Tipps für den Kauf der richtigen Antennenrotoren

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Ein Leben ohne Funktechnik ist heutzutage kaum noch vorstellbar. Radio, Fernsehen, Mobiltelefonie, Haussteuerung - um nur ein paar simple Beispiele aus dem privaten Bereich zu nennen. Im gewerblichen, administrativen oder gar militärischen Sektor gäbe es noch viel mehr Anwendungsbeispiele.

Wie funktioniert Funk?

In der Funktechnik werden elektromagnetische Wellen genutzt, um Informationen und Signale zu übertragen. Das Prinzip besteht dabei darin, dass eine zunächst gleichförmige, sinusförmige Trägerwelle mit konstanter Amplitude gezielt verändert wird. Die Frequenz und die Amplitude der elektromagnetischen Welle kann im Einklang mit der zu übermittelnden Information verändert werden. Die derart modulierte Welle ist nun Träger der Information und wird über eine Sendeanlage (Antenne) ausgestrahlt. In vielen Fällen (z. B. Rundfunk, TV, Amateurfunk) erfolgt die Ausstrahlung in der Regel in alle Himmelsrichtungen. Der Empfänger kann mit einer ähnlich gestalteten Antenne die ausgestrahlte Funkwelle auffangen und mit einem geeigneten Empfangsgerät wieder demodulieren, d. h. er extrahiert die Informationen aus der Funkwelle und macht sie hör- bzw. sichtbar. Das ist genau das, was Radio- oder Fernsehgeräte machen.

Die verschiedenen Funktechniken

Funktechnik kann auf verschiedenste Art und Weise genutzt werden. Amateurfunk, Rundfunk (Radio und Fernsehen), Betriebsfunk, Funkdienste, Funkfernsteuerung (Haustechnik, Modellbau), Funknetze, Jedermannfunk (CB-Funk, SRD, PMR446, DMR446), Kommunikationssatelliten (Satellitenfernsehen, Telefon, Datenübertragung), Richtfunk oder Telemetrie. Abhängig von der Nutzung sind den unterschiedlichen Anwendungen verschiedene Frequenzbereiche zugewiesen. Außerdem müssen oft technische Auflagen wie etwa maximale Sendeleistung genau eingehalten werden.

Reichweiten der verschiedenen Funkanwendungen

Abhängig von der Frequenz und der Sendeleistung schwankt auch die Reichweite der verschiedenen Funkanwendungen. Jeder kennt das: man ist mit dem Auto unterwegs, hört seinen bevorzugten Sender, und je weiter man sich vom Sender entfernt, desto schwächer wird das Empfangssignal - noch einen Hügel weiter ist das Signal dann oft verschwunden. Je nach Sendeleistung, Empfangsleistung des Autoradios und der geografischen Beschaffenheit der Landschaft dürfte die Reichweite eines UKW-Senders irgendwo zwischen 50 und 200 km liegen. Mittelwellensender sind ja wegen ihrer schlechten Audioeigenschaften längst aus der Mode gekommen, allerdings bieten sie den nicht zu unterschätzenden Vorteil wesentlich längerer Reichweiten.

Zulassungen und Lizenzen

Im Jedermann-Funk kann sich jeder ohne besondere Zulassung ein geeignetes Funkgerät besorgen und nutzen. Das Angebot reicht von SRD (Short Range Devices), Freenet, PMR446 (Public Mobile Radio) sowie dessen digitalem Pendant DMR446 bis zum besser bekannten CB-Funk. Die Reichweiten dieser Anwendungen liegen meist bei nur wenigen Kilometern. Im Grunde handelt es sich dabei, abgesehen vom CB-Funk, um sogenannte Walkie-Talkies, die in jedem Elektronik-Markt angeboten werden. Mit CB-Funk lassen sich Reichweiten von 20 bis 80 km erzielen.

Im Gegensatz zum Jedermannfunk benötigt man für die Betätigung im Amateurfunk eine Lizenz der zuständigen Fernmeldebehörde, die nach einer entsprechenden Prüfung erteilt wird. In Deutschland erfolgt dies durch die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Zusammen mit der Lizenz erhält der Funkamateur auch einen einzigartigen Rufnamen, anhand dessen er klar zu identifizieren ist. Amateurfunkstationen haben, abhängig von ihrer Ausstattung, den genutzten Frequenzen und Amateurfunkantennen , der Tageszeit und anderen Einflüssen wie etwa Sonnenfleckenaktivitäten Reichweiten von mehreren tausend Kilometern. Unter günstigen Umständen lassen sich auch interkontinentale Verbindungen zu sehr weit entfernten Funkstationen aufbauen. Die Funkamateure nennen das DX-Verbindungen.

Wozu benötigt man Antennen-Rotoren?

Für viele Funker ist eine möglichst große Reichweite ein vordergründiges Ziel. Die Reichweite kann man einerseits durch eine erhöhte Sendeleistung steigern, wobei aber oft Reglementierungen begrenzend wirken. Kostenfaktoren spielen aber sicher auch oft eine Rolle.

Antennenausrichtung beim Richtfunk

Eine andere Möglichkeit, die Reichweite deutlich zu steigern, ist die Verwendung von Richtfunk. Hierbei werden spezielle Richtantennen verwendet, mit denen die Funkwellen gebündelt in eine bestimmte Richtung gesendet werden können. Als Sendeantenne konzentriert die Richtantenne also ihre gesendete Energie in eine gewünschte Richtung, während sie als Empfangsantenne ihre Empfindlichkeit ebenso bündelt. Der Empfang von Störsignalen wird durch die Richtwirkung der Antennen stark gedämpft.

Richtfunk wurde in großem Umfang von der Bundespost bzw. deren Nachfolgerin, der Telekom, genutzt, um ein leistungsfähiges Netz zur Datenfernübertragung aufzubauen. Aber auch im Amateurfunk finden Richtantennen (auch Yagis genannt) häufig Anwendung. Und sogar im Jedermannfunk dürfen CB-Funker seit einigen Jahren Richtantennen verwenden, um die Reichweite ihrer Anlagen zu erhöhen.

Die Erhöhung der Reichweite durch eine Richtantenne ist zwar eine schöne Sache, aber leider kann man mit einer fest installierten Richtantenne nur mit einer sehr begrenzten Anzahl von Funkern kommunizieren, und zwar mit denen, deren Position sich innerhalb der sogenannten Hauptkeule der Antenne befindet - sprich die Funker, in deren Richtung die Antenne ausgerichtet ist. Will man auch mal mit anderen Menschen reden, muss die gesamte Antenne neu ausgerichtet werden. Der Antennenrotor ist dafür ein außerordentlich hilfreiches Mittel. Mit einer geeigneten Steuerung versehen, lässt sich die Antenne mit minimalem Zeitaufwand auf die neue gewünschte Ausrichtung einschwenken. So kann der Funker ohne großen Zeitaufwand mit mehreren weit entfernten Gesprächspartnern kommunizieren.

Anforderungen an den Antennenrotor

Wird der Antennenrotor mit einer Amateurfunk- oder CB-Funk-Antenne eingesetzt, sollte er einen Rotationswinkel von 360° haben, da er sich sonst nicht in jede Himmelsrichtung ausrichten lässt.

Wichtig ist natürlich auch, dass er in der Lage ist, das Gewicht der Antenne zu tragen. Dabei sollte auch noch etwas Luft nach oben sein, damit nicht bei Wind alles vom Dach gefegt wird. Außerdem könnte es ja auch sein, dass in der Zukunft Neuanschaffungen mit größerer Leistung und meist auch größerem Gewicht anstehen, die der Rotor auch noch bewältigen sollte.

Interessant ist für manchen auch die Zeit, die der Rotor benötigt, um die Drehung durchzuführen. Weiterhin muss auf die Kompatibilität mit der Steuerung und Verkabelung geachtet werden.

Antennenrotoren für die Satellitenanlage

Antennenrotoren sind nicht nur für Funkamateure interessant. Auch für den Empfang von Satellitenfernsehen sind sie ein sehr interessantes Zubehör.

Die meisten Satellitenschüsseln in Deutschland sind auf nur einen Satelliten ausgerichtet. In den meisten Fällen ist das ASTRA, manchmal auch EUTELSAT oder auch HOTBIRD. Es gibt aber eine Menge Satelliten am Himmel, die eine unglaubliche Vielzahl an Programmen ausstrahlen - warum sich also auf nur einen davon beschränken?

Eine probate Methode, die Programme mehrerer Satelliten empfangen zu können, ist die Verwendung von Multifeed-Haltern, die die Installation mehrerer LNBs an einer Satellitenantenne ermöglichen. Das können 2, 3 im Extremfall aber auch über 10 LNBs an einer Satellitenschüssel sein. Das ist möglich, weil sich die geostationären Satelliten an unterschiedlichen Positionen am Himmelsäquator befinden. Die einfallenden Signale der jeweiligen Satelliten fallen daher in unterschiedlichen Winkeln auf den Parabolspiegel und werden dementsprechend in einem anderen Winkel reflektiert. Die verschiedenen LNBs können daher wie Vögel auf dem Telegrafendraht an der Multifeed-Schiene nebeneinander befestigt werden und so ungestört voneinander die einzelnen Satellitensignale empfangen.

Bewegliche Antennen

Für einige wenige Satelliten ist das eine sehr gute Möglichkeit, aber mit wachsender Zahl der LNBs wird die Installation und auch die Steuerung zunehmend komplizierter. Eine Alternative hierzu stellt eine bewegliche Antenne dar. Da sich die Satelliten alle am Himmelsäquator befinden, muss die Antenne nur in der Lage sein, in einer Drehbewegung diesen Himmelsäquator abzufahren, um jeden einzelnen Kommunikationssatelliten auf dieser Seite der Erdkugel anvisieren zu können.

Alles, was dafür benötigt wird, sind ein passender Antennenrotor und eine sogenannte Polarmount-Halterung. Die Polarmount-Halterung dient dazu, die Drehachse des Rotors genau auf den Himmelspol auszurichten. Ist das nicht der Fall, verfolgt die Satellitenantenne in der Drehbewegung nicht den Himmelsäquator und wäre somit nicht in der Lage, sich auf alle Satelliten auszurichten. Ist die Antenne inklusive Rotor exakt justiert, lassen sich in Mitteleuropa bei freier Sicht nach Süden etwa 30 verschiedene Satelliten anvisieren. Damit kann man über 6000 Radio- und TV-Programme empfangen, von denen knapp die Hälfte unverschlüsselt ausgestrahlt werden.

Die Verwendung einer drehbaren Antenne empfiehlt sich aber nur für einen 1-Parteien-Haushalt, da natürlich alle eventuell angeschlossenen Receiver bei einem Schwenk der Antenne das bisherige Signal verlieren würden. Für ein Haus mit mehreren Parteien ist eine Multifeed-Lösung die bessere Alternative. In Verbindung mit einem oder mehreren Multischaltern lässt sich das Signal auf eine Vielzahl von Receivern verteilen, ohne dass sich die einzelnen Abnehmer untereinander stören würden.

So finden Sie Antennenrotoren

Spezielle Antennenrotoren für den Gebrauch in der Funktechnik finden Sie im Bereich Handy & Kommunikation, Kategorie Funktechnik. Nutzen Sie am besten die Stichwortsuche, um die Suche nach für Sie wichtigen Parametern einzugrenzen.

Antennenrotoren für Satellitenanlagen werden stattdessen in der Kategorie TV, Video & Audio angeboten. Beachten Sie, dass es sich hier um grundsätzlich andere Geräte handelt, als bei den Antennenrotoren für den Gebrauch im Amateurfunk. Dort werden meist Rotoren mit einem Rotationswinkel von 360° verwendet, während bei Rotoren, die in einer Satellitenanlage zum Einsatz kommen, der Rotationswinkel nicht größer als 180° sein darf. Außerdem muss der Rotor über die DiSEqC-Steuerbefehle des Satellitenreceivers steuerbar sein.

Fazit

Antennenrotoren sind sowohl in der Funktechnik, als auch beim Empfang von Satelliten-TV ein nützliches Hilfsmittel. Geht es bei den Funkamateuren in erster Linie um höchstmögliche Reichweite bei größtmöglicher Flexibilität, helfen Antennenrotoren in der heimischen Satellitenanlage dabei, den Empfang möglichst vieler Rundfunkprogramme zu ermöglichen.

Die Bauart kann, abhängig vom Verwendungszweck, sehr unterschiedlich ausfallen, weshalb beim Kauf eines Antennenrotors besonders auf die entscheidenden Parameter geachtet werden sollte.

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