Tipps für den Kauf von Brushless-Motoren

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Tipps für den Kauf von Brushless-Motoren

Im Modellsport spielen alte Bürstenmotoren kaum noch eine Rolle. Ihr einziger Vorteil aus heutiger Sicht liegt im niedrigen Preis und in der einfachen Kombinierbarkeit mit verfügbaren Reglern. Denn Motor und Regler müssen stets zusammenarbeiten. Bei den modernen Brushless-Motoren ist die Auswahl der passenden Kombination aus Regler und Motor hingegen schwieriger. Auch gibt es verschiedene Arten von Brushless-Motoren. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, was Brushless-Motoren sind, welche Vorteile sie haben und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

 

Bürstenmotoren und Brushless-Motoren: Was ist der Unterschied?

Bürstenmotoren sind DC-Motoren. Sie arbeiten also mit Gleichstrom. Jahrelang waren sie der Standard, sowohl im Modellbau als auch in Elektrowerkzeugen und anderen elektrisch angetriebenen Geräten. Der Einsatz von Gleichstrom hat allerdings einen hohen Verschleiß zur Folge. So müssen Kohlebürsten verwendet werden, die sich im Laufe der Zeit abnutzen. Dies ist bei Brushless-Motoren nicht der Fall. Sie arbeiten ohne Bürsten, indem sie ein Dreiphasen-Wechselstromfeld nutzen. Dies erlaubt eine kontaktlose Drehung der Motorwelle. Verschleiß gibt es bei einem Brushless-Motoren also praktisch nicht. Dafür benötigt er einen passenden Motorsteller, auch Regler genannt, der mit dem Motor zusammenpasst. Dieser sorgt dafür, dass dem Motor, je nach Stellung der Phasen zu den Spulen, der passende Strom zugefügt wird. Insbesondere auf die richtige Kombination aus Motor und Regler müssen Sie beim Kauf daher achten. 

 

Die Wahl des richtigen Brushless-Motors: Sensorlos oder sensorgesteuert? Innenläufer oder Außenläufer?

Es gibt verschiedene Arten von Brushless-Motoren. Zunächst wird zwischen sensorlosen und sensorgesteuerten Modellen unterschieden. Bei sensorgesteuerten Modellen erfolgt die Rückmeldung des Motors an den Regler über Sensoren im Motor. Sie messen unter anderem die aktuelle Position der Phasen gegenüber der Spule. Erst durch diese Rückmeldung kann der Regler die Stromzufuhr zum Motor so regeln, dass dieser tut, was Sie möchten. Bei sensorlosen Motoren geschieht die Rückmeldung über einen Induktionsstrom. Dafür ist das dritte Anschlusskabel eines Brushless-Motors zuständig. Die sensorlose Variante ist teurer und weniger präzise.

Weiterhin unterscheidet man Innen- und Außenläufer: Innenläufer haben höhere Drehzahlen, aber ein geringeres Drehmoment. Daher sind sie perfekt für agile und schnelle Modelle wie Rennautos oder kleine Flugzeuge. Es gilt: Je weniger Turn, desto schneller ist der Motor. Ein Außenläufer ist hingegen stärker und hat ein höheres Drehmoment. Er eignet sich zum Beispiel für RC-Lkws oder Flugzeuge und Hubschrauber mit großem Rotor oder Propeller. 

 

Wie Sie den passenden Regler zum Brushless-Motor finden

Ein Brushless-Motor ohne Regler funktioniert nicht. Auch können Sie keinen Regler eines DC-Motors mit Bürsten benutzen, da dieser kein Wechselstromfeld erzeugt. Damit der Regler zum Brushless-Motor passt, muss er insbesondere mit dem genutzten Strom des Motors korrespondieren. Dieser wird in Ampere (A) angegeben. Sie sollten stets einen Regler wählen, der mit etwas mehr Strom als der Motor zurechtkommt, um eine ausreichende Reserve zu haben. Am besten wählen Sie eine sogenannte Motor-Regler-Combo. Dies sind Brushless-Sets, in denen bereits ein passender Regler zum Motor enthalten ist.

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