Tipps für den Kauf von Armbändern mit Diamanten

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Tipps für den Kauf von Armbändern mit Diamanten

Edelsteine faszinieren die Menschen seit ewigen Zeiten. Unter diesen wertvollen Geschenken der Natur gilt der Diamant als König der Edelsteine, der sowohl in seinem Rohzustand als auch geschliffen ein ganz besonderes Schmuckstück darstellt. Für die alten Griechen waren Diamanten Tränen der Götter, und die Römer hielten sie für Splitter von Sternen, die vom Himmel gefallen sind.

Ihre wahre Beschaffenheit war für die Menschen über lange Zeit hinweg ein Rätsel. Der Physiker Isaac Newton stellte 1675 die Theorie auf, dass es sich bei Diamanten um ein brennbares Material handeln müsse – anders sei die starke Lichtbrechung dieses Steins nicht zu erklären. Erst Ende des 18. Jahrhunderts gelang dem Chemiker H. Davy der Nachweis, dass ein Diamant eigentlich gehärteter Kohlenstoff ist.

Die Geschichte der Diamanten

Diamanten entstehen in den tiefen Gesteinsschichten des oberen Erdmantels. Bei Temperaturen von mehr als 1.000 Grad Celsius und einem Atmosphärendruck von etwa 40.000 kristallisiert sich in Tiefen von teilweise über 150 Kilometern Grafit zu Diamanten. Die so entstehenden Rohdiamanten werden durch vulkanische Eruptionen zusammen mit Lava und anderen Tiefengesteinen an die Erdoberfläche gebracht. Die heute bekannten primären Vorkommen von Rohdiamanten befinden sich nahezu alle in einem solchen Gemisch aus Gestein und Lava und machen heute etwa 80 Prozent der Diamantenförderung aus.

Neben den primären Vorkommen gibt es auch Sekundärlagerstätten. Sie entstanden beispielsweise dadurch, dass das Gestein durch Flussläufe umgelagert wurde. Dadurch fand eine natürliche Qualitätsselektion statt. Da nur ausgesprochen hartes Gestein diese Umlagerung schadlos überstand, sind Diamanten aus sekundären Vorkommen bedeutend hochwertiger.

Die ersten nachgewiesenen Diamantenfunde gab es in Indien etwa 4.000 Jahre vor Christi Geburt. Damals war der sogenannte „Königsstein“ sehr selten und nur auserwählten Herrschern vorbehalten. Lange Zeit war es ausschließlich Männern erlaubt, Diamanten zu tragen. Als Schmuckstein für Frauen wurden sie erst im 15. Jahrhundert bekannt.

Edle Rohdiamanten, die ein Farbspiel zwischen hellem Gelb und Blauweiß aufweisen, bezeichnet man als Pernier. Geschliffene Diamanten sind auch als Brillanten, Rauten-, Spitz- oder Tafelstein bekannt.

Das Aussehen der Diamanten

Diamanten im Rohzustand wirken meist eher unscheinbar. Sie bilden kleine Kristalle, die oft würfelförmig erscheinen. Jedes dieser Kristallgitter beinhaltet einen dreidimensionalen Zusammenschluss, in dem ein Kohlenstoffatom fest mit vier anderen verkettet ist. Dieser Aufbau bestimmt die außergewöhnliche Härte von Diamanten.

Im internationalen Diamantenhandel werden Rohdiamanten nach folgenden Farben klassifiziert:

  • Wesselton (feines Weiß)
  • River (blauweiß)
  • Crystal (getöntes Weiß)
  • Cape (gelblich)
  • Yellow (gelb)

Manche Rohdiamanten sind durch Nebenelemente stark verfärbt. Stickstoff zum Beispiel erzeugt gelbe und grüne Diamanten; Sauerstoff, Aluminium, Eisen oder Magnesium bringen blaue und Mangan rosa Diamanten hervor. Sie werden in der Klassifizierung als Fantasiefarben bezeichnet und sind weniger wertvoll.

Sehr viel seltener und deshalb auch höher bewertet sind sogenannte Fancy Diamonds. Sie weisen eine intensive, reine Färbung auf und werden heute überwiegend in Australien gefunden. Unter etwa 100.000 weißen Rohdiamanten kommt allerdings in der Regel nur ein einziger Fancy-Diamant vor. Nicht zu verwechseln sind Fancy Diamonds mit Rohdiamanten in Gelb- oder Brauntönen. Fast 80 Prozent aller farbigen Diamanten sehen so aus. Diese Färbungen sind aber in der Regel auf Verunreinigungen des Gesteins zurückzuführen.

Die Geschichte der Edelsteinbearbeitung

Dass sich Diamanten bearbeiten lassen, wurde bereits etwa im 13. Jahrhundert erkannt. Lange Zeit wurden die Steine ausschließlich geglättet und poliert. Der erste Diamantenschliff stammt nachweislich aus dem 16. Jahrhundert. Man nannte ihn damals „einfaches Gut“. In seiner Form ähnelt er dem heute noch angewendeten Achtkantschliff.

Im Jahr 1910 entstand der sogenannte Brillantschliff. Diamanten, die diesen Schliff erhalten, werden deshalb ausschließlich als Brillanten bezeichnet. Der rohe Stein wird in 58 Facetten geschliffen. So entsteht das maximale Feuer, das ausschlaggebend für die Bewertung des Edelsteins ist.

Brillanten werden in Verbindung mit Edelmetallen wie Gold oder Platin zu hochwertigen Schmuckstücken verarbeitet. Man findet sie als Ringe, Armbänder, Colliers oder Ohrringen zu meist sehr hohen Preisen. Günstiger sind Diamantarmbänder oder Ketten, wenn anstelle vollwertiger Steine Diamantsplitter verwendet werden, die beim Schleifen als sogenannter „Abfall“ entstehen.

Die Bewertung von Diamanten

Ein Diamant hat vier besondere Eigenschaften, anhand derer seine Bewertung vorgenommen wird. Diese Methode wird auch als „4 C“ bezeichnet, weil alle Bewertungskriterien aus dem Englischen stammen und die Bezeichnungen mit dem Buchstaben „C“ beginnen.

  • Colour (Farbe)
  • Clarity (Reinheit)
  • Cut (Schliff)
  • Carat (Gewicht)

Am wertvollsten sind somit farblose (weiße) Diamanten ohne Verunreinigungen oder Einschlüsse mit durch einen exzellenten Schliff erzeugter hoher Brillanz und einem hohen Gewicht.

Diamanten, auch wenn sie zu Schmuck verarbeitet sind, gelten auch als Wertanlage. Dazu müssen die Steine eine sehr hohe Qualität besitzen, über den klassischen Brillantschliff verfügen und von einem anerkannten Gutachter bewertet und zertifiziert sein.

Nicht immer sind Diamanten echt

Seit etwa Mitte der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts gibt es sogenannte Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren, mit denen sich aus Grafit Diamanten auch künstlich herstellen lassen. Sie sind aber nur für den industriellen Einsatz oder als Beschichtung zum Beispiel für Hartmetallwerkzeuge gedacht und werden nicht zur Schmuckherstellung verwendet.

Falsche Diamanten sind für einen Laien nur sehr schwer von echten Exemplaren zu unterscheiden. Häufig handelt es sich dabei um Imitationen aus Yttrium-Aluminium-Granat (YAG). Farbveränderungen können durch Bestrahlungen, Brennvorgänge, das Füllen von Rissen oder Beschichtungen herbeigeführt werden. Bekannte Arten von falschen Diamanten sind zum Beispiel der Zirkonia oder Strasssteine, die aus Bleiglas bestehen.

Tipp: Echte Diamanten sollten über ein Prüfzertifikat eines gemmologischen Sachverständigen verfügen.

Heute wird nur noch etwa ein Viertel der gesamten Diamantvorkommen zu Schmuck verarbeitet. Der Rest wird industriell verwertet, meist zur Herstellung von hochwertigen Bohr- oder Schneidewerkzeugen.

Die Pflege und Reinigung von Diamanten

Diamantschmuck, wie zum Beispiel Armbänder mit Diamanten, sind unvergänglich. Aber sie müssen gut gepflegt werden, damit die Brillanz erhalten bleibt. Der Diamant hat die Eigenschaft, Fett anzuziehen. Seife oder Kosmetika, aber auch das natürliche Hautfett hinterlassen mit der Zeit Spuren.

Für die Reinigung zu Hause empfiehlt sich warmes Wasser mit einem Spritzer handelsüblichen Geschirrspülmittels. Diamantschmuck reinigen Sie mit einer weichen Zahnbürste und trocknen ihn gut mit einem fusselfreien Tuch ab. Alternativ kann der Schmuck auch für etwa 30 Minuten in eine Lösung aus einen Anteil Wasser und einem Anteil Haushaltsammoniak gelegt werden. Danach muss er gründlich abgespült und getrocknet werden. Wenn Sie ein Armband mit Diamanten häufig tragen, sollte einmal im Jahr eine professionelle Reinigung bei einem qualifizierten Juwelier erfolgen.

Die unterschiedlichen Fassungen für Diamanten

Für die Weiterverarbeitung zu hochwertigen Schmuckstücken müssen Diamanten gefasst werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden wie zum Beispiel die

  • Zargenfassung,
  • eingeriebene Fassung,
  • Kanalfassung,
  • Balkenfassung,
  • Pavéfassung oder
  • Krappenfassung.

Dabei ist nicht jede Fassung für jeden Diamantschliff und jede Art von Schmuckstück geeignet.

Bei der Zargenfassung wird der geschliffene Diamant von allen Seiten durch überlappende Metallstreifen eingeschlossen. Diese Streifen können glatt oder gebogen sein und den Stein vollständig oder nur teilweise umgeben. Diese Technik gehört zu den ältesten in der Schmuckherstellung und verleiht dem Schmuckstück ein leicht antikes und oft sehr konturenreiches Aussehen. Das Herstellen einer Zargenfassung ist sehr aufwendig und eignet sich am besten für oval oder rund geschliffene Steine. Häufig sind Halsketten, Ohrringe, Ringe oder Armbänder mit Zargenfassungen gearbeitet.

Bei der eingeriebenen Fassung ist im Metall des Schmuckstücks eine Vertiefung in Form eines Kegels eingearbeitet, in die der Diamant eingesetzt wird. Hier gibt es keine Überlappung auf der Oberseite des Diamanten. Geeignet ist die eingeriebene Fassung für Schliffe aller Art. Sie ist schlicht, elegant und wirkt modern.

Für kleinere Diamanten gleicher Größe wird die Kanalfassung vewendet. Hier befinden sich die Steine in einem aus Edelmetallbahnen bestehenden Kanal unmittelbar Seite an Seite. Geeignet ist die Kanalfassung für unterschiedliche Schliffarten wie zum Beispiel den Rund-, Oval-, Prinzess- oder Carréschliff. Trauringe werden häufig mit Kanalfassungen hergestellt, aber auch Armbänder mit Diamanten zeigen diese Fassungsform.

Die Balkenfassung ist eigentlich nur eine Variation der Kanalfassung. Hier sind allerdings zwischen die einzelnen Edelsteine Streifen aus Edelmetall eingesetzt. Balkenfassungen werden häufig für Diamantringe verwendet.

Die Bezeichnung Pavéfassung besagt, dass hier viele kleine Edelsteine wie Pflastersteine zusammengesetzt wurden. Getrennt werden die Steine durch kleine Kugeln aus Edelmetall. Schmuckstücke wie zum Beispiel Diamantarmbänder mit Pavéfassung wirken wie ein kleiner Teppich aus glitzernden Edelsteinen.

Die wohl am häufigsten in der Schmuckherstellung verwendete Fassung ist die Krappenfassung. Sie wird auch Krallenfassung genannt, weil die Edelsteine mithilfe von umgebogenen Krallen aus Edelmetall gehalten werden. Diese Art der Fassung eignet sich für alle Schliffarten und wird für Ringe, Armbänder, Halsketten und auch Ohrringe verwendet.

Ein Armband mit Diamanten und ein kurioser Name

Eigentlich sind Armbänder, die rundum mit Diamanten besetzt sind, unter dem Begriff „Rivière-Armband“ bekannt. Es passt sich wunderbar dem Handgelenk an und erzeugt den Eindruck glänzender Wassertropfen. Das besondere an diesem Schmuckstück ist, dass alle Diamanten sich in Größe und Form nicht voneinander unterscheiden. Sie sind so gefasst, dass auch die Abstände der Steine voneinander stets gleich sind. Fassung und Verschluss aus Edelmetall spielen hier eine untergeordnete Rolle und sind meist schlicht und unauffällig, damit der Blick ausschließlich auf das faszinierende Strahlen der Edelsteine gelenkt wird.

Seit 1987 tragen Rivière-Armbänder die Bezeichnung „Tennisarmband“. In diesem Jahr hat die Tennisspielerin Chris Evert während eines Spiels bei den US-Open ihr Diamantarmband verloren. Der Schiedsrichter unterbrach daraufhin das Spiel, damit Evert ihr geliebtes Rivière-Armband suchen und in ihrer Tasche verstauen konnte. Tennisarmbänder sind aus den heutigen Schmuckkollektionen internationaler Schmuckdesigner nicht wegzudenken. Sie werden von vielen Stars auch bei offiziellen Anlässen getragen.

Nachdem Sie nun viele Informationen über die Geschichte der Diamanten und ihre Bedeutung für die Schmuckherstellung erhalten haben, können Sie sich ganz auf die Schönheit der Armbänder mit Diamanten konzentrieren und sich Ihr Lieblingsstück in Ruhe aussuchen.

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