linsen-Geräten wählen möchten, sind Zwischenringe eine gute Möglichkeit. Diese werden zwischen Gehäuse und Objektiv gesetzt und bewirken somit eine Auszugsverlängerung. Sie sind hohl, beinhalten also kein eigenes optisches System. Das bedeutet, dass sie im Gegensatz zu Nahlinsen die Abbildungsleistung nicht beeinträchtigen. Sie verlängern lediglich die Entfernung zur Bildebene und verringern die kürzeste Einstellentfernung.

Objektivfilter – ein raffiniertes Mittel zur Bildbearbeitung

Viele Fotografen experimentieren gerne mit den technischen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, und erschaffen so einzigartige und ungewöhnliche Aufnahmen. Eines der Mittel, die Ihnen geboten werden, sind Objektivfilter. Diese weisen unterschiedlichste Eigenschaften auf und dienen dem Zweck, das Motiv bereits vor dem Auftreffen auf das Objektiv oder die Bildebene zu verändern. Sie werden grob in zwei Kategorien unterteilt. Es gibt sie als Effekt- und als Korrekturfilter. Erstere können unterschiedliche Färbungen aufweisen oder mit bestimmten Elementen versehen sein, die auf dem Foto auftauchen. Verändert werden zum Beispiel die Sättigung, der Kontrast oder das UV-Licht. In der Digitalfotografie kommen solche Filter nicht so häufig zum Einsatz, denn bei den meisten Kameras können Aufnahmen im Nachhinein mittels integrierter Bildbearbeitung korrigiert und optimiert werden.

Das Vergrößerungsgerät für die eigene Dunkelkammer

Ein Vergrößerungsgerät darf in keinem Entwicklungslabor fehlen, denn es ist dazu da, ein Foto aus Negativen oder Diapositiven auf Papier zu bringen. Abhängig davon, ob Sie in Schwarz-Weiß oder in Farbe entwickeln, richtet sich die Wahl auf die passende Vorrichtung, denn beide Verfahren unterscheiden sich in manchen Bereichen voneinander. Grundsätzlich sind die Geräte jedoch größtenteils gleich aufgebaut: Zuunterst befindet sich ein Grundbrett, an dem eine Säule befestigt ist. An dieser ist eine Konstruktion angebracht, die die Höhe des Lampenkopfes und somit die genaue Vergrößerung steuert.

Der Lampenkopf eines Schwarz-Weiß-Geräts besteht aus einem Gehäuse, das eine „Glühbirne" und einen Kondensor beherbergt, der für die gleichmäßige Ausleuchtung des Negativs zuständig ist. Bei einem Farbvergrößerer ist statt des Kondensors eine Lichtmischbox vorhanden, die weiches, gestreutes Licht erzeugt und im Gegenteil zu den Schwarz-Weiß-Aufnahmen weniger Schärfe aufweist. Darunter befindet sich häufig zudem eine Filterschublade, in die Multigradepapiere eingelegt werden. Als solche werden Papiere bezeichnet, die der Kontrastvariation dienen. Als nächstes folgen die Negativbühne, die am besten mit verschiebbaren Maskenbändern ausgestattet ist, sowie das Objektiv mit dem Scharfstellmechanismus. Die Vorrichtung ähnelt im Wesentlichen einem Diaprojektor, der ein Bild auf das Grundbrett projiziert.

Wenn Sie sich für einen Vergrößerer entscheiden, sollten Sie diesen nicht nur für Ihr verwendetes Negativformat wählen, sondern auch für das nächstgrößere. So sind Sie nicht zu sehr eingeschränkt und können die Formate variieren und eine bessere Ausleuchtung gewährleisten. Sehr wichtig in diesem Fall ist das Vorhandensein von Maskenbändern, mit denen Sie überflüssige Leuchtfläche abdecken können.

Die letztendliche Qualität einer Vergrößerung hängt von mehreren Faktoren ab. Da wären die Standfestigkeit der Vorrichtung, die Parallelität der drei Ebenen (Negativ-, Objektiv- und Vergrößerungsebene), die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung und eben die Qualität des Objektivs.

Darum sind Vergrößerungsobjektive wichtig für die Qualität des Bildes

Egal on Sie in der Fotografie erfahren sind oder gerade erst beginnen, Sie werden mit Sicherheit wissen, welche Rolle die Wahl eines guten und passenden Objektivs für die Qualität Ihrer Fotos spielt. Nicht nur Profis achten bei der Auswahl solcher Zubehörgeräte auf hohe Funktionalität und das möglichst beste Exemplar. Was viele dagegen unterschätzen, ist die Bedeutung eines Objektivs bei der Entwicklung im Labor.

Soll ein analoges Bild auf Papier vorliegen, sind folgende Abbildungsvorgänge nötig: einer zur tatsächlichen Aufnahme eines Motivs auf dem Film und ein anderer zum Vergrößern auf Fotopapier. Beide sind für das Endergebnis gleichermaßen wichtig, und wichtig ist daher auch die Wahl eines Vergrößerungsobjektivs. Es existieren unterschiedliche Ausführungen solcher Vorrichtungen, und die Palette reicht von dreilinsigen Exemplaren für Einsteiger bis hin zu achtlinsigen Profimodellen.

Entscheidend sind vor allen Dingen die Abbildungsleistung und der Maßstab, den das Objektiv bietet. Die vergrößerten Dias dürfen auch an den Rändern nicht unscharf werden, und die Farben müssen originalgetreu erhalten bleiben. Am besten informieren Sie sich im Vorfeld in einschlägigen Foren und vergleichen die Angebote unterschiedlicher Hersteller miteinander. Im Großen und Ganzen lässt sich allerdings sagen, dass hochwertige Modelle unabhängig von Marke eine gute Leistung bringen und die Qualitätsunterschiede vor allem in den oberen Preisklassen verschwindend gering sind.

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