Tipps für den Kauf von Snowboardbrillen

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Worauf Sie beim Kauf von Snowboardbrillen achten sollten

Im Winter mit hoher Geschwindigkeit über schneebedeckte Hügel brettern? Für Außenstehende mag das ein wenig befremdlich erscheinen, aber wer einmal den Adrenalinrausch mitgemacht hat, der will vermutlich nie mehr normal einen Winterhügel hinunterlaufen. Snowboarding gehört zu den beliebtesten Wintersportarten der Welt. Noch vor einiger Zeit als sonderbarer Nischensport für junge Extremsportler verschrien, hat sich der Sport inzwischen auch bei der breiteren Masse durchgesetzt.

Snowboarding verlangt dabei von allen Fahrern nicht nur viel Training und Fertigkeiten, sondern auch spezielles Zubehör, wenn es um das aktive Fahren geht. Ohne eine vernünftige Ausrüstung wird das Fahren auf den Brettern schnell zu einem einseitigen und bisweilen schmerzhaften Vergnügen. Daher gilt es, von den richtigen Schuhen bis hin zum Anzug bestimmte aktuelle Standards einzuhalten. Auch die Wahl der Snowboardbrille ist eine entscheidende. Der folgende Ratgeber informiert darüber, was beim Kauf des entsprechenden Zubehörs zu beachten ist und welche Schwerpunkte bei der Auswahl der Brille zu setzen sind. Sie können jederzeit günstige Snowboards und das dazugehörige Zubehör bei eBay problemlos erwerben. 

Zur Geschichte des Snowboardens

Die Urform des Snowboardens geht auf den Österreicher Toni Lenhardt zurück, der um 1900 herum erste Fahrversuche mit einem sogenannten Monogleiter machte. Auf regionaler Ebene konnten sich die ersten Wettbewerbe bereits großer Beliebtheit erfreuen. Dennoch besteht keine direkte inhaltliche Verbindung zum Snowboarden, wie wir es heute kennen. Dieses entwickelte sich nämlich letztendlich in Amerika und kam dabei aus dem Surfsport. Es waren die Amerikaner Jake Burton Carpenter und Tom Sims, die Anfang 1960 versuchten, die Leichtigkeit und Energie des Surfens auf die Piste zu übertragen. 1963 bauten sie mit dem „Skiboard" das erste Snowboard.

In den Siebziegerjahren wurden die Snowboards zusätzlich technisch verbessert. So brachte Jake Burton verstellbare Gummiriemen als Fußschlaufen auf den Markt. Auch entwickelte er Antirutschflächen, die mehr Stabilität auf dem Board brachten. Später wurde Technik aus dem Skisport verwendet, um die Modelle leistungsstärker und fahrgenauer zu machen.

Der endgültige Durchbruch gelang dem Snowboarding in den Achtzigern. Nach den ersten nationalen Wettbewerben in den USA stieß der Sport zusehends auf ein größeres Medienecho. Schnell verbreitete sich das Fieber auch weltweit, Mitte der Achtziger gab es dann auch erste Wettbewerbe in Europa. Die Qualität und Leistungsfähigkeit der Boards wurde dabei spürbar verbessert. Den eigentlichen Ritterschlag bekam das Snowboarden im Jahr 1995, als das Internationale Olympische Komitee den Sport zur offiziellen olympischen Disziplin machte. Die Premiere gab es 1998 bei den Winterspielen in Nagano. 
Heute ist Snowboardfahren ein Breitensport.

Es gibt viele unterschiedliche Snowboardformen auf dem Markt

Auf dem Markt wird heutzutage in der Regel zwischen den folgenden Arten von Snowboards unterschieden:

  • Freestyleboard
  • Freerideboard
  • Carvingboard
  • Raceboard
  • Splitboard

Die Kategorien sind dabei allerdings nicht eindeutig trennbar, gehen vielmehr ineinander über. Den einzigen Hauptunterschied markiert das Splitboard, welches sich teilen lässt und aufgrund dieser Eigenschaft eine Sonderstellung bei den Snowboards einnimmt. Sie können auseinandergebaut auch als einfacher Tourenski benutzt werden.

So sind Snowboards im Allgemeinen aufgebaut

Die Kerneigenschaften des Snowboards bleiben dabei in jeder Kategorie gleich. Die Länge eines Boards kann zwischen 1 m und 1,80 m lang sein. Der Kern des Boards besteht aus Holz, Kunststoff oder einer wabenartigen Aluminiumkonstruktion. Letztere sind allerdings eher die Ausnahme, das vorherrschende Material ist immer noch Holz, meist auch eine Kombination von verschiedenen Holzarten. Heutzutage werden auch Fiberglas, Kohlefaser und ähnliche Materialen verarbeitet. Sie geben den Brettern mehr Stabilität. Auf der Unterseite befindet sich der Fahrbelag, der aus verschiedenen Materialien bestehen kann. Diese verbessern Wachsaufnahme und Gleiteigenschaften. Es wird zwischen Grafitbelag sowie extrudiertem und gesintertem Belag unterschieden. Letzterer ist sehr abreißfest und weist eine besonders hohe Gleitfähigkeit auf.

Auf der Oberseite des Boards befinden sich zwei Bindungen, die dazu dienen, die Snowboard-Schuhe auf dem Brett zu fixieren. Hier unterscheidet man zwischen Platten- und Softbindungen sowie zwischen Step-In und Semi-Step-In-Bindungen. Des Weiteren gilt es, die Vorspannung, auch Chamber genannt, zu berücksichtigen. Sie bezeichnet die Eigenspannung eines Snowboards, welche den auftretenden Kräften wie Fahrergewicht und Fliehkräften entgegenwirkt. Höhere Vorspannung garantiert einen besseren Eisgriff, während geringere Spannung hingegen eine bessere Drehfreudigkeit des Boards bewirkt. Auch die Taillierung, also die Breite des Brettes, ist entscheidend für das Fahrverhalten. Schmale Bretter sind wendiger, aber auch aggressiver im Fahrverhalten. Breitere Bretter fahren sich entspannter, sind aber insgesamt etwas träger. Auch die Länge des Boards selbst hat Einfluss auf das Fahrverhalten. Besonders die effektive Kante, also der Teil des Brettes, der tatsächlich auf dem Schnee aufliegt.

Checkliste – diese Komponenten benötigen Sie für die Snowboard-Saison

Selbstverständlich können Sie sich nicht einfach so im Winter auf ein Snowboard stellen und losbrettern. Es gilt, die eine oder andere Ausrüstungskomponente zu berücksichtigen. Mit dem falschen Zubehör wird der Snowboard-Trip sonst nämlich ganz schnell zur schmerzhaften und nicht besonders erinnerungswürdigen Veranstaltung. Daher empfiehlt es sich auf die folgende Checkliste zu schauen und sicherzugehen, ob die entsprechenden Gerätschaften auch im eigenen Sortiment vorhanden sind:

  • Snowboardschuhe
  • Helm
  • Snowboardbrille
  • Hose
  • Snowboardanorak
  • Spezielle Snowboardhandschuhe mit Verstärkung
  • Funktionsunterwäsche
  • Schal und Socken
  • Ggf. Sonnenschutz
  • Schienbeinschoner
  • Rückenprotektor

Generell empfiehlt es sich, dass Sie umso mehr benötigen, je intensiver Sie den Sport betreiben wollen. Beachten Sie dabei stets, dass eine entsprechend hochwertige Ausrüstung auch mehr Geld kostet. Es empfiehlt sich stets, gezielt nach Angeboten abseits der Hauptsaison zu suchen. 

Die Snowboardbrille – Funktionsgegenstand und Mode-Accessoire

Die ursprüngliche Funktion der Snowboardbrille war verhältnismäßig einfach: Sie war wichtiger Schutz vor Wind, Schnee, aber auch Sonne. Doch in den letzten Jahren sind die Hersteller immer mehr dazu übergegangen, neben der Funktion auch die Form nachhaltig zu verändern. So gibt es die Brillen inzwischen in verschiedenen Farben, Formen und Größen. Sie sind ganz individuell auf die Vorlieben der Käufer abgestimmt und richten sich dabei nach  ästhetischen Wünschen bzw. passen sich an die Kleidung an.

Die Begriffe Skibrille und Snowboardbrille können dabei durchaus synonym verwendet werden, da es zwischen beiden keine signifikanten Unterschiede gibt. Durch die große Nachfrage hat sich auch ein entsprechend großer Pool an Herstellern gebildet. Dieser bietet die Brillen sowohl für Männer und Frauen als auch für Jugendliche und Kinder an. Zu den wichtigsten Marken gehören weltweit:

  • Anon
  • Adidas
  • Alpland
  • Electric
  • Oakley
  • Roxy
  • Scott
  • Swans
  • Uvex

Darauf müssen Sie beim Kauf der Brille besonders achten

Prinzipiell empfiehlt es sich beim Kauf einer Snowboardbrille das Modell zu testen und im Laden anzuprobieren. Es gibt auf dem Markt zwei verbreitete Bauarten. Eine ist das Modell im klassischen Sonnenbrillen-Design. Diese sehr leichten Modelle kosten wenig Geld und bieten alle gängigen Basiseigenschaften. Besonders für Freizeit- und Gelegenheitsfahrer ist diese Variante sicher verlockend. Profis greifen hingegen zu einer „richtigen" Ski-Brille. Sie besitzt ein größeres Sichtfenster und einen dickeren und weitaus stabileren Gummizug. Vom Aussehen her ähneln sie einer Taucherbrille. Sie ist wesentlich stabiler und resistenter gegen Außeneinwirkungen durch Stürze und starken Wind.

Ein erstes wichtiges Kriterium ist das Sichtfeld. Hier gilt im Allgemeinen: je größer desto besser. Ein 160-Grad-Blick stellt die ideale Größe dar. Geizen Sie hier beim Kauf keinesfalls, damit Sie die Übersicht beim Fahren jederzeit bewahren können. Ebenfalls wichtig ist das Belüftungssystem der Brille. Dies verhindert das Beschlagen während der Fahrt durch Temperaturwechsel oder starkes Schwitzen. Besonders während der aktiven Abfahrt ist dies entscheidend, da Sie dann nicht einfach so mal eben die Brille wechseln können. Heutzutage sind viele Modelle auch mit einer Doppelverglasung ausgestattet. Das Glas ist dabei natürlich kein richtiges Glas, sondern besonders bruchsicheres Polycarbonat. Diese Variante schützt nicht nur effektiv vor Schäden, sie beugt auch dem Beschlagen des Sichtfeldes entscheidender vor.

Die Wahl der richtigen Tönung ist abhängig vom Einsatzbereich

Ebenfalls sehr wichtig ist ein guter UV-Schutz. Die UV-Belastung ist in den höher gelegenen Bergregionen ohnehin stärker, weshalb diese Vorsichtsmaßnahme unabdingbar ist. Achten Sie daher auf die Kennzeichnung CE UV-400.

Einen entscheidenden Einfluss auf gute Sichtbarkeit haben inzwischen die unterschiedlichen Tönungen der Scheiben. So gibt es für jede Tages- und Wettersituation spezielle Scheiben, die Ihnen die Sicht verbessern. So können gelbe Scheiben bei nebliger Umgebung oder bewölktem Wetter helfen, während rote oder rotbraune Gläser Konturen klarer erscheinen lassen. Eine ideale Zwischenlösung ist dabei Orange.

Auch sind verspiegelte Gläser gut in extremen Höhenlagen. Sie filtern die Infrarotstrahlen und schützen effektiver vor UV-Strahlung. Polarisierende Gläser hingegen mindern die Reflexion von Eis und Schnee bei starker Sonneneinstrahlung an. Sollten Sie also besonders häufig auf verschiedenem Gelände snowboarden, empfiehlt es sich, verschiedene Visiere für alle Gegebenheiten zu besorgen. Die meisten Standardbrillen heutzutage besitzen flexibel austauschbare Visiere.
Sollten Sie Brillenträger sein, achten Sie darauf, dass Sie sich ein spezielles Modell holen, das genug Platz und Schutz für Ihre Sehhilfe bietet. Auch sollten Sie sichergehen, dass die Brille auch weiterhin die Möglichkeit gestattet, einen Helm aufzusetzen.

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