Tipps für den Kauf passender Dichtungen und Filter für die Hayabusa

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Tipps für den Kauf passender Dichtungen und Filter für die Hayabusa

Fans schneller Motorräder glauben meist in Superbikes die Sportler unter den flotten Zweirädern zu wissen, tatsächlich sind es aber eher die Sporttourer und Supersportler. Entsprechende Angebote seitens der Hersteller gibt es jedenfalls einige, wobei so manches Modell doch bekannter als andere ist.

Eines dieser Modelle ist mit Sicherheit die Hayabusa, die Suzuki seit Ende der 1990er auf die Räder stellt. Die Maschine beeindruckt mit Design ebenso wie mit Leistung, trotzdem ist die Hayabusa nicht mehr oder weniger als ein Motorrad. Will heißen: Auch ein Bike wie die Hayabusa unterliegt dem typischen Verschleiß, weswegen ab und an eine Reparatur fällig ist.

Geht es bei dieser um Dichtungen oder Filter, hilft dieser Ratgeber vielleicht weiter. Alles zum Thema und vor allem dem Kauf passender Dichtungen und Filter eben für die Suzuki Hayabusa, hier im Ratgeber.

Hayabusa: eine schnelle Geschichte auf zwei Rädern

Auf den Markt kam die Suzuki Hayabusa bereits 1999, gebaut wird der japanische Supersportler bis heute. Die Optik dürfte vielen Fans gewöhnungsbedürftig sein, beruht jedoch auf eine Entwicklung direkt im Windkanal. Dafür sorgt das durchaus futuristische Design zum einen für einen hohen Wiedererkennungswert, zum anderen wurden einige neue Käufer gewonnen.

Entwickelt wurde die Hayabusa übrigens in Deutschland, zumindest zum Ende. Jedenfalls erlebte die Hayabusa auf deutschen Straßen ihre „Feuertaufe", wurde der Supersportler doch vor allem auf der A81 in der Nähe von Heilbronn etlichen Praxistests unterzogen. Neben Fahrwerk und Motorabstimmung standen vor allem die Reifen der Hayabusa im Fokus, wo Suzuki Motorrad bis heute nur einige wenige Modelle und noch weniger Hersteller empfiehlt - zur Sicherheit wegen der hohen Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeitswerte des Bikes. Tatsächlich zeigt die Suzuki Hayabusa im Vergleich zu „normalen" Motorrädern fast schon extreme Werte, was allerdings schon am Modellnamen erkennbar ist.

Japanischer Wanderfalke: wie die Hayabusa zu ihrem Namen kam

Hayabusa nämlich ist japanisch und steht ins Deutsche übersetzt schlichtweg für Wanderfalke. Jener Falke gilt als einer der schnellsten Greifvögel der Welt, was Suzuki quasi auch mit seiner Hayabusa zeigen will. Das scheinen die Japaner gut umgesetzt zu haben, denn die Hayabusa gilt als erster Supersportler überhaupt, der die Marke von 300 Stundenkilometer durchbrechen konnte.

Diese enormen Geschwindigkeiten sorgten jedoch schnell für Kritik, was sicherlich weder überraschend noch unverständlich ist. Suzuki reagierte jedenfalls auf die Gegenseite und drosselte zugunsten der Sicherheit nur zwei Jahre nach Marktstart - ergo 2001 - die Top Speed der Hayabusa auf „nur" noch 298 km/h. Trotzdem setzten die Japaner beim Nachfolger anno 2008 gezielt auf den Punkt Geschwindigkeit und konnten tatsächlich noch mehr Leistung schaffen.

Suzuki Hayabusa: Sporttourer mit knapp 200 Pferden

Eingebaut ist der Hayabusa seither eine Maschine, die mit 1.340 Kubikzentimeternoch mal einen um 3,1 Prozent vergrößerten Hub aufweist. Kurioserweise setzen die Japaner im Vergleich zu manchen Konkurrenten auf einen Vierzylinder in Reihe, statt der bei größeren Maschinen üblichen V-Bauweise. Und doch ist das verbaute Aggregat ein Kraftpaket und leistet 145 kW beziehungsweise 197 PS, das maximale Drehmoment verrät Suzuki mit 155 Newtonmeter bei 7.200 Umdrehungen.

Kombiniert wird der Vierzylinder der Hayabusa mit einem „Ram Air" genannten Motoransaugsystem, Nasssumpfschmierung, elektronischer Benzindirekteinspritzung, einem geregelten Katalysator oder Drosselklappen mit 44 Millimetern. Die Elektronik der Hayabusa ist an das Superbike Suzuki GSX-R1000 angelehnt und zeigt beispielsweise umschaltbare Leistungskurven sowie außerdem eine Ganganzeige. Mit dem neuen Modell wurden neben dem Motor obendrein Tank und Verkleidung modifiziert, was dem Fahrer einen besseren Windschutz vor allem bei hohen Geschwindigkeiten garantieren soll. Vermarktet wird der Supersportler zudem auch als Suzuki GSX 1300 R beziehungsweise GSX1300R Hayabusa 1300.

Rasend schnell: die Rekorde der Suzuki Hayabusa 1300

Ihre Qualitäten stellte die Hayabusa selbstredend ebenfalls mehrere Male unter Beweis, wobei allein die Serienversion, wie schon erwähnt, 197 PS leistet und eine Spitze von 298 km/h erlaubt. Mehr geht jedoch durchaus, wie zum Beispiel Tuner MAB Power bewies. Via Turbolader züchtete MAB die Hayabusa auf 294 kW respektive 400 PS hoch und raste mit der Maschine in nur 13,1 Sekunden aus dem Stand auf 300 km/h. Die 400-PS-Version ist über MAB tatsächlich zu kaufen und sogar offiziell für die Straße zugelassen.

Die MAB-Version dürfte Kenner aber kaum überraschen, hält die Hayabusa doch gleich einige Weltrekorde. Einer davon ist der FIM-Rekord in der Klasse bis 1.350 Kubik samt Turbo, in der der Supersportler auf bis zu 406,894 Stundenkilometer beschleunigte. Allerdings gilt schon die reguläre Hayabusa als nicht gerade einfach, was sich vor allem in puncto Reifen zeigt. Schon bei den Tests vor Marktführung wurden über 100 Reifensätze verschlissen. Erst ein spezieller Bridgestone-Pneu konnte die Kräfte der Suzuki Hayabusa aushalten, ohne sich vorzeitig in seine Bestandteile aufzulösen.

Verschleiß: Achtung bei Filtern und Dichtungen der Hayabusa

Daher gilt für Halter und Fahrer des japanischen Bikes, gerade bei den Reifen hinzuschauen. Zwar gibt es durchaus günstigere Alternativen, als die von Suzuki empfohlenen, allerdings verschleißen diese in der Regel auch wieder schneller. Suzuki weist daher ausdrücklich und insbesondere mit Blick auf die Sicherheit auf ganz spezielle Marken und Reifentypen hin, die explizit vom Motorradhersteller zugelassen sind.

Dabei gelten nicht nur die Reifen der Suzuki Hayabusa als typisches Verschleißteil, auch Filter oder Dichtungen müssen öfters mal gewechselt werden. Das liegt weniger an mangelnder Qualität, sondern eher an den ungewöhnlichen hohen Belastungen, die auf die Hayabusa wirken. Zumal Verschleiß nicht nur für die Hayabusa, sondern generell für Motorräder oder sonstige Maschinen typisch ist. Filter und Dichtungen gilt es jedenfalls öfters mal zu wechseln. Umso einleuchtender, da defekte Filter oder Dichtungen selbst von Laien erkannt werden und mitunter sogar in Eigenregie ausgewechselt werden können.

Passende Teile finden: Wo gibt es neue Filter für die Hayabusa

Symptome von defekten Filtern und Dichtungen sind beispielsweise Ölspuren, was in der Regel vor allem für das letztgenannte Bauteil auffällig ist. Dichtungen sitzen bei der Hayabusa vor allem im Motor, etwa die Limadeckeldichtung. Als Filter sind wieder besonders Luftfilter und Ölfilter zu nennen, deren Defekte sich in weniger Motorleistung, mehr Verbrauch und somit ebenfalls mehr Emissionen bemerkbar machen, wobei Letztere zugegeben weniger direkt wahrzunehmen sind.

Neue Filter oder Dichtungen finden sich natürlich vor allem im Internet, wo fabrikfrische Neuware meist auch günstiger angeboten wird. Für die Suche nach passenden Ersatzteilen reicht in der Regel die Nennung des Herstellers sowie Modells, ergo die Suzuki Hayabusa plus entsprechender Kürzel für die Modellversion.

Zulassung: kleiner Helfer bei der Suche passender Hayabusa-Teile

Noch einfacher und vor allem sicher ist folgender Tipp: Ihre Zulassungsbescheinigung. Die verrät Ihnen ganz oben, gleich hinter dem Datum der Erstzulassung Ihres Bikes, zwei Nummern, genauer die Schlüssel- oder KBA-Nummer unter 2.1 und 2.2. Diese Nummern brauchen Sie lediglich in eine entsprechende Suchmaske einzutragen - achten Sie auf Zahlendreher - worauf Sie z. B. bei eBay die exakt richtigen Bauteile finden.

Teuer sind übrigens weder Dichtungen noch der Hayabusa Luftfilter oder Ölfilter. Wobei gerade der Luftfilter eine interessante Investition ist, wenn Sie Ihr Bike nicht nur reparieren, sondern gleichzeitig tunen möchten. Versierte Hobbyschrauber können hier sogar selbst Hand anlegen, wobei zuerst jedoch erst einmal die aufwendige Hayabusa Verkleidung zu entfernen ist. Außerdem gilt eine gewisse Obacht, denn nicht alles ist erlaubt und gerade beim Thema Tuning schauen TÜV, DEKRA und Co gern genauer hin.

Gesetz: Was ist bei der Suzuki Hayabusa erlaubt und was nicht

Extreme Leistungssteigerungen sind selbstredend vom TÜV oder einer anderen gleichwertigen Organisation abzusegnen, wobei das kaum Filter und schon gar nicht Dichtungen - ein neuer Hayabusa Auspuff bringt in dem Punkt deutlich mehr Leistung - betreffen sollte. Für spezielle Filter, insbesondere Sportfilter, ist aber mit Sicherheit eine Abnahme und somit quasi ein Zwangsbesuch bei einem zuständigen Prüfer nötig.

Was übrigens konkret erlaubt ist und was wieder nicht, würde ein Vorbesuch beim TÜV wohl besser klären. Daher gilt gerade beim Tuning folgender Rat als beste Empfehlung: Schauen Sie erst beim TÜV vorbei, erklären Sie sachlich Ihr Anliegen und lassen sich direkt von den Profis beraten. Die wissen genau, was gesetzlich legal ist und was nicht. Und ein Vorbesuch lohnt generell mehr, als wenn Sie zuletzt wieder alles zurückbauen müssen, da Sie einfach keine Abnahme bekommen. Beim Thema Dichtungen und Filter wird das zwar kaum der Fall sein, doch fragen kostet bekanntlich nichts.

Aufgepasst: Neue Hayabusa Filter und Dichtungen nur mit ABE

Auf der sicheren Seite beim Kauf neuer Dichtungen und Filter sind die zudem, wenn Sie beim Kauf - besonders bei Filtern - auf die ABE oder allgemeine Betriebserlaubnis achten. Sämtliche Ersatzteile mit einer solchen ABE können Sie ohne Bedenken und ohne jeden nachträglichen TÜV-Besuch verbauen.

Wird seitens des Verkäufers keine solche ABE genannt, fragen Sie gezielt nach. Sonst ist gerade bei einem Sportluftfilter mitunter eine Einzelabnahme nötig, die selbstverständlich Geld und ebenso Zeit kostet. Eventuell ist die nötige ABE sogar im Netz zu finden, verlassen sollten Sie sich allerdings nicht darauf. Ohne ABE kann der neue Filter jedenfalls recht teuer werden. Zumal ohne jede Abnahme einer zugelassenen Organisation Bußgelder oder gar die Stilllegung der Hayabusa drohen. Fazit: Mit ABE machen Ihnen weder TÜV noch Polizei Probleme, Sie sparen Geld und Zeit. Wenn Sie direkt zu einem „normalen" Luftfilter greifen, vermeiden Sie eventuelle Probleme sogar gleich. Und mehr Leistung hat gerade die Hayabusa eigentlich nicht nötig.

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