Tipps für den Kauf von Notensammlungen

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Tipps für den Kauf von Notensammlungen

Die Musik begleitet den Menschen wahrscheinlich schon seit seiner Existenz. Sie gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die der Mensch besitzt. Denn die Musik ist in vielerlei Hinsicht ein echter Gewinn für die Menschheit. Sie kann Menschen miteinander verbinden, zum Beispiel beim gemeinsamen Musizieren oder durch die Aussagen des Textes, der vielen Leuten aus der Seele sprechen kann. Außerdem hilft sie, dem Stress des Alltags zu entkommen.

Die Macht der Musik und das Ermöglichen ihrer Dokumentation und Verbreitung durch Noten

Wenn es einem Menschen nicht gut geht, kann die Musik aufbauen und Hoffnung spenden. Sie kann aufmuntern und zu neuen Taten anregen. Der Einfluss der Musik auf die Stimmung ist eigentlich enorm. Wenn ein Volk unterdrückt wird, kann die Musik als erweiterte Sprache dienen und mitunter zwischen den Zeilen kritisieren, was ansonsten nicht ausgesprochen werden dürfte. Aber obwohl Musik generell sozusagen aus dem Nichts entsteht, muss sie irgendwie festgehalten werden, damit sie nicht vergessen oder arg verfälscht wiedergegeben wird. Um Musik für die Ewigkeit zu dokumentieren und eigene Kompositionen für fremde Musiker spielbar zu machen, wurde schon vor sehr langer Zeit ein System entwickelt, welches die Niederschrift von Musik in nicht akustischer Form ermöglicht. Dieser Ratgeber wll Ihnen die Faszination der Musiknoten näher bringen und Ihnen eine hilfreiche Unterstützung bei der Auswahl von Notensammlungen bieten.

Das Notensystem wurde schon vor langer Zeit entwickelt und brachte seither unzählige Notensammlungen hervor

Bevor der amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison im Jahr 1877 den Phonographen erfand, mit dem man akustische Signale wie die Sprache oder die Musik aufnehmen und wieder abspielen konnte, hatte die Menschheit nur zwei Möglichkeiten Musik über längere Zeiträume zu überliefern. Die erste Möglichkeit ist gleichzeitig die älteste, aber auch die unsicherste. Wenn man Musik wiedergeben wollte, die jemand anderes komponiert hatte, musste man sie sich von ihm vorspielen lassen, sich die Abfolgen merken und sie selbst einstudieren. Dem Menschen blieb also lange Zeit nur sein eigenes Gedächtnis als Hort der Musik.

Doch schon relativ früh gab es erste Bemühungen, Musik auch schriftlich festzuhalten, um ihren Fortbestand zu sichern. Bereits im 3. Jahrtausend vor Christus wurde im alten Ägypten eine Art Notenschrift entwickelt. Andere Völker versuchten ebenfalls, Musik schriftlich zu dokumentieren. Die erste vollständig erhaltene und nachvollziehbare Notenschrift stammt jedoch aus dem antiken Griechenland. Der genaue Zeitpunkt konnte bisher nicht festgelegt werden. So wurde diese Schrift etwa im Zeitraum zwischen dem 7. Jahrhundert und dem 2. Jahrhundert vor Christus entworfen. Ihre Struktur war relativ simpel. Buchstaben zeigten den zu spielenden Ton an und Symbole, die jeweils über dem entsprechenden Buchstaben verzeichnet wurden, gaben an, wie lange der Ton gehalten werden musste.

Erste Notationen für gregorianische Chöre

Seit den ersten Gehversuchen im Bereich der Notation wurden von vielen weiteren Völkern Systeme entworfen, mit denen sich die Musik mehr oder weniger passabel dokumentieren ließ. Im 9. Jahrhundert wurden schließlich in europäischen Klöstern erste Notationen für gregorianische Choräle entworfen, die als Vorläufer der heutigen Notenschrift betrachtet werden können. Die sogenannten Neumen muteten eher wie mathematische Zeichen an, kamen aber den späteren Noten schon recht nahe. Notiert wurden die Neumen jeweils über dem Gesangstext. So konnte visuell dargestellt werden, welcher Ton an welcher Textstelle gesungen werden musste. Der Benediktinermönch Guido von Arezzo entwarf im 11. Jahrhundert ein auf Neumen basierendes Notensystem, das erstmalig Linien und fortgeschrittene Zeichen nutzte, wie den heute bekannten Notenschlüssel, den er somit erfand. Ihm gelang es, mit dem Terzliniensystem Tonschritte exakt zu visualisieren. Aufgrund des geringen Tonumfangs der Choräle wurden seinerzeit überwiegend vier Notenlinien verwendet. So ist es auch tatsächlich heute noch in vielen Notenbüchern für Chöre der Fall, wie Sie sie in zahlreichen Notensammlungen finden können.

In antiken Notensammlungen können Werke entdeckt werden, die heute nahezu unbekannt sind

Viele weitere Notensysteme im Verlauf der Geschichte führten schließlich zu der gängigen Notation, die heute und schon seit sehr langer Zeit gebräuchlich ist. Vorläufer wie die Modalnotation aus der Notre-Dame-Epoche im 12. und 13. Jahrhundert sowie die Mensuralnotation aus etwa der gleichen Zeit wurden schließlich im Laufe der Jahrhunderte, hauptsächlich jedoch im Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts, perfektioniert. Von dem Zeitpunkt an wurde es endlich ermöglicht, dass eine einzelne Person in der Lage war, durch reine Niederschrift extrem komplexe Werke zu komponieren, die von zahlreichen Musikern zu einem mit vielen verschiedenen, aufeinander abgestimmten Instrumenten und Stimmen in ein großes akustisches Gesamtkunstwerk umgesetzt werden konnten. Mit der Perfektionierung des noch heute bekannten und gebräuchlichen Notensystems entstand somit auch das traditionsreiche musikalische Genre der klassischen Musik, aus dem sehr viele großartige und immer noch populäre Komponisten hervorgingen. Beispiele dafür sind Chopin, Grieg, Bach, Mozart, Beethoven, Tschaikowsky oder Rachmaninow.

Wenn Sie ein Anhänger von großen oder auch kleineren klassischen Werken sind, könnten für Sie insbesondere die alten Notenhefte als Einzelstücke oder in ganzen Notensammlungen interessant sein. Unter alten Noten finden sich nicht selten teilweise längst vergessene Perlen der Musikgeschichte, die dem Entdecker nicht nur musikalische Freuden bereiten, sondern zudem melodische Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählen können.

Noch wertvoller könnte sich Ihr Einkauf gestalten, wenn Sie Ihr Augenmerk hauptsächlich auf antike Noten lenken. Mit viel Glück und Geschick könnten Sie auf zumindest ideell wertvolle Einzelstücke treffen, die jede Notensammlung um ein Vielfaches bereichern würden. Selbst wenn es eher unwahrscheinlich erscheint, könnten sich in so mancher Sammlung von Notenheften oder -büchern Werke aus längst vergangenen Jahrhunderten befinden, die zum Teil sogar noch die Geschichte der Entwicklung des Notensystems erzählen. Wenn Ihnen neben der Musik als solche auch der Geist der zeitgenössischen Musik und Notation wichtig ist, können antiquarische Noten eine wahre geschichtliche Fundgrube darstellen.

Allgemeine Sammlungen von Notenheften oder -büchern eignen sich oft weniger für bestimmte Instrumente

Wenn Sie ein bestimmtes Instrument spielen, möchten Sie sicherlich adäquate Notenhefte oder Notenbücher kaufen, um zum einen berühmte oder noch unbekannte Lieder nachspielen zu können und zum anderen das eigene Spiel auf dem Instrument zu verbessern und die musikalischen Fertigkeiten zu intensivieren. Wenn Sie sich nach allgemeinen Notensammlungen umsehen, kann es natürlich passieren, dass manche Notenbücher für Ihr Instrument eher nicht besonders gut geeignet sind. Beispielsweise wenn wichtige Hinweise für spezielle Eigenschaften Ihres Instrumentes fehlen oder sich sogar Notenhefte innerhalb der Sammlung befinden, die zwar auf bestimmte Instrumente ausgelegt sind, allerdings nicht auf Ihres. Allgemeine Notensammlungen sind vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie mehrere Instrumente oder hauptsächlich Klavier spielen. Viele Notenbücher mit dem normalen Notensystem sind so ausgelegt, dass sie sich mühelos auf dem Klavier nachspielen lassen. Dennoch gibt es natürlich auch Sammlungen, die mehr auf das entsprechende Instrument bezogenen Klaviernoten anbieten. Ein solches Notenheft ist zum Beispiel die Klavierschule, die Ihnen den Umgang mit Ihrem Instrument näher bringt und Ihnen gleichzeitig zahlreiche Lieder zum Einüben bietet.

Notenschulen in Notensammlungen für Klavier oder Schlagzeug lehren Sie das Verstehen und Spielen Ihres Instruments

Spezieller wird es dann schon, wenn Sie Notensammlungen für Instrumente wie das Akkordeon, das Saxophon, das Cello oder das Schlagzeug suchen. Vor allem Schlagzeugnoten unterscheiden sich sehr deutlich von den Noten anderer Instrumente. Denn mit dem Schlagzeug erzeugen Sie keinerlei Melodien. Daher entfallen jegliche Notenverläufe für Melodien in Notenbüchern für das Schlagzeug. Diese werden durch reine Takt- und Percussion-Noten ersetzt, welche dem Schlagzeugspieler das sehr komplexe Spielen seines Instrumentes synchron zum Ablesen der Noten erlauben.

Wenn Sie mit Ihrem Instrument noch nicht besonders vertraut sind, kaufen Sie am besten Sammlungen von Schlagzeugnoten, in denen auch Schlagzeugschulen enthalten sind. Wie schon in den Klavierschulen, wird in den Schlagzeugschulen das Instrument nachvollziehbar erklärt und näher gebracht, während Sie das Erklärte aufgrund von Noten oftmals bekannter Lieder direkt ausprobieren können. Die Komplexität Ihres Schlagzeugs lässt sich mit umfangreichen Notensammlungen für dieses Instrument besser ausreizen als durch das Erwerben einzelner Notenbücher.

Für viele Instrumente benötigen Sie speziell auf diese abgestimmte Notenbücher oder -hefte

Wie schon erwähnt ist nicht jedes Notenheft für jedes Instrument gleichermaßen geeignet. Ein besonders gutes Beispiel bietet hierfür die Gitarre. Bei der Gitarre handelt es sich um ein Saiteninstrument, das Sie beim Spielen vor Ihrem Bauch halten. Die entsprechenden Noten für dieses Instrument versinnbildlichen die Haltung der Gitarre durch die Darstellung von sogenannten Tabulatoren. Wenn Sie zum Beispiel eine Notensammlung mit Noten für die klassische Gitarre erwerben, werden Sie schnell bemerken, dass die Notenlinien eigentlich gar nicht mehr als solche fungieren. Stattdessen stellen dieselben Linien nun die einzelnen sechs Saiten der klassischen Gitarre dar. Wie Ihre Gitarren auf dem Griffbrett sind auch die Linien in den Tabulatoren von der tiefen bis zur hohen E-Saite angeordnet. Die klassischen Noten werden durch Punkte ersetzt, die Ihnen das Anschlagen der jeweiligen Saite darstellen. Diese Punkte können zur Verdeutlichung von Takt, Geschwindigkeit und Dauer eines Tons wiederum wie normale Noten mit Fähnchen versehen oder ausgefüllt respektive nicht ausgefüllt sein. Entsprechende Zeichen und Schlüssel komplettieren das gesamte Notenwerk zu einem leicht nachspielbaren Ganzen. Dies klingt vielleicht etwas kompliziert. Mit Gitarrenschulen lassen sich die Regeln der Gitarre und der dazugehörigen Noten jedoch relativ schnell verstehen und nachvollziehen.

Die Noten für Instrumente wie das Saxophon, das Akkordeon oder das Cello haben ebenfalls ihre direkten Bezüge zu dem jeweiligen Instrument, um den Musiker bestmöglich bei seinem Spiel zu unterstützen und die Wiedergabe der Musik so einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Bei Akkordeon-Noten ist die Notation perfekt sowohl auf das Diskant als auch auf den Bass des Instruments ausgelegt. Saxophon-Noten nehmen Bezug auf die spezielle Handhabung eines Blasinstruments und Cello-Noten sind ganz auf die Bedürfnisse eines Cellisten spezialisiert.

Notensammlungen bieten Ihnen große Auswahl - ob allgemein oder für spezielle Bedürfnisse

Natürlich gibt es Noten für so ziemlich jedes Instrument, jede Gelegenheit und selbstverständlich auch für den Gesang. In vielen Noten Konvoluten finden Sie beispielsweise große Ansammlungen von Noten für den Gesang oder mitunter von Noten für Opern. Sogar für bestimmte Ereignisse finden Sie die passenden gedruckten Darstellungen der Musik. So gibt es für das Akkordeon Noten für Weihnachten, mit denen Sie die festlichen Tage mit angemessener Musik untermalen können. Notenpakete bieten Ihnen für jedes musikalische Bedürfnis oder Vorhaben die passende Grundlage. Die Vielfältigkeit der Auswahl garantiert Ihnen in dieser Hinsicht sogar, dass Ihnen eigentlich niemals der nötige Stoff für Ihr Hobby oder Ihren Beruf ausgehen wird.

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