Tipps für den Kauf von Überspannschutz und Mehrfachsteckern

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Tipps für den Kauf von Überspannschutz und Mehrfachsteckern bei eBaySicherheit ist das A & O beim Kauf von Mehrfachsteckern

Egal, wie gut die Stromverteilung geplant wurde – Steckdosen sind einfach immer zu wenige da. Gut, dass es Mehrfachstecker gibt, die aus einer einzigen Steckdose in der Wand ein Vielfaches an Stromanschlüssen machen können.

Allerdings sollte man beim Kauf von Mehrfachsteckern und Steckdosenleisten viel Wert auf Sicherheit legen. Das bedeutet, dass auch die Netzanschlüsse nicht über ihre Leistungsfähigkeit hinaus belastet werden dürfen.

Hochempfindliche elektronische Geräte wie Computer, Notebooks und Ähnliches sollten darüber hinaus nur an Steckdosenleisten betrieben werden, die über einen integrierten Überspannungsschutz verfügen. Ein erstes Indiz für eine Überlastung ist die Erwärmung der Kabel. Auch Bild- oder Tonprobleme bei Fernsehern und Monitoren können auf Fehler in der Stromverkabelung hinweisen.

Die unterschiedlichen Variationen von Steckerleisten (Mehrfachsteckern)

In der Regel hat man kaum einen Einfluss darauf, welche Steckdose sich in der Wand befindet. Selbst beeinflussen hingegen kann man, welche Steckdosenleiste man an diesen Netzanschluss anschließt. Es gibt hier sehr viele unterschiedliche Variationsmöglichkeiten. Vom Doppelstecker, der aus einer Steckdose zwei Anschlussmöglichkeiten macht, bis hin zu Steckdosenleisten, die acht oder zehn unterschiedliche Stromanschlüsse, auch für verschiedene Steckerarten, bereitstellen.

Es ist also sinnvoll, sich zuerst zu überlegen, welche Geräte an einer Stelle im Raum angeschlossen werden sollen und erst anschließend auf die Suche nach der passenden Steckdosenleiste zu gehen.

Kauftipp: Je genauer Sie die gewünschten Anschlussstellen planen, umso weniger Kabel werden benötigt. Es ist auf jeden Fall eleganter, eine Steckdosenleiste mit neun Anschlüssen zu verwenden als zum Beispiel zwei oder drei Leisten, die jeweils wieder einen eigenen Anschluss belegen und natürlich auch über ein zusätzliches Kabel verfügen, das möglichst unsichtbar versteckt werden muss. Sehr bequem und praktisch sind Mehrfachstecker in modularer Bauweise. Sie sind turmförmig aufgebaut und lassen sich bei Bedarf erweitern. Werden mehr Anschlüsse benötigt, wird einfach ein zusätzliches Steckerelement auf den Turm aufgesetzt.

Achtung: Normale Steckdosenleisten können durchschnittlich etwa 3.500 Watt Strom weiterleiten. Für normale Ansprüche sollte das genügen. Wenn an eine Steckerleiste allerdings mehrere starke Stromverbraucher angeschlossen werden, kann das zu Problemen führen. Hier sollte man exakt planen, um die Leistungsfähigkeit nicht zu übersteigen. Eventuell lässt es sich in solchen Fällen nicht vermeiden, an zwei voneinander getrennte Netzsteckdosen jeweils einen Mehrfachstecker anzuschließen.

Die Anordnung der Steckdosen

Mehrfachsteckdosenleisten unterscheiden sich auch in der Anordnung der einzelnen Steckdosen.

Kauftipp: Achten Sie darauf, dass die Kabelstecker möglichst nicht rechtwinklig zum Leistenrand eingesteckt werden müssen. Hier bekommen Sie Schwierigkeiten, wenn Sie mehrere recht klobige Netzteile nebeneinander in die Steckdosenleiste stecken möchten. Manche Netzteile sind so groß, dass sie einen oder sogar mehrere Steckplätze überdecken. Das hebt den eigentlichen Zweck von Steckdosenleisten komplett auf. Besser geeignet sind also Steckdosenleisten, bei denen die Anschlussdosen um 45 oder um 90 Grad gedreht sind.

Vorsicht: Stecken Sie Netzteile so ein, dass nicht alle zu einer Seite überstehen. Damit besteht die Gefahr, dass die Steckerleiste durch das einseitige Übergewicht kippt.

Bei relativ preiswerten Mehrfachsteckern liegen die einzelnen Dosen häufig dicht nebeneinander. Auch das kann bei dickeren Steckern oder Netzteilen zu Problemen führen. Hier ist es sinnvoller, etwas mehr in den Kauf zu investieren und dafür aber jede einzelne Dose auf der Leiste auch wirklich nutzen zu können.

Kauftipp: Praktisch sind Dosen, die neben den normalen auch schmale Netzsteckdosen für Euro-Stecker bereithalten. Viele Elektrogeräte sind mit schmalen Steckern ausgestattet. So lassen sich mehr Geräte an einer Steckdosenleiste betreiben.

Besondere Schutzfunktionen bei Steckdosenleisten

Störungen im Stromnetz, Spannungsschwankungen und auch Überspannungen durch Blitzeinschläge sind für viele sensible elektronische Geräte äußerst kritisch. Deshalb sind hochwertige Steckerleisten mit einer Schutzfunktion ausgestattet, die diese Risiken minimieren können. Dazu gehören unter anderem

Während Netzfilter und Überspannungsschutz meist in besonderen Mehrfachsteckdosenleisten integriert sind (Netzfilter gibt es auch als separates Gerät), ist die unterbrechungsfreie Stromversorgung immer ein zusätzliches Gerät, das sowohl zum Beispiel an den Computer als auch an das Stromnetz angeschlossen werden muss.

Ein Netzfilter ist eine hilfreiche Angelegenheit

Der Einsatz eines Netzfilters – entweder in der Steckerleiste oder als separates Gerät – ist sehr empfehlenswert. Viele Störungen zum Beispiel am Computer oder Fernseher werden nämlich nicht durch Gerätefehler, sondern durch Stromstörungen verursacht. Zu den häufigsten Störungen gehören dabei ein vernehmliches Knacken oder auch Bildfehler, wenn zusätzliche Elektrogeräte wie zum Beispiel Waschmaschinen oder Staubsauger in Betrieb sind. Auch „Schneegestöber“ im Bild oder eine nicht ausreichende Klangdynamik, die durch Stromstörungen verursacht werden, kann ein Netzfilter beseitigen.

Achtung: Überzeugen Sie sich vor dem Kauf davon, dass jede einzelne Steckdose auf der Steckerleiste einen eigenen Netzfilter hat. Es gibt einfache Modelle, bei denen ein Filter für die gesamte Leiste verantwortlich ist. Das ist ungünstig, weil der Filter den Netzwiderstand verändert und verhindert, dass Störströme, die von Geräten verursacht werden, wieder ins Stromnetz zurückgelangen. Die Veränderung des Netzwiderstandes kann sich jedoch störend auf die angeschlossenen Geräte auswirken. Der Schutz vor Störungen im Stromnetz ist dann zwar noch immer gewährleistet, aber die eigentliche Stromqualität innerhalb der Steckerleiste wird schlechter.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Filter in die Steckdosenleiste eingebaut wurden und wie genau sie arbeiten, sollten Sie einen Blick in die technischen Datenblätter auf der Herstellerwebseite werfen. Hier sind alle technischen Details übersichtlich dargestellt.

Die häufigsten Störungen werden von digitalen Geräten wie CD- oder DVD-Playern verursacht. Darunter leiden besonders analoge Geräte wie Receiver, Tuner oder Verstärker. Trotzdem ist es nicht ratsam, für analoge und digitale Geräte einzelne Steckdosenleisten zu verwenden. Die Geräte werden dann unter Umständen unterschiedlich geerdet. Das kann neue Probleme verursachen, weil sich so unter den Geräten unterschiedliche Spannungen entwickeln können.

Kauftipp: Wenn Sie analoge und digitale Geräte gemeinsam betreiben, kaufen Sie eine Steckerleiste, die für die Digitalgeräte mit Einzelnetzfiltern ausgestattet ist. So sind die analogen Geräte vor internen Störströmen aus der Steckerleiste hinreichend geschützt.

Achtung: Es gibt aktive und passive Netzfilter. Aktive Filter schalten auftretende Störungen einfach aus. Sie wirken im Grunde wie ein Klärwerk. Bei passiven Filtern passiert der Strom die Steckerleiste unverfälscht. Der Filter reagiert nur im Einzelfall, wenn er eine Störung erkennt. Aktiv oder passiv hat hier unter Umständen Einfluss auf Stromschwankungen und die gleichmäßige Versorgung mit Strom aus dem Netz. Besonders bei hochempfindlichen elektronischen Geräten sollte man besser den passiven Netzfilter wählen.

Überspannungsschutz ist besonders wichtig

Manchmal werden Netzfilter und Überspannungsschutz als eine Einheit betrachtet. Das ist aber nicht korrekt. Während der Netzfilter ausschließlich Stromstörungen aufspürt und ausschaltet, dient der Überspannungsschutz dazu, die Steckerleiste und die daran angeschlossenen Geräte vor Spannungsspitzen zu schützen, wie sie etwa bei Blitzeinschlägen entstehen können. Überspannungen durch Blitze verursachen nicht einfach nur Störungen an den angeschlossenen Geräten, sie können die Elektronik komplett zerstören.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss Ihrer Hausratversicherung darauf, dass Schäden durch Überspannung bis zur Höhe der gesamten Versicherungssumme im Leistungskatalog enthalten sind. Manche Versicherer übernehmen solche Schäden gar nicht, andere nur zu einem geringen prozentualen Anteil der Versicherungssumme. Wer hochwertige Computer und andere elektronische Geräte besitzt, sollte sich hier auch entsprechend absichern. Die Versicherungsprämie wird dadurch nicht sehr viel teurer, aber im Zweifelsfall bekommt man dann die defekten Geräte wenigstens ersetzt.

Übrigens: Überspannungsschäden an empfindlichen Geräten können bereits dann entstehen, wenn der Blitz in einem Umkreis von etwa drei Kilometern einschlägt. Es muss nicht zwangsläufig das eigene Haus oder die unmittelbare Umgebung betroffen sein. Das bedeutet, ein Blitzableiter auf dem Dach reicht nicht aus, um die elektronischen Geräte vor Schäden durch Überspannung zu bewahren.

Mehr Sicherheit bieten hier Steckerleisten mit integriertem Überspannungsschutz. Vor einem direkten Blitzeinschlag kann eine solche Steckerleiste allerdings auch nicht schützen. Der Blitzableiter hat also durchaus seine Berechtigung und sollte trotzdem vorhanden sein.

Auch ein gesonderter Schalter zum Ausschalten der Mehrfachstecker genügt nicht bei einem direkten Blitzeinschlag. Das liegt daran, dass die Abstände zwischen den einzelnen Kontakten in der Steckerleiste zu gering sind. Nur das komplette Trennen durch Ziehen des Netzsteckers kann verhindern, dass extrem hohe Ströme, wie sie bei Blitzeinschlägen entstehen, Schäden verursachen können. Bei einem indirekten Einschlag ist der Schalter allerdings ein sehr guter Schutz.

So funktioniert der Überspannungsschutz

Wenn die Steckerleiste eine Überspannung registriert, leitet sie diese auf die Erdung um. So kann der Strom abfließen, ohne einen Schaden zu verursachen. Die Angabe, bis zu welcher Stromstärke der Überspannungsschutz funktioniert, ist unterschiedlich. Angegeben werden die Werte in Ampere. Normalerweise können mit Überspannungsschutz ausgestattete Steckerleisten ein Vielfaches von 10.000 Ampere verkraften. Wie hoch die Absicherung der Leiste ist, die Sie kaufen möchten, können Sie in den technischen Datenblättern auf der Webseite des Herstellers nachlesen.

Überspannungen oder Spannungsschwankungen müssen aber nicht zwangsläufig zum Gesamtausfall des angeschlossenen Gerätes führen. Manchmal sind davon auch nur einige Komponenten betroffen, deren Beschädigung nicht sofort auffällt. Lediglich die Qualität von Bild oder Ton könnten beeinträchtigt sein. Damit das verhindert wird, sollten Sie auf jeden Fall Steckdosenleisten nur mit einem integrierten Überspannungsschutz einsetzen.

Ein Tipp für zusätzliche Sicherheit

Spannungsschwankungen können mitunter auch thermische Probleme verursachen. Dasselbe gilt, wenn Geräte angeschlossen werden, die technisch nicht einwandfrei sind. Nicht selten jedoch sind Steckerleisten Ursache für Wohnungsbrände, weil eine Überhitzung nicht schnell genug erkannt wurde. Aus diesem Grund sollten Sie sich für eine Steckerleiste mit integrierter Thermosicherung entscheiden, der eigenen Sicherheit zuliebe. Hier misst ein Fühler kontinuierlich die Temperatur der gesamten Leiste. Erreicht diese einen kritischen Punkt, der etwa ab 70 Grad erreicht ist, schaltet sich die Steckerleiste automatisch ab. Die Stromversorgung wird unterbrochen und das Brandrisiko ist ausgeschaltet.

Es gibt viele Dinge, auf die man achten muss, wenn man Mehrfachstecker kauft und anschließt. Neben dem Überspannungsschutz für die Geräte darf das Thema Sicherheit nie unbeachtet bleiben. Mithilfe dieses Ratgebers wissen Sie nun über die unterschiedlichen Absicherungsmöglichkeiten beim Einsatz von Steckdosenleisten Bescheid und können die richtige Wahl treffen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden