Tipps für den Kauf einer Split Klimaanlage

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Tipps für den Kauf einer Split Klimaanlage

Der Begriff Raumklima wird immer öfter mit den Themen Gesundheit und Behaglichkeit in Verbindung gebracht. Bei Gebäuden sorgt dementsprechend nicht nur die Grundrisstypologie oder eine hochwertige luxuriöse Ausstattung für das Wohlgefühl, sondern auch das Raumklima. Lange Zeit wurde diesem Thema wenig Beachtung geschenkt. Das liegt vielleicht daran, dass es sich beim Raumklima um etwas Unsichtbares handelt.

Das Raumklima hat Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden

Trotzdem hat es einen sehr großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen und damit auf die Wohnqualität. Der Begriff Raumklima kann mittels verschiedener Parameter näher beschrieben werden. Zu diesen Parametern zählt zum Beispiel die Zusammensetzung der Luft in physikalischer und chemischer Hinsicht. Schließlich ist die Luft in den meisten Fällen mit Schadstoffen wie zum Beispiel Pollen, Feinstaub, Bakterien, Sporen, Tabakrauch oder Verbrennungsrückständen von Motoren verunreinigt. Ein weiterer Parameter, mit dem das Raumklima definiert werden kann, ist die Luftfeuchtigkeit. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zum Beispiel durch häufiges Duschen, Baden oder Kochen verursacht werden. Ist sie zu niedrig, liegt dies in den meisten Fällen an einer ständigen Nutzung der Heizung. Darüber hinaus spielt die Temperatur eine wichtige Rolle für die Behaglichkeit und damit für das Raumklima.
Die drei angesprochenen Parameter können durch bestimmte Maßnahmen gezielt verändert werden. Die Luft kann zum Beispiel mittels Luftreinigern oder Ionisatoren von Schadstoffen befreit werden. Für zu feuchte oder zu trockene Raumluft können Luftentfeuchter oder Luftbefeuchter verwendet werden. Die Maßnahme zur Raumlufterwärmung ist wohl jedem bekannt. Hier können die unterschiedlichsten Heizungstypen eingesetzt werden. Geräte, die zur Abkühlung der Raumluft verwendet werden, wurden von der breiten Masse in Mitteleuropa in der Vergangenheit jedoch recht selten genutzt. Doch auch hier ist zwischenzeitlich ein klarer Trend erkennbar. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine sogenannte Klimaanlage zur Absenkung der Lufttemperatur in den eigenen vier Wänden.

In den folgenden Fällen machen Klimaanlagen sehr viel Sinn

Moderne Gebäude sind oftmals mit sehr großen Fensterflächen ausgestattet. Sie erzeugen ein gutes Raumgefühl und bringen sehr viel Licht in den Raum. Leider kann die Sonneneinstrahlung auch dazu führen, dass sich der Raum übermäßig aufheizt. Eine gute Wärmedämmung kann diesen Effekt noch verstärken. Mit einer regulären Lüftung kann diese Aufheizung vor allem in den sonnenintensiven Sommermonaten kaum eliminiert werden. Hier kann eine Klimaanlage dafür sorgen, dass die Raumluft trotz der intensiven Sonne eine angenehme Temperatur hat. Des Weiteren sorgen die im Haushalt vorhandenen elektrischen Geräte für eine starke Erwärmung der Luft. Schließlich sind heutzutage nicht nur in Büros, sondern auch in einfachen Haushalten immer mehr Geräte wie Wäschetrockner, Waschmaschinen, Küchengeräte, Computer oder Fernseher und andere Unterhaltungselektronik im Einsatz. Alle diese Gerätschaften können als Hitzequelle angesehen werden. Eine Klimaanlage kann dazu beitragen, die Wärmebelastung zu reduzieren. Darüber hinaus kann eine Klimaanlage bei besonders heißen Sommertagen generell zur Behaglichkeit beitragen. Eine Anlage macht vor allem dann Sinn, wenn in den Räumlichkeiten geistig oder körperlich gearbeitet werden muss. Schließlich sinken die Konzentration und damit die Produktivität bei Temperaturen ab etwa 28 Grad Celsius erheblich.

Klimageräte für den Haushalt gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größenordnungen

Eine Klimaanlage für das Haus oder für die Wohnung wird eingesetzt, um Räumlichkeiten zu konditionieren. Dabei muss jedoch unterschieden werden, ob die Raumluft nur abgekühlt wird oder zusätzlich mit Frischluft versehen werden soll. Im zweiten Fall handelt es sich um eine Klimaanlage mit einer sogenannten Lüftungsfunktion. Eine Klimaanlage mit erweiterter Ausstattung kühlt nicht nur die Luft auf ein behagliches Niveau, sondern regelt auch die Luftfeuchtigkeit und weist eine luftreinigende Wirkung auf. Darüber hinaus gibt es Klimageräte in unterschiedlichen Größenklassen. Die Größe hat Einfluss auf die Leistung einer Klimaanlage. Für größere Räume werden in der Regel auch leistungsfähigere Geräte benötigt. Vor dem Kauf einer Klimaanlage sollten Sie deshalb einige gerätetypische Spezifikationen genauer betrachten, um einem unliebsamen Fehlkauf vorzubeugen.

Split-Klimaanlagen gelten als leistungsfähig und wirtschaftlich

Klimaanlagen für den Haushalt können generell in Kompakt- und Split-Klimaanlagen kategorisch eingeordnet werden. Im Gegensatz zu einem Kompaktgerät, dessen Komponenten in der Regel in einem Gehäuse untergebracht sind, verfügt eine sogenannte Split-Klimaanlage über ein Gehäuse für den Innen- und für den Außenbereich. Die Geräte arbeiten mit einem Kältemittel, das dazu dient, die Wärme unter den beiden Geräten auszutauschen. Das Innenteil kühlt dabei die Raumluft ab, während das Außenteil die Wärme an die Umgebung abgibt. Auch bei diesen Geräten findet man die verschiedensten Ausführungen, Ausstattungsmerkmale und Leistungsklassen. Diese Anlagen gelten generell als zugluftfrei, leise und energieeffizient.

Die Funktionsweise einer Split-Klimaanlage

Im Außengehäuse der Split-Klimaanlage ist ein Kompressor integriert, der das Kältemittel komprimiert. Auf diese Weise entsteht ein sehr hoher Druck. Das komprimierte Kältemittel im gasförmigen Zustand wird im Anschluss in einen Wärmetauscher geleitet. Dieser Wärmetauscher wird von der Außenluft heruntergekühlt, was dazu führt, dass sich das Kältemittel verflüssigt. Mittels Expansionsventil wird erreicht, dass sich das Kältemittel wieder ausdehnt, was einen Druckabfall zur Folge hat. Auf diese Weise entsteht eine Temperatur, die in einem Bereich um den Gefrierpunkt von Wasser liegt. Das abgekühlte Kältemittel wird nun in das Innengerät geleitet. Auch im Innengerät ist ein Wärmetauscher integriert, in dem das flüssige und kalte Kältemittel wieder zu Gas kondensieren kann. So wird der Raumluft die Wärme entzogen. Bei vielen Geräten wird die Raumluft zusätzlich entfeuchtet. Das erwärmte und inzwischen wieder gasförmige Kältemittel wird anschließend zurück in das Außengerät geleitet. Hier beginnt der Prozess von Neuem.

Die Dimensionierung der Leistung einer Split-Klimaanlage

Die richtige Dimensionierung einer Split-Klimaanlage ist nicht einfach und sollte im Zweifelsfall einem Fachmann überlassen werden. Schließlich sollte die Leistung nicht nur den baulichen Anforderungen, sondern auch Ihren persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen. Letzten Endes ist das Wärme- und Kälteempfinden von Mensch zu Mensch verschieden. Aus technischer Sicht hängt die benötigte Leistung einer Klimaanlage von verschiedenen Faktoren ab. Sie wird auch als Kühllast bezeichnet. Ein bedeutender Faktor sind zum Beispiel die Fläche und das Raumvolumen, das gekühlt werden soll. Des Weiteren spielt es eine Rolle, wie die Außen- und Innenwände aus wärmetechnischer Sicht konzipiert sind. Die Fensterfläche der Sonnenseite hat zum Beispiel einen besonders großen Einfluss auf die Wärmeentwicklung im Rauminneren. Dabei sollte selbstverständlich beachtet werden, ob ein Sonnenschutz vorhanden ist oder nicht. Dachfenster tragen ebenfalls wesentlich zur Hitzeentwicklung bei.
Darüber hinaus muss die sogenannte innere Kühllast bei der Dimensionierung der Klimaanlage eine Rolle spielen. Zu diesen Lasten zählen beispielsweise die Personen, die sich regelmäßig in dem zu kühlenden Raum aufhalten. Schließlich produziert jeder Mensch Wärme in einer nicht unerheblichen Größenordnung. Weitere innere Lasten sind Einrichtungen zur Beleuchtung sowie die Abwärme von Maschinen und Geräten. Bei besonders heißen Außentemperaturen muss zudem die Außenluftzufuhr in die Berechnung miteinbezogen werden. Für die überschlägige Kalkulation der Kühllast können spezielle Tabellen verwendet werden.

Split-Klimaanlagen mit mehreren Innengeräten

Eine Split-Klimaanlage besteht normal aus einem Innen- und aus einem Außengerät. Wenn Sie vorhaben, nicht nur einen, sondern auch mehrere Räume zu klimatisieren, können Anlagen Sinn machen, die über mehrere Innengeräte verfügen. So muss nicht für jedes Zimmer oder für jede klimatisierte Zone ein eigenes Außengerät platziert werden. Anlagen mit zwei Innengeräten werden auch Duo-Split-Klimaanlagen genannt. Darüber hinaus gibt es Anlagen, an deren Außengerät sechs oder noch mehr Innengeräte angeschlossen werden können. Diese Systeme werden auch als Multi-Split-Klimaanlagen bezeichnet.

Split-Klimaanlagen mit Wärmepumpen können Wärme erzeugen

Manche Split-Klimaanlagen sind mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Diese Pumpe macht es möglich, den Prozess zur Kälteerzeugung umzukehren. Auf diese Weise wird der Außenluft die Wärmeenergie entzogen. Dieser umgekehrte Prozess funktioniert bei Außentemperaturen bis etwa zehn Grad Celsius unter dem Gefrierpunkt von Wasser. So kann die Klimaanlage zum Beispiel im Herbst oder Frühling als Zusatzheizung verwendet werden.

Moderne Steuerungskomponenten von Split-Klimaanlagen

Zeitgemäße Digital- und Mikroprozessortechnologien sorgen für einen möglichst komfortablen Kühlbetrieb. Meist können moderne Klimaanlagen zudem stufenlos geregelt werden. Ein integrierter Thermostat kann außerdem für eine konstante Temperatur sorgen. Des Weiteren lassen sich gut ausgestattete Geräte programmieren. Auf diese Weise startet die Klimaanlage ab einer bestimmten Zeit und regelt das Klima nach einem vom Nutzer programmierten Ablauf. Bedieneinheiten mit LCD-Displays stellen den Betriebszustand der Anlage, die gewünschte Temperatur sowie die tatsächliche Lufttemperatur dar, was ebenfalls die Bedienung erleichtert. Besonders komfortabel sind obendrein drahtlose Fernbedienungen. Mit einer solchen Fernbedienung besteht die Möglichkeit, die Klimaanlage bequem vom Sessel aus zu steuern.

Der Einbau einer Split-Klimaanlage

Um eine Split-Klimaanlage montieren zu können, sind im Vorfeld gewisse Arbeiten durchzuführen. In erster Linie muss auch bei einer Split-Klimaanlage für einen elektrischen Anschluss gesorgt werden. Des Weiteren müssen für die Leitungen zwischen den Innen- und Außengeräten Durchbrüche in der Mauer erzeugt werden. Im Normalfall verfügt ein Split-Klimagerät über eine Montageplatte, welche die Last gleichmäßig auf die Wand überträgt. Diese Montageplatte wird fest an die Wand geschraubt. In diesem Zusammenhang sollte geprüft werden, ob die Wand die Last auch aushält. Das Innengerät wird normalerweise einfach in die Montageplatte gehängt, das Außengerät wird ebenfalls auf einer speziellen Wandkonsole befestigt. Es sollte so platziert werden, dass es nicht der unmittelbaren Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass der Höhenunterschied zwischen Innen- und Außengerät nicht zu groß ausfällt. In der Regel wird eine Split-Klimaanlage jedoch von einem Fachmann montiert.

Gebrauchte Split-Klimaanlagen können eine Alternative darstellen

Split-Klimaanlagen können nicht nur neu, sondern auch gebraucht erworben werden. In diesem Zusammenhang achten Sie möglichst darauf, dass Klimaanlagen regelmäßig gewartet und von Keimen befreit werden sollten, um einen störungsfreien und für den Menschen gesunden Betrieb zu gewährleisten. So sollten Sie bei einem Gebrauchtgerät überprüfen, inwieweit der Vorbesitzer diese regelmäßigen Wartungen durchgeführt hat.

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