Tipps für den Kauf von Motorfräsen und -hacken für Profis

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Tipps für den Kauf von Motorfräsen und -hacken für Profis

Wer sich intensiv mit der Natur und mit ihrer Nutzung beschäftigt, ist nicht nur auf umfassendes Know-how, sondern auch auf zuverlässige Geräte angewiesen. Dies gilt sicherlich auch für Sie, insbesondere dann, wenn Sie beispielsweise im Garten- und Landschaftsbau oder im landwirtschaftlichen Bereich tätig sind. Dabei treten zwei Gerätevarianten besonders in den Vordergrund, wenn es um die Bearbeitung nicht allzu großer Flächen geht – die Motorfräsen und die Motorhacken.

Beide Geräte können Sie in einer Vielzahl von Typen und aus den Häusern unterschiedlicher Hersteller erwerben. Mitunter fällt allerdings die konkrete Auswahl des passenden Modells nicht ganz leicht, denn die einzelnen Geräte unterscheiden sich in ihren Funktionen, in der Stärke und Art ihres Antriebs und in einigen weiteren wichtigen Punkten. Damit Ihnen die Kaufentscheidung nicht ganz so schwer fällt, können Sie den vorliegenden Einkaufsratgeber gut nutzen. Er verhilft Ihnen zu einem Einblick in die Welt dieser beiden Arten von Bodenbearbeitungsgeräten und stellt auch an ganz konkreten Beispielen unterschiedliche Motorfräsen und Motorhacken vor.

Was professionelle Motorfräsen und Motorhacken auszeichnet

Um die Besonderheiten einzelner Arten von Motorhacken und Motorfräsen kennenzulernen, hilft ein kurzer Blick auf die Definition der beiden Gerätearten. Unter einer Fräse, ganz gleich, ob es eine kleine Gartenfräse, eine große Motorfräse oder gar eine Fräse für den Traktor ist, versteht man ein Gerät zur Bodenbearbeitung. Die Fräse hat eine ähnliche Aufgabe wie ein Pflug, denn mit ihr kann der Boden so bearbeitet werden, dass ein fertiges Beet für das Einbringen der Saat entsteht. Ein großer Vorzug einer solchen Bodenbearbeitung ist, dass durch das Fräsen mehr Sauerstoff in den Boden gelangt. Darüber hinaus können Pflanzenreste, Dünger oder ähnliche Stoffe in den Boden eingearbeitet werden.

Eine Motorhacke dagegen, die man auch als Kultivator bezeichnet, gehört zur Gruppe der Geräte, die den Boden vor allen Dingen auflockern sollen. Dabei wird nicht allzu tief ins Erdreich eingedrungen, der Boden wird also eher flach – in der Regel in einer Tiefe von zwei bis zehn Zentimetern – gelockert. Dennoch gibt es Ähnlichkeiten zu einer Motorfräse, denn mit beiden Geräten erfolgt eine Lockerung des Bodens. Während bei der Fräse gerade in den Boden eingeschnitten wird, gibt es bei der Hacke jedoch kleine und relativ kurze Hackmesser, die den Boden zerschneiden und in kleine Stücke teilen bzw. ihn zerkrümeln.

Dieser erste Blick auf die Definitionen zeigt bereits, dass die Funktionsweisen beider Geräte sehr eng miteinander zusammenhängen und dass die Übergänge zwischen den Einsatzgebieten fließend sind. Generell kann man sagen, dass viele Motorfräsen für sehr große Areale geeignet sind, während viele Motorhacken auch gerne auf kleineren Grundstücken eingesetzt werden. Darüber hinaus sollten Sie wissen, dass der Einsatz im Profibereich selbstverständlich andere Anforderungen mit sich bringt als der Einsatz im heimischen Garten oder im Kleingartenverein. Zwar nutzen ambitionierte Hobbygärtner zunehmend auch Profi-Motorhacken und -fräsen, doch der umgekehrte Griff des Profis zu einem Laiengerät ist nur in den allerwenigsten Fällen zu empfehlen. Daher sollten Sie vor dem Kauf unbedingt eine individuelle Bedarfsplanung vornehmen, die Ihren Arbeitsalltag und die Aufgaben mit einbezieht, die Sie mit dem Gerät oder mit den Geräten bewältigen möchten. So sollten vor allem auch die Größe und die Leistung passend zum vorgesehenen Einsatzzweck gewählt werden. Große Motorhacken beispielsweise sind zwar sehr gut für große Flächen geeignet, dafür sind sie aber in der Regel weniger wendig und können daher in kleineren Beeten kaum sinnvoll genutzt werden. Auch das Material, aus dem Ihr Gerät gefertigt ist, kann viel zu dessen Eignung für professionelle Zwecke beitragen. In diesem Sinne gilt: Motorhacken und -fräsen für den Profi sollten im Sinne einer längeren Haltbarkeit weitestgehend aus Metall gefertigt werden. Vor allem beim Getriebegehäuse ist es wichtig, dass dies zutrifft.

Die Motorhacke oder die Motorfräse nach der Art des Getriebes auswählen

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, das Ihnen beim Kauf Ihrer neuen Motorhacke oder -fräse helfen kann, ist auch der Blick auf den Antrieb und auf das Getriebe. Im Profibereich sind Motorhacken mit Benzinantrieb und auch Motorfräsen mit Benzinmotoren üblich. Da es im Bereich der Hobbygärtnerei weniger stark auf lange Laufzeiten und auf die Eignung für den Dauereinsatz ankommt, gibt es dort auch viele Elektro- und Akku-Motorhacken. Von dem Kauf dieser sollten Sie als professioneller Anwender allerdings absehen, da die Leistung zu gering ist bzw. die Akkulaufleistung für einen echten Arbeitseinsatz in der Regel nicht ausreicht. Neben dem Antrieb mit Benzin zeichnen sich Motorhacken und Motorfräsen für Profis auch durch das Getriebe aus. Empfehlenswert ist, dass Geräte für den Profi mehrere Gänge haben sollten. Darüber hinaus sollten sie auch ein oder mehrere Rückwärtsgänge besitzen, damit Sie im Bedarfsfall das Gerät wieder problemlos aus einem festgefahrenen Zustand befreien können.

Bei der Auswahl für Profis auf renommierte Herstellerunternehmen achten

Etablierte Marken wie Agria, Alko, Mantis oder Hako sowie Solo, Honda oder Husqvarna stellen Ihnen heute ein sehr breites Sortiment an Geräten zur Verfügung, unter denen sich sicherlich auch ein passendes Modell für Ihre Zwecke befindet. Sofern Sie Ihre Anforderungen klar definiert haben, sollte Ihnen die Auswahl wesentlich leichter gelingen und Sie können Ihr neues Gerät für sich entdecken. Beispielhaft für ein sehr traditionsreiches Unternehmen kann hier die Agria-Werke GmbH genannt werden. Diese blickt heute bereits auf die Produktion von mehr als einer Million Agria-Maschinen zurück, darunter auch so manche Agria-Gartenfräse und viele Motorhacken von Agria. Das Unternehmen entstand in der Nachkriegszeit als sehr flexibler, am Markt agierender Akteur, der sein Sortiment den Bedürfnissen der Bevölkerung anpasste. Spielzeugautos, Dosenverschlussapparate und natürlich auch die dringend benötigten Geräte zur Bodenbearbeitung gehörten schon früh dazu.

Einem ganz anders ausgerichteten Konzern entstammen die Gartenfräsen von Honda und die Motorhacken von Honda. Honda ist ein Großkonzern, der weltweit agiert und Hunderttausende von Mitarbeitern beschäftigt. Neben den Geräten für die professionelle Bodenbearbeitung zählen auch Produkte wie Außenbordmotoren und nicht zuletzt auch Autos und Motorräder zum Angebot von Honda.

Bei der Auswahl auf bewährte Systemgeräte setzen

Eine gute Möglichkeit ein passendes Profigerät zu entdecken, ist der Griff zu einem möglichst multifunktionalen Gerät. Dies ist selbstverständlich nur dann eine gute Wahl, wenn die Zusatzfunktionen für Ihre Arbeit sinnvoll sind. Ist dies der Fall, könnte ein Gerät wie die flexible Motorhacke von Solo oder ein ähnliches Modell Ihre Vorstellungen erfüllen. Hierbei handelt es sich um Profigeräte, für die nicht nur Zusatzmodule, sondern auch Ersatzteile leicht nachgekauft werden können. So können Sie zum Beispiel als Ersatzteile für ein Solo-Gerät einen Solo-Wechselmotor, einzelne Solo-Vergaser oder auch Solo-Zylinder erwerben.

Für viele Geräte gibt es auch optionale Bauteile wie eine praktische Pflanzenschutzvorrichtung, die den Nutzer bei einer schnellen Bearbeitung bereits bepflanzter Beete unterstützt und die dabei das Ergebnis Ihrer zuvor geleisteten Arbeit schützt. Ganz wichtig: Nicht alle Motorhacken sind für jeden Einsatzzweck umrüstbar. Achten Sie daher darauf, dass sie zumindest zum professionellen Lüften, Tiefenlüften, Vertikutieren und Sodenschneiden geeignet sind. Wird Ihnen dagegen ein ganz einfaches Gerät wie eine kleine Bodenhacke zum Kauf angeboten, sollten Sie nicht zugreifen, denn hier handelt es sich eher um ein Gerät für den Privathaushalt.

Einachser - die universelle Form mit Fräse- und Hackenfunktion

Als sehr flexibel und praktisch werden oft auch größere Gerätealternativen empfunden. Die Rede ist von einem sogenannten Einachser oder Einachsschlepper, einem universellen Zuggerät für Profis, das problemlos auch mit einer Bodenfräse und/oder mit einer Bodenhacke ausgestattet werden kann. Einachser gibt es von unterschiedlichen Marken bzw. Herstellerunternehmen, wie beispielsweise von Bertolini, von Eurosystems oder von Goldoni.

Selbstverständlich unterscheiden sich auch hier die Modelle in ihrer Art und Ausführung. Immer wieder bringen die Hersteller auch weitere mögliche Werkzeuge auf den Markt, die je nach Modell optional angebaut werden können. Auf welches Gerät Ihre Wahl schließlich fällt, hängt in weiten Teilen von Ihren Arbeitsanforderungen ab. Je nachdem, was benötigt wird, muss sichergestellt werden, dass das Gerät über die entsprechende Option verfügt. Ob es sich dabei um einen 4- oder 6-sternigen Hacksatz, einen Federzinkenvertikutierer, einen Häufelkörper, eine Kartoffel-Häufelausrüstung, um stabile Eisengreifräder, um Luftreifen, um einen anbaubaren Pflug, einen Tiefenlüfter oder einen Schneeschild handelt, steht Ihnen dabei frei. Meist lassen sich einzelne Anbauteile auch später noch problemlos nachrüsten.

Günstige gebrauchte oder reparaturbedürftige Geräte erwerben

Eine weitere Möglichkeit, mit der Sie sich als Profi behelfen können, ist der Kauf einer gebrauchten Motorhacke oder einer gebrauchten Motorfräse. Dies ist allerdings eine Option, auf die Sie nur dann zurückgreifen sollten, wenn Sie sich selbst mit der Technik auskennen oder wenn Sie eine vertrauenswürdige Werkstatt kennen, mit der Sie zusammenarbeiten können. Ist dies der Fall, kann selbst eine leicht defekte Motorhacke noch zu einem gut nutzbaren Gerät werden, das Sie über eine lange Zeit hinweg gut in Ihrem Arbeitsalltag unterstützen kann. Dass das Budget damit in der Regel stark geschont wird, versteht sich von selbst.

Was hier und auch bei einem neuen Gerät auf keinen Fall gefährdet werden darf, ist die Arbeitssicherheit. So verfügen beispielsweise einige moderne Geräte über eine sogenannte Totmannschaltung bzw. eine Sicherheits-Schnellabschaltung für erhöhte Arbeitssicherheit, die das Gerät im Ernstfall abschaltet. Darüber hinaus gibt es bei den meisten Geräten spezielle Schutzabdeckungen, die beispielsweise die Steinschlaggefahr verhindern oder verringern. Wenn Sie außerdem noch auf festes Schuhwerk, eine stabile Schutzbrille und den richtigen Gehörschutz achten, sollten Sie erfolgreich und sicher – auch mit einem gebrauchten Gerät – arbeiten können.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden